DE577383C - Vorrichtung zum Bilden einer das Verknoten des Bindegarnes erleichternden Garnschlaufe bei Strohpressen u. dgl. - Google Patents
Vorrichtung zum Bilden einer das Verknoten des Bindegarnes erleichternden Garnschlaufe bei Strohpressen u. dgl.Info
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Classifications
-
- A—HUMAN NECESSITIES
- A01—AGRICULTURE; FORESTRY; ANIMAL HUSBANDRY; HUNTING; TRAPPING; FISHING
- A01F—PROCESSING OF HARVESTED PRODUCE; HAY OR STRAW PRESSES; DEVICES FOR STORING AGRICULTURAL OR HORTICULTURAL PRODUCE
- A01F15/00—Baling presses for straw, hay or the like
- A01F15/08—Details
- A01F15/14—Tying devices specially adapted for baling presses
- A01F15/145—Twine knotters
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Description
Das bekannte und allgemein übliche Verfahren zum Bilden der Ballenumschnürung
bei Strohpressen mit selbsttätiger Bindung besteht darin, daß das vom Preßkolben vorgeschobene
und gepreßte Stroh das Bindegarn, dessen Ende vom Greifer der Knotvorrichtung
festgehalten wird, in den Kanal hineindrückt, so daß gleichzeitig, vom Greifer aus gerechnet,
die obere, die vordere und die untere Seite des Ballens vom Garn umfaßt werden und alsdann das Garn von der Nadel hochgebracht
und dann verknotet wird. Das zur Umschnürung erforderliche Garn wird beim Bilden des Ballens um diesen herum aus
dem Knaul im Garnkasten nachgezogen. Da das Anfangsende des Garnes vom Greifer
festgehalten wird, muß das Garn zwischen den gepreßten Ballen, die mit Stirn- und
Rückseite fest aneinanderliegen, hindurchgezogen werden. Je fester also die Pressung,
um so größer ist auch die Reibung zwischen den Ballen, die vom Garn überwunden werden
muß. Demnach muß bei fester Pressung auch das Ende des Garnes vom Greifer gut
«5 festgehalten werden. Die Zerreißfestigkeit
des Garnes muß demnach verhältnismäßig hoch sein, damit das Garn nicht schon bei
der Ballenbildung reißt. In der Praxis hat sich gezeigt, daß die Beanspruchung des Garnes
während der Ballenbildung größer ist als während der Bindung, und so kann durch das eben beschriebene Verfahren nur eine
verhältnismäßig lose Pressung erzielt werden.
Es wurde versucht, diesen Übelstand dadurch zu beheben, daß mittels einer offenen
Nadel eine Garnschlaufe hochgebracht wird, die halbiert immer noch genügend groß ist,
mit der vorhergehenden Schlaufenhälfte durch Verknotung der Garnenden den Ballen schließen
zu können. Dabei ist ein Nachziehen des Garnes während des Strohvorschubes nicht nötig, aber die Unmöglichkeit, die
Schlaufenlänge zur Ballengröße abzustimmen, und die großen Garnabfälle zählen zu den
Nachteilen dieses Verfahrens.
Die genannten Nachteile sollen gemäß der Erfindung durch eine Vorrichtung beseitigt
werden, die* zwischen dem Greifer und dem Ballen eine Vorratsschlaufe bildet, welche bei
schubweiser Bildung des Ballens das für die Umschnürung nötige Garn hergibt, so daß
kein Garn zwischen der Stirn- und der Rückseite zweier Ballen hindurchgezogen zu werden
braucht. Die Lange der Vorratsschlaufe entspricht dabei der Länge des zu bildenden
Ballens. Die Vorrichtung besteht einerseits aus einem unter Federwirkung stehenden
Fangarm, der schwenkbar in einem auf der Binderwelle frei drehbaren Hebel angeordnet
ist, andererseits aus einer auf der Binderwelle befestigten halbkreisförmigen Scheibe
mit einem Anschlag, durch welchen der Fangarm in den Bereich des Garnes geschwenkt
und bis zu einem ortsfesten Begrenzungsarm mitgenommen wird. Nach beendeter Bindung
geht das Garn' nicht wie bisher von der
Klemme über den Knoter und den Fadenriegel um den Ballen zur Nadel, sondern von
der Klemme aufwärts zum Fangarm und dann über den Knoter zum Fadenriegel und um den Ballen zur Nadel.
In den Fig. ι und 2 der Zeichnung ist der Arbeitsvorgang schematisch dargestellt, α und
b sind zwei im Preßkanal befindliche Ballen. c ist das Garn, d ein Garnriegel, / der Knoter,
ίο g die Klemme der Bindevorrichtung, h die
Schlaufe, tn der Fangarm, der zwangsläufig bewegt und gesteuert wird und zur Schlaufenbildung
dient, η ist die Nadel.
In Fig. ι hat die Bildung des Ballens gerade begonnen. Bei ihrem vorherigen Aufwärtsgange
hat die Nadel« das Garne, nachdem es die Klemme g gefaßt hat, über den
Fangarm tn gelegt, während dieser sich in seiner unteren Stellung befand. Darauf ist
der Fangarm tn mechanisch aufwärts bewegt und hat das Garn zu einer Schlaufe h hochgezogen. Beim Vorrücken des Ballens in
die Stellung nach Fig. 2 ist der Fangarm tn allmählich abwärts gezogen, wobei das über
die obere Fläche des Ballens gelegte Garn der Schlaufe entnommen ist.
Fig. 3 bis 10 zeigen die Vorrichtung gemäß Erfindung in verschiedenen Arbeitsstellungen.
Auf der Binderwelle e sitzt in bekannter Weise eine übliche Bindevorrichtung k;
auf der Welle e ist eine halbjkrte5,sförmige
Scheibe 0 befestigt. Zwischen der Scheibe ο und der Bindevorrichtung k ist ein
Hebel/ frei drehbar auf der Wellen angeordnet. An dem freien, umgebogenen Ende
des Hebels i ist ein Anschlag ρ und der Fangarm tn mittels eines Bolzens r angeienkt, mit
dem die Teile ρ und tn fest verbunden sind, so daß sie sich gleichzeitig drehen. Der
Fangarm tn ist an seinem rechten Ende bei tn1 (Fig. 9) hakenförmig ausgebildet, während er
an seinem linken Endem2 über den Hebel i
hinausragt. Der Anschlag ρ ist mit einer Rolle q versehen, die auf die Scheibe 0 auflaufen
kann. Auf der Scheibe 0 ist ein Zapfen α angeordnet, der als Mitnehmer für den
Ansphlag/5 dient. Am Binderstuhl k sind ein
Garnführungszapfen w, ein federnder Verriegelungsstift
s für den Hebel/ und >ein Begrenzungsarmi vorgesehen (Fig. 3 bis 6).
Die Vorrichtung arbeitet wie folgt: Ist ein Ballen fertiggepreßt (Fig. 3), so befindet sich die Nadel unten, und der Anschlag
ρ liegt, da die Rolle-^ sich nicht im
Bereich der halbkreisförmigen Scheibe ο befindet, parallel zur Welle e. Dementsprechend
ist der Fangarm m ausgeschwungen, so daß sein Teil/ra1 nicht in dem Bereich des
Garnes c liegt. Hat die Nadel die oberste Endlage erreicht (Fig. 4), so läuft die Scheibe 0
gegen die Rollen (Fig. 9 und 10), und der
Anschlag ρ wird mit dem Arm/re so geschwenkt,
daß letzterer quer zum Nadelweg (Fig. 4) und der Haken m1 in dem Bereich
des Garnes c liegt. Kurz darauf legt sich der Zapfen« gegen den Anschlag ρ und nimmt
infolge der Drehung der Scheibe 0 den Hebel/ mit dem Fangarmtn mit. Das· Garn
wird nun durch den Fangarm m erfaßt und beim Niedergehen der Nadel, wie Fig. S zeigt,
mitgenommen, wobei es sich über den Führungsstift w legt und eine Schlaufe h bildet.
Trifft der Teil/n2 des Fangarmes auf den Begrenzungsarm i, so schwingt er entgegen
der Spannung der Feder ν aus. Der Anschlag ρ wird infolgedessen vom Zapfen u
freigegeben, d.h. der Fangarmtn wird nicht weiter mitgenommen. Der vorrückende Ballen
zieht nun über den Garnriegel d Garn aus der Schlaufe nach, wodurch der Fangarm tn sowie
der Hebel i nach unten bewegt wird. Die auf der Scheibe σ entlang laufende Rollen
hält dabei den Fangarm tn so lange in Stellung, bis sie von der Scheibe freigegeben
wird. Alsdann schwingt der Anschlag· ρ in die Stellung gemäß Fig. 9 zurück.
Claims (2)
- Patentansprüche:i. Vorrichtung zum Bilden einer das go Verknoten des Bindegarnes erleichternden Garnschlaufe bei Strohpressen u. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß auf der Binderwelle {e) einerseits ein Hebel (/) frei drehbar angeordnet ist, der am umgebogenen freien Ende mittels eines Drehbolzens (r) einen mit einer Anschlagrolle (q) versehenen einarmigen Hebel (//) und einen an dem nach dem Knoter zu gerichteten Ende mit einem Haken versehenen • zweiarmigen Hebel (tn) trägt, für den ein ortsfester Anschlag (t) vorgesehen ist, andererseits im Bereich der Anschlagrolle (<7) des Hebels (p) eine halbkreisförmige Scheibe (0) befestigt ist, die in der Nähe ihres in der Drehrichtung vorn liegenden Endes eine Anschlagnase («) für die Anschlagrolle (q) trägt.
- 2. Vorrichtung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß am ortsfesten no Binderstuhl (k) ein unter Federdruck stehender Verriegelungsstift (s) für den Hebel (/) und ein Führungsstift (w) für das Bindegarn angeordnet sind.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL80325D DE577383C (de) | 1932-01-29 | 1932-01-29 | Vorrichtung zum Bilden einer das Verknoten des Bindegarnes erleichternden Garnschlaufe bei Strohpressen u. dgl. |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEL80325D DE577383C (de) | 1932-01-29 | 1932-01-29 | Vorrichtung zum Bilden einer das Verknoten des Bindegarnes erleichternden Garnschlaufe bei Strohpressen u. dgl. |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE577383C true DE577383C (de) | 1933-06-01 |
Family
ID=7284811
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEL80325D Expired DE577383C (de) | 1932-01-29 | 1932-01-29 | Vorrichtung zum Bilden einer das Verknoten des Bindegarnes erleichternden Garnschlaufe bei Strohpressen u. dgl. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE577383C (de) |
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19501821A1 (de) * | 1995-01-21 | 1996-07-25 | Claas Ohg | Verfahren zur Herstellung quaderförmiger Strohballen |
| EP2564686A1 (de) * | 2011-09-01 | 2013-03-06 | Usines CLAAS France S.A.S. | Ballenpresse |
-
1932
- 1932-01-29 DE DEL80325D patent/DE577383C/de not_active Expired
Cited By (2)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE19501821A1 (de) * | 1995-01-21 | 1996-07-25 | Claas Ohg | Verfahren zur Herstellung quaderförmiger Strohballen |
| EP2564686A1 (de) * | 2011-09-01 | 2013-03-06 | Usines CLAAS France S.A.S. | Ballenpresse |
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