DE474240C - Verfahren zur Herstellung von Hohlzylindern, Rohren o. dgl. mit inneren Flanschen durch Schleuderguss in einer drehbaren Kokille - Google Patents

Verfahren zur Herstellung von Hohlzylindern, Rohren o. dgl. mit inneren Flanschen durch Schleuderguss in einer drehbaren Kokille

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DE474240C
DE474240C DEO16369D DEO0016369D DE474240C DE 474240 C DE474240 C DE 474240C DE O16369 D DEO16369 D DE O16369D DE O0016369 D DEO0016369 D DE O0016369D DE 474240 C DE474240 C DE 474240C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D13/00Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force
    • B22D13/02Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of elongated solid or hollow bodies, e.g. pipes, in moulds rotating around their longitudinal axis
    • B22D13/023Centrifugal casting; Casting by using centrifugal force of elongated solid or hollow bodies, e.g. pipes, in moulds rotating around their longitudinal axis the longitudinal axis being horizontal

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Manufacturing Of Tubular Articles Or Embedded Moulded Articles (AREA)

Description

  • Verfahren zur Herstellung von Hohlzylindern, Rohren o. dgl. mit inneren Flanschen durch Schleuderguß in einer drehbaren Kokille Die Erfindung bezieht sich auf ein Verfahren zur Herstellung von Rohren (und anderen Hohlgüssen) mit Innenflanschen oder ähnlichen inneren Vorsprüngen durch Schleuderguß und auf die zur Durchführung des Verfahrens dienende Vorrichtung. Beim Schleudergußverfahren wird bekanntlich das geschmolzene flüssige Gußmaterial in eine sich drehende Hohlform eingegossen. Infolge der Fliehkraft verteilt sich das Gußmetall an der Innenwand der Hohlform, so daß ein Gußstück entsteht, welches eine der Hohlform entsprechende äußere Gestalt hat. Es ist auf diese `'eise durch entsprechende Formgebung der Hohlform möglich, ein Gußstück mit äußeren Ansätzen, z. B. Außenflanschen, herzustellen. Das Herstellen von Gußstücken mit inneren Ansätzen, z. B. von Rohren von Innenflanschen, ist jedoch nach dem bisherigen Schleudergußverfahren nicht möglich, da nach diesem Verfahren nur Gußstücke mit glatter Innenfläche hergestellt werden können.
  • Durch das Verfahren und mittels der Vorrichtung nach der Erfindung wird die Herstellung von Schleudergüssen mit inneren Ansätzen dadurch ermöglicht, daß in der Hohlform Einsätze, z. B. Scheiben, angebracht werden. Die Scheiben werden an den Stellen, an welchen die Ansätze erzeugt werden sollen, von außen her so in der Hohlform befestigt, daß ihr äußerer Rand von der Innenwand der Form um die Wandstärke des zu erzeugenden Gußstückes entfernt ist. Es wird zunächst verfahren wie bei dem einfachen Schleudergußverfahren, wodurch der äußere Mantel des Gußstückes hergestellt wird: Sobald der Mantel die gewünschte Dicke erreicht hat, d. h. sobald er die eingesetzten Scheiben erreicht, wird durch einen zweiten Ausguß flüssiges Gußmaterial in die Räume zwischen zwei eingesetzten Scheiben oder zwischen die eingegesetzten Scheiben und die die Hohlform an den Stirnseiten abschließenden Scheiben eingegossen. Dabei ist der soeben gegossene Mantel der Gußform noch nicht erstarrt, sondern noch breiig, so daß sich das zwischen die Scheiben gegossene Material vollkommen mit dem Mantel verbindet, während andererseits das Metall des Mantels nicht mehr so flüssig ist, daß sich das zugegossene Metall unter den Scheiben hindurch auf den :Mantel verteilt. Auf diese Weise entstehen zwischen den Scheiben ringförmige Ansätze an der Innenseite des Gußstückes. Die eingesetzten Scheiben müssen zum Herausnehmen aus der Form entweder teilbar oder zerstörbar sein. Zweckmäßig bestehen sie aus feuerfestem Steinmaterial. Uni beim Erkalten des Gußstückes Zerstörung der Einsatzscheiben oder der zur Befestigung dieser Scheiben dienenden Bolzen durch die Schrumpfspannungen zu verhüten, müssen die Einsatzscheiben mit den Deckeln der Gußform so verbunden sein, daß sie den Schrumpfspannungen nachgeben können.
  • Bekannt ist bereits ein Verfahren; welches die Herstellung von Innenflanschen an Schleudergußrohren durch Befestigung von Ansätzen an einem von außen in die Gußform eingeführten Kern ermöglicht, so daß der äußere Rand von der Innenwand der Hohlform um die an dieser Stelle zu erzielende Wandstärke entfernt ist, wobei die Einsatzscheiben aus feuerfestem, zerstörbarem Material bestehen. Bei diesem bekannten Verfahren handelt es sich jedoch nicht um den Guß von Rohren mit Innenflanschen, sondern um Muffenrohre mit einseitigen Außenflanschen, um die Rohre aneinanderzulegen und mit Guttapercha oder ähnlichen Stoffen zu dichten. Die Verwendung des Kernes an sich ist natürlich bekannt, auch beim Schleudergußverfahren. Durch die Anbringung einer Aussparung am Ende des Muffenrohres steht allerdings der äußere Rand innen etwas über, doch liegt er noch erheblich weiter außen als der innere Umfang des Rohres. Jedenfalls wird er nicht, wie die Innenflansche nach der Erfindung, getrennt gegossen, sondern er entsteht beim Eingießen des Metalls beim Schleuderguß von selbst, da er nicht nach innen über den inneren Rohrumfang vorspringt. Dieses bekannte Verfahren berührt also die Erfindung nicht.
  • In der Zeichnung ist als Beispiel die Anordnung eines Schleudergusses nach der Erfindung zur Herstellung eines Rohres mit einem Innenflansch an beiden Enden schematisch dargestellt. Abb. i ist ein Längsschnitt durch die Form mit dem fertigen Gußstück, Abb. 2 eine Stirnansicht der Form.
  • Die zylindrische Hohlform ca ist beiderseits durch ringförmige Scheiben b verschlossen. Zum Angießen der Innenflanschen sind in der Hohlform an den Verschlußscheiben b zwei ringförmige Einsatzscheiben c durch Bolzen d so befestigt, daß ihr Rand von der Innenwand der Hohlform um die Wandstärke des herzustellenden Rohres entfernt ist. Die Bolzen d sind an den Scheiben b fest angeschraubt. An den Einsatzscheiben c sind zwischen Mutter und Scheibe auf den Bolzen Federn c vorgesehen, um das Nachgeben der Scheiben gegen die beim Erkalten des Gußstückes entstehenden Schrumpfspannungen zu ermöglichen.
  • Bei der Herstellung eines Gußstückes wird die Hohlform auf Rollen f gedreht. Durch den Auslauf g einer Gießpfanne wird flüssiges Gußmetall in die Form gebracht, welches sich infolge der Fliehkraft am inneren Umfang der Form verteilt und den Mantel des Gußstückes bildet. Ist die gewünschte Mantelstärke erreicht, so wird durch ein zweites Ausflußrohr h unmittelbar anschließend Metall in die Räume zwischen den Scheiben b und c gegossen, so daß sich dort ringförmige Ansätze i an dem Mantel des Gußstückes bilden. Nach dem Erkalten wird das Gußstück aus der Form herausgenommen und die Scheiben c entfernt. Aus den Ansätzen i werden die Innenflansche durch Ausdrehen hergestellt.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Hohlzylindern, Rohren o. dgl. mit inneren Flanschen durch Schleuderguß in einer drehbaren Kokille, dadurch gekennzeichnet, daß zunächst in gewöhnlicher Weise der Hohlzylinder in. der gewünschten Wandstärke gegossen und darauf, solange das Gußmetall noch nicht erhärtet ist, die Flanschringe an ihn angegossen werden unter Verwendung geeigneter, in die Form eingesetzter ringförmiger Formteile, die einen besonderen Gießraum für die Flanschenbildung abtrennen.
  2. 2. Vorrichtung zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch i, gekennzeichnet durch in die Form hineinragende Ringscheiben, die an den ringförmigen Abschlußscheiben der Kokille nachgiebig befestigt sind und mit den anderen Abschlußscheiben zusammen den Raum zur Bildung der Flansche begrenzen.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Bildung der Flanschform dienenden inneren Ringscheiben auf an den äußeren Abschlußscheiben befestigten Stehbolzen sitzen, auf denen sie sich nach innen gegen Federn, nach außen gegen Bundringe abstützen, so daß die Scheiben beim Schrumpfen des Gußmetalls der Schrumpfung folgen können. q.. Vorrichtung nach Anspruch 2 und 3, dadurch gekennzeichnet, daß die inneren Formscheiben aus feuerfestem, zerstörbarem Stoff bestehen. g. Vorrichtung nach Anspruch 2 bis q., gekennzeichnet durch mehrere zum Eingießen des Metalls dienende Eingußrohre, von denen ein Hauptrohr zum Eingießen des Metalls für die Mantelbildung des Gußkörpers dient, während die anderen das Metall in die Flanschräume einführen.
DEO16369D 1927-03-18 1927-03-18 Verfahren zur Herstellung von Hohlzylindern, Rohren o. dgl. mit inneren Flanschen durch Schleuderguss in einer drehbaren Kokille Expired DE474240C (de)

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