DE479090C - Selbsttaetige Bindevorrichtung fuer Strohpressen - Google Patents

Selbsttaetige Bindevorrichtung fuer Strohpressen

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DE479090C
DE479090C DEH107227D DEH0107227D DE479090C DE 479090 C DE479090 C DE 479090C DE H107227 D DEH107227 D DE H107227D DE H0107227 D DEH0107227 D DE H0107227D DE 479090 C DE479090 C DE 479090C
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DEH107227D
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Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A01AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
    • A01FPROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
    • A01F15/00Baling presses for straw, hay or the like
    • A01F15/08Details
    • A01F15/14Tying devices specially adapted for baling presses
    • A01F15/145Twine knotters

Landscapes

  • Life Sciences & Earth Sciences (AREA)
  • Environmental Sciences (AREA)
  • Binders And Loading Units For Sheaves (AREA)

Description

Es ist bei Bindevorrichtungen für Langstrohpressen bekannt, unter Federwirkung stehende Fadenklemmen zu verwenden, die bei der Knotenbildung so nachgeben, daß das zum Bilden der Schlinge nötige Fadenstück zur Verfügung steht. Diese bekannten Fadenklemmen haben den Nachteil, daß sie nur das Binden von verhältnismäßig losen Ballen oder das Binden von Ballen aus trockenem Stroh gestatten. Will man feste Ballen oder Ballen von nassem Stroh binden (nasses Stroh bietet dem Faden einen großen Widerstand), so wird bei verhältnismäßig schwacher Feder der Federdruck schon vor der Knotenbildung überwunden, und das zur Schlingenbildung nötige Fadenstück erhält man nur, wenn der Faden in der Klemme nachrutscht; verwendet man dagegen eine stärkere Feder, so muß, nachdem der Faden schon eine zum Binden genügende Spannung hat, noch eine erhebliche Zusatzkraft aufgebracht werden, bevor die Federn nachgeben und das zum Knoten nötige · Fadenstück liefern. Der Faden wird also in jedem Fall überbeansprucht, was häufig, namentlich bei der Verwendung nicht sehr gleichmäßigen Garnes, leicht zum Zerreißen führt. Man ist daher stets auf die Verwendung des teuren Langhanfgarnes angewiesen.
Erfindungsgemäß wird zur Vermeidung dieser Nachteile die Begrenzung des Fadenführungsschlitzes nachgiebig gemacht. Damit jedoch diese Begrenzung nicht schon vor der Knotenbildung, etwa beim Vorschieben des Ballens, nachgibt, wird sie als Hebel ausgebildet. Dieser Hebel ist derart zum Fadenführungsschlitz angeordnet, daß sich der Faden zunächst in Richtung des Drehpunktes gegen den Hebel legt· und erst, nachdem der Faden nach einer halben Umdrehung des Knoters genügend straff gespannt ist, bei der Knotenbildung durch den Knoter seitlich an den Hebel gedrückt wird, so daß dieser ausweicht und so unzulässige. Fadenspannungen verhindert. Der Hebel weicht dabei, weil die Feder schwach gehalten werden kann, leicht aus.
Diese einfache Bauart gestattet es, auch billigeres und unelastischeres Garn, ζ. Β. Sisalgarn, zu verwenden, ohne daß ein Reißen eintritt. Die Erfindung kann an vorhandenen Pressen leicht eingebaut werden.
Auf der Zeichnung ist die Erfindung an einem Knoter in
Abb. ι in Seitenansicht und in
Abb. 2 im Grundriß, zur Darstellung gebracht.
Der Knoter 3 wird in bekannter Weise durch eine Scheibe zeitweise in Drehung gesetzt,1 deren einer Kreisabschnitt mit Zähnen besetzt ist, die in ein Ritzel 1 auf der Knotenwelle eingreifen. Das eine Ende des Fadens 4 ist in eine Klemmvorrichtung 5 eingespannt und läuft von dieser durch den Führungsschlitz 6 zu dem durch den vom Preßstempel vorgeschobenen Ballen. Der Faden legt sich gegen den Hebel 9, welcher oberhalb des Fadenführungsschlitzes 6 ange-
ordnet ist. Dieser Hebel ist um den Bolzen io drehbar und mit der Gabel 11 einer Druckstange 12 verbunden, um die eine verhältnismäßig schwache Druckfeder 13 gelegt ist, welche die Stange 12 nach rechts und damit den oberhalb des Fadenführungsschlitzes liegenden Arm des Hebels gegen einen Anschlag ψ drückt. Die Stange 12 ist in dem hochgebogenen Teil 1S des Fadenf ührungsbleches bei 14 geführt.
Der Fadenführungsschlitz hat, wie bekannt, eine Ausbuchtung 7 und hinter dieser einen Fortsatz 8, über dem der eine Arm des Hebels 9 liegt.
Beim Binden wird der Faden 4 durch das Stroh, das der Preßkolben vor sich/zusammenpreßt, in die Fadenführung 6 hineingezogen und legt sich, indem er an dem Hebel 9 entlanggleitet, vor den Drehpunkt 10 des Hebels, vor den sich auch der von der Nadel nach oben bewegte Faden legt. Bei Drehung des Knoters 3 werden während der ersten Hälfte einer Umdrehung die beiden Fäden gespannt, wobei sie gegen den Hebeldrehpunkt 10 gezogen werden. Bei der zweiten Hälfte den: Umdrehung werden die Fadenenden hingegen nach dem freien Ende des Hebels 9, etwa in die durch strichpunktierte Linien angedeutet; Stellung (Abb. 2), gezogen. Alsdann weicht der Hebel dem Druck aus, wobei die Feder 13 zusammengedrückt wird und der Faden in den Teil 8 des Schlitzes tritt. Infolgedessen kann der Knoten gebildet werden, ohne daß der Faden übermäßig beansprucht wird. Nach der Knotenbildung drückt die Feder 13 den Hebel 9 in seine ursprüngliche Stellung zurück.
Statt des Hebels kann auch eine verschiebbare Abdeckung des Fadenführungsschlitzes angewendet werden. Diese wird dann durch eine bekannte Sperrvorrichtung festgehalten und erst nach einer halben Umdrehung des Knotens freigegeben, so daß· der Faden nicht vorzeitig gelockert werden kann.

Claims (3)

45 Patentansprüche:
1. Selbsttätige Bindevorrichtung für Strohpressen mit umlaufendem Knoter, dadurch gekennzeichnet, daß der zwischen Knoter und Ballen liegende Fadenführungsschlitz mit einer federnd nachgiebigen BegrenzungsflÄche, versehen ist, gegen die sich der Faden, der während des Spannens durch den Preßkolben über einen unnachgiebigen Widerstand (z. B. über den Drehpunkt des Fadenführers) läuft, bei der Knotenbildung infolge der Verschiebung durch den umlaufenden: Knoter legt.
2. Bindevorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß oberhalb des Fadenführungsschlitzes (6) der eine Arm eines zweiarmigen Hebels (9) angeordnet ist, dessen Drehachse (10) in Riehtung des vom gespannten Faden ausgeübten Druckes liegt, und auf dessen anderen Arm eine Druckfeder (13) wirkt, die den Hebel gegen einen Anschlag (9") drückt.
3. Bindevorrichtung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß. mit dem Arm des den Fadenführungsschlitz (6) begrenzenden Hebels (9), auf den die Druckfeder wirkt, eine die Druckfeder tragende Stange (12) gelenkig verbunden ist, die im rechtwinklig; hochgehogenen Teil des Fadenführungsbleches geführt ist.
Hierzu ι Blatt Zeichnungen
DEH107227D 1926-07-15 1926-07-15 Selbsttaetige Bindevorrichtung fuer Strohpressen Expired DE479090C (de)

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