DE47457C - Verfahren für den galvanischen Niederschlag von Zink, Zinn, Kupfer und Nickel - Google Patents

Verfahren für den galvanischen Niederschlag von Zink, Zinn, Kupfer und Nickel

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DE47457C
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R. falk in Berlin W., Leipzigerstrafse 117
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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 48: Metallbearbeitung, chemische.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 4. Dezember 1887 ab.
Vorliegende Erfindung betrifft die Herstellung galvanischen Niederschlägen, welche aus Zink oder Zink und Zinn oder Zinn oder Kupfer oder Nickel in Verbindung mit Aluminium bestehen.
Bei dem bisher üblichen Verfahren zur Herstellung von galvanischen Niederschlägen von Zink verwendete man eine saure Sulfatlösung oder eine alkalische Lösung; dann auch ist eine Lösung von looTheilen Alaun und ioTheilen Zinkoxydhydrat, welches letztere aus Zinksulfat und Kalihydrat hergestellt wurde, vorgeschlagen worden.
Die saure Lösung genügt nicht, da sie einen zu schwachen und wenig haltbaren Niederschlag giebt, die alkalische ist zu kostspielig, bedarf eines sehr starken Stromes und giebt ebenfalls keinen genügenden Niederschlag; die Lösung von Alaun und dem aus Zinksulfat gewonnenen Zinkoxydhydrat bedarf ebenfalls eines sehr starken Stromes und giebt einen zu schwachen und dazu unschönen, streifigen Ueberzug.
Diesen Uebelständen abzuhelfen, ist nun der Zweck der vorliegenden Erfindung. Wie eingehende Versuche dargethan haben, ist zur Erzeugung eines guten Zinkniederschlages ein möglichst hoher Gehalt des Bades an Zink nothwendig, und es ist somit der Gehalt des aus Alaun und Zinkoxydhydrat, das durch Fällung von Zinksulfat mittelst Kalilaugen gewonnen wurde, hergestellten Bades zu gering an Zink. Dieses hat seinen Grund darin, wie sich bei diesen Versuchen herausstellte, dafs das aus Zinksulfat und Kalilauge gewonnene Zinkoxydhydrat, wie bekannt, stets unrein ist und zwar, dafs es Kali enthält. Bei der Behandlung der Alaunlösung mit diesem Zinkoxydhydrat wird demnach zuerst das Kali in Lösung gehen, und dann erst Zinkoxyd, woraus die Auflösung so geringer Mengen von Zink sich erklärt. Der Erfinder hat nun gefunden, dafs man diesem Uebelstande abhelfen kann, wenn man für die Herstellung eines guten, starken und gleichmäfsigen Zinkniederschlages eine Aluminiumchloridlösung mit Metall sättigt, wobei einestheils eine reichliche Lösung von Zink eine gute Neutralisation erreicht und man endlich bei Anwendung eines solchen Bades einen aluminiumhaltigen Metallniederschlag erhält, der eben durch diesen Gehalt an Güte bedeutend gewonnen hat. Dementsprechend wird das den Gegenstand vorliegender Erfindung bildende Verfahren folgendermafsen ausgeführt. Für den galvanischen Niederschlag von aluminiumhaltigem Zink in oder ohne Verbindung mit Zinn sind folgende Bäder geeignet :
1. Eine erhitzte Lösung von Alumuniumchlorid wird unter beständiger Erneuerung des verdampfenden Wassers mit metallischem Zink gesättigt, welcher Lösung man auch noch Zinkchlorid zusetzen kann. Hiernach kann man auch auf 1 kg Aluminiumchlorid etwa 50 g Zinnchlorid zu der soeben erhaltenen Flüssigkeit zusetzen und die Lösung noch etwa eine halbe Stunde im Sieden erhalten. Nach dem Erkalten können diese Lösungen dann benutzt werden.
2. Eine erhitzte Lösung von Aluminiumchlorid wird wie oben, aber mit metallischem Zinn anstatt Zink gesättigt. Hiernach wird derselben auf 1 kg Aluminiumchlorid 1 kg
S. Auflage, ausgegeben am 12. Mari igoo.)
chlorid hinzugesetzt, und nach einhalbstündigem Aufkochen und darauf folgendem Erkalten ist dieselbe gebrauchsfertig.
3. Eine erhitzte Lösung von Aluminiumchlorid wird mit metallischem Magnesium oder Aluminium gesättigt. Hiernach wird derselben auf ι kg Aluminiumchlorid 1 kg Zinkchlorid zugesetzt, und sobald letzteres gelöst ist, werden auf ι kg Aluminiumchlorid noch etwa 50 g Zinnchlorid hinzugefügt. Nach etwa einhalbstündigem Aufkochen und darauf folgendem Erkalten kann die Lösung benutzt werden.
Für diese soeben beschriebenen Bäder verwendet man zweckmä'fsig' eine Anode aus Zink oder eine aus 1 Theil Zink und 2 Theilen Zinn.
4. Zur Erzeugung eines galvanischen Niederschlages von aluminiumhaltigem Zink kann man sich auch einer in erhitztem Zustande mit metallischem Magnesium gesättigten Aluminiumsulfatlösung bedienen. Zu einer solchen setzt man alsdann auf 1 kg Aluminiumsulfat 1 kg Zinkchlorid zu und benutzt sie unter Anwendung einer Zinkanode für den galvanischen Niederschlag nach etwa einhalbstündigem Aufkochen und darauf folgendem Erkalten.
Das Product des ersten Bades besteht aus einem Aluminium bezw. Aluminium und Zinn enthaltenden Zinkniederschlag, das der beiden folgenden aus einem Aluminium und Zinn enthaltenden, das des letzten Bades aus einem aluminiumhaltigen Zinkniederschlag.
Unter Anwendung dieser Bäder kann man auf rohem und geschliffenem Gufs-, Walz- und Schmiedeisen einen Metallniederschlag in beliebiger Stärke erzeugen, welcher dem Eisen einen wirksamen Schutz gegen Rost verleiht. Dieser Niederschlag ist hart und daher polirbar; aufserdem aber besitzt dieser Niederschlag, namentlich jener aus den drei ersten Bädern, den Vorzug, dafs er erheblich weniger der Oxydation ausgesetzt ist als jeder andere Zinküberzug, was sich durch die Anwesenheit von Zinn und Aluminium zur Genüge erklärt.
Zur Erzeugung eines galvanischen Niederschlages von Kupfer, Zinn oder Nickel in Verbindung mit Aluminium bedient man sich einer im erhitzten Zustande mit metallischem Magnesium oder Aluminium gesättigten Aluminiumchloridlösung bezw. einer auf metallischem Magnesium gesättigten Aluminiumsulfatlösung und einer aus dem entsprechenden Metall (also Kupfer, Zinn oder Nickel) bestehenden Anode. Der hiermit erzeugte Niederschlag besteht wegen seines Gehaltes an Aluminium aus hartem, bronzeähnlichem Kupfer oder aus hartem, politurfähigem Zinn oder zähem, weifsem Nickel.

Claims (3)

Patent-Ansprüche:
1. Verfahren, galvanische Metallniederschläge — als Niederschläge von Zink, Zinn und Zink, Zinn, Nickel, Kupfer ■— haltbar und gleichmäfsig zu erzeugen, dadurch gekennzeichnet, dafs man mit dem betreffenden Metall unter Benutzung eines, basisches Aluminiumsalz enthaltenden, alkalifreien Bades Aluminium mitniederschlägt, so dafs man einen aluminiumhaltigen Metallniederschlag erhält.
2. Für die Herstellung des zu dem in Anspruch i. gekennzeichneten Verfahren zu benutzenden Bades die Anwendung von Aluminiumsalzlösungen, welche man mit einem Metall (als Zink, Zinn, Magnesium, Aluminium) mit oder ohne Hülfe des elektrischen Stromes gesättigt und eventuell mit einem Salz (als Sulfat, Nitrat, Halo'idsalz) des niederzuschlagenden Metalles versetzt hat, zu dem Zweck, ein zur Ausführung des in Anspruch 1. gekennzeichneten Verfahrens geeignetes, aus einer Lösung von basischem Aluminiumsalz und einem Salz des niederzuschlagenden Metalles bestehendes alkalifreies galvanisches Bad zu erhalten.
3. Bei der Anwendung der durch Anspruch 2. gekennzeichneten Lösung als galvanisches Bad die Benutzung einer Anode aus dem niederzuschlagenden Metall.
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