DE47473C - Münzenausgeber - Google Patents

Münzenausgeber

Info

Publication number
DE47473C
DE47473C DE188847473D DE47473DA DE47473C DE 47473 C DE47473 C DE 47473C DE 188847473 D DE188847473 D DE 188847473D DE 47473D A DE47473D A DE 47473DA DE 47473 C DE47473 C DE 47473C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
capsule
coin
pfennig
arms
levers
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DE188847473D
Other languages
English (en)
Original Assignee
R. HAGELMOSER in Berlin N., Lothringerstr. 25
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by R. HAGELMOSER in Berlin N., Lothringerstr. 25 filed Critical R. HAGELMOSER in Berlin N., Lothringerstr. 25
Application granted granted Critical
Publication of DE47473C publication Critical patent/DE47473C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45BWALKING STICKS; UMBRELLAS; LADIES' OR LIKE FANS
    • A45B3/00Sticks combined with other objects
    • A45B3/10Sticks combined with other objects with purses
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C1/00Purses; Money-bags; Wallets
    • A45C1/02Purses
    • A45C2001/022Purses releasably fitted to a button or clothing item
    • AHUMAN NECESSITIES
    • A45HAND OR TRAVELLING ARTICLES
    • A45CPURSES; LUGGAGE; HAND CARRIED BAGS
    • A45C1/00Purses; Money-bags; Wallets
    • A45C1/10Money-bags for conductors or like people; Money-bags with rigid coin-holders
    • A45C2001/102Rigid coin-holders
    • A45C2001/107Rigid coin-holders with coins stored in piles, i.e. several coins stacked in a compartment
    • A45C2001/108Rigid coin-holders with coins stored in piles, i.e. several coins stacked in a compartment with means for controlling the dispensing of coins, e.g. followers, pushers or selectors

Landscapes

  • Purses, Travelling Bags, Baskets, Or Suitcases (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bildet ein kleiner Geldbehälter für Zehnpfennig- und Fünfpfennigstücke, welcher mit einer Vorrichtung zum Herausschieben der Münzen versehen und besonders dazu bestimmt ist, an Schirmen, Stöcken, Kleidungsstücken, Handschuhen u. dergl. befestigt und bei Fahrten auf der Pferdebahn, dem Omnibus, der Eisenbahn u. s. w. benutzt zu werden. Der Geldbehälter ist mit einer Schnappfeder zum Festklemmen des Billets oder Fahrscheines ausgestattet und in der Weise eingerichtet, dafs durch blofses Hineindrücken eines Stiftes ein Zehnpfennigstück, durch auf einander folgendes Hineindrücken eines Knopfes und des eben genannten Stiftes aber ein Fünfpfennigstück aus dem Behälter so weit vorgeschoben wird, dafs die Münze bequem mit der Hand erfafst und gänzlich aus dem Behälter herausgezogen werden kann.
Auf der beiliegenden Zeichnung veranschaulichen die Fig. ι und 3 Verticalschnitte, die Fig. 2 und 4 Vorderansichten und die Fig. 5 einen Horizontalschnitt (nach χ - χ der Fig. 4) eines an einem Schirmstock angebrachten derartigen Geldbehälters.
Derselbe besteht aus zwei gegen oder auf einander liegenden runden Kapseln α und b, Fig. ι, von denen α einen etwas gröfseren Durchmesser als ein Zehnpfennigstück und b einen etwas gröfseren Durchmesser als ein Fünfpfennigstück hat. Die Kapseln α und b bilden je einen mit Boden versehenen Hohlcylinder, deren offene Seiten einander zugekehrt sind und deren Achsen zusammenfällen. Die kleinere, in Fig. 1 und 3 rechts liegende Kapsel b hat an ihrem offenen Ende einen runden Flantsch b1, dessen innerer Durchmesser demjenigen der Kapsel α entspricht, so dafs die mit ihren offenen Seiten gegen einander gelegten Kapseln überall geschlossen sind.
Um die Kapseln öffnen und mit Geldstücken füllen zu können, ist die kleinere b mittelst einer durch ihren Flantsch bl gehenden Schraube a° (in Fig. 2 links) mit der gröfseren α drehbar verbunden, so zwar, dafs die Kapsel b vor bezw. auf der Kapsel α schieberartig hin- und herbewegt werden kann. Damit die Kapsel £, wenn sie die Oeffnung der Kapsel a ganz verschliefst, in ihrer Lage bleibt, ist an dem Flantsch b1 eine fedejnde Nase £2 angebracht, welche in der angegebenen Stellung der Kapseln den Schaft einer gegenüber der Schraube an der Kapsel α vorgesehenen Schraube a1 hinreichend fest umspannt, durch einen schwachen Druck gegen diese Seite der Kapsel b aber leicht ausgelöst werden kann.
Das Füllen der Kapseln mit Geldstücken geschieht wie folgt:
In die Kapsel α ist über dem Boden derselben ein falscher Boden α2, Fig. 1, lose eingesetzt, welcher aus einer runden Blechplatte besteht, auf deren Unterseite zwei nach einem Kreisbogen gekrümmte Blattfedern a3 mit ihren Scheitelpunkten derart über Kreuz angelöthet sind, dafs die freien Enden der Federn αΆ vier Füfse bilden, mit welchen der falsche Boden α2 sich auf den eigentlichen Boden der Kapsel a stützt. Auf diesen falschen Boden werden mehrere (in der Zeichnung vier) Zehnpfennigstücke Jf gelegt (Fig. 1) und der Kraft der Federn α3 entgegen so weit in die Kapsel a
hineingedrückt, dafs die äufsere Fläche des letzten Zehnpfennigstückes mit dem Rande der offenen Seite der Kapsel α abschneidet. Diese Zehnpfennigstücke werden durch Schliefsen der Kapsel α mit Hülfe der Kapsel b, und zwar von dem Flantsch b1 der letzteren in ihrer Lage erhalten.
Bevor die Kapsel α gefüllt und mit der Kapsel b verschlossen wird, werden in die letztere mehrere Fünfpfennigstücke f (in der Zeichnung zwei) eingesetzt. Diese Kapsel b ist ebenfalls mit einem falschen Boden b3 versehen, welcher aber nicht federnd auf dem eigentlichen Boden aufruht, sondern in seiner Mitte einen Knopf bA trägt, der durch den eigentlichen Boden nach aufsen hindurchragt, so dafs der falsche Boden durch Drücken auf den Knopf £»4 in der Richtung des Pfeiles (Fig. ι und 3) vorgeschoben und durch Ziehen an dem Knopf in der entgegengesetzten Richtung zurückgezogen werden kann.
Um aus dem wie beschrieben gebildeten Geldbehälter nach Bedarf eine gröfsere oder kleinere Münze herausschieben zu können, ist an dem Rande der offenen Seite der Kapsel a eine Schiebervorrichtung vorgesehen, welche folgendermafsen eingerichtet ist.
Um jede der obengenannten Schrauben bezw. a1 der Kapsel a, Fig. 2 und 4, ist an der letzteren je ein doppelarmiger Hebel drehbar angebracht, deren Arme α4 <z5 derart gekrümmt sind, dafs die Hebel, wenn sie gegen einander bewegt sind, d. h. ihre geschlossene Lage einnehmen (Fig. 2), einen Kreis umschliefsen, dessen Durchmesser wenig gröfser als derjenige eines Zehnpfennigstückes ist. Die Länge der Hebelarme α4 α5 ist so gewählt, dafs in dieser Stellung die Enden der Arme as gegen einander stofsen, die Arme α4 aber über einander greifen. Um letzteres zu ermöglichen, sind die Arme α4 entsprechend abgesetzt (Fig. 5). Diese Arme α* liegen in der angegebenen Stellung gegen den Rand der dort passend erweiterten Kapseln a, während die Arme α6 auf dem entsprechend abgearbeiteten Rande der Kapsel α aufruhen, so dafs die Arme ah nach aufsen und aus einander schlagen können, wenn die Arme α4 in der Richtung des Pfeiles Fig. 4 nach innen, nach der Mitte der Kapsel α hin bewegt werden. Sind die Hebel in diese Stellung bewegt, so ist dadurch, dafs die Arme as ihre Lagerstätte auf dem Rande der Kapsel α verlassen haben, zwischen den beiden Kapseln ein Schlitz gebildet (Fig. 3), durch welchen ein Geldstück herausgeschoben werden kann.
Die Arme a5 müssen natürlich so weit aus einander schlagen, dafs ihre freien Enden einen Abstand von einander haben, welcher gröfser als der Durchmesser eines Zehnpfennigstückes ist.
Die Hebel a4 a5 erhalten die erforderliche Bewegung von einem Stift ae, welcher im Rande der Kapsel α zwischen den Schrauben a° a1 (in der Zeichnung Fig. 1 bis 4 unten) verschiebbar gelagert ist und an seinem einen inneren Ende ein Loch hat, durch welches die über einander greifenden Arme α4 der beiden Hebel λ4 α5 hindurchgehen (Fig. 1 und 3). Das äufsere Ende des Stiftes α6 ist mit einem Kopf versehen.
Sind die Kapseln α und b, wie oben angegeben gefüllt und die Hebel λ4 α5 geschlossen (Fig. 1), so liegt das letzte äufserste Zehnpfennigstück innerhalb des von den Hebeln ■α4 α5 umschlossenen Raumes, weil sämmtliche Zehnpfennigstücke durch den federnden falschen Boden a1 immer so weit vorgeschoben werden, dafs das äufserste Geldstück gegen den Rand b1 der Kapsel b liegt. Will man nun dem Behälter ein Zehnpfennigstück entnehmen, so hat man nur nöthig, den Stift a6 nach einwärts zu drücken (Fig. 4); das innere Ende des letzteren schiebt dann die Münze vor sich her und bewegt gleichzeitig die Hebelarme α4 nach innen und dadurch die Hebelarme as nach aufsen. Die Münze wird nur anfangs von dem inneren Ende . des Stiftes α 6, dann aber von den freien Enden der Arme α4 gehoben und auf diese Weise durch den von den zangenartig geöffneten Hebelarmen as freigegebenen Schlitz so weit vorgeschoben (Fig. 4), dafs sie bequem mit der Hand erfafst und aus dem Behälter herausgezogen werden kann.
Braucht man ein Fünfpfennigstück, so drückt man zunächst auf den Knopf b* des falschen Bodens bB der Kapsel b, wodurch der falsche Boden b3 die beiden Fünfpfennigstücke / und sämmtliche Zehnpfennigstücke \ entgegen der Wirkung der Federn as des falschen Bodens α2 der Kapsel α so weit bewegt werden, dafs an Stelle des letzten äufsersten Zehnpfennigstückes nunmehr ein Fünfpfennigstück in dem von den Hebeln a* a5 umschlossenen Raum steht. Das Herausschieben des vorgedrückten Fünfpfennigstückes geschieht hierauf durch Hineinschieben des Stiftes αβ ebenso wie vorhin angegeben.
Nach der Entnahme eines Geldstückes werden die Hebel α4 α5 wieder geschlossen, indem man einfach die Arme as mit Hülfe von zwei Fingern gegen einander bewegt. Das Schliefsen der Hebel α4 a5 kann auch durch eine Feder selbstthätig geschehen, welche um den Stift ae zwischen dem Kopf desselben und der äufseren Wandung der Kapsel untergebracht ist.
Um die Hebel α* α5 in der geschlossenen Stellung zu erhalten und nicht durch zufällige Berührung des Stiftes ae ein Oeffhen derselben herbeizuführen, ist dort, wo die Enden der Hebelarme as sich in geschlossener Stellung berühren, an der Kapsel α ein Schnepper α7,
Fig. 3, vorgesehen, welcher, nach unten umgelegt (Fig. i), auf die Hebelarme aB hinreichend stark drückt, um den angegebenen Zweck zu erreichen.
Dieser Schnepper dient ferner zum Festklemmen des erhaltenen Fahrscheines oder Billets an dem Münzenausgeber.
Anstatt den Münzenausgeber an einem Stock zu befestigen (wozu, wie aus der Zeichnung ersichtlich, vortheilhaft ein an dem Boden der Kapsel α befestigter Ring benutzt wird), kann der Behälter auch an anderen Gegenständen angebracht werden; Fig. 6 veranschaulicht beispielsweise die Anordnung des Münzenausgebers an der Innenseite einer mit einem Handschuh bekleideten Hand, und zwar unter dem Handschuh. In diesem Falle dient als Befestigungsmittel eine an dem Behälter angebrachte Klammer bekannter Art, welche sich von selbst schliefst, durch einen Druck auf ihr freies Ende aber geöffnet wird.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch: ■
    Ein Münzenausgeber, bei welchem die über einander liegenden und durch Federwirkung oder von Hand vorgeschobenen Münzen mit Hülfe eines Schiebers ausgestofsen werden, welcher gleichzeitig den Münzenausgeber für den Ausgang der Münze öffnet und beim Rückgang wieder schliefst, indem er auf zwei mit ihm verbundene, einen Theil der Wandung des Behälters bildende, sich zangenartig öffnende Hebel fa4 as) wirkt.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
DE188847473D 1888-12-08 1888-12-08 Münzenausgeber Expired DE47473C (de)

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DE47473T 1888-12-08

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE47473C true DE47473C (de) 1889-05-28

Family

ID=322506

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DE188847473D Expired DE47473C (de) 1888-12-08 1888-12-08 Münzenausgeber

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE47473C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE69621920T2 (de) Faltbares werkzeug
DE102009011855B4 (de) Vorrichtung zum Tragen einer Schiebetür mit verlängertem Verfahrweg
CH667031A5 (de) Taschenmesser mit verriegelbarer klinge.
DE102012106531A1 (de) Mülltonnenverschluss mit Schließzylinder
EP4108875A1 (de) Ausstossvorrichtung für ein bewegbares möbelteil
DE202014001624U1 (de) Verschluß für ein Schmuckstück
WO2015128074A1 (de) Verschluss für ein schmuckstück
DE1099447B (de) Verpackung fuer Tabletten
DE1553467A1 (de) Schloss
DE47473C (de) Münzenausgeber
DE2046625A1 (de) Druckvorrichtung
DE10350951B4 (de) Schloss mit nach Münzeinwurf zu betätigender Schließfunktion
DE1610472B1 (de) Reissverschlusschieber
DE3222232C1 (de) Müllsammler
DE3520122A1 (de) Armbandverschluss
CH699845B1 (de) Verschlusseinrichtung.
DE9016416U1 (de) Riegelspannverschluß
DE682485C (de) Selbstverkaeufer
DE102014002448A1 (de) Verschluß für ein Schmuckstück
DE202322C (de)
DE2451952A1 (de) Muenzbetaetigbare verschliessvorrichtung
DE270986C (de)
DE102005063252A1 (de) Werkzeug-und Kleinteilekoffer und entsprechendes flaches Stanzteil
DE647327C (de) Fernrohrartig ausziehbare Kofferschliesse
DE37821C (de) Neuerungen an Taschenmessern