DE475883C - Verfahren zur Gewinnung von fluessigen Kohlenwasserstoffen aus Acetylen durch pyrogenetische Umwandlung - Google Patents
Verfahren zur Gewinnung von fluessigen Kohlenwasserstoffen aus Acetylen durch pyrogenetische UmwandlungInfo
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- DE475883C DE475883C DEG60511D DEG0060511D DE475883C DE 475883 C DE475883 C DE 475883C DE G60511 D DEG60511 D DE G60511D DE G0060511 D DEG0060511 D DE G0060511D DE 475883 C DE475883 C DE 475883C
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- C—CHEMISTRY; METALLURGY
- C07—ORGANIC CHEMISTRY
- C07C—ACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
- C07C2/00—Preparation of hydrocarbons from hydrocarbons containing a smaller number of carbon atoms
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- Chemical & Material Sciences (AREA)
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- Carbon And Carbon Compounds (AREA)
Description
- Verfahren zur Gewinnung von flüssigen Kohlenwasserstoffen aus Acetylen durch pyrogenetische Umwandlung Man hat bereits vorgeschlagen, Acetylen unter Einfluß von Wärme zu polymerisieren, um aromatische Kohlenwasserstoffe zu erzielen, indem man das Acetylen durch geeignet erwärmte ungefüllte enge Röhren hindurchleitete. Sobald man jedoch auf der Grundlage dieses Verfahrens eine industrielle Fabrikation aufnehmen wollte, stieß man auf die Schwierigkeit, daß sich bei Vergrößerung des Durchmessers der Röhren, insbesondere bei überschreitung eines Rohrdurchmessers von z 5 mm, bei der Behandlung reinen Acetylens eine spontane Entzündung und Abscheidung von Kohlenstoff zeigte. Man hatte dann verschiedene Füllstoffe in Vorschlag gebracht; um die Unzuträglichkeit zu vermeiden.
- Die Erfindung hat ein Verfahren der pyrogenetischen Umwandlung von Acetylen in flüssige Kohlenwasserstoffe zum Gegenstande, bei dem als Füllstoff Elektrodenkohle verwendet wird, bei der sich der besondere Vorzug zeigt, daß man einen elektrischen Strom hindurchleiten und daß man sie als Heizwiderstand zur Erzeugung der erforderlichen Wärme verwenden kann. Die Anwendung eines Füllstoffes zur Beheizung in der Weise, daß der Widerstand für den elektrischen. Strom für die Beheizimg ausgenutzt wurde, ist schon in Vorschlag gebracht worden. Die Erfindung besteht aber darin, daß -ein Erzeugnis ermittelt wurde wie Elektrodenkohle, das gleichzeitig eitlen guten Füllstoff darstellt, der keine Zersetzungswirkung auf Acetylen ausübt und dessen elektrische Leitfähigkeit derart ist, daß man sie als Heizwiderstand ausnutzen kann, wobei der elektrische Strom durch die eine Behälterwand eintritt und durch die andere Behälterwand austritt.
- Alle Bemühungen, die man anstellte, um eine entsprechende Erzeugung in Röhren- gleiche:i Durchmessers zu erhalten, und zwar entweder ohne Füllung oder auch mit Füllung irgendwelcher anderen Stoffe, haben entweder zu Entflammungserscheinungen im Rohr geführt oder auch zum Absetzen von Kohlenstoff, der rasch die Lücken in dem Füllstoff zusetzte.
- Gemäß der Erfindung wird die Füllung durch Füllelemente von möglichst regelmäßiger Gestaltung bewirkt, und zwar vorzugsweise in Gestalt von kleinen Ringen, deren Höhe im wesentlichen gleich dem Außendurchmesser ist und zweckmäßig etwa ä bis i o mm beträgt. Man erhitzt das Innere dieser Stück- oder Ringmasse, indem man einen elektrischen Strom bestimmter Stärke nach Maßgabe der Behandlungstemperatur, die man erzielen will., hindurchschickt. Die Temperatur wird im allgemeinen zwischen 5oo bis 700`C liegen. Sie kann jedoch erheblich schwanken, je nach der Natur der Erzeugnisse und der stündlichen. Erzeugung, die man aus der Vorrichtung erzielen will. Will man insbesondere ,ein Benzol oder Toluol gewinnen, während man auf die Leistungsgröße der Apparatur nur weniger Wert legt, so erhält man zweckmäßig die Temperatur bei etwa 55o° und verwandelt bei jedem Gasdurchgang durch den Apparat nur einen geringen Bruchteil der gesamten behandelten Menge, wobei man die Dämpfe der bei der Reaktion gebildeten aromatischen Kohlenwasserstoffe durch die Verfahren gewinnt, die bei Benzolentziehung aus Ölgas üblich sind.
- Die Reaktionserzeugnisse werden durch die Mittel. kondensiert, die für Dämpfe im gasförmigen Zustand üblich sind, sei @es durch Kühlung, sei es durch Absorption. Beispiel Nachdem die Luft aus dem die Elektrodenkohle enthaltenden Rohr entfernt ist, füllt man es wieder mit Acetylen oder besser mit einem Gemisch von 5o % Acetylen und 50 0/0 Wasserstoff. Dann läßt man elektrischen Heizstrom derart hindurchfließen, daß man eine Temperatur von 58o° erhält, die man möglichst nicht überschreitet. Nachdem die Reaktion begonnen hat, führt man einen _Acetylenstrom in den. Apparat ein.. Arbeitet man unter diesen Voraussetzungen mit einem Apparat, .in dem; die körnige Elektrodemkohle ein Zylindervolumen von 50 mm Durchmesser bei 25o mm Höhe aufweist, so kann man von iooo bis i--oo g Aoetylen in der Stunde eine teerartige sehr leicht fließende Flüssigkeit in. einer Menge von etwa 8,5o bis iooo g erhalten, die bei Destillation (unter Bedingungen, unter denen .gewöhnlich die Versuchsdestillationen von Gasolin oder Petrolölen erfolgen) folgende Zusammensetzung hat:
Aus i oo Raumteilen des Roherzeugnisses, das bei dem oben betrachteten Versuch erhalten wurde,.wurde durch entsprechende Destillation in Laboratioriumsappaxaten erhalten Reines Benzol ...... 38,10/0 Reines Toluol ...... 2,6 0/0 Reines Naphthalin . . 7,5 %Spezialbeispiel Destillat unter loo° C q.o bis 60 0/0 52,81/0 Destillat zwischen ioo und --oo° ....... . =o - 2o 0/0 1o,5 % Destillat zwischen Zoo und 3oo......... 15 - 25 0/0 233 0%0 Rückstand über 3oo° =o - 20 0/0 10,80/0 Verluste . . . . . . . . . . . 7,61/0
Claims (1)
- PATRNTANSPRUCI3: Verfahren zur Gewinnung flüssiger Kohlenwasserstoffe aus Acetylen oder dieses als Grundlage enthaltenden Gasgemisches durch pyrogenetische Umwandlung, bei dem diese Gase durch Röhren oder Gefäße geleitet werden, welche Füllmaterial enthalten und im Innern mit einer elektrischen Heizvorrichtung versehen sind, dadurch gekennzeichnet, daß als Füllmaterial Elektrodenkohlestücken verwandt werden, die eine geeignete Zerteilung des Gasstromes bewirken und zugleich den: elektrischen Heizwiderstand für die Erwärmung der Gase bilden.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| FR475883X | 1923-02-14 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE475883C true DE475883C (de) | 1929-05-06 |
Family
ID=8902982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEG60511D Expired DE475883C (de) | 1923-02-14 | 1924-01-22 | Verfahren zur Gewinnung von fluessigen Kohlenwasserstoffen aus Acetylen durch pyrogenetische Umwandlung |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE475883C (de) |
-
1924
- 1924-01-22 DE DEG60511D patent/DE475883C/de not_active Expired
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