DE47892C - Kastenschlofs - Google Patents
KastenschlofsInfo
- Publication number
- DE47892C DE47892C DENDAT47892D DE47892DA DE47892C DE 47892 C DE47892 C DE 47892C DE NDAT47892 D DENDAT47892 D DE NDAT47892D DE 47892D A DE47892D A DE 47892DA DE 47892 C DE47892 C DE 47892C
- Authority
- DE
- Germany
- Prior art keywords
- key
- bolt
- trap
- thumb
- pins
- Prior art date
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- Expired - Lifetime
Links
Classifications
-
- E—FIXED CONSTRUCTIONS
- E05—LOCKS; KEYS; WINDOW OR DOOR FITTINGS; SAFES
- E05B—LOCKS; ACCESSORIES THEREFOR; HANDCUFFS
- E05B63/00—Locks or fastenings with special structural characteristics
Landscapes
- Engineering & Computer Science (AREA)
- Structural Engineering (AREA)
- Lock And Its Accessories (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 68: Schlosserei.
ALBERT GRAEBERT in BERLIN. Kastenschlofs.
Patentirt im Deutschen Reiche vom l. November 1888 ab.
Die nachstehend beschriebenen Neuerungen an Schlössern beziehen sich auf eine Art der
Arretirung der Riegel und Fallen an Schlössern aller Art, welche dadurch gekennzeichnet ist,
dafs die Riegel und Schlüsselbärte bezw. die Fallen und Fallendaumen bei vollkommen geöffnetem
oder geschlossenem Schlofs durch Stifte gehalten werden, welche quer durch dieselben
hindurchgehen und beim Einstecken des Schlofs- oder Fallenschlüssels durch Vermittelung
des in seiner Längenrichtung beweglichen Domes zurückgezogen werden.
Die neue Construction ist auf beiliegender Zeichnung in ihrer Anwendung sowohl auf
Riegel als auch auf Fallen dargestellt.
Fig. ι zeigt eine Hinteransicht.
Fig. 2 ist eine Vorderansicht des Schlosses.
Fig. 3 zeigt das Schlofsinnere bei ausgezogenem Riegelj
Fig. 4 bei halb eingezogenem Riegel und eingezogener Falle.
Fig. 5 zeigt eine Ansicht des Riegels von vorn.
Fig. 6 ist ein Längsschnitt durch das Schlofs nach der Schnittlinie A-B, Fig. 1.
Fig. 7, γ a bis yc zeigen den Schlüssel für
die Falle in Ansicht und Querschnitten nach den Schnittlinien B-B, C-C und D-D.
Fig. 8 zeigt den Schlüssel für den Riegel theils in Ansicht, theils in Querschnitt.
Fig. 9 zeigt speciell einen Längsschnitt durch das Schlofs und die Construction der Dorne
des Schlosses und der 'Arretirstifte nebst der diese verbindenden Brücken.
Fig. 10 zeigt einen Querschnitt durch das Schlofs nach der Schnittlinie E-E, Fig. 3,
Fig. 11 einen solchen nach der Schnittlinie F-F, Fig. 9, und
Fig. 12 einen Querschnitt des Schlosses nach
G-G, Fig. 3.
Es sei hier bemerkt, dafs die Construction der Arretirung, die für Falle und Riegel verschieden
ausgeführt ist, ebensowohl für Riegel als wie für Fallen verwendbar ist. Die dargestellte
Arretirung des Riegels ist folgende:
In dem Lappen α des Riegels b, Fig. 3, 4,
6 und 9, ist ein Loch c vorgesehen, in welches der Stift d greift, wenn der Riegelschlüssel nicht eingesteckt ist. Ein anderer
Arretirstift d1 ist mit c durch eine Brücke e,
Fig; 9, und die Brücke e wiederum mit dem in seiner Längsrichtung beweglichen
Dorn / für den Schlüssel fest verbunden. Der Dorn / ist auf der Schlofshinterseite in der
Traverse g geführt und dadurch die Bewegung der Arretirstifte dd1 in der Richtung ihrer
Längsachse gesichert. Eine Feder h sucht die Brücke e mit den Arretirstiften in den Riegel b
zu pressen. Der Schlüssel ist mit Hohlgewinde i versehen, Fig. 8, welches auf das
Spindelgewinde der Büchse k pafst, welche zur Führung des Domes / dient und mit dem
im Schlofs drehbaren Bart kl verbunden ist. Der Bart k1 ist somit im Schlofs angebracht
und nicht mit dem Schlüssel verbunden; eine Verbindung des Schlüssels mit dem Bart erfolgt
erst durch Aufschrauben des ersteren auf das Spindelgewinde der Büchse k. Der
Arretirstift d1 dient dazu, ein Bewegen des Bartes k1 zu verhindern; es mufs der Schlüssel
erst genügend tief eingeschraubt werden und den Dorn f in entsprechender Weise zurück-
gedrängt haben, ehe der Arretirstift d den Riegel b und der Arretirstift d1 den Bart k1
freigiebt. Die Länge des Domes / und die Tiefe der Bohrung des Hohlschlüssels, Fig. 8,
sind so bemessen, dafs bei vollkommen eingeschraubtem Schlüssel der Arretirstift d gerade
aus dem Loch c des Riegels herausgetreten und der Arretirstift bis in das Schlofsblech
zurückgezogen ist.
Will man demgemäfs das Schlofs benutzen, so mufs man den Schlüsselschaft so tief einschrauben,
bis der Dorn / unter Vermittelung der Brücke e die Stifte d und d1 den Riegel bezw.
den Bart k1 freigeben. Erst dann kann der Schlüsselbart kl sich frei drehen, die Zuhaltung
/ zurückdrängen und den Riegel b bewegen.
Nach dem Herausdrehen des Riegels und dem Herausschrauben des Schlüssels treten die
Stifte d und dl wieder in den Riegel bezw.
in die Bartbahn ein; das Schlofs ist vollkommen gesperrt.
Das auf den Zeichnungen dargestellte Schlofs zeigt eine modificirte Fallenarretirung, welche
sich ebenso gut zur Sperrung der Riegel benutzen läfst. Hier genügt das Einstecken eines
Schlüssels, Fig. 7 bis 7 c, zum Zurückdrängen des Domes /x, um hierdurch unter Vermittelung
der Brücke e1 den Arretirungsstift d2 für
die Falle und den anderen Arretirungsstift ds für den Fallendaumen η freizugeben.
Der Schlüssel fafst mittelst dreier, eventuell verschieden breiter Zapfen m, Fig. 7 und 7 a,
in entsprechende Schlitze m1 des Fallendaumens η, Fig. 3 und 4, wobei der Fallendaumen
η die in . Fig. 3 dargestellte Lage einnehmen mufs. Die Falle 0 hat eine Oeffnung
o1 und der Daumen η eine Oeffhung n\
in welche die Arretirungsstifte <i2 d3 bei herausgezogenem
Schlüssel eingreifen. Der Schlüssel ist behufs Vermehrung der Sicherheit mit Längsnuthen
ρ und Kreisnuthen pl und ρΆ von bestimmter
Breite versehen, in welche gleich starke Führungsstifte j>2 greifen, so dafs das
Einführen von Nachschlüsseln in das Schlofs erheblich erschwert wird.
Der Schlüssel ist in seinem Schaftinnern auf eine bestimmte Tiefe ausgebohrt und die Länge
des Domes f1 ist dementspr6chend gewählt,
dafs bei stattgehabtem Einführen des Schlüssels in die Schlüsselbüchse und Drehen derselben
der Führungsstift p2 in der Kreisnuth p1 läuft
und hierbei der Dorn/ genügend weit zurückgeprefst ist, um die Stifte d^d3 aus der Falle 0
und dem Daumen η herauszuziehen. Gleichzeitig findet mit dem Drehen des Schlüssels
ein Bewegen des Daumens η gegen den Fallenansatz o2 und somit Zurückziehen der Falle 0
statt. Die Stifte d2 d3 werden bei herausgezogenem
Schlüssel durch eine Feder h1 in die Falle bezw. den Fallendaumen geprefst. Sobald
somit die Stifte p2 und j>4 des Schlüssels
aus den Kreisnuthen ρ x und p3 heraustreten
und in die Flucht der Längsnuth ρ kommen, wird der Schlüssel durch die Wirkung der.
Feder h1 aus seinem Schlüsselrohr herausgedrängt,
der Stift d2 dringt in das Loch o1 der
inzwischen zurückgetretenen Falle 0 und der Stift d3 in das Loch n1 des durch den
Schlüssel wieder zurückgedrehten Fallendaumens η ein; Falle und Fallendaumen sind jetzt
in ihrer Bewegung vollkommen arretirt.
Eine an einem kleinen Kettchen q befestigte Nadel q1 soll dazu dienen, in eine Oeffnung r
am hinteren Ende des Domes f1 eingesteckt
zu werden, um erforderlichenfalls die Stifte d2
und d3 aufser Thätigkeit zu setzen und dadurch die Falle als gewöhnliche Federfalle
wirken zu lassen, welche dann durch Ziehen am Knopf o3 zurückgezogen wird.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Kastenschlofs, in welchem der Riegel oder die Falle und der den Riegel bezw. die Falle bewegende Daumen dadurch gesperrt werden, dafs in den ausgezogenen Riegel bezw. in die Falle und deren Daumenbahn zwei seitliche Stifte, die mit einander verbunden und mit gemeinschaftlichem Dorn f, f1 versehen sind, eintreten, welche nur dann den Riegel oder die Falle und den zugehörigen Daumen freigeben, wenn der Schlüssel ohne Bart auf solche Tiefe in das Schlüsselloch eingeführt wird, dafs er mit dem Grund seiner Bohrung den Dorn/, f1 zurückdrängt, wobei er gleichzeitig den Daumen für den Riegel oder die Falle erfafst.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47892C true DE47892C (de) |
Family
ID=322906
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47892D Expired - Lifetime DE47892C (de) | Kastenschlofs |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47892C (de) |
-
0
- DE DENDAT47892D patent/DE47892C/de not_active Expired - Lifetime
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