-
Acetylenentwickler nach dem Verdrängungs- und Berührungssystem Die
Erfahrung hat gelehrt, daß zum autogenen Schweißen und Schneiden ein höherer Druck,
als ihn die bisher bekannten Acetylenapparate mit schwimmender Glocke zu erzeugen
vermögen, erwünscht ist. Die Höhe des Gasdruckes hängt bei diesen vom Gewicht der
Glocke ab. Um das Glockengewicht nicht erhöhen zu müssen, hat man sich damit geholfen,
den Hub der Glocke durch Anschlag zu begrenzen. Die Glocke ist dann zum feststehenden
Gasraum geworden und das Gas steht in demselben unter dem Druck einer Wassersäule,
die dem Höhenunterschied des Wassers innerhalb und außerhalb der Glocke entspricht.
Infolge der Nachvergasung nach Beendigung der Gasabnahme wird das Wasser aus dem
Gasraum verdrängt; das Wasser steigt daher außerhalb der Glocke entsprechend. Bei
Gasabnahme wird zunächst der Gasvorrat der Nachvergasung verbraucht und es senkt
sich nach und nach der Wasserspiegel, bis der normale Wasserstand und der normale
Gasdruck erreicht sind. Außer dem Nachteil des wechselnden sGasdrucksfbesteht bei
starker Nachvergasung die Möglichkeit, daß Gas unter dem Glockenrand entweicht.
-
Diese Nachteile werden durch die Erfindung vermieden. Sie hat außerdem
den Vorteil, daß die Glocke bei gleicher Leistung kleiner gehalten werden kann.
Sie besteht darin, daß eine über das Gaseintritts- und Gasaustrittsrohr innerhalb
der Schwimmerglocke gestülpte Hülse mit einem Ventil versehen ist, welches das Gasableitungsrohr
bei sinkender Glocke erst öffnet, wenn ein entsprechend der Tauchhöhe der Hülse
erhöhter Druck innerhalb der Hülse erreicht ist. Eine weitere Verbesserung der Einrichtung
besteht darin, daß ein außerhalb der Hülse in den Gasraum der Glocke hineinragendes
Gasableitungsrohr durch eine mit Tauchverschluß versehene Hülse von gleicher Tauchtiefe
geöffnet und geschlossen wird. In den Abb. z bis 3 ist die Erfindung veranschaulicht.
-
Der Entwickler besteht nach Abb. z aus einer Absperrvorrichtung, die
auf oder in dem Gasaustrittsrohr (2o) angebracht wird; sie hat den Zweck, dem Gas
innerhalb der Glocke während des normalen Betriebes den Weg durch Rohr 2o zu versperren.
Das Ventil schließt sich bei untenstehender Glocke und öffnet sich beim Heben derselben.
Wird bei hochstehender Glocke Gas entnommen, so wird zunächst der Vorrat aus der
Glocke verbraucht. Der Gasvorrat tritt durch die Öffnung des Ventils 21 durch Rohr
2o in die Entnahmeleitung, und zwar so lange, bis das Ventil 21 durch das Glockengewicht
geschlossen wird. Gleichzeitig drückt die Glocke auf das auf der oberen Öffnung-
des Gasaustrittsrohres =2 sitzende Ventil 13, wodurch die Gaserzeugung innerhalb
der Haube 6 infolge Steigens des Entwicklerwassers beginnt.
-
Das Gas gelangt bei tiefstehender Glocke dauernd durch die Öffnung
des Rohres z2 in die Entnahmeleitung und steht dabei unter dem Druck der Wassersäule
S1: Nach Beendigung der Gasabnahmen tritt das Gas der Nachvergasung unter dem unteren
Rand der Hülse 18 durch das Wasser in die
Glocke 3, hebt diese,
wodurch das Ventil =3 sich schließt und das Ventil 21 geöffnet wird. Beginnt die
Gasabnahme von neuen, so wird zunächst die Glocke 3, wie vorbeschrieben, durch Rohr
2o geleert, und zwar unter dem stets gleichen Druck, bis die sinkende Glocke 3 das
Ventil 13 öffnet und die Gaserzeugung mit dem gleichbleibenden höheren Druck der
Wassersäule S1 erfolgt.
-
Abb. 2 stellt eine andere Ausführungsform dar. Die beiden Ventile
21 und 13 (Abb. i) sind hier zusammen angeordnet in Ventil 2q..
-
Das Ventil 2q. ist so eingerichtet, daß es die untere in die Hilfsglocke
mündende Ventilöffnung 26 freigibt, sobald die über ihm liegende Ventilöffnung 28
geschlossen ist.
-
Der Gasvorrat tritt bei hochstehender Glocke aus dem Gasraum durch
die Ventilöffnung 27 und durch das Austrittsrohr 29 zur Abnahmestelle, und zwar
so lange, bis die Glocke durch Druck auf die Spindel 23 die Öffnung 28 schließt
und die untere Ventilöffnung 28 freigibt. Hierdurch wird das in der Hülse 23 befindliche
Gas verbraucht, wodurch der Wasserspiegel innerhalb der Hülse und im Innern der
Hauben 6 steigt. Das sich hier bildende Gas -gelangt durch das Rohr io in den Sperrwasserbehälter
q., durch das Rohr ii und die Öffnung 26 sowie durch das Rohr 29 unter dem DruckeSl
zur Verbrauchsleitung. Der ständige Wasserwechsel vollzieht sieh in der oben bei
Erläuterung der Abb. i beschriebenen Art und Weise. Nach Beendigung der Gasabnahme
tritt das Gas unterhalb der Hülse 23 unter die Glocke 3. Diese steigt, wodurch die
Ventilöffnung 26 sich schließt und die obere Ventilöffnung 28 freigegeben wird.
Bei erneuter Gasabnahme wird wieder zuerst der in der Glocke 3 sich befindende Gasvorrat
verbraucht, bis sie beim Sinken die Ventilöffnungen 28 und z6 freigibt, worauf sich
die eben beschriebenen Vorgänge wiederholen.
-
Nach Abb. 3 sind die Ventile 21 der Abb. i und 28 der Abb. 2 durch
einen Wasserverschluß 3o ersetzt. Dieser Wasserverschluß 30 ist so eingerichtet,
daß es einer Füllung von außen her und einer Kontrolle seines Wasserstandes nicht
bedarf, daß er sich vielmehr selbsttätig mit Wasser aus der Gasometertasse i füllt
und durch den Betriebsdruck sich selbsttätig regelt. Beim Aufsetzen der Hülse auf
das Ventil 13
steigt das Wasser innerhalb der Glocke 3 von der Ebene 1-m bis
zur Höhe n-o, das Wasser fließt durch die Öffnung des Rohres 32 in den Wasserverschluß.
Im nächsten Augenblick wird das überflüssige in den Wasserverschluß befindliche
Wasser durch den im Rohr i2 und 31 auftretenden Betriebsdruck S1 wieder durch Rohr
32 herausgedrängt.
-
Die in Abb. 3 dargestellte Ausführung ist im übrigen die gleiche wie
in Abb. i. Bei hochstehender Glocke tritt bei Beginn der Gasabnahme der Gasvorrat
der Glocke 3 durch das Rohr 32 durch das Wasser der Vorlage 3o und durch das Rohr
31 zur Abnahmestelle, und zwar bis die Glocke, wie oben beschrieben, das Ventil
13 öffnet und in der vorbeschriebenen Weise das Gas unter dem Druck S1 sich
entwickelt. Für das durch das Rohr 12 strömende Gas ist der gleichzeitige Austritt
in die Glocke unmöglich, weil über dem Wasserspiegel der Vorlage 3o der Druck das
Wasser in Rohr 32 hochtreibt und der Ausgang so -abgesperrt wird. Die Nachvergasung
kann nur auf dem Wege -durch die Wassersäule unten aus der Hülse 16 in die Glocke
3 gelangen.
-
Die Abbildungen stellen nur Ausführungsbeispiele dar.