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Maschine zum selbsttätigen Fräsen von Absätzen an aufgeleistetem Schuhwerk
Die Erfindung bezieht sich auf eine Maschine mit dreiteiliger Arbeitswelle zum Fräsen
von Absätzen aller Arten und Größen an aufgeleistetem Schuhwerk, wobei die Bearbeitung
mit mechanischen Mitteln selbsttätig erfolgt. Selbsttätige Absatzfräsmaschinen sind
in verschiedenen Ausführungsformen bereits bekannt geworden.
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Gemäß der Erfindung ist in den mit einer Steuerscheibe in Verbindung
stehenden Antriebsmotor eine Hohlwelle eingebaut, in welche das eine Ende einer
dreiteiligen Kugelgelenkwelle axial verschiebbar gelagert ist. Auf dem mittleren
Teil dieser Welle ist der verstellbare Absatzfräsmesserkopf angeordnet, der bei
einer Steuerscheibe und einer Typen.messerform alle Absatzarten fräst. Das andere
vierkantartig ausgebildete Ende der Welle ist als Mitnehmer mit der Nabe des Ablaßmesserkopfes
verbunden, der seinerseits wieder in einem mit einer weiteren Steuerscheibe in Verbindung
stehenden Gleitlager drehbar untergebracht ist.
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Vermöge dieser Anordnungen arbeiten die Fräswerkzeuge erschütterungsfrei,
und sie können auch wegen ihrer allseitigen Beweglichkeit und Unabhängigkeit zueinander
jeder Absatzform gerecht werden, so daß das gefräste Werkstück von der Maschine
abgenommen werden kann, ohne daß noch eine Nacharbeit notwendig ist. Der Erfindungsgegenstand
ist in den Zeichnungen beispielsweise dargestellt.
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Ab:b. i ist eine Vorderansicht, Abb. a eine linke Seitenansicht und
Abb. g ein Grundriß der Maschine.
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Abb. q. veranschaulicht die Schuhzuführungs- und Schwenkvorrichtung.
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Abb. 5 zeigt die rechte Seitenansicht der Maschine.
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Abb. 6 ist ein Längsschnitt durch den Antriebs- und hinteren Schaltungsgetriebekasten.
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A;bb. 7 ist ein Längsschnitt durch den vorderen Schaltungsgetriebekasten.
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Abb. 8 zeigt das Antriebsgetriebe im Wagrechtschnitt.
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Abb.9 zeigt das Schaltungsgetriebe von oben bei abgehobenem Deckel.
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Abb. io .ist ein halber Querschnitt durch das Antriebsgetriebe in
vergrößertem Maßstäb e.
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Abb. i r stellt die Räderanordnung und doppelte Schaltungskupplung
für den einen Lauf der Vorschubspindel und Schwenkvorrichtung dar, während Abb.
1a die Anordnung der Gruppen für den anderen Lauf der Vorschubspindel veranschaulicht
oder auch umgekehrt.
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Auf die Dübelstifte i (Abb. i), welche in ihrem Träger?- zum Teil
verstellbar gelagert sind, wird der Leisten mit aufgeleistetem
Schuh
aufgesteckt. Hierbei ist in den Naben des ,Schiebers 3 (Abb. 4) der Träger 2 durch
den Bolzen 4 drehbar untergebracht und in dem verstellbaren Böckchen 5 (Abb. i und
4) durch die Schraube 6 gegen axiale Verdrehung gesichert. Die seitliche Einstellung
des Absatzes erfolgt in Verbindung des Böckchens 5 und der Schraube 6 durch die
Stellschraube 7 (Abb. i und 4), welche im Schieber 3, durch den Stift 8 gesichert,
drehbar lagert. Zu diesem Zwecke sind die Kopfseiten des Bolzens 4 entsprechend
hergerichtet und mit einer Skala versehen, wobei der ebenfalls im Schieber untergebrachte
Zeiger 9 als Merkmal dient. :Nachdem dies geschehen ist, muß die Längeneinstellung
vorgenommen werden, d. h. es muß der Punkt eingestellt werden, welcher als Drehpunkt
in Frage kommt. Die Ermittlung erfolgt, nachdem er auf dem Schuhabsatz angemerkt
ist, durch die im Kopf des Drückers io gelagerte Nadel ii. Hierbei muß durch die
in dem Zuführungsschlitten 12 eingebaute Stellschraube 13 (A bb. i und 4) die Einstellung
des Schiebers vorgenommen werden. Deswegen ist an der hinteren oberen und unteren
Seite des Schiebers 3 eine Verzahnung angebracht, in welche die auf der Stellschraube
entsprechend angebrachten Stirnräder 14 (Abb. 4) zum Eingriff kommen, wodurch der
Schlitten 12 in seiner Längsrichtung verschoben werden kann. Die Führung und Sicherung
des Schiebers 3 übernehmen die Keile 15, welche in Verbindung der Stellschrauben
16 auch dessen Feststellung bewerkstelligen.
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Der Drücker io übernimmt das Festhalten des Absatzes, auf dessen Ausbildung
hierbei besonders Wert gelegt worden ist. Im Drückerkopf ist ein durchbohrter Druckzapfen
17 spielend gelagert. An der Stirnseite des letzteren sitzt die Kugelpfanne 18,
welche sich am Absatzboden selbsttätig einstellt und so untergebracht ist, daß in
bezug auf die im Innern lagernde Einstellnadel i i Unrichtigkeiten ausgeschlossen
bleiben. Die nach dem Zuspannen rückwirkenden Kräfte werden von dem gegen die Nabenwand
zu liegen kommenden Druckkugellager i9 aufgenommen, wodurch einer zwangläufigen
Drehung während der Schwenkung des Schuhes allzeitig Rechnung getragen wird. Die
Führung und Lagerung des Drückers wird von dem feststehenden Revolverkopf 2o übernommen,
wobei die Sicherung gegen seitliche Verdrehung durch den Bolzen 21 (Abb. 3) erfolgt.
Das Zuspannen und Lösen geschieht durch das auf der Spindel 22 sitzende Hebelkreuz
23. Die Spindel ist einesteils im Bock 24, andernteils in den Naben der nasenartigen
Verlängerung des Revolverkopfes drehbar untergebracht, wobei die Verschiebung des
Drückers durch das auf dem Spindelende sich axial verschiebbare Stirnrad 25 (Abb..
i und 5) erfolgt, welches mit dem zahnstangenartigen Zapfenende des Drückers in
Verbindung steht. Durch diese Bauart ist eine Momentverschiebung des Drückers in
seiner wagerechten Richtung gestattet. Das Feststellen des Drückers nach dem Zuspannen
erfolgt durch den Knebel 26 in Gemeinschaft mit den im Innern des Revolverkopfes
sich führenden und im Links- und Rechtsgewinde sich drehenden Spannpuppen bekannter
Art.
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Um nun den Albsatz in seiner Gebrauchslage den Bearbeitungswerkzeugen
zuzuführen, ist der Zuführungsschlitten i2 im Bett des Kreuzkopfes 27 der Zuführungs-
und Schwenkvorrichtung gleitend gelagert, der seinerseits wieder von dem im Deckel
des Schaltungsgetriebekastens untergebrachten und durch die Stellschraube 28 (Abb.
7) gesicherten fliegenden Zapfen 29 aufgenommen wird. Angliedernd ist der Schlitten
i2 mit der zentral angreifenden Transportspindel 30 (Abb. i und 4) verbunden, welche
in entsprechenden Lagerstellen des Kreuzkopfes untergebracht ist. Durch das mit
der Transportspindel vereinigte Stirnrad 31, der Räder 32, 33, 34 und 35 (Abb. rund
3) sowie des auf der Nabe des Kreuzkopfes lose sitzenden Zahnkranzes 36, ist die
Verbindung mit dein Stirnrad 37 (Abb. i, 7 und 9) des Schaltungsgetriebes erreicht.
Ihre-Lagerung erhalten die Räder 32 und 33 durch den Bolzen 38. Dieser ist in der
rückwandigen Lagerstelle des Kreuzkopfes untergebracht und durch den Stellring 39
gesichert. Die Räder 34 und 35 dagegen werden von dem Bolzen 4o des Lagers 41 aufgenommen,
welches durch vier Zylinderstifte mit der Nabe des- Kreuzkopfes axial verbunden
ist und mit den für den Antrieb .der Transportspindel notwendigen Teilen 31, 32,
33, 34, 35, .36 und 38, 39, 4o die Schwenkung der Zuführungs- und Schwenkvorrichtung
unwillkürlich mitmacht, währenddessen sich der lose Zahnkranz 36 durch seine während
der Schwenkung erfolgte Feststellung an dem Stirnrad 37 abwälzt.
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Durch die gleichmäßige Drehung der in Bewegung gesetzten Transportspindel
wird dem Zuführungsschlitten 12 ein Vorschub erteilt. Um die zwischen den beiden
horizontalen Vorschüben liegende Schwenkung von i8o° zu bewerkstelligen, ist am
Kreuzkopf 27 ein Zahnkranz 42 (Abb. i, 2 und 4) aufgeschraubt, welcher mit dem die
Schwenkung ausführenden Stirnrad43 in dauerndem Eingriff steht.
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Für das Feststellen und Entsichern der Zuführungs- und Schwenkvorrichtung
vor und nach dem Schwenken ist eine Sperrvorrichtung vorgesehen, die allzeitig in
Wirksamkeit
ist. Ihre Bewegungen. werden dem fliegenden Zapfen
44 (Abb. i, 9 und i i) der doppelten Schaltungskupplung entnommen. Zu diesem Zwecke
ist mit diesem ein Winkelhebel 45 verbunden, an welchen die Traverse 46 angelenkt
ist, welche die Verbindung mit dem Winkelhebel47 herstellt. An diesem ist der verschiebbare
Federbolzen 48 ängelenkt, welcher in seiner Führungslagerstelle durch die Feder
49 unter Spannung gehalten wird, um so etwaig auftretenden Unregelmäßigkeiten vorzubeugen,
währenddessen das Festsetzen des Federbolzens 48 in die gegenseitig um i8a° versetzt
angeordneten kreisrunden Nuten des Lagers 41 erfolgt. Die Bewegungen des Zuführungsschlittens
während der Schwenkung müssen in gleicher Weise auch von .dem den Drücker io aufnehmenden
Support 5o ausgeführt werden. Der Revolverkopf 2o ist daher mit dem Support fest
verbunden, ebenso ist die teils .im Supportbett 51 gelagerte Transportspindel 52
(Abb.5) mit dem Support in Verbindung gebracht. Die Antriebsquelle für die zwangläufig
drehenden Bewegungen der Transportspindel ist deshalb dieselbe wie bei der Zuführungsschlittentransportspindel.
Da diese vor dem Schwenken eine rechtslaufende und nach dem Schwenken eine linkslaufende
Bewegung ausführt oder umgekehrt, so ist der Vorschub des Drückersupports 5o außer
seinem -Stillsetzen während der Schwenkung des Schuhes ein durchgehender. Da sich
nun die Antriebsquelle in einem Arbeitsgang wechselseitig dreht, so muß ebenfalls
von dieser ausgehend der Vorschub des Drückersupports jedoch ein einseitiger sein,
was auch durch eine eigenartige Anordnung sichergestellt ist. Zu diesem Zwecke werden
die wechselseitigen Bewegungen an eine Sammelstelle geleitet, von wo sie dann in
,ihrer zweckentsprechenden Drehrichtung dem Drückersupport zugeleitet werden. Die
Übertragung während des Rechtslaufes sowie während des Linkslaufes der Antriebsquelle
erfolgt einesteils durch das Kettenrad 53 (Abb.2 und 9), welches durch die Kette
54 seine Bewegungen auf das Kettenrad 55 (Abb. 3 und 9) weiterleitet, andernteils
durch das Stirnrad 56, wobei dieses soxvie das Kettenrad 55 sich lose auf der Sammelachse
57 (Abb. i und 9) bewegen. Zwischen beiden sitzt das Kettenrad 58, welches als eigentliche
Entnahmestelle für die Bewegungsrichtung des Drückersupports in Frage kommt. Um
nun die der Sammelstelle abwechselnd zuggeleiteten Bewegungen für eine erforderliche
Drehrichtung gangbar zu machen, .ist eine im Innern der Sammelachse sich lagernde
Konuskupplung 59 vorgesehen. Angesichts dessen sind die beiden jetzt lose sich drehenden
Räder 55 und 56 zum Teil konisch ausgebildet, in welche durch mechanische Einwirkung
das Kupplungsglied von Fall zu Fall in Eingriff kommt, j e nachdem, welche Laufrichtung
für den einseitigen Vorschub des Drückersupports erforderlich ist. Die im Innern
der Sammelachse lagernde Konusverbindung ist hierbei mitnehmerartig ausgebildet,
um die Bewegungen durch die Sammelachse an das auf ihr sitzende Kettenrad 58 weitergeben
zu können. Die Schaltung erfolgt durch den mit dem Kupplungsorgan in Verbindung
stehenden Winkelhebel 45, welcher seine Bewegungen dem Bolzen 44 der doppelten Schaltungskupplung
entnimmt. Die Einstellung im Kupplungsglied erfolgt durch die Muttern 6o. (Abb.
i), wobei die verschiebbare Scheibe 6-i in Verbindung einer Druckfeder 62 als Widerlager
dient, um auch andernfalls etwaig auftretenden Störungen selbsttätig zu begegnen.
Das als Sammler dienende Kettenrad 58 überträgt nun in Gemeinschaft der Kette 63
seine ihm erteilten Bewegungen auf das auf der Welle 64 sitzende Kettenrad 65. Diesem
entgegengesetzt sitzt hinter dem Führungslager 66 das Kegelrad 67, welches seine
Bewegungen dem auf der Welle 68 (Abb. i und 5) sitzenden Kegelrad 69 mitteilt, worauf
das ebenfalls auf der Welle sitzende Kettenrad 70 sie in Verbindung der Kette
7 i an das Kettenrad 72 weiterleitet, wodurch die Transportmittel 52 in Drehung
versetzt wird.
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Die Bearbeitungsweise des Schuhabsatzes besteht aus Ablassen bei gleichzeitigem
Seitenfräsen. Da jedoch beide Arbeitsvorgänge getrennt und zum Teil unabhängig voneinander
geschehen, so ist auch die Anordnung demgemäß gehalten. Der Antrieb der Werkzeuge
erfolgt durch einen % P. S. starken Gleichstrommotor 73 und kann durch einen Steckkontakt
an die Lichtleitung angeschlossen werden. Durch die hohle Motorwelle 74 wird die
mit Kugelgelenken versehene, sich axiaI verschiebbare Arbeitswelle 75 aufgenommen
und durch einen Keil gegen Verdrehung gesichert. Durch den unmittelbaren Einbau
der Arbeitswelle in den Motor, was an sich bekannt ist, werden Erschütterungen vermieden,
was zur Erzeugung eines einwandfreien Schnittes beiträgt. Auf- dem mittleren Teil
der Arbeitswelle sitzt der mit seinen beiden linear verstellbaren Messern 76 versehene
Messerkopf 77. Am letzten Teil der Welle ist unmittelbar hinter dem Kugelgelenk
ein Vierkant 78 angebracht, welcher als Mitnehmer dient, wobei er durch die entsprechende
Aushöhlung im Ablaßmesserkopf 79 mit diesem in Verbindung steht, dessen beide gegenseitig
um i8o° versetzte Messer 8o nach der Kappenführung 81 eingestellt sind. Die drehbare
Lagerung des Messerkopfes
übernimmt, das mit einem Schieber in
Verbindung stehende Lager 82. Die schraubenartige Verlängerung des letzten Teiles
der Welle 75, d. h. vom Mitnehmer ab, hat. eine feste Lagerung in der Nabe des Ablaßmesserkopfes.
Die Deckscheibe 83 und die Mutter 84 dienen als vereinigende Verbindung -zwischen
Antrieb, Messerkopf und Lager.
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Um eine seitliche Verstellung des Motors vornehmen zu können, ist
letzterer auf dem Support 85 (Abb. 3) gleitend angebracht, wobei die Spindel 86
bei Drehung im Lager 87 mittels des Handrades 88 die Verschiebung bewerkstelligt.
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Zur Führung des Ablaßmesserkopfes ist das auf der Welle
89 gegen Verdrehung gesicherte Schiebenager go (Abb. 3) vorgesehen, dessen
etwaig erforderliche seitliche Verstellung durch die mit einem Handrad versehene
Spindel gi erfolgt, welche . durch den auf der Welle 89 festgestellten und durch
Stellringe 92, gesicherten Lagerarm 93 ihre Lagerung erhält. Hierbei ist auch die
Welle an sich in gegen Verdrehung sichernden Lagerstellen untergebracht..
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Die Steuerung der Arbeitswerkzeuge erfolgt für den Motor als teilweisen
Vermittler bzw. für den Ablaßfräsmesserkopf durch die Kurvenscheiben 94 und 95 (Abb.
i), in welche die einzelnen Absatzkonturen eingearbeitet sind, wobei jede der beiden
Scheiben für alle Absatzgrößen einer Form Verwendung findet, was bei jeder Größe
durch kleine Regulierungen ermöglicht ist. Beide Scheiben sind auf der Steuerwelle
96 befestigt, welche in den hierfür vorgesehenen Naben des Lagerbockes 97_ (Abb.
3) und des Stehlagers 98 drehbar gelagert sind. Ihre drehenden Bewegungen erhalten
die Kurvenscheiben durch das auf der Steuerwelle sitzende Kettenrad 99 (Abb. i und
2), das durch die Kette ioo und das Kettenrad ioi (Abb. 3, 6 und 9) gedreht wird.
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Die übertragung von den Kurvenscheiben auf die Bearbeitungswerkzeuge
geschieht, wie nachstehend beschrieben ist. Die übertragung auf den Motor als teilweisen
Werkzeugträger übernimmt die in der Kurve 95 sitzende Rolle io2, welche am Kopf
der Verbindungsstange 103 (Abb. i und 5) sitzt und die Bewegungen auf diese weiterleitet.
Hierbei wird der Kopf an der Steuerwelle geführt und durch den Stellring 104 gesichert.
An die Verbindungsstange ist der Hebel 105 (Abb.3) verstellbar angelenkt, welcher
auf dem Balzen io6 befestigt ist und seine Lagerung im Ständer 107 erhält. Auf dem
mittleren Teil des Bolzens sitzt das Stirnrad io8, welches mit der Zahnstange iog
in Eingriff steht und seine Bewegungen an den den Motor tragenden Support abgibt,
wodurch außer den gemeinschaftlichen Bewegungen mit dem Ablaßmesserkopf auch die
erforderlichen seitlichen Kippbewegungen hervorgebracht werden.
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Um hierbei die Schwerkraft des Motors bzw. des den Motor tragenden
Supports aufzuheben, ist an dem Tragseil iio (Abb. 2) ein Ausgleichgewicht i i i
angebracht, welches über die im Lagerbock 97 angeordneten Gleitrollen 112 und 113
in einem am Ständer 107 angebrachten Führungsbett sich bewegt.
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Die Übertragung von der Kurvenscheibe 94 auf das Führungslager 82
erfolgt durch eine von der Kurve geführte Rolle 116, die im Kopf der durch die Steuerwelle
geführten und von einem Stellring 114 gesicherten Stange 115 angebracht ,ist. Durch
das Spannschloß 117, welches für etwaige Einstellungen vorgesehen ist, in Verbindung
mit dem stehenden Bolzen i 18, werden die Bewegungen an das Führungslager
bzw. an den Ablaßm,esserkopf abgegeben.
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Für das im Bedarfsfalle zwangläufige Hochstellen des Motors ist eine
Handhabe geschaffen. Die Hochstellung erfolgt durch das Handrad i?-o, das auf der
im Maschinengestell gelagerten Welle iig (Abb. 5) sitzt. Von .dem Kegelrad. i21,
in welches das Kegelrad i22. eingreift, werden die Bewegungen an die .Spindel 123
abgegeben, auf deren oberem Gewindeteil eine mit einer gegen Verdrehung sichernden
Nase 124 versehene Muffe 125 sitzt, welche bei ihrem Hochgehen gegen die am Support
sitzende Spindelführungsnabe drückt und so den Motor anhebt. Zum Absaugen der beim
Fräsen sich ergebenden Späne dient die an der Steuerwelle aufgehängte ,Saughaube
126 (:Abb.3), welche durch das Rohr 127 mit dem Exhaustor 128 in Verbindung steht
und durch die Scheibe 129 seinen eigenen Antrieb erhält.
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Der Antrieb der Maschine erfolgt durch die Scheibe 130 (Abb.
i und 8) in Gemeinschaft mit der Welle 131 und dem Kegelrad 1323, von welchem
auch fast sämtliche Bewegungen der Maschine abgeleitet werden. Von hier ab werden
die Bewegungen auf die Kegelräder 133 und 134 übertragen, welche dadurch in wechselseitige
Drehung versetzt werden. Auf den vorstehenden Naben der Kegelräder sind Klauenhälse
135 (Abb. io) aufgezogen und durch die Stifte 136 gegen Verdrehung gesichert. In
den Schalen 137 und 138 sind sie nach gemeinsamer Einstellung drehbar gelagert und
durch die Teile 139 bis 141 (Abb. io) gesichert. Zur Erhaltung des gegenseitigen
Abstandes ist die Büchse 142 vorgesehen, welche von den im Innern der Kegelrädernaben
sich führenden Wellen 143 und 144 getragen wird. Den Klauenhälsen gegenüber befinden
sich auf den Wellen verschiebbar angeordnet
die Kupplungsmuffen
145 und 146, welche durch je einen Keil 147 ihre Bewegungen auf die Wellen übertragen.
An ihren Enden sitzen die mit wechselseitigem Drall versehenen Schnecken 148 und
49, welche mit den auf den Wellen i 5o und 151 sitzenden Schneckenrädern 152 und
153 (Abb.2 und io) in Eingriff stehen. Diesen entgegengesetzt befinden sich die
Kegelräder 154 und 155, von welchen die Kegelräder 156 und 157 auf der Welle 158
ihre Bewegungen ableiten. Das zwischen beiden sitzende Kegelrad 159 setzt das Kegelrad
16o (Abt. 6) auf der nach dem Schaltungsgetriebekasten führenden Spindel 161 in
Drehung, worauf das an seinem Ende sitzende Kegelrad 162 seine drehende Bewegung
an das mit dem Kegelrad der büchsenähnlichen Lagerschale 163 weiterleitet. Diesem
entgegengesetzt befindet sich das Stirnrad 164, das durch Vermittlung des auf der
büchsenähnlichen Lagerschale 165 befestigten Stirnrades 166 seine Bewegungen an
das ebenfalls mit der Lagerschale in Verbindung stehende Stirnrad 167 (Abt. 9) weitergibt,
von welchem auch das Stirnrad 1.68 seine Drehung erhält. Letzteres ist an dem Flansch
der mit zwei Nuten versehenen Steuerscheibe 169 (Abt. 6, 9 und 12) befestigt, welche
mit der Welle 170 fest verbunden ist, wobei diese seine drehenden Bewegungen auch
an das auf ihr sitzende Kettenrad ioi zum Antrieb der Steuerung weiterleitet. In
die eine Nut greift die Rolle 171 (Abt. 9 und il) der doppelten Schaltungsgabel
172, welche durch die Steine 173 mit der oberen Kupplungsmuffe 174, durch die Steine
175 mit der unteren Kupplungsmuffe 176 verbunden ist, wobei die Schaltungsgabel
auf dem fliegenden Zapfen 44 befestigt ist, von welchem auch die Sperrvorrichtung
ihre Bewegungen herleitet. Beide Kupplungsmuffen sind auf den Wellen 177 und 178
(Abb.7) verschiebbar gelagert und dienen, wenn sie mit dem entsprechenden Drehkörper
in Verbindung gebracht werden, zum Vorwärtslauf und zum Schwenken der Schuhzuführungs-
und Schwenkvorrichtung.
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Für den entgegengesetzten Lauf der Schuhzuführung nach dem Schwenken
ist eine zweite Schaltungskupplung vorgesehen. In die andere Nut der Steuerscheibe
169 greift die Rolle 179 (Abt. 12), welche in der Schaltgabel i8o sitzt, die ihre
Lagerung in dem Böckchen 181 hat. Durch die Gleitsteine 182 ist die Gabel mit der
Kupplungsmuffe 183 verbunden, welche auf der Welle 184 (Abt. 9 und 12) verschiebbar
gelagert ist. Nach Verbindung mit dem auf der Welle 184 lose sitzenden Stirnrad
185, welches in das Stirnrad 186, das fest auf der Welle 177 sitzt, eingreift, wird
diese in entgegengesetzter Rieh= tung in Bewegung gesetzt, wodurch die Schuhzuführung
nach der Schwenkung wieder zurückläuft. Dies ist durch die sich beim Schwenken ergebenden
Verhältnisse erforderlich geworden, um den Schuh in seiner alten Vorschubr.ichtung
den Werkzeugen bis zur völligen .Bearbeitung zuzuführen.
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An dem Stirnrad 186 ist auch noch ein Zahnkranz 187 befestigt,
von welchem das Stirnrad 56 (Abt. 9) seine drehenden Bewegungen ableitet. Dasselbe
gilt auch für das Kettenrad 53, dem durch direkte Ableitung von der Welle 177 dieselben
wechselseitigen Bewegungen erteilt werden, wie dem Stirnrad 56.
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Auf den hinteren Teilen der Muffen 145 und 146 (Abb.8) sitzen, mit
diesen durch Schrauben verbunden, die Stirnräder 188 und 189, welche in die durch
die hin und her gehenden Verschiebungen `der Muffen entsprechend breit gewählten
und auf der Welle igo (Abb.8 und 1o) sitzenden Stirnräder 191 und -ig2 eingreifen.
Die Bewegungen werden von dem zwischen beiden Stirnrädern sitzenden Kegelrad 193
übernommen und von diesem an das Kegelrad 194 auf der Welle 195 weitergeleitet.
Dem letzten Rad entgegengesetzt sitzt das Kegelrad 196; welches mit dein Kegelrad
197 (Abt. 6) auf der Spindel 198 in Verbindung steht. Durch die mit der Spindel
in Verbindung gebrachte Schnecke ig9-(Abb. 3 und 9) werden die Bewegungen auf das
Schneckenrad Zoo übertragen, welche mit der büchsenähnlichen Lagerschale toi (Abt-.
6) fest verbunden ist und auf ihrer entgegengesetzten Seite die beiden Stirnräder
2o2 und 2o3 (Abt. 6, 9 und l i) aufnimmt. Ersteres steht mit der mit Kupplungszähnen
versehenen Nabe des Stirnrades 2o4 (Abt. 9 und i i) in Verbindung und kommt nach
Einkupplung für den Vorwärtslauf der Schuhzuführung in Frage. Letzteres steht durch
Vermittlung des auf der Welle 184 lose sitzenden Stirnrades 205 (Abt. 7 und
i i) mit der ebenfalls mit Kupplungszähnen versehenen Nabe des Stirnrades 2o6 (Abt.
7), das lose auf der Welle 178 sitzt, in Verbindung und kommt nach Einkupplung für
die Schwenkung in Frage.
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Die Schaltung der Kupplungsmuffen 145 und 146 des wechselseitigen
Antriebsgetriebes erfolgt durch .die in den Bolzen 207 und 208 drehbar gelagerten
Schaltgabeln 209 und 21o in Verbindung mit den Gleitsteinen 211 und 212. Beide Gabeln
werden durch die Traverse 213 gegenseitig verbunden, an deren Mitte der drehbar
gelagerte Winkelhebel 214 angreift. An diesem ist die Traverse 215 angelenkt, welche
die Verbindung mit dem einen Ende des Hebels 216 herstellt, der auf dem Biolzen
217 lagert. Mit seinem entgegengesetzten
Ende ist der Hebel216
an dem auf der Schaltwelle zr8 (Abb. i und 8) sitzenden Schaltböck äig angelenkt.
Die selbsttätige Schaltung erfolgt durch die Schaltpuppen, bestehend aus den Teilen
22o bis 225 (Abb. i und 8), wobei die Schaltwelle 2r8 durch das mit dem Kegelrad
157 in Verbindung stehende Kegelrad 226 ihren Antrieb erhält. Die Lagerung
erfolgt teils im Getriebekopf, teils im Lager 227. Das mechanische Ingangsetzen
der Maschine erfolgt durch den Schalthebel 2-28 (Abb. i) in Verbindung mit
der an dem Schaltbock 2i9 befestigten Segmentplatte 229. Seine Lagerung erhält der
Schalthebel durch den Bolzen 230
und seine Feststellung durch den Stift 23r,
der in die hierfür vorgesehenen Löcher 232 eingreift. Um hierbei jeglichen toten
Gang bei den einzelnen Schnittlängen auszuschalten, ist eine Teilung (Abb.8) vorgesehen,
nach welcher durch kleine Handhabe jede beliebige Schnittlänge eingestellt werden
kann. Wirkungsweise Nachdem der Schuh mit seinem Leisten auf die Dübelstifte i des
Trägers 2 aufgesteckt ist, wird der Drücker io durch das Hebelkreuz 23 gegen den
Absatzboden, an welchem sich der Drückerkopf selbsttätig einstellt, gespannt und
durch den Knebel 26 gesichert. Hierauf wird durch den Schalthebel 228 die Kupplung
eingeschaltet, und zwar für den Lauf, welcher an der selbsttätigen Schaltvorrichtung
durch die Schaltungspuppe freigegeben ist. Durch die Steuerung setzen sich nun die
Bearbeitungswerkzeuge, welche ihren eigenen Antrieb durch den Motor 73 erhalten,
mit dem Absatz selbsttätig in Verbindung bei gleichzeitigem Vorschub der Zuführungsvorrichtung
und mit dieser parallel des Supports, in welchem der Drücker io gelagert ist. Ist
die eine Seite bearbeitet, setzt der Vorschub der Zuführungsvorrichtung sowie des
Supports aus, worauf bei gleichzeitiger Lösung des Sperrbolzens 49 und Drehung des
Stirnrades 43 die Schwenkung um i8o° erfolgt, bei welcher der Kopf des Drückers
io die zwangläufige Drehung unwillkürlich mitmacht. Nachdem die Schwenkung erfolgt
ist., setzt die Sicherung wieder ein, worauf der entgegengesetzte Lauf der Spindel
30 beginnt, der Drückersupport sich jedoch in seiner alten Vorschubrichtung
weiterbewegt. Wenn nun der Schuh völlig bearbeitet ist, werden die Bearbeitungswerkzeuge
durch die Steuerung selbsttätig ausgehoben, wodurch eine ungehinderte Schuhauswechslung
ermöglicht wird, bei gleichzeitigem Stillsetzen der Maschine durch die automatische
Schaltvorrichtung.