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Fahrbare Verlademaschine Die Erfindung bezieht sich auf eine insbesondere
zum Verladen von Kohlen bestimmte, fahrbare Maschine mit einem vorderen und einem
hinteren Förderer. von denen der hintere zusammen mit einem zwischen beiden Förderern
angeordneten Trichter durch Druckmittel waagerecht schwingbar ist.
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Die Erfindung besteht in der neuartigen Anordnung der Druckvorrichtungen,
ihrer Einstellung und den Mitteln,- die die Arbeit der Druckvorrichtungen auf den
hinteren Förderer in einfacher und zuverlässiger Weise übertragen, und zwar ist
von den zum Ausschwingen des hinteren Förderers dienenden, aus Zylinder und Kolben
bestehenden hydraulischen Druckvorrichtungen, denen das Druckmittel durch ein gemeinsames
Verteilungsventil wechselweise zugeführt werden kann, je eine auf jeder Seite eines
feststehenden Teiles des vorderen Förderers angeordnet, und die Kolben der Druckvorrichtungen
wirken auf einen Seilzug, der um dbn Trichter geht und diesen und damit den ganzen
hinteren Förderer nach rechts oder links schwingen kann, je nachdem die rechts oder
links von der Maschine gelegene Druckvorrichtung in Tätigkeit tritt.
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In der Zeichnung ist der Erfindungsgegenstand beispielsweise dargestellt,
und zwar zeigt: Abb. i eine Seitenansicht des -hinteren Teiles der Maschine, Abb.
ia eine ähnliche Ansicht des vorderen Teiles der Maschine, Abb.2 eine Draufsicht
des hinteren Teiles derselben, Abb.2a eine ähnliche Draufsicht des vorderen Teiles,
Abb.3 eine Oberansicht des Trichters und der benachbarten Teile, z. T. im Schnitt,
Abb. 4 einen Schnitt nach Linie 4-4 der Abb. 3.
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Die Maschine- besteht aus -dem Fahrgestell 5 mit auf ihm befestigten
Rahmenplatten 6, einem vorderen Förderer 95 und einem hinteren Förderer 92. Zwischen
den beiden ist ein Trichter 67 vorgesehen. Der vordere Förderer ist= starr an dem
Maschinenrahmen befestigt und besitzt an seinem freien Ende eine Sammelvorrichtung,
mittels welcher die zu verladende Kohle, z. B. vom Boden (Grubensohle), auf den
Förderer gekratzt wird. Letzterer liegt mit seinem hinteren Ende oberhalb des Trichters
67 und gibt daselbst die von ihm geförderte Kohle an den hinteren Förderer 92 ab,
der die Kohle, z. B. in unter seinem hinteren Ende aufzustellende Grubenwagen o.
dgl., entlädt. - - Der hintere Förderer 92 ist starr mit dem Trichter 67 verbunden.
Der Antrieb der Maschine erfolgt durch den Motor il.
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Damit die Maschine, die vor allem in Bergwerken Verwendung findet,
sich den Kurven der Grubengänge und der Lage der Auf- und Abladestellen anpassen
kann, sind die Endteile der-beiden Förderer 92, 95 bei 93 oder 96 derart drehbar
gelagert, daß sie senkrecht verstellt werden können. Außerdem
ist
der hintere Förderer 92 waagerecht ausschwingbar, was durch Drehung des Trichters
67 bewirkt wird, welcher den betreffenden Förderer trägt. Der Trichter ist, wie
aus Abb.3 und 4 ersichtlich, um senkrechte Wellen 62, 63 drehbar. Dabei ist er mit
Laufrollen 136 (Abb.3) versehen, die auf einem vom Fahrgestell gebildeten Gleis
66, 65 -(Abb. 4, 3) laufen. Der Trichter bildet an seinem Boden eine Seiltrommel
222.
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Die Verstellung der Förderer oder Fördererteile erfolgt auf hydraulischem
Wege. Während die Endteile der Förderer 92 und 95 sich durch ihre eigene Schwere
senken können, dienen zum Anheben derselben hydraulische Heber 153 und 154.
Die waagerechte Verstellung des hinteren Förderers erfolgt durch hydraulische Druckvorrichtungen
x55,. 156 (vgl. Abb. i, ia, 2, 2a), die symmetrisch zu beiden Seiten des Fördererteiles
97 liegen. Die Kolben der Druckvorrichtungen i55 und 156 tragen an den außenliegenden
Enden ihrer Kolbenstangen Seilscheiben 2i9. Außerdem befinden sich Seilscheiben
22o auf jeder Rahmenplatte 6: Um die Scheiben 2 i 9 und 22o sowie um die Seiltrommel
222 des Bodens des Trichters 67 läuft ein Seil 221. Die Trommel 222 (Abb. 4) liegt
konzentrisch zu den Wellen 63, 62.
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Das Druckmittel, z. B. Öl, ist in einem Vorratsbehälter .173 enthalten,
der an der Hinterseite der Platten 6 über dem Motor 14 angeordnet ist. Von dem Behälter
173 geht eine Leitung über eine vom Motor der Maschine angetriebene Druckpumpe zu
einem Verteilungsventil, das durch Zu- und Rückleitungen mit den verschiedenen Druckvorrichtungen
153, 154, 155, 156 verbunden ist und von dem eine gemeinsame Rückleitung zum Behälter
173 führt. Das Verteilungsventil (nicht gezeigt) ist von Hand einstellbar und zweckmäßig
am Führerstand, etwa auf der Platte 6, angeordnet.
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Je nachdem der eine oder andere Kolben der Druckvorrichtungen 155
und 156 durch das Druckmittel nach hinten bewegt wird, erfolgt durch die Wirkung
der Kolben auf das Seil 221, dessen Enden bei 223 an der Maschine befestigt sind,
eine Drehung des Trichters und hinteren Förderers in waagerechter Ebene nach der
einen oder anderen Seite.
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Um den hinteren Förderer nach rechts zu schwingen, wird das. Verteilungsventil
so eingestellt, daß das Druckmittel zu der rechts gelegenen Druckvorrichtung 156
strömt und dessen Kolben nach hinten treibt, der dadurch einen Zug auf das Seil
221 ausübt. Gleichzeitig wird das Seil an der linken Seite auf der Trommel 222 aufgewickelt
und bewirkt, daß der Kolben der links gelegenen Druckvorrichtung 155 in seinen Zylinder
zurückgeht. Das hinter dem letzteren Kolben befindliche Druckmittel fließt dabei
über das Verteilungsventil zum Behälter 173 zurück. Um den- Förderer nach
links zu schwingen, erfolgt die Einstellung des Verteilungsventils derart, daß das
Druckmittel zu der links gelegenen Druckvorrichtung 15 5 strömt und deren
Kolben nach hinten treibt, so daß dieser an der linken Seite der Maschine einen
Zug auf das Seil 221 ausübt. Gleichzeitig wird das Seil an der rechten Seite auf
die Trommel 222 aufgewickelt und veranlaßt den Kolben der rechts gelegenen Druckvorrichtung
in seinen Zylinder zurückzugehen, wobei das Druckmittel hinter diesem Kolben über
das Verteilungsventil zum Behälter 173 zurückfließt. Die Kolben der Druckvorrichtungen
155 und 156 sind zweckmäßig unter Federwirkung gesetzt, um das Seil 221 straff
zu halten.