DE47045C - Binder für Briefe und sonstige Papiere - Google Patents

Binder für Briefe und sonstige Papiere

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DE47045C
DE47045C DENDAT47045D DE47045DA DE47045C DE 47045 C DE47045 C DE 47045C DE NDAT47045 D DENDAT47045 D DE NDAT47045D DE 47045D A DE47045D A DE 47045DA DE 47045 C DE47045 C DE 47045C
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Germany
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Expired - Lifetime
Application number
DENDAT47045D
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English (en)
Original Assignee
L. LENOIR in Liege, 21 Rue Nysten, Belgien
Publication of DE47045C publication Critical patent/DE47045C/de
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Expired - Lifetime legal-status Critical Current

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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B42BOOKBINDING; ALBUMS; FILES; SPECIAL PRINTED MATTER
    • B42FSHEETS TEMPORARILY ATTACHED TOGETHER; FILING APPLIANCES; FILE CARDS; INDEXING
    • B42F13/00Filing appliances with means for engaging perforations or slots
    • B42F13/12Filing appliances with means for engaging perforations or slots with pillars, posts, rods, or tubes

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  • Sheet Holders (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
PATENTSCHRIFT
KLASSE 11: Büchbinderei.
LEON LENOIR in LIEGE (Belgien). Binder für Briefe und sonstige Papiere.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. August 1888 ab.
Den Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Binder für Briefe und sonstige Papiere, bestehend aus dem eigentlichen Binder und einem Umschlage.
In beiliegender Zeichnung zeigt Fig. 1 die Vorderansicht des Binders, und zwar die Stellung, in welcher Briefe u. s. w. auf demselben festgehalten werden können, Fig. 2 die Oberansicht, Fig. 3 die Rückseite und Fig. 4 die untere Seite. Fig. 5 ist ein Schnitt nach A-B, Fig. 6 nach C-D in Fig. 1, wobei die Vorrichtung in die Stellung zur Aufnahme von Briefen u. s. w. gedreht ist; Fig. 7 ist der Durchschnitt des geschlossenen Umschlages, Fig. 8 die Ansicht des geöffneten Umschlages, wobei die Führung für die Vorrichtung zum Verschliefsen des Umschlages theilweise ausgebrochen gezeichnet ist, Fig. 9 die Seitenansicht dieser Verschlufsführungtheilweise ausgebrochen, Fig. 10 der Querschnitt der Verschlufsführung und Fig. 11 die Ansicht eines Einbindestiftes für den Umschlag.
Die flache Schiene α ist mit Anstofsstiften b, einer Leiste c, Löchern d, einer Rippe e und an beiden Enden mit je einem Drehstift/ versehen. Daran setzt sich der rinnenförmige Theil g, dessen Enden durch Querstücke geschlossen sind, die den Drehstiften / als Lager dienen, so dafs sich g ein Stück um die flache Schiene α drehen kann. Die Drehstifte / befinden sich nicht ganz im Mittel der Schienenbreite, und der Durchmesser der Rinne g ist so gewählt, dafs bei geschlossenem Einbinder (Fig. 5) der eine Rand von g auf der flachen Schiene α ruht. Ist dagegen die Vorrichtung geöffnet (Fig. 6), so stöfst der andere Rand von g gegen die Stifte b.
Der Theil g. ist mit Einschnitten h versehen, die von dem einen Rand ausgehen und sich genau über den Löchern d der Schiene α befinden (Fig. ι und 4), auf dem anderen Rand von g, den Einschnitten h gegenüber, sind Aussparungen i angebracht (Fig. 3). Der Theil g ist noch mit einer seiner Länge nach durchgehenden Rippe / und mit den zwei Füfsen m versehen, die dazu dienen, den Binder bequem fassen und handhaben zu können.
Die Löcher d, die Einschnitte h und die Aussparungen i befinden sich genau in derselben Entfernung von einander, wie die Stifte q des Einbandes.
Die Handhabung dieses Binders ist folgende: Derselbe wird geöffnet, indem die Rinne g um ihre Achse gedreht wird, so dafs die beschriebenen Theile die Stellung nach Fig. 6 einnehmen. In dieser Stellung bringt man die Briefe u. s. w. auf die flache Schiene a, so dafs der Rand links derselben gegen die Rippe e sich legt und der obere Rand der Papiere mit der Leiste c in Berührung kommt. Hierauf wird die Rinne g um ihre Achse zurückgedreht, so dafs sie die in Fig. 5 dargestellte Lage einnimmt, wobei der Rand von g auf den Briefen u. s. w. ruht. Man fafst sodann den Binder mit beiden Händen, legt den mittleren Finger je auf einen Fufs m, während man die Daumen auf die Schiene α legt und die Theile α und g gegen einander preist. Dann sucht man mit den Zeigefingern die beiderseitig äufsersten Einschnitte h und führt die beiden äufsersten Stifte q des Einbandes in die

Claims (1)

  1. entsprechenden Schlitze h ein. Sind die Stifte q in den Einschnitten h ganz hinten angekommen, so drückt man auf den Binder, wobei die Stifte q des Einbandes die Briefe u. s. w. durchbohren und durch die Löcher d über die Schiene α ragen.
    Dann wird die Rinne g nach unten, und zwar von vorn nach hinten gedreht, wodurch jeder Druck auf die eingebundenen Briefe aufhört und der Rand von g gegen die Anstofsstifte b der Schiene α stöfst, sowie die Aussparungen i über die Stifte q des Einbandes, ohne letztere zu berühren, hinweggreifen. IrI der geöffneten Stellung des Binders ist die Schiene α von den Stiften q des Einbandes durch Hochheben abzuziehen und der Binder aus dem Einband zu entfernen.
    Um das Aufsuchen der äufsersten Einschnitte h des Theiles g zu erleichtern, kann man, wie gezeichnet, die Ränder derselben mit Wulsten η versehen.
    Die Einbände, .welche bei den jetzt gebräuchlichen Bindern zur Anwendung kommen, können ebenfalls für die beschriebene Vorrichtung dienen, aber vorzugsweise eignet sich dazu der in Fig. 7 bis 11 dargestellte Einband. Der Rücken desselben ist steif, der Metallstreifen ρ mit den Stiften q ist an der Einbanddecke mittelst eines Gegenstreifens P1 befestigt. Dem Streifen ρ gegenüber befindet sich der Verschlufs, bestehend aus einer mit zwei hohlen, halbcylindrischen Führungen r und rx versehenen Platte. Die letztere ist mittelst einer Gegenplatte p2 an der Einbanddecke befestigt. Die Führung T1 ist mit so vielen Löchern r2 versehen, als Stifte q sich auf
    Löcher r,
    der Einband
    Stifte q mit
    dem Streifen ρ befinden. Diese 2 sind derart angeordnet, dafs, wenn
    die die
    zusammengeklappt wird,
    ihren Oesen qx sicher in
    Löcher r2 eindringen. In der Führung r befindet sich eine mittelst des Griffes t2 bewegliche Stange t, die mit so vielen Haken ix versehen ist, als Stifte q vorhanden sind. Diese Haken ij ragen in die Führung T1 und können mittelst der Stange t eine genügende Hin- und Herbewegung erhalten, um in die Oesen ql der Stifte q einzudringen und auf diese Weise den Einband zu schliefsen.
    Die Fig. 12 bis 19 stellen den vorher beschriebenen Einband mit abgeänderter Führung dar, und zwar ist hierbei anstatt der doppelten Führung r und T1 nur eine einfache Führung r angewendet, und die ihrer Länge nach in derselben geführte Stange t mit eingeschlitzten Haken I1 steht, ihrer Breite nach, senkrecht auf der Gegenplatte p2.
    Fig. 12 stellt den .Einband geschlossen dar, unmittelbar vor einem Stift q durchschnitten gedacht. Fig. 13 zeigt den Einband aus einander geklappt. Fig. 14 ist ein Schnitt nach E-F der Fig. 13, Fig. 15 ein Schnitt nach G-H der Fig. 12. Fig. 16 stellt die Führung von der hohen Kante mit durchschnittenem Stift q dar, Fig. 17 den Schnitt nach K-L der Fig. 16, Fig. 18 den Schnitt nach M-N von Fig. 17 und Fig. 19 den Schnitt nach O-P von Fig. 17.
    Paτεnt-Anspruch:
    Ein Binder für Briefe und sonstige Papiere, bestehend aus einer mit Stiften b, Leiste c, Rippe e, Löchern d und Drehstiften f versehenen flachen Schiene α aus Metall und aus einem halbcylindrischen, an seinen Enden, mit Querwänden zur Aufnahme der Drehstifte f versehenen Theil g mit Einschnitten h, Aussparungen i und Füfsen m, in Verbindung, oder auch nicht, mit einem Einband, dessen Stifte q mittelst einer mit Haken t1 versehenen Stange t, die in der Führung r oder r rl gleiten kann, fixirt werden und so den Einband schliefsen.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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