DE47490C - Verfahren zur Herstellung von Kohle für elektrisches Licht - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Kohle für elektrisches Licht

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DE47490C
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C. A. J. H. SCHROEDER in London, 17 Althorpe Road, Upper Tooting SW
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    • H—ELECTRICITY
    • H05—ELECTRIC TECHNIQUES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • H05B—ELECTRIC HEATING; ELECTRIC LIGHT SOURCES NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; CIRCUIT ARRANGEMENTS FOR ELECTRIC LIGHT SOURCES, IN GENERAL
    • H05B31/00—Electric arc lamps
    • H05B31/02—Details
    • H05B31/06—Electrodes
    • H05B31/065—Electrodes for flame arc lamps

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  • Solid Fuels And Fuel-Associated Substances (AREA)
  • Carbon And Carbon Compounds (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21: Elektrische Apparate.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Mai 1888 ab.
Durch das den Gegenstand der Erfindung bildende Verfahren sollen Kohlen gewonnen werden, welche selbst bei Strömen von geringer Spannung und Stromstärke noch ein brauchbares Bogenlicht liefern.
Es kann jede Art von Kohle, von der dichtesten bis zur losesten Structur der Kohle, welcher Härtegrad auch immer damit verbunden sein mag, präparirt werden; zweckmäfsigerweise wird die Präparirung jedoch den Eigenschaften der Kohle angepafst wie folgt:
I. Dichte Kohle taucht man zuerst in eine verdünnte Chlorcalciumlösung, so dafs die Kohle mäfsig davon imprägnirt wird; nach dem Herausnehmen aus der Lösung läfst man diese Kohle trocknen und ist die Kohle dann gebrauchsfertig.
II. Lose Kohle bringt man zuerst ebenfalls in eine verdünnte Chlorcalciumlösung, so dafs die Kohle mäfsig davon imprägnirt wird; nach dem Herausnehmen aus der Lösung, sei die Kohle alsdann erst getrocknet oder nicht, bringt man jedoch die Kohle in ein Bad von einer Lösung von chlorsaurem Kali oder von Kalisalpeter oder von Natronsalpeter oder von irgend einer anderen in Wasser löslichen Kalium- oder Natrium verbindung oder irgend einer Composition solcher Salzlösungen und läfst die Kohle während einer Zeit in dieser Lösung, welche ihrem Härtegrad und ihren sonstigen Eigenschaften entspricht. Es ist jedoch vorzuziehen, diese Lösung sowohl concentrirt als auch heifs oder gar kochend anzuwenden.
Nachdem die Kohle aus diesem Bade genommen ist, wird sie in der Weise stark erhitzter Luft ausgesetzt, dafs die Kohle zuerst trocknet und dann noch überhitzt wird. In diesem überhitzten Zustande bringt man die Kohle in ein Bad von geschmolzenem (feuerflüssigem) Kalisalpeter oder Natronsalpeter oder chlorsaurem Kali oder irgend einer anderen in Wasser löslichen Kali- oder Natronverbindung oder einer Composition dieser Salze.
Das Bad dieser geschmolzenen (feuerflüssigen) Salze oder deren Composition befindet sich in einem Gefäfs aus zweckentsprechendem Material, als z. B. Eisen, Porcellan, Platin u. s. w.
Die Kohle mufs so lange im Bade bleiben, bis sie von den Salzen ganz oder theilweise durchdrungen ist, je nach der Stromspannung, für welche die Kohle bestimmt ist. Gut ist es, die Kohle während dieser Behandlung in dem Gefäfs in schaukelnder Bewegung zu erhalten, um die Einwirkung der Präparirung möglichst gleichförmig auf die ganze Kohle erfolgen zu lassen.
Nach dem Herausnehmen der Kohle aus dem feuerflüssigen Bade wischt man sie, während sie noch heifs ist, zweckmäfsigerweise mit einem Asbestlappen ab,· um die überflüssig anhängenden Salze zu entfernen. Um die Kohle jedoch zum Gebrauch fertigzustellen, entfernt man an der Stelle der Kohle, an welcher der Strom übergehen soll, die äufsere Schicht am besten auf mechanischem Wege.
Man kann diese so auf zweierlei Weise präparirten Kohlen auf die verschiedenartigste
Weise brennen; am meisten zu empfehlen ist jedoch nachstehendes Verfahren.
Die Kohle der Präparirung No. I, also die dichte Kohle, welche zweckmäfsig von kleinerem Durchmesser als die Kohle der Präparirung No. II genommen wird, verbindet man mit dem gewöhnlich unten befindlichen negativen Pol.
Die Kohle der Präparirung No. II, also die dicke lose Kohle, welche aus einem oder mehreren Stücken bestehen kann, verbindet man mit dem gewöhnlich oben befindlichen positiven Pol.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Verfahren zur Herstellung von Kohle für elektrisches Licht, gekennzeichnet durch das Imprägniren derselben mit feuerflüssigen (d. h. in der Hitze geschmolzenen) Salzen.
DENDAT47490D Verfahren zur Herstellung von Kohle für elektrisches Licht Expired - Lifetime DE47490C (de)

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