DE4772C - Hadernstoffmühle - Google Patents

Hadernstoffmühle

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DE4772C
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    • D—TEXTILES; PAPER
    • D21—PAPER-MAKING; PRODUCTION OF CELLULOSE
    • D21D—TREATMENT OF THE MATERIALS BEFORE PASSING TO THE PAPER-MAKING MACHINE
    • D21D1/00—Methods of beating or refining; Beaters of the Hollander type
    • D21D1/20—Methods of refining
    • D21D1/22—Jordans

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Description

PATENTSCHRIFT
Klasse 55.
G. WINKLER in BERLIN. Hadernstoffmiihle.
Fatentirt im Deutschen Reiche vom io. April 1878 ab. Längste Dauer: 8. März 1892.
Die geringe quantitative Leistung der in Papierfabriken gebräuchlichen Holländer bei vielem Kraftverbrauch, theurer Bedienung und grofsem Capitalaufwande, war für den Erfinder Veranlassung zu vorliegender Construction.
Um die Leistungsfähigkeit zu vergröfsern, war auch die Vergröfserung der arbeitenden Flächen nöthig, und soll dies dadurch erreicht werden, dafs die Holländertrommel mit einem mit Messern versehenen Cylinder umgeben wird. Um nun den Papierstoff mit den arbeitenden Flächen in Berührung zu bringen, tritt derselbe an einer Stirnfläche ein und an der entgegengesetzten Seite wieder aus.
Die Vortheile dieser Hadernstoffmühle sind folgende:
1. Grofse quantitative Leistung, indem der Stoff bei einmaligem Durchgange schon die nöthige Zerkleinerung erfährt.
2. Geringere Capitalanlage, weil die Anschaffung einer Stoffmühle für Ganz- und einer für Halbstoff genügt; für kleinere Papiermaschinen genügt sogar eine Stoffmühle.
3. Geringere Unterhaltungskosten und Bedienung.
4. Wegfall der grofsen Holländersäle.
Was die qualitative Leistung anbetrifft, so ist, da die Wirkungsweise dieselbe ist wie bei den jetzt gebräuchlichen Holländern, bestimmt vorauszusagen, dafs der Stoff, gleichgültig ob Ganzoder Halbstoff, zu derselben Güte verarbeitet werden kann.
Wie aus dem Längsschnitt der beiliegenden Zeichnung zu ersehen ist, erfolgt der Zuflufs des Papierstoffes durch das auf dem Deckel D befestigte Rohr G und ist, ebenso wie der Wasserzuflufs, durch einen Schieber oder Hahn regulirbar. Damit der zufliefsende Stoff schon vertheilt zwischen die Messer komme, ist das Zuflufsrohr G nach der Mündung hin verbreitert.
Beim Eintritt des Stoffes zwischen die Messer/ beschreibt derselbe infolge der eigenen Schwerkraft einerseits und der Centrifugalkraft der Messertrommel andererseits eine Spirale, deren Steilheit ganz von der Umdrehungs-Geschwindigkeit der Trommel abhängig ist. Um einer zu grofsen Umdrehungs-Geschwindigkeit der Trommel vorzubeugen und zugleich den vortheilhafteren Scheerenschnitt zu erhalten, sind die Trommelmesser J nach einer flachen Curve gebogen.
Nachdem der Stoff die Messer durchlaufen hat, fällt derselbe in die Rinne K und wird aus dieser mittelst eines an der Messertrommel befestigten Rührarmes L durch das Abflufsrohr M hinausgetrieben.
Soll die Masse zu Halb stoff verarbeitet werden, so sind die im Grundrifs und im Schnitt A-B angegebenen Messingsiebe E eingesetzt.
Das Waschen des Stoffes, was bei dieser Operation vorgenommen werden mufs, erfolgt unter stetem Wasserzuflufs aus dem schon erwähnten Rohre H. Dieses Rohr mündet ziemlich in der Mitte der Trommel, wodurch das Wasser unter Zuhülfenahme der auf der Trommelscheibe befestigten Winkeleisen T mit ziemlicher Kraft gegen die Masse und Siebe geworfen, dadurch die Masse zertheilt wird, und die darin enthaltenen Schmutztheilchen mit dem Wasser durch die Siebe gerissen werden. Das schmutzige Wasser findet seinen Abflufs durch vier an dem unteren Theile des Cylinders angeordnete Röhren N (s. Schnitt A-B).
Soll Ganzstoff vermählen werden, so verwechselt man die Siebe mit den sogenannten Blindscheiben und stellt die bündeiförmig angeordneten Messer mittelst der Stellvorrichtung O dem Bedürfnifs entsprechend ein. Eine gröfsere Umfangs-Geschwindigkeit ist hier vortheilhaft und anwendbar, aber wegen des regulirbaren Stoffzuflusses nicht nöthig. Um ein schnelles Verwechseln der Siebe mit den Blindscheiben und ein bequemes Reinigen der Maschine zu erzielen, sind in dem Deckel vier Oeffnungen P, welche zu verschliefsen sind, so angebracht, dafs durch je eine Oeffhung jedesmal ein Sieb bezw. eine Blindscheibe und ein Messerbündel (im Falle dieselben geschärft werden sollen) herausgenommen werden kann.
Durch Lockern der Hakenschrauben Q, womit der Deckel am Cylinder befestigt ist, kann man den Deckel sehr leicht um % Cylinderumfang drehen und die vier anderen Siebe und Messerbündel herausnehmen bezw. ein Reinigen der Maschine an diesen Stellen vornehmen.
Die ganze StofFmühle ruht auf einem vierbeinigen Untersatz C. Der Antrieb erfolgt durch die unterhalb der Trommel angebrachte Riemscheibe F.
Sollen die Trommelmesser geschärft werden, so ist ein Herausheben der ganzen Trommel nöthig und bedarf es dabei eines Abhebens des Deckels D.
Die Befestigung der Messer an den Trommelscheiben erfolgt so, dafs man dieselben in Aussparungen, welche gleich einem Messerquerschnitt in die Trommelscheiben eingefräst sind, einsetzt und sodann durch Ueberstreifen eines schmiedeisernen konischen Ringes U eine feste Verbindung der Messer mit der Trommel herstellt. Um die in den Messern durch die Centrifugalkraft entstehenden Zugkräfte .aufzuheben, sind an dem Umfange der Trommelscheiben kleine Knaggen a, welche in die Messer eingreifen, angebracht.

Claims (3)

  1. Patent-Ansp rüche:
    ι . Die stehende Anordnung der Messertrommel mit dem dieselbe umgebenden Cylinder.
  2. 2. Die Befestigung und Anordnung der Messer an der Trommel.
  3. 3. Die Befestigung und Anordnung der Messer und Siebe am Cylinder.
    Hierzu I Blatt Zeichnungen.
DENDAT4772D Hadernstoffmühle Active DE4772C (de)

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