DE47515C - Urethroskop mit Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Harnröhre - Google Patents

Urethroskop mit Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Harnröhre

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DE47515C
DE47515C DENDAT47515D DE47515DA DE47515C DE 47515 C DE47515 C DE 47515C DE NDAT47515 D DENDAT47515 D DE NDAT47515D DE 47515D A DE47515D A DE 47515DA DE 47515 C DE47515 C DE 47515C
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urethra
urethroscope
electrolytic treatment
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DENDAT47515D
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Dr. med. OBERLÄNDER in Dresden, Pragerstr. 7, und F. E. KLENGEL in Dresden, Georg-Platz 7
Publication of DE47515C publication Critical patent/DE47515C/de
Anticipated expiration legal-status Critical
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    • A61MEDICAL OR VETERINARY SCIENCE; HYGIENE
    • A61BDIAGNOSIS; SURGERY; IDENTIFICATION
    • A61B1/00Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor
    • A61B1/12Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor with cooling or rinsing arrangements
    • AHUMAN NECESSITIES
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    • A61B1/00Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor
    • A61B1/307Instruments for performing medical examinations of the interior of cavities or tubes of the body by visual or photographical inspection, e.g. endoscopes; Illuminating arrangements therefor for the urinary organs, e.g. urethroscopes, cystoscopes

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 30: Gesundheitspflege.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 10'. August 1888 ab.
Nach vorliegender Erfindung wird das Urethroskop, welches bekanntlich zur Beleuchtung und Behandlung der. Schleimhaut bei chronischen Erkrankungen der Harnröhre dient, dahin vervollkommnet, dafs es zugleich zur elektrolytischen Behandlung der letzteren dienen, d. h. dafs man auf elektrolytischem Wege die Zerstörung bezw. Zersetzung von in der Harnröhre vorhandenen krankhaften Partien vornehmen kann.
. Aufserdem ist das Instrument dahin verbessert, dafs ein einfacher handlicher und sicherer Anschlufs an die Leitung des zur Kühlung des Instrumentes dienenden Wassers sowie ein vollkommener und sehr sicher functionirender Stromleitungsanschlufscontact für den Platindrahtbügel, welcher die Harnröhrenwand beleuchtet, vorgesehen ist. Die Anordnung dieser beiden Anschlüsse ist aufserdem eine solche, dafs letztere leicht gelöst werden können. Die Einrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Harnröhre mit Hülfe des Urethroskops besteht zunächst in einem Rohr α, das zu den bei den Urethroskopen bekannter Art vorhandenen, zur Zu- und Abführung des Kühlwassers sowie zur Einlegung des Drahtes für den zu erhitzenden Platindrahtbügel dienenden Röhren hinzugefügt wird. In dieses Rohr ist ein gut isolirter. Draht b eingelegt, dessen oberes Ende ausgebohrt ist, um eine bajonnetartig gebogene Platinnadel c einstecken zu können. Die bajonnetartige Form dieser Nadel ist gewählt, damit man die Spitze der letzteren im Tubus sehen kann, man also in jeder Stellung des Apparates die genaue Einstechstelle der Nadel an einem beliebigen Punkte der Harnröhre zu besichtigen im Stande ist. Das untere Ende des Drahtes b führt durch den mit Isolationen versehenen Hals d des Sehtrichters.
An diesem Hals ist eine Metallplatte e mit Ansteckstift / für den Contact durch isolirte Schrauben befestigt; in diesen Stift endet das untere Ende des Drahtes b.
Der elektrische Stromanschlufs an das Urethroskop mit der oder auch ohne die vorbeschriebene Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung besteht aus zwei Metallplatten g h, welche durch eine auf den Sehtrichter aufgeschraubte Hartgummiplatte h1 von einander isolirt sind. Bei i sind beide Platten schwalbenschwanzförmig ausgebrochen, so dafs sich ein Einsteckcontact k mit den Zu- und Ableitungsdrähten für den Strom bei i einschieben läfst. Die Befestigung der drei Platten g h h1 erfolgt in der ersichtlichen Weise durch isolirte Schräubchen. Contactstift k ist in analoger Weise aus zwei Metallschienen / m gebildet, die durch einen Hartgummistreifen tnl von einander isolirt und ebenso durch isolirte Schräubchen zu einem Ganzen verbünden sind. ·
Der abnehmbare, nach Anbringung desselben am Instrument sicher functionirende Wasseranschlufs besteht aus einem am Instrument sitzenden Messingkörper η mit innenliegendem Zutrittskanal nl und Ablaufkanal n2. Das vordere Ende dieses Körpers ist zu einer Platte erweitert, die an der Vorderfläche eine Abdichtungsplatte 0, an der einen Seitenfläche einen drehbar befestigten Haken ρ und an der anderen Seitenfläche zwei offene Scharnier-
haken q trägt, in welche beim Anschlufs der Leitung
"werden.
die Enden des Stiftes r eingelegt
Dieser Stift sitzt seitlich an der mit Abdichtungsplatte s1 versehenen Platte s, welche die Enden der Oliven t tl aufnimmt. Ueber die Oliven werden die Gummischläuche zur Zu- und Ableitung des Wassers geschoben.
Das vorbeschriebene Instrument wird in folgender Weise zur Benutzung vorbereitet:
Zunächst wird der Anschlufs der Wasserleitung dadurch bewirkt, dafs die Enden des Stiftes r in die Haken q eingelegt werden und Platte s mit den Gummischläuchen gegen die Platte des Kanalstückes η bewegt bezw. angeprefst wird, um nach Herumklappen des Hakens ρ und Ueberschieben desselben auf einen seitlich an s sitzenden Stift s2 mit Knopf in dieser Stellung gehalten zu werden, so dafs ein vollkommen dichter Wasseranschlufs hergestellt ist. Hierauf wird der Wasserleitungshahn geöffnet und so lange gewartet, bis das in den Kanal n1 einströmende Wasser wieder aus dem Kanal n2 heraustritt,· demnach das Instrument von dem Wasser der Leitung durchflossen wird.
Hierauf erfolgt der Anschlufs der Stromleitung durch Einschieben des Einsteckcontactes k in die schwalbenschwanzförmige Aussparung i, worauf sofort der Platindrahtbügel zum Glühen gelangt. Durch die Wasserzuführung bleibt das Instrument vollkommen kühl, da man mit Hülfe eines Hydrophorapparates das einer Wasserleitung entstammende Wasser unter einem Drucke bis zu 5 at zuführen kann, was ein sehr schnelles Durchlaufen des Wassers durch die Kühlröhren des Instrumentes bewirkt, so dafs die mittleren Theile desselben sowie das durchlaufende Wasser selbst kühl bleiben.
Ist das Instrument so weit vorgerichtet, sowie der positive Pol einer galvanischen Batterie von geeigneter Stärke an den Ansteckstiftf für die Nadel c festgeschraubt und der zum Urethroskop gehörige Tubus in die Harnröhre eingesteckt, so wird das Licht in den Tubus eingeführt und durch Glühen des Platindrahtbügels die zu behandelnde Stelle besichtigt. Ergiebt sich, dafs letztere zur Elektrolyse, d. h. zur Zersetzung sich eignet, so wird die Nadel c eingestochen, wobei der negative Pol der Batterie mit einem kleinen Kohlenkopfrheophor auf den Damm gesetzt, und auf diese Weise der Stromkreis durch den Körper geschlossen wird. Alsbald sieht man dann an der Einstichstelle Gasblasen hervordringen, ein deutlicher Beweis dafür, dafs die elektrische Zersetzung der vorhandenen kranken Gewebsmassen bewirkt wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    An einem Urethroskope zur elektrolytischen Behandlung der Harnröhre die Stromleitung beef zum Zwecke der Zuleitung des einen Poles einer galvanischen Batterie in die Spitze c.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DENDAT47515D Urethroskop mit Vorrichtung zur elektrolytischen Behandlung der Harnröhre Expired - Lifetime DE47515C (de)

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