DE475207C - Verfahren zum Aufarbeiten und OEffnen von stark verdrillten Seidenkreppabfaellen - Google Patents
Verfahren zum Aufarbeiten und OEffnen von stark verdrillten SeidenkreppabfaellenInfo
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Description
- Verfahren zum Aufarbeiten und Öffnen von stark verdrillten Seidenkreppabfällen Man hatbereits vorgeschlagen, Seidenabfälle dadurch zu öffnen, daß man sie zunächst kocht und dann auf einen öffner und eine Reißmaschine bringt. Dieses Verfahren genügt nicht, wenn es sich um feinere, schärfer gedrehte Seidenfäden handelt, wie sie bei stark verdrillten Kreppabfällen vorhanden sind. Anderseits ist auch nicht mehr neu, die Fäden von Seidenabfällen unmittelbar auf einem öffner und einer Karde aufzulösen, wobei aber bei stark verdrillten Kreppabfällen nur ein unvollständiges öffnen erzielt wird. Endlich ist es auch schon bekannt, Abfallgarn nach Zerschneiden in Stücke und Zerlegen in Fäden durch Bäder zu reinigen und zu entleimen und dann nach Trocknen auf Karden zu öffnen, aber auch dieses Verfahren versagt bei stark gedrillten Abfällen.
- Erfindungsgemäß soll nun ein vollkommenes öffnen von stark verdrillten Seidenkreppabfällen dadurch mit einfachen Mitteln erreicht werden, daß nach dem Durchgang des Gutes durch einen öffner und eine Karde ein Zerschneiden des auf der Karde erhaltenen Pelzes in schmale Streifen quer zur Arbeitsrichtung vorgenommen wird und diese Streifen dann mit kochendem Wasser behandelt und zuletzt getrocknet werden. Durch das Schneiden des Pelzes in schmale Streifen werden die Fäden in kurze Stücke gleicher Höchstlänge zerlegt, die bei der dann stattfindenden Einwirkung von kochendem Wasser eine Art Quell- oder Aufdrehwirkung erfahren, so daß sich an den Enden oder auch in der Mitte der kurzgeschnnttenen Fäden die einzelnen Fasern absondern und daher bei nachfolgendem Kardieren von den Zähnen der Krempel besser erfaßt werden, womit die kurzen Fadenenden sicherer aufgelöst werden.
- Im einzelnen kann das Verfahren nach der Erfindung in der Weise ausgeführt werden, daß die Kreppabfälle zuerst durch einen zerfasernden Öffner hindurchgeführt werden, der die dichtesten Nester zerreißt und die Fäden großer Länge zerbricht. Hierauf wird das Gut durch eine Karde geleitet, welche eine beginnende Entdrillung von jedoch ganz unzulänglichem Ausmaße und ein Trennen und Ausrichten der Fäden hervorruft. Nunmehr wird der durch die Karde erzielte Pelz mittels Scheren oder Messer in gleich breite Streifen quer zur Arbeitsrichtung zerschnitten, so daß sich für die Fäden dieselbe Höchstlänge ergibt, die beispielsweise .4 cm betragen kann. Diese gleich breiten Streifen werden dann in kochendes Wasser eingeführt, was nicht in dicht gedrängten Bündeln, sondern in unterteilter Form zu geschehen hat, damit die Fäden nicht an der Entdrillung gemindert werden.. Zweckmäßig wird die entdrillende Wirkung -dies kochenden Wassers durch Bewegung der Fäden erleichtert und durch Zugabe von etwas Seife begünstigt. Die Kochdauer kann beispielsweise etwa 3o bis 40 Minuten und nötigenfalls auch eine längere Zeit betragen. Das gekochte Gut stellt nach dem Spülen und Trocknen eine etwas filzartige Abfallmasse dar, die man zur Fasertrennung noch durch eine Karde gehen läßt. Das erzielte Erzeugnis ist eine etwas kurze Schappe, die dem üblichen SpinnprozeB zugeführt werden kann und sich gut verarbeiten läßt.
- Das Verfahren nach der Erfindung kann nicht bloß bei Abfällen von Seidenkrepp, sondern auch von Wollkrepp verwendet werden. Auch kann das Zerschneiden des Gutes in Streifen auch gleich nach dem Durchgang durch den Öffner und vor dem Eintritt in die Karde oder zwischen zwei Kardenbehandlungen vorgenommen werden. `
Claims (1)
- PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufarbeiten und Öffnen von stark verdrillten Seidenkreppabfällen, bei dem die Abfallfäden durch einen Öffner und einte Karde aufgelöst werden, dadurch gekennzeichnet, daB der Pelz der aufgelösten Fäden zunächst in schmale Querstreifen geschnitten und diese Streifen darauf reit kochendem Wasser behandelt und getrocknet werden.
Applications Claiming Priority (1)
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|---|---|---|---|
| FR475207X | 1926-05-10 |
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| Publication Number | Publication Date |
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| DE475207C true DE475207C (de) | 1929-04-19 |
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|---|---|---|---|
| DEB131240D Expired DE475207C (de) | 1926-05-10 | 1927-05-10 | Verfahren zum Aufarbeiten und OEffnen von stark verdrillten Seidenkreppabfaellen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE475207C (de) |
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1927
- 1927-05-10 DE DEB131240D patent/DE475207C/de not_active Expired
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