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Elektrischer Zeitschalter Gegenstand der Erfindung ist ein elektrischer
Zeitschalter mit einem aus einem Gehwerk und einem Weckerwerk bestehenden Uhrwerk,
einem auf beliebige Ein- und Ausschaltzeiten einstellbaren Schaltwerk und einem
Augenblicksdrehschalter. Das Uhrwerk ist mit einem es einschließenden Ziffernring
versehen und dreht sich mit dem Schaltwerk in dem Gestell um eine Achse, die diese
Werke mit dem Drehschalter und im Gestell drehbaren Einstellringen gemein haben,
z. B. in 24 Stunden einmal. Das Schaltwerk löst hierbei zu bestimmten Zeiten, auf
die es eingestellt ist, das Weckerwerk aus, durch das es dann angetrieben wird,
und stellt dasselbe nach kurzer Laufdauer, während der es das Sprungwerk des Drehschalters
aufzieht, wieder ab.
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Die Einrichtung ist im Gegensatz zu derjenigen bekannter Zeitschalter
derart, daß die Einstellung des Uhrwerks auf die Tageszeit und die des Schaltwerks
auf die Ein- und Ausschaltzeiten sowie der Aufzug durch Drehen einer und derselben
Welle vorgenommen werden können, und zwar geschieht dies durch abwechselndes Links-
und Rechtsdrehen der Welle, indem diese beim Linksdrehen mit einem der Getriebeteile
zur Einstellung des Uhrwerks und des Schaltwerks und zum Aufzug gekuppelt wird und
beim darauffolgenden Rechtsdrehen diesen Getriebeteil antreibt.
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Auf den Zeichnungen ist ein Zeitschalter gemäß der Erfindung dargestellt.
Abb. i zeigt den ganzen Apparat ohne das Gehäuse in-Vorderansicht. Abb. 2 und 9
sind Querschnitte nach den Linien A-B und C-D von Abb. i, von oben gesehen, Abb.
3, 4 und 5 solche nach den Linien E-F, fr-H und I-K von Abb. 6, von unten gesehen,
und Abb. 8 ein solcher nach der Linie L-111 an Abb. 6, von oben gesehen. Abb. 6
zeigt das Uhrwerk, das Schaltwerk und Teile des Schalters in Seitenansicht, teilweise
geschnitten, Abb. 7 Teile des Uhr- und des Schaltwerks in anderer Seitenansicht
und Abb. io den Apparat in Unteransicht, wobei einige Teile ausgebrochen sind, um
andere sichtbar zu machen, und das Gehäuse im Querschnitt. Abb. ii ist ein senkrechter
Schnitt nach Linie N-0 von Abb. io, und Abb. 12 bis 14 zeigen Teile einer
Vorrichtung, die das Einstecken und das Herausziehen des Einstell-und Aufzugschlüssels
nur gestattet, wenn der Apparat betriebsfertig eingestellt ist.
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Das Gestell besteht aus acht gleichen, wagerechten Platten- i- bis
8 (Abb. i, 2, 5, 9, 1o und ii), die auf vier senkrechte Gewindebolzen 9 aufgereiht
sind und je eine zur gemeinsamen Achse des Uhrwerks, des Schaltwerks und des Sehalters
konzentrische, kreisrunde Öffnung haben. Die Platten 3 bis 6 sind einzeln auf den
Mittelteil der Bolzen 9 aufgereiht und werden durch Baraufsitzende Röhrchen io in
ungefähr gleichen Abständen voneinander gehalten. Die Platten i und 2 sowie die
Platten 7 und 8 haben kleinere Abstände voneinander und sind durch Büchsen
i
i j e zu einem besonderen Gestellchen miteinander verbunden, das mit diesen Büchsen
auf die Enden der Bolzen g aufgesetzt ist und durch ebenfalls daraufsitzende Röhrchen
i2 in größerem Abstand von der Platte 3 bzw. 6 gehalten -wird.
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Die Einstellringe 13, 14 und i5 sind gleichachsig übereinander im
Gestell drehbar angeordnet, und zwar ist je einer derselben zwischen zwei der Platten
3 bis 6 gelagert und mit seinem oberen Rand in einer die Öffnung der oberen Platte
umziehenden Ringnut an deren Unterseite geführt. Der zur Einstellung der Einschaltzeit
dienende Ring 13 und der zu derjenigen der Ausschaltzeit dienende Ring 14 tragen
außen eine Skala mit 24 X 12 Teilstrichen in Abständen von je 5 Minuten und den
Stundenziffern i bis i2 einmal in Schwarz auf der weißen Taghälfte und einmal in
Weiß auf der schwarzen Nachthälfte. Beide Ringe sind über dieser Skala mit einer
Reihe kleiner Trieblöcher 16 und unter der Skala an bestimmter Stelle, z. B. zwischen
den Nachtstundenziffern 12 und i, mit einem Schlitz 17 versehen. Der die jeweilige
Einstellung anzeigende Ring 15 trägt außen die Bezeichnungen »Betrieb«, »Zeit«,
»Ein«, »Aus« und »Aufzug« und oben auf einem einwärts ragenden Flansch. einen Zahnkranz
18.
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-Das untere Aufzug- und Einstellgetriebe ist teils zwischen den beiden
untersten Gestellplatten i und 2, teils zwischen den beiden kreisrunden Platten
ig und 2o (Abb. i i) eines kleinen Gestells angebracht. Dieses ist in den erwähnten
Öffnungen der Platten i und 2 um die gemeinsame Uhrwerks-, Schaltwerks- und Schalterachse
drehbar und wird an der Platte 2 durch die in deren Ebene liegende und genau in
deren Öffnung passende Platte 2o und durch zwei größere kreisrunde Blechscheiben
2i und 22 geführt, die beiderseits auf der Platte 2o befestigt sind und auf der
Platte 2 gleiten. Auf der Scheibe 22, die am Umfang eine Verzahnung hat, ist ferner
ein Blechteller 23 befestigt, der am Umfang eine Kerbe 24 (Abb. 9) hat.
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Die Platte 2o hat einen ungefähr radialen Einschnitt, in dem ein Riegel
-25 (Abb. io und i i) beweglich ist. Dieser Riegel trägt einen Stift 26,
der durch einen Schlitz der Scheibe 2i greift. An diesem Stift greift das eine Ende
einer Wickelfeder 27 an, deren anderes Ende um den Rand der Platte ig greift und
die auf einem der die Teile ig bis 23 miteinander verbindenden vier Bolzen sitzt
und bestrebt ist, den Riegel 25 auswärts zu drücken. Die Platte :2 hat an
dem Rand der die Platte 2o aufnehmenden Öffnung sechs Sperrzahnlücken 28, in die
der Riegel 25 mit seinem sperrzahnförmigen äußeren Ende einschnappen kann. An der
Scheibe ä i ist unten (in Abb. i i oben) .eine Flachfeder 29 befestigt, deren hakenförmiges
freies Ende um einen an dieser Scheibe sitzenden Stift herum auswärts ragt. An der
Platte i9 ist in geringem Abstand unter ihr eine Schale 3o befestigt, die ein mittleres
Loch für den Durchgang der in den Platten i9 und 2o gelagerten Einstell- und Aufzugwelle
31 und des auf diese aufzusteckenden Schlüssels 32 (Abb. 12 und 14) hat.'-Zwischen
der Platte i9 und der Scheibe 2i sitzt fest auf der Welle 31 ein Trieb 33 und auf
einer ebenfalls in den Platten ig und 2o gelagerten kürzeren Welle 34 ein zweiter
Trieb 35. Der Trieb 33 greift in ein Zahnrad 36 ein, das mit Reibung am Trieb 35
auf der Welle 34 sitzt und durch ein Gesperre 37 mit derselben gekuppelt ist, während
der Trieb 35 in den gezahnten Rand der Öffnung der Platte i eingreift. Zwischen
den Platten i und 2 sitzen einerseits drei Triebe 38, 39 und 40 und andererseits
zwei Triebe 41 und 42 und ein Sperrzahnrad 43, die alle mit ihren -Nabenenden in
diesen Platten gelagert sind.
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Das obere Aufzug- und Einstellgetriebe ist zwischen -den Gestellplatten
7 und 8 angebracht und besteht aus einem zur gemeinsamen Uhrwerks-, Schaltwerks-
und Schalterachse konzentrischen, mit einer unteren Außenverzahnung und einer oberen
Innenverzahnung versehenen Ring 44 (Abb. i und 2) und fünf Trieben 45 bis
49. Der Ring 2.q. ist mit seinem oberen Rand in der Öffnung der Platte 8 drehbar
gelagert, während die Triebe 45, 46 und 47 mit ihren Nabenenden und die Triebe 48
und 49 mit ihren Achsen in den Platten 7 und 8 gelagert sind. Der Trieb 45 ist durch,die
Triebe 48 und 49 mit dem Trieb 46 gekuppelt, der ebenso wie der Trieb 47 in die
Außenverzahnung des Ringes 44 eingreift. Auf letzterem ist ein Ring 5o aus Federstahlblech
befestigt, der die Drehung bremst, indem sein Außenrand unter Druck auf einem zwischen
diesem und der Platte 8 liegenden Fiberring schleift.
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Die Triebe 38, 39 und 42 sind mit den gleichachsig darüberliegenden
Trieben 45, 46 und 47 verbunden, die Triebe 4o und 41 j e mit einem Trieb 51 (Abb.
5), der unten an der Platte 6 oder 5 gelagert ist und in die Löcher 16 des Ringes
13 oder 14 eingreift,. und zwar durch stehende Wellen 52, die durch die Platten
3 bis 6 oder nur einige derselben hindurch- und mit ihren vierkantigen Enden in
die passend ausgehöhlte Nabe der betreffenden Triebe eingreifen. Ebenso greift in
die passend ausgehöhlte Nabe des Sperrzahnrades 43 das "vierkantige untere Ende
einer in den Platten 2 bis 7 gelagerten stehenden
Welle 53 ein,
auf der unmittelbar unter der Platte 7 ein fester Trieb 54 (Abb. i und 2) und zwischen
den Platten 2 und 4 ein loses Röhrchen sitzt. Letzteres trägt unmittelbar über der
Platte 2 einen in die Verzahnung der Scheibe 22 eingreifenden Trieb 55 (Abb. i und
9) und unmittelbar unter der Platte 4 einen in den Zahnkranz i8 des Ringes 15 eingreifenden
Trieb 56 (Abb. i).
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Zwischen der Welle 53 und der dahinterstehenden Welle 52 ist ebenfalls
in den Platten 2 bis 7 eine weitere stehende Welle 57 (Abb: 2 und 9) gelagert, die
unmittelbar unter der Platte 7 eine Sperrklinke 58 und unmittelbar über der Platte
2 eine Klinke 59 trägt. Auf dem zwischen den Platten 6 und 7 auf dem rechten hinteren
Bolzen 9 sitzenden Röhrchen 12 (Abb. 1 und 2) sitzt eine Wickelfeder 60, deren eines
Ende innen an der Welle 52 und deren anderes Ende außen an einem an der Klinke 58
sitzenden Stift 61 angreift und die somit bestrebt ist, diese Klinke und mit ihr
auch die Klinke 59 einwärts und die letztere an den Rand der Scheibe 23 zu drücken.
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Das Uhrwerk, das Schaltwerk und der Drehschalter sind gleichachsig
übereinander angeordnet und miteinander zu einem Körper verbunden, der in dem Gestell
um die geineinsame Achse drehbar ist.
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Das Uhrwerk befindet sich unmittelbar unter dem oberen Einstell- und
Aufzuggetriebe und besteht, wie erwähnt, aus einem Gehwerk und einem Weckerwerk.
Beide sind in einem gemeinsamen Gestell mit drei gleichachsig übereinanderliegenden
kreisrunden Platinen 62, 63 und 64 (Abb. -ä, j und 6) untergebracht iund werden
von einer gemeinsamen Feder angetrieben. An der obersten Platine 62 ist der gleichachsig
über den Einstellringen liegende Ziffernring 65 mit einem ein- und aufwärts gekröpften
und über den Platinenrand greifenden Flansch befestigt. Dieser Ring trägt außen
eine gleiche Skala wie die der Ringe 13 und 14 und auf dem äußeren Teil seines
Flansches unter der Platte 7 einen festen Sperrzahnring 66 und einen lose darauf
liegenden Stirnzahnring 67. Mit dem Ring 66 wird die Sperrklinke 58 durch die Feder
6o in später - beschriebener Weise vorübergehend in Eingriff gebracht, während in
den Ring 67 der Trieb 54 dauernd eingreift.
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Der Ring 67 trägt einen Stift#68 (Abb. 5), der durch Schlitze des
Ringes 66 und des Flansches des Ringes 65 abwärts ragt und an dem eine unter diesem
Flansch liegende und daran befestigte Schraubenfeder 69 angreift. Eine in den Platinen
62 und 63 gelagerte Welle trägt unten einen festen Stift 7o, darüber eine Wickelfeder
71, einen losen Finger 72 und einen festen Drahthaken 73. An dem Stift 7o greift
das freie untere Ende einer in der Platine 62 befestigten Drahtfeder 74 (Abb. 5)
an, die bestrebt ist, den Haken 73 in der gezeichneten Stellung zu halten. Der Finger
72 ist durch die einerends an ihm und anderends an -dem Stift 7o angreifende Feder
71 mit der Welle gekuppelt. Der Haken 73 ragt mit seinem flachen, federnden Ende
gegen die mit ihm in gleicher Höhe liegende Unruhe 75.
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Mit dem Uhrwerksgestell sind durch drei Pfeiler 76 (Abb. 4 bis 8),
die an der Platine 63 befestigt sind und durch die Platine 64 hindurchragen, drei
in verschiedenen Abständen gleichachsig darunter- und untereinanderliegende kleinere
Platinen 77, 78 und 79 und eine dicht unter der untersten Platine liegende und mit
ihrem Rand um dieselbe greifende Schale 8o fest verbunden. Mit der Platine 79 sind
ferner durch zwei Pfeiler 8i (Abb. 6 bis 8) eine zwischen den Platinen 78 und 79
liegende Brücke 82 und eine in größerem Abstand gleichachsig unter der Platine 79
liegende Scheibe 83 verbunden. Das Ganze bildet mit den Ringen 65, 66 und 67 einen
um die gemeinsame Achse drehbaren Körper, der sich mit einem unten an der Scheibe
83 befestigten Stahlplättchen 84 auf ein in der gemeinsamen Achse auf dem Teller
-23 gelagertes Stahlkügelchen 85 (Abb. 9 und i i) stützt und mit dem Rand der Schale
8o und dem Flansch des Ringes 65 in den Öffnungen der Platten 3 und 7 geführt ist.
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Die stehende Federwelle 86 (Abb. z, 3, 6 und 7) ist zwischen der gemeinsamen
Achse und dem Innenrand des Ziffernringes 65 in den Platinen 62 und 77 gelagert
und bewirkt bei ihrer Drehung in der Pfeilrichtung (Abb. 2) durch einen fest auf
ihrem oberen Ende sitzenden Trieb 87, der in die Innenverzahnung des Ringes 44 eingreift
und sich auf diesem abrollt, die Drehung des genannten Körpers um die gemeinsame
Achse in entgegengesetzter Richtung. Das um die Federwelle drehbare Federhaus 88
(Abb. 6 und 7) ist in einer passenden Öffnung der Platine 63 geführt und stützt
sich mit einem fest an seinem Boden sitzenden Trieb 89 und einer in einer Öffnung
der Platte 64 lose auf der Welle 86 sitzenden unrunden Scheibe 9o (Abb. 3 und 7)
auf eine ebenfalls lose darauf sitzende kreisrunde Blechscheibe 9i, die mit ihrem
Rand zwischen der Platine 64 und einem an deren Unterseite befestigten federnden
Bremsring 92 (Abb. 3 und 5) geführt ist.
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Der Trieb 89 trägt unten einen kurzen Stift 93 (Abb. 3 und 7), während
die Scheibe 9o einen aufwärts ragenden Lappen 94 und einen mit seinem abwärts gebogenen
Ende 95 durch einen Ausschnitt der Scheibe 91 greifenden Finger hat und unten an
der Scheibe
gi ein Sternrädchen 96 mit acht Zähnen gelagert
ist. Dieses greift in ein zweites Sternrädchen 97 mit sieben Zähnen ein,
das unter der Scheibe gi auf einem Vierkant der Welle 86 sitzt. Ein Zahn des letzteren
ist etwas länger als die anderen; ebenso ist auch der Grund einer Zahnlücke des
Rädchens 96 höher als derjenige der anderen Lücken.
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Das Schaltwerk hat eine in der gemeinsamen Achse stehende Welle
98 (Abb. 4 und 7), die durch einen fest auf ihr sitzenden und in den Trieb
89 des Federhauses 88 eingreifenden Trieb 9g mit dem Federhaus gekuppelt
ist. Ebenfalls fest auf dieser Welle sitzen ferner zwischen den Platinen 64 und
78 drei kleinere kreisrunde Scheiben ioo (Abb. 4 bis 7) und unter der Platine 78
ein Trieb ioi. Jede der Scheiben ioo trägt an der Unterseite einen lose auf ihrer
Nabe sitzenden, also um die Welle 9g drehbaren Hebel ioa mit einem abwärts ragenden
großen Stift 103 und einem kleinen Stift 104 (Abb. 4), einen neben diesem
Hebel liegenden, um einen Zapfen io5 drehbaren zweiten Hebel io6 mit einem kleinen
Stift 107 und einem unten auf dem Hebel ioa liegenden, ebenfalls um die Welle 9g
drehbaren dritten Hebel io8. Ferner tragen die Scheiben ioo je drei Schraubenfedern
iog, die einerends an einem an der Scheibe sitzenden Stift und anderends an einem
an dem Hebel io2, io6 oder io8 sitzenden Stift angehängt sind.
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Zwischen den Platinen 77 und 78 sitzen lose auf einer darin gelagerten
Achse iio (Abb. q. bis 7) drei übereinanderliegende Hebel, und zwar unmittelbar
unter der Platine 77 ein kreisbogenförmiger Sperrhebel i i i und unmittelbar unter
den beiden unteren Scheiben ioo je ein hakenförmiger Auslösehebel112 (Abb.5 und
6). An einem Stift jedes dieser drei Hebel greift eine Schraubenfeder 113 an, die
anderends an einem der Pfeiler 76 oder an einem in den Platinen 77 und 78 steckenden
Stift angehängt und bestrebt ist, den Hebel einwärts zu ziehen. Bei der gezeichneten
Stellung stützen sich die drei Hebel mit der Innenkante auf einen der Pfeiler 76,
wodurch ein weiteres Einwärtsschwingen derselben verhindert wird, während die Hebel
iia mit ihrem äußeren Ende in der Höhe der Schlitze 17 innen auf den Einstellringen
13 und 14 gleiten. Der Hebel i i i hat einen außen um die Platine 77 und in den
Weg des Fingerendes 95 der Scheibe go emporragenden Lappen 114 und trägt
einen außen an seinem schwächeren Teil liegenden und um sein freies Ende greifenden
Federhaken 115. Die Hebel i i i und 112 haben ferner an der Innenkante je eine Nase
116, die in den Weg des Stiftes 103 des nächstoberen Hebels io2 ragt. In den Platinen
77 und 78 -ist ferner eine stehende Welle 117 (Abb. 5 bis 7) gelagert. In dieser
stecken übereinander :drei Drahthebel, und zwar zwei gleiche, rechtwinklige Hebel
i 18 (Abb. 5 und 7), von denen der untere neben der unteren und der obere neben
den beiden oberen Scheiben ioo emporragt, und ein Z-förmiger Hebel iig. Der letztere
ragt außen am Hebel i i i aufwärts und hinter dem abwärts ragenden Teil des Drahthebels
i2o auswärts, der in der Welle des in das Weckersteigrad 121 eingreifenden Ankers
122 steckt.
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Der Drehschalter hat ein zwischen den Platinen 78 und 79 (Abb.
6 bis 8) angebrachtes Sprungwerk mit einer ebenfalls in der gemeinsamen Achse stehenden
kurzen Welle 123. Diese ist oben in der Brücke 82 und unten mittels einer lose auf
ihr sitzenden Büchse 124 in der Platine 79 gelagert und durch einen unten
an der Platine 78 gelagerten Doppeltrieb 125, der in ein fest auf ihr sitzendes
Zahnrad 126 und in den Trieb ioi der Schaltwerkswelle 98 eingreift, mit letzterer
gekuppelt. An dem Rad 126 sind unten ein Sperradi27, das einen in einen Ausschnitt
des oberen Bundes der Büchse 124 eingreifenden kleinen Stift 128 (Abb. 8) trägt,
und eine Schale 129, deren abwärts ragender Rand unten einen Ausschnitt hat, befestigt.
Auf der Büchse 124 sitzt eine Wickelfeder 13o, die einerends an einer Nase 131 der
ersteren und anderends an der Schale 129 angreift. Unter der letzteren trägt die
Platine 79 vier Klinken 132 mit einer in den Weg der Nase 131 einwärts ragenden
Nase und vier Anschlagstiftchen 133. Auf einem der beiden Pfeiler 81 ist ferner
eine Sperrklinke 134 gelagert, die durch eine über ihr sitzende Wickelfeder mit
dem Sperrad 127 in Eingriff gehalten wird.
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Die vierkantige, mit Isolierstoff umkleidete Schalterachse 135 (Abb.
6 und g) ist oben auf dem unteren Ende der Welle 123 gelagert, das in eine Bohrung
der Achse 135 eingreift, und unten in einem Loch im Mittelpunkt der Scheibe 83 und
auf dem Plättchen 84; ihr oberes Ende greift in ein ebenfalls vierkantiges Loch
im unteren Ende der Büchse 124 ein. Auf der Achse 135 sind in bekannter Weise eine
Anzahl von Kontaktbrücken 136 (Abb. g) mit daran befestigten Isolierscheiben 137
aufgereiht und auf den Pfeilern 81 eine Anzahl von Isolierringen 138 (Abb. i und
g), Isolierscheiben 139 und dazwischeniiegenden Metallringen. Die Metallringe
140 sind mit einwärts ragenden Kontaktstücken 141 versehen und drehen sich wie die
Isolierringe 138, mit denen sie durch Schrauben fest verbunden sind, mit dem vom
Uhrwerk, Schaltwerk und Schalter gebildeten Körper
um die genieiii#ame
Achse, während die Metallringe 142 durch einen Isolierstift 143, der unten an der
Platte 3 sitzt und durch außen an diesen Ringen sitzende Gabeln hindurchgreift,
gegen Drehung gesichert und mittels ebenfalls außen an ihnen .sitzenden Lappen an
die elektrischen Leitungsdrähte angeschlossen sind.
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An der Platte 3 ist ferner ein dicht vor den Platten 3 bis 7 und den
Ringen 13, 1q., 15 und 65 stehender Rahmen r4.4 befestigt, durch dessen Öffnungen
der dahinterliegende Teil dieser Ringe sichtbar ist. Auf diesem Rahmen sind unter
den Skalen der Ringe 65, 13 und 14 die Bezeichnungen »Zeit«, »Ein« und »Aus« sowie
Pfeilspitzen angebracht, welche die Tageszeit auf dem Ring 65 und die Ein- und Ausschaltzeiten
auf den Ringen 13 und 14 anzeigen.
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Der ganze Apparat ist in einem Gehäuse eingeschlossen. Dieses besteht
aus einer Blechschale i45 (Abb. i und to), auf deren Boden der Apparat mittels an
den Platten i und 8 angebrachter Winkel befestigt ist, und einer Blechhaube 1¢6,
die, über den Apparat gestülpt, mit der Schale 145, deren Rand sie ringsum dicht
übergreift, durch Schrauben lösbar verbunden und vorn finit einem Fenster 147 versehen
ist.
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Die Gebrauchs- und Wirkungsweise ist folgende: Zunächst öffnet man
die Schlüsselbüchse 148 (Abb. 12), die in der unteren Stirnwand der Gehäusehaube
146 der -Einstell- und Aufzugswelle 31 gleichachsig gegenübersitzt und durch einen
innen auf dieser Wand um einen Stift 149 (Abb. 12 bis 14) drehbar gelagerten Vorreil:er
150 verschlossen ist, indem man den letzteren mittels eines auf dem Stift sitzenden
Knopfes der Wirkung einer Feder entgegen so dreht, daß der weitere Teil eines in
ihm befindlichen Langloches sich finit der Bohrung der Büchse 148 deckt. Alsdann
wird der Einstell- und Aufzugschlüssel 32
durch diese Büchse eingeführt und
soweit wie möglich auf den Vierkant der Welle 31 aufgesteckt, worauf der freigegebene
Vorreiber 150 unter der Federwirkung mit dem verdickten Rand genannten Lochteils
in eine Ringnut des Schlüssels einschnappt.
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Hierauf stellt man das Uhrwerk auf die Tageszeit ein, was in folgender
Weise geschieht: Man dreht den Schlüssel 32 mit der Welle 31 (Abb. to und i i) zuerst
nach links (s. Pfeil in Abb. to), wobei das Getriebe 33, 36 mittels des Gesperres
37 die Welle 3q. samt (lein Trieb 35 um sich selbst nach rechts und dei- letztere
durch Abrollen auf dem verzahnten Innenrand der Platte i sich samt der Welle 34,
den Scheiben i g, 20, 21 und 22, dein Teller 23 und der Schale 3o uni (lie Welle
31 nach links dreht. Diese Linksdrehung wird durch die Getriebe 22, 55 und. 56,
18 (Abb. i und 9) auch auf den Einstellring 15 übertragen. Sobald die Welle 3q.,
die anfänglich in der durch die geometrischen Achsen der Triebe 33 und 38 gehenden
Ebene stand, in die durch diejenigen der Triebe 33 und 39 gehende Ebene und das
Rad 36, das anfänglich mit dem Trieb 38 in Eingriff stand, mit dem Trieb 39 in Eingriff
gekommen ist, schnappt der Riegel-95 in die dem letzteren Trieb in der gleichen
Ebene gegenüberliegende Sperrzahnlücke 28 der Platte 2 ein. Die Ankunft der Teile
in dieser Stellung und die erfolgte Kupplung des Triebes 33 mit dem Trieb 39 wird
dadurch angezeigt, daß das Einschnappen des Riegels sich hörbar macht, und daß an
Stelle der Bezeichnung »Betrieb« die Bezeichnung »Zeit« auf dem Einstellring 15
(Abb. i) durch die davorliegende Üffnung des Rahmens 144 und das Fenster 147 der
Gehäusehaube 146 sichtbar wird. Alsdann- dreht man den Schlüssel 32 mit der Welle
31 nach rechts, wobei die Teile durch das Gesperre 25, 28 in ihrer Stellung festgehalten
werden, während das Rad 36 sich lose auf der Welle 3q. nach links dreht und diese
Drehung mittels der Triebe 39 und 46 auf den Zahnring 44 (Abb. i und 2) überträgt,
der mittels des Triebes 87 und der Welle 86, ohne diese um sich selbst zu drehen,
auch den vom Uhrwerk, Schaltwerk und Schalter gebildeten Körper samt dem Ziffernring
65 in Linksdrehung um die gemeinsame Achse setzt. Diese Drehung wird so lange fortgesetzt,
bis der betreffende Teilstrich der Skala des Ringes 65 über dem Pfeil auf dem Rahmen
144 ankommt.
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Ebenso stellt man dann auch das Schaltwerk auf die Ein- und Ausschaltzeiten
ein, indem man den Schlüssel 32 mit der Welle 31 zunächst bis zur Ankunft
der Welle 34 in der durch die geometrischen Achsen der Triebe 33 und 4o gehenden
Ebene nach links, dann bis zur Ankunft des betreifenden Teilstriches der Skala des
Einschaltringes 13 über dem Pfeil auf dem Rahmen 144 nach rechts, dann bis zur Ankunft
der Welle 34 in der durch die Achsen der Triebe 33 und 41 gehenden Ebene nach links
und endlich bis zur Ankunft des betreffenden Teilstriches der Skala des Ausschaltringes
14 über dem Pfeil auf dem-Rahmen 144 nach rechts dreht. Die Ankunft der Welle in
einer der beiden Ebenen und die erfolgte: Kupplung des Triebes 33 mit dein Trieb
4o oder 4i wird wieder durch (las Einschnappen des Riegels 25 in die dem betreffenden
Trieb gegenüberliegende Zahnlücke 28 und durch das Sichtbarwerden der Bezeichnung
»Ein« oder »Aus« auf dem Ring 13 oder 14 durch die davorliegende Öffnung
des
Rahmens 1:4 angezeigt. Bei der Rechtsdrehung der Welle 34 werden wieder die Teile
durch das Gesperre 25, 28 in der betreffenden Stellung festgehalten, während das
Rad 36 seine Linksdrehung mittels des Triebes 4o oder 41 und des oberen oder des
unteren Getriebes 51, 16 (Abb. i und 5) auf den Ring 13 oder 14 überträgt.
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In der gleichen Weise wird hierauf auch der Aufzug vorgenommen, indem
man den Schlüssel 32 mit der Welle 31 zunächst bis zur Ankunft der Welle 34 in der
durch die geometrische Achse der Triebe 33 und 42 gehenden Ebene nach links und
dann so lange nach rechts dreht, bis das Geräusch eines in später beschriebener
Weise bewirkten kurzen Anlaufes des Weckerwerkes anzeigt, daß die für den Betrieb
des Apparates nötige Energie der Triebfeder aufgespeichert ist. Die Ankunft der
Welle 34 in genannter Ebene und die erfolgte Kupplung des Triebes 33 mit dem Trieb
42 wird ebenfalls durch das Einschnappen des Riegels 25 in die diesem Trieb gegenüberliegende
Zahnlücke 28 und durch das Sichtbarwerden der Bezeichnung »Aufzug« auf dem Ring
15 durch die Öffnung des Rahmens 144 angezeigt. Bei der Ankunft der Teile in dieser
Stellung tritt auch die Kerbe 24 des Tellers 23, der wie die Scheiben i9 bis 22
alle Linksdrehungen der Welle 34 mitgemacht hat, dem freien Ende der Klinke 59 gegenüber.
Infolgedessen schnappt diese Klinke unter der Einwirkung der Feder 6o in genannte
Kerbe ein, so daß die Sperrklinke 58 mit dem Sperrzahnring 66 in Eingriff tritt
(Abb.2 und 9). Bei der Rechtsdrehung werden wieder die Teile in dieser Stellung
festgehalten, während das Rad 36 seine Linksdrehung (in Abb. 2 Rechtsdrehung) mittels
der Triebe 42 und 47 auf den Zahnring 44 überträgt, der nun aber; da der Sperrzahnring
66 samt dem vom Uhrwerk, Schaltwerk und Schalter gebildeten Körper durch die Sperrklinke
58 festgehalten wird, den Trieb 87 mit der Federwelle 86 ebenfalls in Linksdrehung
(in Abb. 2 Rechtsdrehung) setzt und dadurch die Triebfeder aufzieht.
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Mit der Federwelle 86 dreht sich zunächst nur das Sternrädchen 97
(Abb. 3), das auch das Sternrädchen 96 in Drehung um sich selbst setzt. Nach einer
gewissen Anzahl von Umdrehungen, bei denen die Feder die für eine mindestens 24stündige
Gangdauer des Gehwerkes nötige Energie erhalten hat, dreht sich aber das Rädchen
96, da es dann durch Wiederauftreffen des längeren Zahnes des Rädchens 97 auf seinen
höheren Zahnlückengrund an weiterer Drehung um sich selbst gehindert wird, mit diesem
Rädchen nach links um die Welle (s. Pfeil in Abb. 3). Während durch die Weiterdrehung
der letzteren die Feder die für den Antrieb des Weckerwerkes und des Schaltwerkes
nötige Energie erhält, nimmt das Rädchen 96 seine Lagerscheibe 91 und nach einer
Drehung um einen der Länge des Bogenschlitzes dieser Scheibe entsprechenden Winkel
infolge Anstoßes der diesen Schlitz am hinteren Ende begrenzenden Scheibenkante
am Fingerende 95 der Scheibe 9o auch die letztere mit.
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Beim vorhergegangenen Ablauf des Wekkerwerkes hat das Federhaus 88
sich nach links und mittels des Getriebes 89, 99 (Abb. 7) die Welle 98 samt den
Scheiben ioo (Abb. ,4 bis 7) und den Hebeln io2, io6 und io8 nach rechts gedieht
(s. Pfeile in Abb.3 bis 5). Hierbei ist der Stift 103 des Hebels io2 der
obersten Scheibe ioo an die Nase 116 des Hebels i i i gestoßen und infolgedessen
in später beschriebener Weise der Hebel io6 dieser Scheibe durch seine Feder iog
so gedreht worden, daß er mittels des oberen Hebels 118 und des Hebels iig den Hebel
i2o samt dem Anker i22 angehalten und so das Weckerwerk abgestellt hat.
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Wenn nun beim Aufzug die Scheibe 9o die Drehung der Federwelle 86
mitmacht, so drückt das Fingerende 95 dieser Scheibe durch Auflaufen auf den Lappen
114 (Abb. 4 bis 7) den Hebel i i i der Wirkung seiner Feder 113 entgegen auswärts.
Hierbei gibt die Nase i16 dieses Hebels den Stift 103 des Hebels io2 der
obersten Scheibe ioo wieder frei. Gleichzeitig drückt aber der Hebel i i i mit seinem
Federhaken i 15 von innen auf den aufwärts ragenden Teil des Hebels ii9 (Abu. 5
bis 7), so daß dieser den Hebel i2o samt denn Anker 122 festhält und so den Ablauf
des Weckerwerkes noch verhindert. Bei der weiteren Drehung der Scheibe 9o (Abb.
3 und 7) gleitet ihr Fingerende 95 wieder vom Lappen 114 des Hebels i i i ab, worauf
dieser durch seine Feder 113 wieder einwärts gezogen wird und den Hebel i 19 und
damit auch den Hebel i2o samt dem Anker 122 freigibt. Infolgedessen macht das Weckerwerk
den obenerwähnten kurzen Anlauf, dessen Geräusch die Erreichung der nötigen Federkraft
anzeigt, worauf man den Aufzug beendet.
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Dieser Anlauf des Weckerwerkes wird dadurch beendet, daß bei der dabei
wieder durch das Federhaus 88 mittels des Getriebes 89, 99 bewirkten Rechtsdrehung
der Welle 98 mit den Scheiben ioo (s. Pfeile in Abb. 3 bis 5) der Stift
103 des Hebels io2 der mittleren Scheibe ioo auf die schiefe Kante der Nase
116 des oberen Hebels 112 aufläuft (Abb. 5). Infolgedessen wird nämlich bei der
Weiterdrehung der Hebel io2 dieser Scheibe der Wirkung seiner Feder iog entgegen
zurückgehalten und somit gegen die Scheibe so verdreht, daß sein dem Stift 103 gegenüberliegendes
Ende
sich von dein anliegenden Arm des Hebels io6 hinweg und gegen dessen Drehzapfen
io5 bewegt und er hierauf mittels seines kleinen Stiftes io4 den Hebel io8 zurückhält.
Hierbei gibt dieser Hebel, der bis dahin mittels seiner außen vor den Stift
107 des Hebels io6 greifenden Nase diesen Hebel in der Stellung nach Abb.4
gehalten hat, den letzteren frei, worauf dieser durch seine Feder iog in die Stellung
nach Abb. 5 gedreht wird, mit seinem den Stift 107 tragenden Arm über den
Rand der Scheibe ioo vorspringt, mittels des oberen Hebels 118 und des Hebels iig
den Hebel 12o samt dem Anker i22 festhält und so das Weckerwerk abstellt.
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Hierauf wird der Apparat auf Betrieb eingestellt, indem man den Schlüssel
32 mit der Welle 31 wieder nach links dreht, und zwar bis zur Ankunft der Welle
34 (Abb. io und i i) in der durch die geometrische Achse der Triebe 33 und 38 gehenden
Ebene, also bis zur Wiederankunft der Teile in der Stellung nach Abb. io,--die wieder
durch das Einschnappen des Riegels 25 in die dem Trieb 38 gegenüberliegende Zahnlücke
28 und durch das Sichtbarwerden der Bezeichnung »Betrieb« auf dem Ring 15 angezeigt
wird. Bei dieser Linksdrehung von der Aufzugs- in die Betriebsstellung setzt die
sich mit der Scheibe 21 drehende Feder 29, indem sie beim Vorbeigang an dem Sperrzahnrad
43 vorübergehend in dasselbe eingreift, mittels dieses Rades und des Triebes 54
(Abb. i und 2) den Stirnzahnring 67 der Wirkung der Feder 69 (Abb. 5) entgegen in
kurze Linksdrehung (in Abb.2 Rechtsdrehung), worauf dieser Ring durch genannte Feder
sofort zurückgedreht wird. Hierbei wird der Stift 70 samt der ihn gegenüberliegende
Zahnlücke 28 und durch Anstoß des Stiftes 68 an dem Finger 72 der Wirkung der Feder
74 entgegen einwärts und durch die letztere sofort wieder auswärts gedreht und durch
den Haken 73, der sich bei der Einwärtsdrehung an den Umfang der Unruhe 75 anlegt,
diese in Schwingung und so das Uhrwerk in Gang gesetzt.
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Nach dieser Einstellung auf Betrieb kann man durch Rechtsdrehung der
Welle 31, die durch die Getriebe 33, 36, 38 und 4.5, 48, 49, 46,44 (Abb. i und 2)
auf den vom Uhrwerk, Schaltwerk und Schalter gebildeten Körper mit dem Ziffernring
65 übertragen wird, die frühere Einstellung auf die Tageszeit berichtigen.
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Wie schon erwähnt, dreht sich nun der genannte Körper, der durch die
Federwelle 86 mittels des auf dem Ring 44 abrollenden Triebes 87 angetrieben wird,
mit dem Ziffernring 65 in der Richtung des Pfeiles in Abb. 2 um die gemeinsame Achse,
und zwar in 24 Stunden einmal. Da der vordere Teil des Schlitzes 17 der Ringe 13
und 14 an der gleichen Stelle unter deren Skala liegt wie das äußere Ende der beiden
Auslösehebel 112 unter der Skala des Ringes 65, z. B. unter der Nachtstundenziffer
12, so tritt bei Ankunft des genannten Körpers in der Stellung, bei -der die auf
dem Ring 65 angezeigte Tageszeit mit der auf dem Ring 13 angezeigten Einschaltzeit
(z. B. 14 Uhr oder 2 Uhr nachm. wie in Abb.=-i) übereinstimmt, das äußere Ende des
oberen Hebels 11:2 dem Anfang des Schlitzes 17 des Ringes 13 gegenüber.-- Infolgedessen
gibt dieser Hebel dem Druck, den der auf seine Nase 116 (Abb. 5) aufgelaufene Stift
io3 des Hebels io2 der mittleren Scheibe ioo unter der Einwirkung der Feder iog
auf ihn ausübt, nach und somit den letz-. teren Hebel frei.
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Während der obere Hebel 112 sofort nach dem Abgleiten des Stiftes
103 von seiner Nase 116 durch seine Feder 113 in die Stellung nach Abb. 5
zurückgezogen wird, werden hierauf die Hebel io2 und io8 genannter Scheibe durch
ihre Federn iog in die durch ihren Anschlag an einem Stift der Scheibe bestimmte
Stellung nach Abb. 4 zurückgezogen, wobei der Hebel io2 durch Druck seines dem Stift
io3 gegenüberliegenden Endes auf den wieder anliegenden Arm des Hebels io6 den letzteren
der Wirkung seiner Feder entgegen ebenfalls in genannte Stellung zurückdreht. Hierdurch
werden die Hebel 118, iig und i2o wieder freigegeben, so daß das Weckerwerk weiter
abläuft, bis bei der dabei durch das Federhaus 88 bewirkten weiteren Rechtsdrehung
der Welle 98 mit den Scheiben ioo der Stift 103 des Hebels 1o2 der unteren
Scheibe ioo auf die i schiefe Kante der Nase 116 des unteren Hebels 112 aufläuft.
Infolgedessen werden in der gleichen Weise wie zuvor die Hebel io2, io8 und 1o6
der mittleren Scheibe ioo nun diejenigen der unteren Scheibe ioo in die j Stellung
nach Abb. 5 gedreht, wobei deren Hebel i o6 mittels des unteren Hebels i18 und der
Hebel i ig und 12o das Weckerwerk in der beschriebenen Weise abermals abstellt.
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Bei Ankunft des genannten Körpers, der , sich ununterbrochen weiterdreht
in der Stellung, bei der die auf dem Ring 65 angezeigte Tageszeit mit der auf dem
Ring 14 angezeigten Ausschaltzeit (z. B. 15 Uhr oder 3 Uhr nachm.) übereinstimmt,
tritt das äußere Ende i des unteren Hebels 112 dem Anfang des Schlitzes 17 des Ringes
14 gegenüber. Infolgedessen gibt dieser Hebel den Hebel io2 der unteren Scheibe
ioo frei, worauf die Hebel io2, 1o8 und 1o6 dieser Scheibe in die i Stellung nach
Abb.4 zurückkehren und die Hebel 118, iig und 12o wieder freigegeben
«-erden.
Das Weckerwerk läuft dann weiter ab, wobei das Federhaus 88 die Welle 98 mit den
Scheiben Zoo weiter nach rechts dreht, bis der Stift 103 des Hebels 1o2 der
oberen Scheibe ioo wieder an. der Nase 116 des Hebels i i i anstößt. Hierdurch werden
die Hebel io2, io8 und io6 dieser Scheibe in der beschriebenen Weise gedreht, so
daß der Hebel io6 mittels des oberen Hebels 118 und der Hebel zig und i2o das Weckerwerk
wieder abstellt.
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Letzteres wird also erstmals kurz vor Beendigung des Aufzuges durch
den Hebel i i i, zweitmals um die Einschaltzeit durch den oberen Hebel i z2 und,
drittmals um die Ausschaltzeit durch den unteren Hebel 11:2 ausgelöst. Die obere
Scheibe ioo mit Zubehör eilt der mittleren um 450 vor, die mittlere der unteren
um 135° und die untere der oberen um i8o° (s. Stifte 103 in Abb. q.). Es
macht daher die diese Scheiben tragende Welle 98 des Schaltwerkes von der ersten
Auslösung des Weckerwderkes bis zu der auf die zweite Auslösung folgenden Abstellung
durch den unteren Hebel 112, und von der dritten Auslösung bis zur darauffolgenden
Abstellung durch den Hebel i i i j e eine halbe Umdrehung und die von der Welle
98 mittels des Getriebes Toi, 125, 126 (Abb. 7) mit Übersetzung von 2 zu i angetriebene
Welle 123 des Schaltersprungwerkes je eine viertel Drehung, und zwar in der Richtung
des Pfeiles in Abb. B.
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Hierbei wird die Feder 130 dieses Werkes gespannt, indem die fest
auf der Welle 123 sitzende Schale 129, an der das eine Federende angreift, sich
mit der Welle dreht, während die lose auf dieser sitzende Büchse 12q., an deren
Nase 13i das andere Federende angreift, durch Anschlag dieser Nase an einer der
Klinken 132 an der Mitdrehung gehindert wird. Diese Klinke gleitet aber bei Beendigung
einer viertel Drehung der Schale 129 von deren Rand in dessen Ausschnitt ab und
schwingt unter dem Federdruck aus dem Weg der Nase 131 auswärts. Infolgedessen reißt
die sich plötzlich entspannende Feder 13o die Büchse 124 samt der mit dieser durch
Vierkant gekuppelten Schalterachse 135 bis zum Anschlag der Nase 131 an der nächsten
Klinke 132 herum. Die Schalterachse macht also mit den auf ihr sitzenden Kontaktbrücken
136 und Isolierscheiben 137 nach der zweiten Auslösung des Weckerwerkes um die Einschaltzeit
sowie nach der dritten Auslösung um die Ausschaltzeit ebenfalls je eine viertel
Drehung, jedoch eine schnellere als die Schaltwerkswelle 98, wobei eine augenblickliche
Umstellung des Schalters von der Ausin die Einschaltstellung oder umgekehrt erfolgt.
Die Schale 30 (Abb. i und 12 bis 1q.) macht ebenfalls die ganze Linksdrehung der
Welle 31 bei der Einstellung des Apparates mit und dreht bei Beginn dieser Drehung
infolge Anstoßes des auswärts gebogenen Endes ihres mit einem Ausschnitt versehenen
Randes an dem kurzen Randstück 151 des Vorreibers i5o den letzteren aus der Stellung,
in die man ihn vor der Einführung des Schlüssels 32 in die Büchse 148 gedreht hat,
in die Stellung nach Abb. 14, in der sie ihn auch bis zur Ankunft der Teile in der
Betriebsstellung hält. Bei dieser Stellung des Vorreibers i5o greift der Rand des
engeren Teils seines Langloches in die Ringnut des Schlüssels 32 ein, wodurch das
Herausziehen des letzteren verhindert wird. Bei Wiederankunft der Teile in der Betriebsstellung
nach Abb. To kommt aber auch die Schale 3o wieder in ihre Anfangsstellung nach Abb.
13, wobei das andere Ende ihres Randes vom Randstück 151 des Vorreibers i 5o abgleitet
und ihr Randausschnitt diesem Randstück den Austritt gestattet. Infolgedessen läßt
sich der Vorreiber wieder so einstellen, daß der weitere Teil seines Langloches
sich mit der Bohrung der Büchse 148 deckt und somit der Schlüssel herausgezogen
werden kann. Nachdem dies geschehen ist, kehrt der Vorreiber unter der Federwirkung
ebenfalls in seine Anfangsstellung nach Abb. 13 zurück, bei der er die Büchse 148
verschließt.
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Der Schlüssel kann also erst dann wieder herausgezogen werden, wenn
der Apparat betriebsfertig eingestellt ist.