DE47503C - Wasserreinigungsverfahren - Google Patents
WasserreinigungsverfahrenInfo
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Classifications
-
- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F22—STEAM GENERATION
- F22D—PREHEATING, OR ACCUMULATING PREHEATED, FEED-WATER FOR STEAM GENERATION; FEED-WATER SUPPLY FOR STEAM GENERATION; CONTROLLING WATER LEVEL FOR STEAM GENERATION; AUXILIARY DEVICES FOR PROMOTING WATER CIRCULATION WITHIN STEAM BOILERS
- F22D1/00—Feed-water heaters, i.e. economisers or like preheaters
- F22D1/28—Feed-water heaters, i.e. economisers or like preheaters for direct heat transfer, e.g. by mixing water and steam
- F22D1/30—Feed-water heaters, i.e. economisers or like preheaters for direct heat transfer, e.g. by mixing water and steam with stages, steps, baffles, dishes, circular troughs, or other means to cause interrupted or cascading fall of water
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Description
KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 13: Dampfkessel nebst Ausrüstung.
Wasserreinigungsverfahren.
Zusatz zum Patent No. 47193 vom 30. September i<
Patentirt im Deutschen Reiche vom 30. September 1888 ab.
Längste Dauer: 29. September 1903.
Das nachstehend beschriebene Wasserreinigungsverfahren besteht in der Haupsache darin,
dafs das Wasser unter Druckverminderung bei verhältnifsmäfsig wenig erhöhter Temperatur in
Dampf verwandelt, dadurch das Niederschlagen der festen Bestandtheile veranlafst wird und
dafs die Dämpfe des bereits gereinigten Wassers durch das nachströmende zu reinigende Wasser
wieder condensirt werden. Dieses Reinigungsverfahren gewährt eine bedeutende Wärmeersparnifs,
so dafs dem zu reinigenden Wasser nur diejenige Wärmemenge zugeführt werden braucht, welche nöthig ist, um dasselbe auf
die gewünschte, für seine Verwendung geeignete höhere Temperatur zu bringen. Das
vorliegende Verfahren gestattet ferner, das zu reinigende Wasser gleichzeitig auf solche Temperatur
zu erwärmen, dafs es gereinigt als Speisewasser für Dampfkesselanlagen oder für andere industrielle Zwecke verwendet werden
kann. Aufserdem besitzt das Verfahren den Vortheil, dafs es die Verwendung des Abdampfes
von Dampfmotoren oder Dampfheizungsanlagen zum Verwandeln des Wassers in Dampf gestattet.
Zur Ausführung des Verfahrens dient ein geschlossener Kasten A, der eine Reinigungskammer
ι, eine Kammer 4 zum Ablagern der festen Bestandtheile und eine Kammer 9, 10
zum Condensiren der Dämpfe des Condensationswassers enthält.
Der Apparat ist auf beiliegender Zeichnung zur Anschauung gebracht. Derselbe bildet eine
vollständig geschlossene Kammer A, in welcher die verschiedenen Rohrleitungen zum Zuführen
des zu reinigenden Wassers, zum Ableiten desselben, zum Zuführen von Abdampf und zum
Absaugen der Luft einmünden. In seinem oberen Theil 9, 10, dem Condensationsraum,
enthält der Apparat eine Anordnung von Röhren 11, welche mit der Rohrleitung 7 in
Verbindung stehen, durch welche das zu reinigende Wasser nach dem Apparat geführt wird.
Diese Röhren münden in einen Verbindungsstutzen 18, welcher oberhalb des Vertheilungssiebes
3 angeordnet ist. Unterhalb der horizontalen Stränge der Rohrleitung 1.1 ist eine
Anzahl Bleche 12 angeordnet, welche einander theilweise überdecken, jedoch Spielraum zwischen
sich lassen, so dafs Dampf zwischen den über einander liegenden Platten in die Höhe
steigen kann. Unterhalb der Platte 12 ist eine Anzahl in Zickzackform angeordneter durchlöcherter
Platten 2 vorgesehen, welche dazu dienen, das aus der Rohrleitung 11,18 in das
Vertheilungssieb 3 rieselnde Wasser zu verdampfen und von den in ihm enthaltenen
festen Bestandtheilen zu befreien. Zum Zwecke des Verdampfens des Wassers steht die Reinigungskammer
ι durch Rohrleitung 8 mit einer Dampfleitung in Verbindung. Die Dampfrohrleitung
8 kann den Dampf entweder als Abgangsdampf einer Dampfmaschine oder als Abgangsdampf einer Dampfheizung entnehmen.
Unterhalb der Reinigungskammer ι liegt der Trichter 4, welcher dazu dient, den im Wasser
enthaltenen Niederschlag aufzunehmen und durch das Rohr 6 abzuführen. Um beim Niederfallen
einzelner Wassertropfen das Aufrühren von Schmutz in dem Ablagetrichter 4 zu verhindern,
sind in den Trichter 4 über dem Boden desselben schräg liegende Platten 5 gelegt,
gegen welche der herabtropfende, mit Wasser vermengte Schlamm fällt.
Oberhalb des Trichters 4 ist durch eine Scheidewand 15 eine Kammer 14 abgetheilt,
welche zur Ansammlung von Oelen, die sich aus dem verdampften Wasser abgeschieden
haben sollten, dient und diese OeIe durch eine Rohrleitung 22 in das Ableitungsrohr 6 führt.
Rohrleitung 19 dient als Ueberlaufrohr der Reinigungskammer und steht über dem Ventil 20
mit der Rohrleitung 6 in Verbindung. Rohrleitung 7 ist mit einer Luftpumpe in Verbindung,
so dafs in dem oberen Theil des Reinigungsapparates eine Druckverminderung erzeugt
wird, wodurch die Verdampfung im Innern des Reinigungsapparates beschleunigt wird. Die
Rohrleitung 11 zum Zuleiten- des zu reinigenden Wassers ist seitlich nach der Condensationskammer
9 abgebogen, welche durch 13 mit einer Ablafsvorrichtung oder einer Pumpe verbunden
ist. Dieser Raum dient dazu, das noch zu reinigende Wasser durch das bereits gereinigte
anzuwärmen. Mit 25 ist ein Wasserstandszeiger im Innern der Reinigungskammer 1
bezeichnet.
Das Verfahren der Wasserreinigung ist wie folgt: Durch Rohrleitung 7 wird das zu reinigende
Wasser in den Apparat eingeführt. Dasselbe durchströmt die Rohrleitung 11, erwärmt
sich an dem im Condensationsraum befindlichen bereits gereinigten und warmen Wasser
und rieselt von dem Auslafs 18 in das Sieb 3 und von hier auf die Platten 2, tropft fein
vertheilt durch die Löcher dieser Platten und wird durch den aus Rohrleitung 8 hinzuströmenden
Dampf rasch erwärmt. Es steigt dann als Dampf in die Höhe, hierbei die festen
Bestandtheile, welche in demselben enthalten waren, in der Reinigungskammer 1 zurücklassend.
Die festen Bestandtheile fallen in nassem Zustande auf die schräg liegenden Platten 5 und von hier in den Trichter 4, aus
welchem sie durch Oeffnen des Ventils in der Rohrleitung 6 abgezogen werden. Der in die
Höhe steigende, von den festen Bestandteilen getrennte Wasserdampf gelangt bei seinem Aufsteigen
durch die Zwischenräume der Platten 12 hindurch und kommt in Berührung mit
den verhältnifsmäfsig kühlen Wandungen der Rohre 1.1, schlägt sich an denselben nieder,
tropft auf die treppenförmig angeordneten Platten und fliefst nach dem Condensationsraum
9 ab. Hierbei erwärmt das niedergeschlagene Wasser die Rohrleitung 11 und damit
das noch zu reinigende Wasser. Um das Verdampfen des Wassers beim Niedertropfen durch die Platten 2 zu erleichtern, wird aus
dem oberen Theil des Apparates durch das Rohr 17 Luft abgesaugt. Das sich in der
Reinigungskammer niedersetzende OeI sammelt sich infolge seines leichteren specifischen Gewichtes
in der Kammer 14 und wird von Zeit zu Zeit entfernt.
Claims (1)
- Patent-Anspruch:Ein Reinigungsverfahren für Wasser, bei welchem die zu reinigende Flüssigkeit mit Benutzung des unter No. 47193 patentirten Apparates zunächst unter Druckverminderung von dem bereits gereinigten und niedergeschlagenen Wasser in dem Raum 9 erwärmt, dann beim Herabrieseln auf den durchlochten Plattend mittelst des durch Rohrleitung 8 zuströmenden Dampfes weiter erhitzt und in Dampf verwandelt wird, infolge dessen die ausgeschiedenen festen Theile in die Reinigungskammer 4 niederfallen, während die aufsteigenden Dämpfe bei - ihrer Berührung mit der Rohrleitung 11 für das zu reinigende Wasser niedergeschlagen und infolge der Anordnung der treppenförmigen Platten 12 in den Raum 9 abgeführt werden, aus welchem dieselben abgezogen werden.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE47503C true DE47503C (de) |
Family
ID=322535
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT47503D Expired - Lifetime DE47503C (de) | Wasserreinigungsverfahren |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE47503C (de) |
-
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- DE DENDAT47503D patent/DE47503C/de not_active Expired - Lifetime
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