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Maschine zur Herstellung von aus Drahtabschnitten gleicher Länge bestehenden
Klammern und zur Aufreihung auf einen laufenden Stoffstreifen Die Erfindung betrifft
eine Maschine zur Herstellung von auf einem Stoffstreifen aufgereihten Blech- oder
Drahtklammern, «-elche als Verschlüsse für Kleidungsstücke o. dgl. Verwendung finden.
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Gemäß der Erfindung werden die Klammern aus einzelnen Drahtstücken
gleicher Länge dadurch hergestellt, daß diese Drahtstücke zuerst in einen Behälter
geführt, von dort in Parallelanordnung in einem Magazin aufgestapelt werden, von
wo sie durch eine sich drehende Scheibe einzeln den Biege- und Prägevorrichtungen
zugeführt werden. die ebenfalls aus sich drehenden Scheiben bestehen. Die ungefähr
U-förmig vorgebogenen Klammern «-erden dann durch ein Rollenpaar auf ein sich bewegendes
Band gepreßt. Durch die fortlaufende Drehbewegung der Maschinenteile erreicht die
Arbeitsleistung (las größtmöglichste Maximum, und das Erzeugnis wird entsprechend
verbilligt. Die Scheibe, die die Drahtstücke aus dem Magazin herausbefördert und
zu diesem Zweck am Umfang mit Vertiefungen versehen ist, weist verschiebbare Platten
oder Blöcke auf; welche zum Ausfüllen der Vertiefungen dienen. Die Stellung der
Blöcke wird durch eine Formkette beeinflußt, und gemäß der Form der Kette werden
daher auf einem fortlaufenden Band in bestimmten Zwischenräumen Gruppen von Klammerreihen
aufgepreßt. Die Schenkel der Klammern werden vorzugsweise mit an der Innenfläche,
mit der sie in Eingriff mit dem Band treten, mit Vorsprüngen versehen, und in die
Biegung der Klammer werden Flächen gepreßt, die in Eingriff mit den Flächen einer
andern Klammerreihe treten und häufig die Form ineinander hakender Teile besitzen.
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Abb. i ist eine Aufsicht der Maschine; Abb. 2 ist eine Endansicht
von rechts gesehen (Abb. i) ; Abb. 3 ist eine Seitenansicht von Abb. i, von vorn
gesehen; Abb. d. ist eine Ansicht des Behälters der Fördervorrichtung und des Magazins
für die Draht- oder Blechstücke, aus denen die Klammern geformt werden-,
Abb.
5 ist eine Aufsicht der Abb. d.; Abb. 6 ist eine Ansicht des Magazins und der Verteilerscheibe
der Vorrichtung zur Verteilung der Klammern in Gruppen und eines Teiles der ersten
Scheibe zum Formen der Arbeitstücke; Abb. 7 ist ein Schnitt durch das Magazin nach
7-7 der Abb.6 in vergrößertem Maßstabe; Abb. 8 ist ein Schnitt nach 8-8 der Abb.
4;
Abb.9 ist eine Aufsicht und teilweiser Schnitt nach Linie 9-9
der Abb. 6; Abb. io ist eine abgebrochene Ansicht der Formkette, durch welche die
Gruppenanordnung der Klammern bestimmt wird; Abb. i i ist ein Schnitt durch die
Kette der Abb. i o; Abb. 1,2 ist eine abgebrochene Teilansicht der Verteilerscheibe
und der ersten Formscheibe, da wo die Werkstücke an die Formscheibe abgegeben werden;
Abb. 13 ist eine Aufsicht der Abb. t2; Abb. 14 ist ein Schnitt nach 14-i4 der Abb.
2o; Abb. 15 zeigt einen Teilschnitt durch die erste Formscheibe mit dem Werkstück
in Stellung zwecks Eindrückens von Vertiefungen in die Schenkel der zu formenden
Klammer; Abb. 16, 17 und 18 sind Ansichten des Werkstückes nach der ersten
Formgebung durch Pressen; Abb. i9 zeigt das Werkstück nach der Biegung desselben;
Abb.2o ist eine Ansicht der ersten und zweiten Formscheibe und der Biegerolle; Abb.2i
ist ein Schnitt nach' 21-2i der Abb. 3 ; Abb. -2-2 ist ein Schnitt nach 22-22 der
Abb. 20; Abb. 23 zeigt das Formen der Schenkel mit den Vorsprüngen zur Befestigung
am Band; Abb. 24 zeigt die Überführung der Werkstücke von der ersten Formscheibe
auf die zweite Formscheibe; Abb. 25 ist eine Aufsicht der Vorrichtung zum Aufpressen
der vorgeformten Werkstücke auf einen Stoffstreifen; Abb.26 ist eine Ansicht dieser
Vorrichtung; Abb.27 veranschaulicht die Formgebung der ineinanderhakenden Eingriffsflächen
an der Biegung der Klammer; Abb. 28 ist eine Einzelheitsansicht der Vorrichtung
zum Aufpressen der Klammer auf den Stoffstreifen; Abb.29 zeigt ein einstellbares
Lager für die Stanzscheibe zur Ausprägung der ineinanderhakenden Eingriffsflächen
der Klammern; Abb. 30 ist eine Einzelheitsansicht der Verbindung der Wellen
zweier sich drehender Formscheiben, welche eine Einstellung der Formscheiben zueinander
ermöglicht; Abb. 31 ist eine Ansicht der Bewegungsvorrichtung für den Stoffstreifen;
' Abb. 32 ist eine Endansicht der Abb. 31
(von rechts gesehen); Abb. 33 ist
eine Aufsicht und teilweiser Schnitt der Bewegungsvorrichtung des Bandstreifens;
Abb.34 ist ein Schnitt nach 34-34 der Abb. 28 ; Abb. 35, 36, 37 sind Ansichten eines
Ausführungsbeispieles der fertig geformten Klammer; Abb. 38 zeigt das Ineinandergreifen
zweier gegenüberliegender Klammerstreifen; Abb.39 ist Ansicht eines vollständigen
Verschlusses, der aus den Streifen aufgereihter Klammern hergestellt ist.
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Die für die Herstellung der Klammern verwendeten Stücke werden vorzugsweise
von einem runden Draht abgeschnitten, der aus einer Legierung besteht, wie Nickelsilber,
Duralumin oder anderen leichten, nicht rostenden Legierungen, welche verhältnismäßig
leicht gerollt und gepreßt werden können. Die Benennung »Draht« schließt irgendein
längliches Werkstück von gewünschtem Querschnitt ein, und nicht nur ein rundes Drahtstück.
Der runde Draht wird jedoch für die Herstellung der Klammern bevorzugt. Der Draht
wird, wie er von der Hütte kommt, in Stücke gewünschter Länge geschnitten. wqbei
Sorgfalt darauf zu legen ist, daß die Enden gerade sind, wenn möglich nicht abgeflacht
werden und keinen Grat besitzen. Eine Maschine verarbeitet bis zu 400 000
Stück täglich. Die so abgeschnittenen Drahtstücke gleicher Länge werden dann in
einem Schüttler geglättet und dabei die abgeschnittenen Enden etwas abgerundet,
sie werden dann der Maschine zugeführt.
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Die von den Schütteltrommeln kommenden Werkstücke werden in den Behälter
i (Abb. i, 3, ,4 und 5) geschüttet, welcher durch eine Kurbelwelle 2, die von einem
Schneckenrad 3 und einer Schnecke 4 auf einer Welle 5 durch einen Motor 6 mittels
Riemen 7 Antrieb erhält, geschüttelt wird. Die vor dem Behälter i liegende Rinne
8 empfängt die Werkstücke durch den Schieber 9, der durch eine Schraube io in der
Höhe einstellbar ist. Die Öffnung unterhalb des Schiebers 9 wird durch eine schwingbar
gelagerte Sperre i i abgeschlossen, die nahe der Rinne 8 auf Bolzen 12 drehbar gelagert
ist und mit einer Stange 13 verbunden ist, die mit einem um einen Bolzen 14 schwingenden
Winkelhebel verbunden ist, der mit dem gebogenen Ende 15 innerhalb der Fördervorrichtung
16 liegt (Abb. 4 und 5). Aus der Rinne 8 fallen die Werkstücke in die drehbare Fördervorrichtung
16, in die das gebogene Ende 15 des Winkelhebels 13 hineinragt. Beim Ansammeln der
Werkstücke auf dem Boden der Fördervorrichtung 16 wird das gebogene Ende 15 des
Winkelhebels angehoben, wodurch die Sperre i i in Schließlage bewegt wird, um die
Zufuhr der Werkstücke von dem Behälter i nach der Fördervorrichtung zu regeln. Die
schwingbare
Sperre i i wird also zwischen der oberen Lage (Abb. 3 und .4) und der unteren Lage,
wie in Abb. 4. in gestrichelten Linien gezeigt, durch den Teil 15 des Hebels 13
eingestellt. Wird die Sperre i i nach unten bewegt, so fallen die Werkstücke über--die
obere Kante der Sperre von der Rinne 8 durch den Trichter 17 in die Fördervorrichtung
16. Die schwingbare Sperre i i regelt also die Zufuhr der Werkstücke in die Fördervorrichtung
16 durch die angehäuften Werkstücke in dieser Fördervorrichtung. Durch Einstellung
des Schiebers g wird die Maximalmenge der Werkstücke in der Fördervorrichtung bestimmt.
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Die Fördervorrichtung 16 besteht aus einem feststehenden zylindrischen
Gehäuse i8 und einer sich drehenden Scheibe i9, welche quer geschlitzte Stifte 2o
trägt (Abb. 4., 5 und 7). Das äußere Ende 'i'ier Trommel 18 wird durch einen Glassekcor
21 und eint Platte 22 abgeschlossen (Abb. 5 und 7). Der Trichter 17 wird von der
Platte 22 unterstützt, und die Werkstücke treten in die Fördervorrichtung durch
eine öffnung in der Platte -22 ein. Die Scheibe z9 mit den Stiften 2o sitzt auf
einer---Welle 24 und wird in Pfeilrichtung (Abb. 4) angetrieben, und zwar durch
Zahnrad 25 mittels des Ritzels 26, Riemen 27 und der Riemenscheibe 28 auf der Welle
2 (Abb. 1, 3 und 5).
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Bei Drehung der Scheibe i9 nimmt jeder Stift 20 ein Werkstück mit,
wie in Abb. 6 gezeigt. Zu diesem Zweck ist jeder Stift 2o in Längsrichtung mit einer
Nut 3o versehen, deren Tiefe gleich der Dicke eines Werkstückes ist. so daß nur
ein Werkstück von jedem Stift erfaßt werden kann. Bei der Bewegung der Stifte nach
oben fallen andere etwa mitgetragene Werkstücke hinunter und werden außerdem durch
nachgiebige Finger 29, die auf dem Gehäuse 18 montiert sind und in die Bahn der
Stifte 2o hineinragen, abgeworfen (Abb. 4, 6 und 8). Diese federnden Finger werden
von einem Stift gehoben und schnappen zurück auf den nächsten Stift. Die Schlitze
im Gehäuse 18, durch welche die Federn 29 hindurchragen, werden von Metalllamellen
gebildet. Die Federn 29 sind im Durchmesser kleiner als die Werkstücke, und der
Abstand zwischen den Federn ist ebenfalls kleiner als der Durchmesser der Werkstücke,
so daß Werkstücke nicht in den Schlitzen,- durch welche die Federn 29 hindurchragen,
sich verfangen können. Weiterhin kann ein Werkstück nicht etwa in senkrechter Lage
an irgendeiner Stelle verbleiben, cla der Abstand der Federn voneinander kleiner
ist als der Durchmesser des Werkstückes. Auf diese Weise kann nur ein Werkstück
von jedem Stift getragen werden, und etwa jeder Stift trägt ein Werkstück, die parallel
zueinander liegen.
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Von den Stiften 20 werden die Werkstücke durch einen Abstreifer 31
abgestreift, der auf einem Block 32 befestigt ist. Von da l werden die Werkstücke
in paralleler Anordnung nach oben in das Magazin' bewegt (Abb. 6). Die Abstreifer
31 bilden Zinken einer Gabel, wie aus Abb.6 ersichtlich, und gehen durch die Querschlitze
in den Stiften 2o hindurch. Die Stifte 20 liegen so nahe beieinander, daß ein Werkstück,
welches von dem Abstreifer 31 abgestreift worden ist, nicht wieder zurück in die
Fördervorrichtung fallen kann (Abb.6). Fortlaufende Bewegung der Scheibe i9 mit
den Stiften 20 drückt daher die Werkstücke in das Magazin 34, in welchem sie in
paralleler Anordnung aufgestapelt werden. Ist das Magazin leer, so werden bei großer
Geschwindigkeit der Scheibe i9 die Werkstücke mit ziemlicher Kraft in das Magazin
geworfen, bei teilweise aufgefülltem Magazin 34 verhindert jedoch das Gewicht der
aufgestapelten Werkstücke einen derartigen Vorgang? Selbst bei hoher Geschwindigkeit
der Scheibe i9 werden die Werkstücke ohne großes Geräusch einfach in das Magazin
durch den Kanal 33 hineingedrückt.
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Das Magazin 34 wird von-einer Seite durch Feder 36 und Block 32 begrenzt
und an der gegenüberliegenden Seite durch den Block 37, im unteren Teil des Magazins
durch die drehbare Verteilerscheibe 38 und weiterhin durch den unter Federdruck
stehenden Schieber 59 und Block 40 oberhalb der Scheibe 38. Oben ist das Magazin
offen, und wenn es ganz angefüllt ist, rollen die überflüssigen Werkstücke über
die obere Kante der Feder 36 und durch ein Rohr 41 zurück in die Fördervorrichtung
(Abb. 4, 6 und 7). Seitlich werden die Werkstücke in dem Magazin durch die Seitenwände
42 und die vordere Glasplatte 43 gehalten (Abb. 6 und 7). Abb. 7 zeigt, wie das
Eintrittsende des Magazins 34 zwischen den Platten 42 und 43 bei 44 und 45 abgeschrägt
ist, so daß die Werkstücke, wenn sie den oberen Teil des Magazins erreichen, nicht
nur parallel zueinander liegen, sondern auch mit ihren Stirnflächen je in einer
Ebene, also genau übereinander.
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Die so aufgestapelten Werkstücke werden in paralleler Anordnung durch
eine Verteilervorrichtung den sich drehenden Formscheiben der Maschine zugeführt.
. Der Verteiler arbeitet mit einer Vorrichtung, die eine Formkette enthält, zusammen,
um die Werkstücke gruppenweise durch die Maschine zu schikken, d. h. der Verteiler
gibt Gruppen bestimmter Anzahl in bestimmten Abständen an die Formvorrichtung ab,
und nach dem Formen
werden die Gruppen auf einen Stoffstreifen gepreßt.
Dabei. kann noch eine weitere leichte Änderung in dem Abstand der einzelnen Klammern
voneinander und der Gruppen voneinander bewerkstelligt «-erden, wie später beschrieben
werden wird.
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Der Verteiler besteht aus einem am Umfang mit Zähnen ausgestatteten
« Rad, welches fortlaufend Werkstücke von dem Magazin aufnimmt und in paralleler
Anordnung zueinander festhält. Die Formkette arbeitet mit dem Verteilerrad oder
der Verteilerscheibe zusammen,- um eine bestimmte Anzahl von Zahnlücken zu bestimmter
Zeit auszufüllen, so daß dieselben keine Werkstücke mit sich führen. Dadurch wird
die Beförderung der Klammern in Gruppen erzielt. -Die Verteilerscheibe 38 ist so
breit wie die Länge der Werkstücke und besitzt in gleichmäßigem Abstande am Umfang
Querschlitze 51, in welche die Werkstücke vom Magazin einfallen, wenn die Schlitze
sich nach oben bewegen (Abb. 5 und 6). Die Verteilerscheibe 38 besteht aus zwei
Hälften oder Scheiben 4.7, 48, die auf einer Welle 49 montiert sind (Abb. 9), welche
durch ein Zahnrad So (Abb. 1, 9) gedreht wird. Die Schlitze 51 erstrecken sich in
den Körper der Verteilerscheibe, wie in Abb. 12 gezeigt, um Raum für Platten 52
zu ergeben, welche nach innen von den Schlitzen weg oder nach außen in die Querschlitze
51 geschoben werden können, je nachdem ein Werkstück befördert werden soll oder
nicht. Werden die Platten 52 nach der Mitte zu zurückgezogen, so sind die Schlitze
51 offen, und die Werkstücke in dem Magazin fallen in die Schlitze hinein, sobald
diese an den Punkt 53 an der oberen Ecke des Blockes 37 (Abb. 6) gelangen. Infolge
der hohen Geschwindigkeit des Verteilers befinden sich die Werkstücke im Magäzin
in fortwährender Bewegung, so daß, im Falle der erste Schlitz nicht das unterste
Werkstück ergreift, er mit Sicherheit ein weiter oben befindliches Werkstück aufnimmt,
da die große Anzahl der Werkstücke im Magazin durch das Gewicht der Werkstücke bestrebt
ist, in die Schlitze einzudringen. Die Feder 36 (Abb. 6) gleicht irgendwelchen Unterschied
im Druck 'aus, welcher Unterschied durch unregelmäßige Zufuhr von der Fördervorrichtung
oder mehr noch durch unregelmäßige Abnahme (Gruppen) , hervorgerufen wird.
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Die Tiefe der Schlitze 51 ist ungefähr gleich dem Durchmesser der
Drahtstücke, so daß die Drahtstücke, wenn sie auf dem Boden des Schlitzes aufruhen,
unter der Spitze 54 des Schiebers 59 vorbeigeführt werden. Der Schieber wird durch
Mutter 55 so eingestellt, daß genügend Spielraum vorhanden ist. Sollte ein Werkstück
zwischen der Verteilerscheibe und der Spitze eingeklemmt werden, so gibt der Kolben
infolge Anordnung der Feder 56 nach und läßt das Werkstück hindurch. Nachdem die
Spitze 54 des Schiebers verlassen ist, werden die Werkstücke durch Führungsblöcke
58 gegen Herausschleudern gesichert. ' Um die Werkstücke gruppenweise zu befördern,
können die Schlitze 51 mittels einer Gliederkette 57 (Abb.3, 6, io) abgedeckt werden.
Die endlose Gliederkette läuft über Kettenräder 6o und lose Führungsrollen 61, 62
(Abb. 3). Die Gliederkette 57 besteht aus einem Band, das Querdrähte trägt, die
Zähne bilden und das Band vollkommen umfassen. Das Kettenrad 6o hat die gleiche
Teilung wie die Verteilerscheibe 38 und ist mit letzterer durch Welle 63, Zahnräder
64, 65 und Welle q:9 verbunden (Abb. 9). Die durch die Drähte gebildeten Vorsprünge
auf dem Riemen 57 treten in Eingriff mit den Schlitzen der Verteilerscheibe 38 (Abb.6)
und drücken die Platten 52 zurück, die, wie weiter unten beschrieben, in dieser
Lage erhalten werden,- und aus den Schlitzen 51 nach innen. Seitenflanschen 66,
67 (Abb. io) an den Kettenrädern 6o halten den Riemen 57 in Linie mit der Verteilerscheibe.
Gewisse, die Zähne des Riemens 57 bildende Drähte sind bei 68 (Abb. io, ii) ausgeschnitten,
um zu verhindern, daß bestimmte Platten 52 aus den Schlitzen 51 nach innen zurückgeschoben
werden. Da also die ausgeschnittenen Teile 68 des Riemens 57 in Deckung mit den
Schlitzen 51 der Verteilerscheibe treten, bleiben die Platten 52 in der äußeren
Lage und verhindern beim Durchgang durch das Magazin 34 das Einfallen von Werkstücken.
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Wie in Abb. 9 gezeigt, dreht sich die Verteilerscheibe 38 (47, 48)
zwischen der Rükkenplatte 42 und der vorderen Platte 69. Eine dieser Platten odervorzugsweise
beide tragen über etwa i 8o' sich erstreckende ringförmige Führungen 70, welche
konzentrisch zur Welle 49 verlaufende Rillen bilden (Abb.6). Die Platten 52 sind
in ähnlicher Weise an den Enden gezahnt oder gerillt, so daß die Rillen
70 in Eingriff mit den Rillen der Platten 52 treten, wenn die Platten durch
die Zähne der Formkette 57 zurückgeschoben worden sind, und in dieser Lage werden
dann die Platten ungefähr während -einer Drehung der Verteilerscheibe um 18o° gehalten,
bis die Platten 52 an der Spitze 54 des Schiebers 59 vorbeigeführt worden sind.
Wenn die Platten 52 durch die Zähne der Formkette 57 nicht zurückbewegt worden sind,
so treten die Rillen der Platten 52 in Eingriff mit einem anderen Teil der Rillen
70 und werden dadurch in der
äußeren Lage gehalten, bis sie die
Spitze 54 des Schiebers 59 überlaufen haben. . Die kreisförmigen Rillen
70 könnten noch über den Punkt 72 (Abb.6) hinaus fortgesetzt werden. Dies
ist jedoch nicht notwendig, da die Blöcke 58 die Werkstücke in den Schlitzen der
Verteilerscheibe halten. An der Stelle 73 der Führung 74 (Abb. 6 und 9) werden die
Platten zwangläufig nach außen gedrückt, und zwischen der Führung 74 und dem Anfang
71 der kreisförmigen Rillen 70 sind die Platten frei beweglich, und sie befinden
sich naturgemäß in der äußeren Lage. Durch die Auswärtsbewegung der Platten 52 mittels
der Führung 74 werden die Werkstücke von dem Umfang der Verteilerscheibe in die
Schlitze 75 der ersten Formscheibe 76 befördert (Abb.6).
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Die erste Formscheibe 76 ist im Schnitt in Abb. 14, 15, 22 gezeigt
und besteht aus zwei Hälften, deren jede am Umfang Vorsprünge und Vertiefungen aufweist,
die als Matrizen wirken, wenn durch eine Rolle 86 (Abb.3, 20, 23) auf die Enden
der Werkstücke (Abb. 15, 18) ein Preßdruck ausgeübt wird. Der enge Teil 77 des Schlitzes
75 (Abb. 13) an den inneren Stirnflächen der beiden Formscheibenhälften dient dazu,
das Werkstück in der Mittellage im Schlitz festzuhalten. Der weitere Teil erlaubt
Ausdeh: nung des Werkstückes unter Druck. Der Vorsprung 79 auf dem Boden des Schlitzes
(Abb. 12 und 15) erzeugt die Vertiefung 8o im Werkstück (Abb. 18) zwecks Befestigung
der Klammern an dem Band.
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Wenn die Platten 52 durch die Führung 74 in der Verteilerscheibe 38
ganz nach außen bewegt werden, um die Werkstücke in die Schlitze 75 der Formscheibe
76 -zu drücken, werden die Werkstücke über die Spitze einer Führung 82 (Abb. 12)
bewegt. Die Führung erstreckt sich teilweise über den Umfang der Formscheibe 76
und= hält die Werkstücke in den Schlitzen 75. Die Spitze der Führung 82 erstreckt
sich in eine Umfangsnut 81, welche in der Verteilerscheibe 38 und den Platten 52
zum Herausheben der Werkstücke vorgesehen ist (Abb..9). Während die Führung 82 das
Herausfallen der Werkstücke aus den Schlitzen 75 verhindert, wird die seitliche
Verschiebung durch Führungen 83 vermieden (Abb. 2o) , welche von der Stelle 84,
an der die Werkstücke die Verteilerscheibe 38 verlassen, bis zur Stelle 85 (Abb.
20) verläuft, wo die Werkstücke in die Schlitze 75 durch die Rolle 86 hineingepreßt
werden (Abb. 2o) . Die Rolle 86 sitzt lose drehbar in Lagern 87 und wird durch Reibung
mit den Werkstücken, die von der Formscheibe 76 getragen werden, gedreht. Die Rolle
86 wird durch Setzschrauben 89 eingestellt, um den gewünschten Druck auf die Werkstücke
auszuüben (Abb. 21).
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Die Formscheibe 76 (Abb.2o) sitzt auf einer Welle 9o und ist durch
Zahnräder 9 1, So (Abb. 2) mit der Verteilerscheibe 38 verbunden. Durch das Einpressen
der Werkzeuge mit der Rolle 86 in die Schlitze 75 werden die Werkzeuge fest darin
gehalten. Als weitere Sicherung ist jedoch noch eine Führung 92 angeordnet, welche
den Umfangs Tand der Formscheibe umgibt (Abb.2o).
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j Wie in Abb. 14 gezeigt, werden die beiden Hälften der Formscheibe
76 auf der Welle 9o durch-Muttern 93 mit Abstandsringen 94 zusammengehalten, durch
Änderung der Breite des Ringes 94 kann der Abstand der Hälften geregelt werden.
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Die Formscheibe 76 dient dazu, dem Werkstück verschiedene Formen zu
erteilen, z. B. auch andere wie die, welche in den Abbildungen gezeigt sind. Nach
Abb. i9 werden Vertiefungen 95 in dem .Werkstück durch Vorsprünge 79 (Abb. 15) geformt.
Diese Vertiefungen können jedoch wegfallen, und das Werkstück kann einfach abgeflacht
werden. Eine Abflachung der Werkstücke durch Rolle 86 ist erwünscht, um dünne Klammern
zu bilden. Formscheibe 76 kann auch nur als Übertragungsmittel der Werkstücke dienen.
Eine Abflachung der Werkstücke in der Formscheibe 76 verhindert weiterhin eine Änderung
der Lage derselben und erleichtert die Abgabe an die nächste Formscheibe. -Die Werkstücke
verbleiben in den Schlitzen 75 der Formscheiben 76, bis sie in Eingriff-=mit einer
Biegerolle 96 treten, die drehbar in Lagern 97 eines einstellbaren Blockes 98 ruht
(Abb. 2o und 22). Dieser Block be= steht aus zwei Hälften, um das Montieren der
Biegerolle zu erleichtern, und sitzt verschiebbar auf zwei parallelen Seiten einer
Hülse 99, welche in dem Raum zwischen den Hälften der Formscheibe 76 beweglich angeordnet
ist (Abb. 14, 20 22). Zwischen den Blockhälften ist eine Platte ioo befestigt (Abb.
14, 2o), welche durch die Öffnung ioi zwischen den Hälften der Formscheibe 76 (Abb.14)
hindurchragt. Durch Verschiebung der Platte ioo kann die vom Block getragene Biegerolle
96 eingestellt werden.
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Die obere Kante der Blechplatte ioo weist eine Verstärkung 188 auf,
in welche Einstellschrauben 189, igo eingeschraubt sind (Abb.2o). Durch die Schrauben
kann die Platte in verschiedenen Richtungen verschoben werden. Die Klemmen igi (Abb.
14 und 20) werden auf der Stange 192 durch Muttern 193 festgeklemmt, wodurch die
Biegerolle 96 gegen Verschiebung gesichert wird. Muttern 194 auf der Einstellschraube
igo dienen zur Regelung der wagerechten Lage der
Biegerolle 96,
durch Drehung der Platte ioo des Blockes 98 und der Hülse 99 um den Ring 9-.. Durch
Festklemmen der Klemme 195 durch die Mutter 194 wird die wagerechte Einstellung
gesichert. Die Klemme 195 und die Stange i92 werden vom Maschinenrahmen durch Bolzen
196 getragen (Abb. 14 und 2o). Zur weiteren Sicherung der Einstellung der
Rolle 96 wird die Platte ioo an jeder Seite durch. Unterlagscheiben 197 verstärkt,
welche rauf die Platte ioo durch Muttern 198 und Bolzen i99 geklemmt werden, welch
letztere in den Maschinenrahmen eingeschraubt sind. Durch diese Vorrichtung kann
die Rolle in eine beliebige Lage verschoben und darin festgehalten werden. Die Biegerolle
96 dient, wie bereits erwähnt, zur Überführung der Werkstücke, die bereits teilweise
geformt sein können, von der Formscheibe 76 in die Vertiefungen der Formscheibe
io2 und weiterhin zum Biegen der Werkstücke.
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Die zweite oder Hauptformscheibe ioz weist Formen 107 (Abb.
24) auf, die in gleichem Abstand am Umfang vorgesehen sind. Die Formen 107 sind
entsprechend in der herzustellenden Biegung ausgebildet. Die Teilung oder der Abstand
der Formen entspricht den Vertiefungen der ersten Formscheibe 76 und der Verteilerscheibe
38. Formscheibe 1o2 sitzt auf einer Welle 103 (Abb. i, 3, 20 lind 25) und wird durch
Muttern 104 in Stellung gehalten. Die Formscheibe rot ist mit Formscheibe 76 durch
Zahnräder ins, io6 (Abb.2) verbunden, welche auf den Wellen 103 bzw. go der. Formscheiben
sitzen. Die Teilung der Räder ist wieder so, daß diP Schlitze 75 der Formscheibe
7 6 während der Drehung genau in Deckung mit den Vertiefungen oder Formen 107 der
Formscheibe rot treten. Formscheibe io2 besitzt eine Umfangsnut io8, welche die
einzelnen Formen 107 miteinander verbindet (Abb. 22, 25,-:28).
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Die Biegerolle 96 hebt die Werkstücke aus den Schlitzen 75 von den
Vorsprüngen 79 und bringt sie mit der flachen Seite auf die Umfangsfläche der Formscheibe
io2 und biegt die Werkstücke in die Formen 107 der Formscheibe (Abb. 22,
24). Nach der Biegung werden die Werkstücke in den Formen 107 der Formscheiben
io2 durch Platten log gehalten (Abb. 24, 26). Bis dahin hat die Bildung von Eingriffsflächen
an der Biegung der Klammer noch nicht oder nur zum Teil stattgefunden. Die Eingriffsflächen
können glatt oder hakenförmig sein. Die Werkstücke sind jedoch jetzt so weit fertig,
daß diese Eingriffsflächen nun geformt werden können.
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Zu diesem Zweck werden die Werkstücke in den Formen 107 unter
einer Formscheibe rio (Abb.37, 27, 28) vorbeigeführt, welche mit gleicher Geschwindigkeit
läuft wie die Form-Scheibe 1o2. Die Formscheibe iio sitzt auf der Welle i i i zwischen
Muttern i i 2. Doppelte .,Räder 113, 114 (Abb.30) sitzen auf der Welle i i i und
stehen in Eingriff mit doppelten Rädern 115, 116 auf. der Welle 103, so daß die
zur Prägung benutzten Teile der Formscheibe iio in Eingriff mit den Werkstücken
in den Formen io7 treten (Abb. 26, 27). Nach der Einwirkung der Formscheibe iio
auf die Werkstücke werden diese in den Vertiefungen oder Formen der Formscheibe
durch Platten log, gehalten (Abb. 26).
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Um die gewünschte Formgebung an dem gekrümmten- Teil der U-förmig
gebogenen Werkstücke öder Klammern zu erhalten, ist die zur Prägung vorgesehene
Formscheibe i io auf der Welle i i i einstellbar mit Bezug auf die Formscheibe io2
angeordnet. Diese Einstellung wird durch Keile i2o, 121 (Abb. 29) bewerkstelligt,
die unter den Lagern 'i 161, 117 sitzen, welche auf den Hauptlagerkonsolen i i.8,
i ig angeordnet sind (Abb. i .und 29). Die Lage der Keile 12o, 121 wird durch Setzschrauben
122 geregelt, so daß durch Hinein- oder Herausschieben die Lager i i8, i ig mit
der Welle i i i und der Formscheibe rio gesenkt oder gehoben werden.
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Eine ebenfalls wichtige Einstellvorrichtung, um korrekte Formgebung
zu erhalten, wird durch die in Abb. 3o dargestellten Schraubenzahnräder ermöglicht,
welche den Antrieb der Welle i i i' von der Welle 103 bewerkstelligen. Durch
axiale Verschiebung eines der Räder erfolgt Drehung einer der Formscheiben zwecks
genauer Einstellung der Schlitze der miteinander zusammenarbeitenden Scheiben. Weiterhin
wird Einstellung bei Heben und Senken der Welle i i i ermöglicht, uni etwaiges Spiel
zwischen den Zahnrädern zu beseitigen. Wie in Abb. 30 gezeigt, sind die Schraubenzahnräder
113, 114 fest auf der Welle i i i montiert und stehen in Eingriff mit den Schraubenrädern
115, 116 auf der Welle 103. Ist es notwendig, die Winkelstellung zwischen
den Formscheiben rot und iro zu ändern, so wird Rad 115 in einer oder der andern
Richtung auf der Welle 103 durch Muttern 123 verschoben. Dabei wird das Rad
gegen Drehung auf der Welle durch eine Feder 124 gehalten, und es wird die Welle
i i i mit Bezug auf die Welle 103 gedreht, wobei die Drehbewegung proportional zu
der Steigung der Schraubenzähne und zu - der Länge der Axialbewegung des Rades 115
ist. Zahnrad i 16 sitzt auf der Nabe des Rades 115 und wird durch eine Feder 125
und Mutter 126 in Stellung gehalten. Durch die Mutter i26 kann das Rad 116 auf der
Nabe des Rades 115 axial verschoben werden,
um Spiel zwischen den
Zähnen der Räder 113, 114 auf Welle i i i und der Räder 115, 116 auf Welle 1o3 zu
beseitigen. Eine solche Einstellung ist infolge der Verstellbarkeit der Welle i
i i zur Welle 103 nötig und findet natürlich auch bei Abnutzung der Räder statt.
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Wie in Abb. i und 2 gezeigt, sind die miteinander arbeitenden Träger
und Formscheiben durch in Eingriff miteinander stehende Schraubenzahnräder miteinander
gekuppelt. Ein Rad jedes Paares kann auf seiner Welle durch Muttern axial verschoben
werden, zwecks Winkeleinstellung der Scheiben. Z. B. ermöglichen Muttern 127 des
Zahnrades g i Einstellung der Verteilerscheibe 38 und der Formscheibe 76 (Abb. i).
Das Zahnrad 64, das in Eingriff mit dem Zahnrad 65 steht, wird durch Muttern 128
verschoben (Abb. g), um die Formkette 57 mit Bezug auf die Verteilerscheibe 38 einzustellen.
Das Zahnrad 105, das in Eingriff mit dem Zahnrad fob steht, kann durch Muttern 129
verschoben werden (Abb. i), um die Formscheiben io2, 76 aufeinander einzustellen.
Es sei weiterhin darauf hingewiesen, daß je zwei miteinander arbeitende Scheiben
durch ein besonderes Paar Zahnräder verbunden sind, so daß eine Einstellung zwischen
zwei Scheiben nicht die Einstellung der anderen Scheiben beeinflußt.
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Während der Prägung der Eingriffsflächen an dem gekrümmten Teil der
Werkstücke durch die Formscheibe 11o bewegen sich die Werkstücke unter Platten fog
auf der Formscheibe 102, und die Schenkel der geformten -Werkstücke stehen über
den Umfang der Scheibe 1o2 (Abb. 27) heraus und kommen schließlich in Eingriff mit
Seitenrollen 130 (Abb. 25, 26, 28). -Die Rollen 130 sitzen drehbar auf Bolzen 131
und können durch Muttern 132 (Abb. 3. 7, 25) mit Bezug auf die Formscheibe 1o2 eingestellt
werden. Setzschrauben 133, 134 sind für die Einstellung der Rollen mit Bezug auf
das Band 139 (Abb. 26) vorgesehen. Auf diese Weise können die Seitenrollen in beliebige
Lage gebracht werden, um die Schenkel der Werkstücke auf das Band 139 zu pressen.
Flanschen 135 der Seitenrollen (Abb. 34) sichern das Biegen der Werkstücke in der
Mitte.
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Das Band 139 hat eine durch eine Schnur verstärkte Kante 140. -Das
Band wird durch Führung 136 (Abb. 3, 26) tangential an der Formscheibe 1o2 vorbeigeführt,
mit der verstärkten Kante i4o in der Mitte zwischen den Schenkeln der geformten
Werkstücke. Die Schenkel der Werkstücke werden mit dem Band durch Anpressen mittels
der Seitenrollen 13o befestigt. Die Bandführung 136 ist nach dem Umfang der Formscheibe
zu durch eine Setzschraube 137 und seitlich durch eine Setzschraube 138 einstellbar
(Abb. 25, 26). Es ist ersichtlich, daß auf diese Weise eine Anzahl Werkstücke zu
gleicher Zeit und allmählich durch die Rollen auf das fortlaufend sich bewegende
Band aufgepreßt werden.
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Der Abstand der Klammern voneinander auf dem Band wird hauptsächlich
durch den Abstand der Formen 107 voneinander auf der Formscheibe 103 bestimmt, da
während des Aufpressens die Werkstücke noch von der Formscheibe getragen werden.
Zu gleicher Zeit regelt dabei die Formscheibe 1o2 die Bewegung des Bandes.
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Die Bewegung des Bandes wird weiterhin durch in Abb. 31, 32 und 33
dargestellte Förder- und Spannvorrichtung geregelt. Die Rolle-141 (Abb.31) besitzt
eine geriffelte oder mit Gummi abgedeckte Umfangsfläche und sitzt auf einer- Welle
142 (Abb. 33), die unter Vermittlung einer Reibungskupplung 143 durch Welle 144
und Kettenrad 145 angetrieben wird. Ein Band 146, das wenig Reibung auf das Band
139 ausübt, ist mit einem Ende an einem Bolzen 15o befestigt und mit dem
anderen auf einer Trommel 47. Die Trommel hat einen hervorstehenden Handgriff 148.
Durch Bewegung des Handgriffes 148 entgegen der Kraft einer Torsionsfeder 149 in
die in gestrichelten Linien gezeigte Lage 151 (Abb. 31) wird das Band in der in
gestrichelten Linien gezeigten Lage 155 gehalten und im Abstand von der Rolle 141.
In gestrichelter Lage wird der Handgriff durch einen Stift 152 gehalten, welcher
in eine Öffnung 153 der Platte 154- eindringt. Das Stoffband 139 mit den daran befestigten
Klammern wird zwischen die Rolle 141 und das Band 146 hindurchgeführt. Wird Stift
152 herausgezogen, so wird das Band 146 durch die Feder 149 gegen den Klammerstreifen
und gegen die Rolle 141 gedrückt. Infolge der dadurch erzeugten Reibung wird der
Klammerstreifen durch Drehung der Rolle 141 mitgenommen und zwischen der Rolle 141
und der Stelle, an welcher der Klammerstreifen die Formscheibe foa verläßt, in Spannung
gehalten.
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Die axial zu Welle 142 liegende Welle 14.4 wird mit etwas größerer
Geschwindigkeit angetrieben als notwendig, um die Rolle 141 mit derselben Geschwindigkeit
zu drehen, mit welcher der Klammerstreifen die Formscheibe 1o2 verläßt. Der Unterschied
der Geschwindigkeit wird durch Gleiten der Reibungskupplung 143 ausgeglichen.
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An den Stellen,- wo das Band zwischen den Gruppen der Klammern keine
Klammern enthält, findet die Fortbewegung des Bandes lediglich durch die Rolle 141
statt, die sich dann mit derselben Geschwindigkeit dreht wie die Welle 144. Uberlialb
der Formscheibe 102 ist eine Führungsrolle 156 für das Band 139 vorgesehen,
um
deren Umfang das Band durch eine an einem Arm 158 angeordnete ausschwingbare Rolle
157 in Reibungseingriff gehalten wird. Die Rolle 156 ist mit einer konischen Reibungstrommel
159 ausgestattet, die in Eingriff mit einem Konus t6o auf einer Welle 161 steht.
Letztere wird gegen Drehung durch eine gegabelte Klemme 162 festgehalten. Der Konus
16o .wird durch eine Feder 164 gegen die Reibungstrommel 1,59 gedrückt, und die
Spannung der Feder ist durch eine Schraube 163 einstellbar. Die Reibung zwischen
dem Band und der Rolle 156 ist größer als die Reibung zwischen der Trommel 156 und
dem Konus 16o, so daß Gleitbewegung zwischen den beiden letzten Teilen stattfindet.
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Durch diese Spannungseinrichtung (Abb.31) und die Reibungskupplung
143 (Abb. 33), die durch eine Mutter 165 einstellbar ist, kann der Abstand der Klammern
auf dem Stoffband 139 etwas geändert werden. Soll z. B. der Abstand genau gleich
dem Abstand der Formen 107 auf der Formscheibe 1o2 sein, so wird der Reibungseingriff
zwischen dem Konus 16o und der Trommel 159 (Abb. 31) vermindert, so daß in dem Band
139 oberhalb der Formscheibe fast keine Spannung vorhanden ist. Weiterhin wird die
Mutter 65 eingestellt, so daß die Kupplung 143 die Rolle 141 und das Band 139 gerade
mitnimmt. Der Abstand der Klammern wird erhöht, indem die Kupplung 143 angezogen
wird, so daß zwischen der Formscheibe log und der Rolle 141 starke Spannung entsteht.
Dadurch erfolgt Gleitbewegung des Bandes zwischen den Werkstücken beim Aufpressen
mit entsprechender Vergrößerung des Abstandes. Die Gleitbewegung kann erhöht werden
durch Verminderung des Druckes der Seitenrolle 13o auf die Schenkel der Werkstücke,
sö daß diese nur verhältnismäßig lose auf das Band aufgepreßt werden. In einem solchen
Falle werden die Werkstücke später durch flache Rollen fest auf das Band gepreßt.
Der Abstand der Werkstücke oder Klammern voneinander kann vermindert werden durch
Reibungserhöhung zwischen der Trommel 159, der Rolle 156 und dem Konus 16o und durch
Anspannen der Kupplung 143, so daß das ganze Band in gespanntem Zustand' gehalten
wird. Nach dem Aufpressen der Klammern zieht sich das Band wieder etwas zusammen,
wodurch der Abstand der Klammern voneinander verkleinert wird. Das Band wird von
Spule 170 (Abb. 31) zugeführt, und der fertige Klammerstreifen wird von der
Trommel 147 durch eine Rinne 171 in einen Behälter o. dgl. abgeführt.
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Nachdem die Werkstücke in dem Magazin 34 durch die Seitenwände 44,
45 parallel aufgestapelt worden sind, werden sie in dieser Parallellage durch die
ganze Maschine geschickt. Die Formscheiben und Träger zur Aufnahme und Beförderung
der Werkstücke liegen dabei alle in derselben Ebene und sind innerhalb gewisser
Grenzen einstellbar.
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Nach Anlassen des Motors 6 wird der Antriebsriemen 175 durch Verschieben
der Riemenführung 174 von der losen Riemenscheibe 177 auf die Festscheibe gebracht
und damit die Maschine in Drehung versetzt. Der Riemen wird von der Riemenscheibe
176 des Motors angetrieben. Vor der Verschiebung des Riemens wird durch den Motor
sofort nach dem Anlassen desselben der Trichter und die Fördervorrichtung angetrieben,
um das Magazin 34 anzufüllen, und sobald letzteres gefüllt ist, wird die Riemenführung
174 verschoben, um den Hauptteil der Maschine einzuschalten. Der Antrieb der Maschine
erfolgt durch Welle 178, Schnecke 179, . Schnekkenrad 18o, Welle 181, Ritzel 182
und Zahnrad 183 auf Welle 1o3. Von letzterer wird der Rest der Maschine angetrieben.
Kettenrad 145 für den Antrieb der Welle 144 wird durch Kette 184 vom Kettenrad 185
auf der Welle 9o angetrieben. Eine Kurbel 186 auf der Welle 178 dient zum Drehen
der Maschine von Hand aus.
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Die Form der Eingriffsflächen kann recht beliebig gewählt werden,
z. B. durch Änderung der Schlitze 75 in der Formscheibe 76, der Formen 107 in der
Formscheibe io2 und der Formscheibe i 1o. Eine Form der fertigen Klammer, die sich
gut bewährt hat, ist in den Abb. 35 bis 38. dargestellt, während Abb. 39 einen Verschluß
zeigt, wie er durch die Klammerstreifen gebildet wird.
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Nach oben beschriebenem Verfahren werden die Werkstücke zunächst entsprechend
zugeschnitten, dann geschlichtet bzw. geglättet, danach abgeflacht, gebogen, dann
mit den Eingriffsflächen versehen und schließlich auf ein Band o. dgl. aufgereiht.
Ist das geschehen, so kann ein nochmaliges Glätten bzw. Polieren vorgenommen werden,
um alle nach der Bearbeitung mit den verschiedensten Werkzeugen etwa zurückbleibenden
Spuren zu entfernen. Es wäre auch möglich, das Werkmaterial erst flach zu pressen
und danach erst die Werkstücke entsprechend zuzuschneiden, alsdann zu biegen, mit
den Eingriffsflächen zu versehen, dann das Einrichten auf einem Bande o. dgl. und
dann nochmals ein Nacharbeiten bzw. Polieren vorzunehmen. Andererseits wäre es möglich,
das Werkmaterial breitzudrücken, die Werkstücke zuzuschneiden, zu biegen, mit Eingriffsflächen
zu versehen, auf einem Bande o. dgl. einzurichten und das Nacharbeiten, (l. h. das
Glätten oder Polieren, erst ganz zuletzt vorzunehmen.
Eine weitere
Möglichkeit ist, die Werkstücke zuzuschneiden, zu glätten, zu biegen, dann mit den
Eingriffsflächen zu versehen und schließlich auf ein Band o. dgl. aufzureihen ohne
jede Nachbearbeitung. Ebenso kann man dann auch von einem Werkmaterial ausgehen,
welches man zuerst breitdrückt, um dann die Werkstücke zuzuschneiden, zu glätten
bzw. zu polieren, danach zu biegen, mit Eingriffsflächen zu versehen und auf einem
Bande o. dgl. aufzureihen. Die einzelnen Arbeitsgänge können gegebenenfalls auf
mehrere Maschinen ausgeführt werden. So könnte eine Maschine z. B. das Zuschneiden,
Breitdrücken und Glätten bzw. Polieren vornehmen, während auf einer zweiten Maschine
das Biegen, Formen der Eingriffsflächen, Einrichten auf einem Bande o. dgl. und
schließ -fich die Nachbearbeitung vorgenommen wird.
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Indem mehrere Werkstücke nacheinander ohne Unterbrechung bearbeitet
werden, indem sie also den einzelnen Bearbeitungsgängen wie Flachdrücken, Biegen,
Formen und Einrichten auf einem Bande o. dgl. ununterbrochen unterworfen sind und-
auch die Bandzufuhr eine kontinuierliche ist, wird eine ziemlich hohe Leistung zu
erzielen sein.