DE474580C - Presse, insbesondere Schneckenpresse, fuer OElfruechte u. dgl. - Google Patents
Presse, insbesondere Schneckenpresse, fuer OElfruechte u. dgl.Info
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Description
Die Erfindung bezieht sich auf Pressen für ölsaat u. dgl., besonders auf solche, bei welchen
mehrere Schnecken auf einer gemeinsamen Welle mit Abständen voneinander in einem seiherartigen Gehäuse umlaufen. Sie
betrifft die Vorrichtung für die Aufgabe des zu pressenden Gutes in den Presseneinlauf
und hat den Zweck, ein gleichmäßigeres Arbeiten und eine größere Leistung der Presse
zu ermöglichen.
Das in der Presse zu behandelnde Gut wird gewöhnlich durch einen Füllrumpf zugeführt,
und bei bestimmten Stoffen, wie fein gemahlener Kopra, Kakaobohnen u. dgl., verhindert
die gemäß der Erfindung angewandte schraubenförmige Rühr- und Speisevorrichtung,
daß ölige Bestandteile sich an den Wänden ansammeln und den Füllrumpf verstopfen
und so eine Unterbrechung der weiteren Gutzufuhr zu den Schnecken bewirken.
Wenn gröberes Gut, wie Grieben, Fleisch, Knochen, Abfälle oder sonstige stückige
Stoffe, aufgegeben wird, dann drückt die schraubenförmige Speisevorrichtung diese
unregelmäßigen Stücke in die erste Schnecke der Presse, die sogenannte Füllschnecke, so
daß zwischen ihren Gängen keine Leerräume entstehen und auch keine Stücke über den
Schneckengang in den Füllrumpf zurückgedrückt werden.
In den Zeichnungen sind mehrere Ausführungsbeispiele der Erfindung veranschaulicht.
Abb. ι zeigt teilweise im Schnitt eine Seitenansicht einer Presse der oben geschilderten
Art mit einer Vorrichtung zum Durchrühren des zu behandelnden Gutes, Abb. 2 die Speisevorrichtung
und die dazugehörigen Teile in senkrechtem Schnitt und in größerem Maßstabe,
Abb. 3 eine ähnliche Darstellung einer abgeänderten Schraubenform für die Speise-Vorrichtung,
Abb. 4 in ähnlicher Weise wie Abb. ι noch eine weitere Form einer Speiseschraube,
einen Speiseregler verbunden mit einer Rührvorrichtung von etwas anderer Art, und Abb. 5 im einzelnen einen senkrechten
Schnitt durch eine derartige Speiseschraube und die ihr benachbarten Teile.
Es sei zunächst auf Abb. 1 und 2 Bezug genommen. Hier bezeichnet 1 allgemein eine
Presse und 2 ihr Gehäuse. Das letztere besteht aus einer Anzahl zylindrisch mit Abständen
voneinander angeordneter Längsteile. Durch das Gehäuse erstreckt sich eine Welle 3, welche die Preß schnecken trägt. Das
vordere Ende der Welle ist von einer Hülse 4 umgeben, die eine Füllschnecke 5 trägt; der
Hülse wird' von einem angetriebenen Teil 6 eine Drehbewegung erteilt. Am Einlaufende
der Presse ist ein Füllrumpf 7 angeordnet und darüber ein Zuleitungsrohr 8, das in die
Unterseite des Rührtroges 9 einmündet, in welchem die Rührschnecken 10 und 11 liegen
Die letzteren sind auf eine gemeinsame Antriebswelle 12 aufgesetzt und an der Mündung
des Rohres 8 voneinander getrennt. -
Soweit ist die Anordnung in der Hauptsache die bei der Anderson-Presse übliche.
Durch den Trog 9, das Rohr 8 und in die Mündung des Füllrumpfes 7 hinein erstreckt
ίο sich nun ein schraubenförmiger Treiber oder Speiseregler 13. Dieser ist aus handelsüblicher
getemperter Federstahlschiene von zweckmäßig rechteckigem Querschnitt hergestellt.
Auf dem Teil seiner Länge, der in dem Rohr 8 liegt, haben die Windungen gleichen
Durchmesser, dagegen weiter oben kleineren Durchmesser, so daß sie an einer Seite der
Welle 12, ohne diese zu berühren, frei vorbeigehen. Unten ist die gewundene Schiene bei
14 schräg weggeschnitten und am Ende zu einem Finger 15 umgebogen. Das obere Ende
der Schraube 13 ist am unteren Ende einer Welle 16 befestigt, die in einem Trag- oder
Stützrahmen 17 ruht. Durch Zahnräder 18 und 19, von denen das letztere auf der Welle
20 sitzt, wird die Welle 16 nebst der Schraube 13 gedreht. Am äußeren Ende der Welle 20
sitzt eine Reibungskupplung 21, von welcher eine Hälfte als verzahntes Kettenrad ausgebildet
ist, über das eine Gelenkkette gelegt ist. Diese Kette geht auch über ein zweites verzahntes
Rad 23, das auf dieNabe eines großen Kettenrades 24 aufgekeilt ist. " Das letztere
wird von einer Kraftquelle aus mittels einer Kette 25 (s. Abb. 4) angetrieben. Das Zahnrad
24 sitzt' drehbar auf dem äußeren Ende einer Welle 26, kann aber vom Bedienungsmann durch eine verschiebbare Kupplung 27
mit der Welle 26 gekuppelt werden. Auf der letzteren sitzt ein Ritzel 28, das über ein Zwischenritzel
29 in ein Zahnrad 30 auf der Welle 12 eingreift. So werden bei eingerückter
. Kupplung 27 die Speiseschraube 13 und die Schnecken 10 und 11 der · Rührvorrichtung
von dem gezahnten Rad 24 angetrieben. Die Speiseschraube erhält dabei ihren Antrieb
über die Reibungskupplung 21, die ihr ermöglicht, langsamer zu laufen oder auch
stehenzubleiben, wenn die anderen Teile weiterlaufen.
Die Schraube 13 kann in dem Speiserohr 8
senkrecht, zweckmäßig hängend, angeordnet sein; sie verhindert dann, daß ölige Bestandteile
sich an den Wänden des Rohres und in der Mündung des Füllteils 7 sammeln und anhäufen.
Wenn grobes Gut aufgegeben wird, treibt
die Schraube 13 die großen, unregelmäßig geformtenStücke
abwärts in die Füllschnecke 5.
Ist zu viel grobes Gut aufgegeben worden, dann kann die Schraube infolge Gleitens der
Reibungskupplung 21 langsamer laufen oder stehenbleiben, bis das bereits in der Füllschnecke
befindliche Gut von der Presse aufgenommen worden ist. Der von dem vor der Füllschnecke angesammelten Gut rückwärts
auf die federnde Schraube ausgeübte Bremsdruck wird von dieser bis zu den Reibflächen
der Kupplung 21 übertragen, so daß diese gegeneinandergleiten, wenn der Rückdruck
einen gewissen Wert überschreitet. Ein Überschuß von feinem Gut kann sich im Innern der
Schraube 13 ansammeln.
Durch entsprechende Bemessung von Steigung und Drehzahl im Verhältnis zueinander
erhalten dieSchraubei3 und die Füllschnecke 5 ungefähr gleiche Fördergeschwindigkeit.
Abb. 3 zeigt eine etwas andere Ausführungsform des ' Speisereglers. Die Schraube
besteht hier aus getempertem rundem Federdraht. Im übrigen ist die Bauart dieselbe.
Abb. 4 und 5 zeigen noch eine weitere Ausführungsform. Die Teile der Presse haben
hier dieselben Bezugszeichen wie in Abb. 1 und 2, die Rührvorrichtung ist aber etwas
anders gestaltet und etwas größer. Sie besteht aus einem Behälter 32, durch den sich
eine Welle I2a erstreckt, die der Welle 12 der
vorher beschriebenen Bauart entspricht. Die Welle hat Schaufeln 33 zum Umrühren des
Gutes im Behälter 32. Der letztere hat rechts zwei öffnungen 34 und 35, von denen die
letztere gewöhnlich durch eine Tür 36 verschlossen ist Zum Öffnen und Schließen ist
die Tür mit einer Welle 38 verbunden, an der ein .Handhebel 37 sitzt. Die öffnungen 34
und 35 stehen in unmittelbarer Verbindung mit einemÜberleitungsrohr 39, dessen unteres
Ende in den Füllrumpf 7 der Presse mündet. Mit 40 ist der Treiber bezeichnet, der auch
hier Schraubenform hat und wie in dem Beispiel nach Abb. 1 und 2 aus einer Federstahlschiene
hergestellt ist. Sein unteres Ende hat einen Finger 41. Da die Welle i2a an dem
Fallrohr 39 außen vorbeigeführt ist, können die Windungen der Schraube überall gleichen
Durchmesser haben. Wie bei den anderen Ausführungen wird die Speisevorrichtung zusammen
mit der Welle I2a angetrieben, wobei die Antriebskraft durch eine zwischengeschaltete
Reibungskupplung 42 auf die Speiseschraube 40 übertragen wird.
Die Schraube 13 oder 40 kann natürlich
auch, aus anderem Baustoff als aus Fedferstahl
hergestellt sein, ohne daß das Wesen der Erfindung dadurch berührt wird. Ebenso kann der Querschnitt des Fallrohrs statt rund
auch eckig, insbesondere quadratisch sein.
Claims (5)
- Patentansprüche:i. Presse, insbesondere Schneckenpresse, für Ölfrüchte u. dgl, mit hängencter Zu-führungsschraube in dem Fallrohr vor dem Presseneinlauf, dadurch gekennzeichnet, daß die Zuführungsschraube (13, 40) ohne Kern aus einem gewundenen stabförmigen Körper gebildet ist.
- 2. Pressenach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Schraube aus federndem Stoff besteht.
- 3. Presse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß in den Antrieb der Schraube in an sich bekannter Weise eine Reibungskupplung (21, 42) eingeschaltet ist, die bei unzulässig hohem Gegendruck ein Stillstehen der Schraube ermöglicht.
- 4. Presse nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß am unteren Ende der Schraube ein abwärts gerichteter Finger (15, 41) angeordnet ist.
- 5. Presse nach Anspruch 1 bis 4, dadurch gekennzeichnet, daß die oberen Windungen der Schraube (13) kleineren Durchmesser haben als die übrigen Windungen, damit die Schraube an der Welle (12) des Rührwerkes (9, 10, 11) ohne Berührung mit'dieser vorbeigeht.Hierzu 2 Blatt Zeichnungen
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| US119183A US1780218A (en) | 1926-06-28 | 1926-06-28 | Feeding mechanism for presses |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE474580C true DE474580C (de) | 1929-04-11 |
Family
ID=22382982
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEA50555D Expired DE474580C (de) | 1926-06-28 | 1927-04-07 | Presse, insbesondere Schneckenpresse, fuer OElfruechte u. dgl. |
Country Status (4)
| Country | Link |
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| DE (1) | DE474580C (de) |
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| GB (1) | GB273249A (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750973C (de) * | 1938-06-24 | 1945-02-05 | V D Anderson Company | Presse mit nicht durchgaengigen Schnecken |
Families Citing this family (2)
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| US5562029A (en) * | 1984-04-19 | 1996-10-08 | Spirac Engineering Ab | Conveying and compacting apparatus having a shaftless spiral in a casing with drainage openings |
| PL1673214T3 (pl) * | 2003-10-15 | 2013-10-31 | Nordic Water Prod Ab | Urządzenie i metoda służąca do przeróbki osadu ściekowego |
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Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE750973C (de) * | 1938-06-24 | 1945-02-05 | V D Anderson Company | Presse mit nicht durchgaengigen Schnecken |
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| FR632720A (de) | 1928-01-14 |
| US1780218A (en) | 1930-11-04 |
| GB273249A (en) | 1928-06-19 |
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