DE467331C - Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen fuer Braunkohle o. dgl. - Google Patents

Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen fuer Braunkohle o. dgl.

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DE467331C
DE467331C DEA41986D DEA0041986D DE467331C DE 467331 C DE467331 C DE 467331C DE A41986 D DEA41986 D DE A41986D DE A0041986 D DEA0041986 D DE A0041986D DE 467331 C DE467331 C DE 467331C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B65CONVEYING; PACKING; STORING; HANDLING THIN OR FILAMENTARY MATERIAL
    • B65GTRANSPORT OR STORAGE DEVICES, e.g. CONVEYORS FOR LOADING OR TIPPING, SHOP CONVEYOR SYSTEMS OR PNEUMATIC TUBE CONVEYORS
    • B65G65/00Loading or unloading
    • B65G65/28Piling or unpiling loose materials in bulk, e.g. coal, manure, timber, not otherwise provided for

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Excavating Of Shafts Or Tunnels (AREA)

Description

  • Verfahren zum Aufschließen von Tagebauen für Braunkohle o. dgl. Das Aufschließen von Tagebauen, beispielsweise für Braunkohlen, erfolgt bekanntlich in der Weise, daß durch Eimerkettenbagger oder sonstige Gewinnungsgeräte der Erdaushub vorgenommen wird. Die gewonnenen Gebirgsmafsen werden dabei durch Abraumzüge weggefördert und in den meisten Fällen auf Halden, die sogenannten Aufschlußhalden, geschüttet. Derartige Erdbewegungen mittels Zugbetrieb erfordern neben mehreren Abraumzügen und den zugehörigen Gleisanlagen eine große Anzahl Arbeiter, die besonders für das Instandhalten des Lokomotiv- und Wagenparkes, für das Legen und Rücken der oft kilometerlangen Gleisstränge und ferner für da, zweckmäßige Anschütten der Halde unbedingt benötigt werden.
  • Wenn man erwägt, daß auf diese Weise in vielen Gruben des Tagebaues, insbesondere Braunkohlentagebaues, Tag für Tag Tausende von Kubikmetern kilometerweit und unter erheblichen Kosten abtransportiert werden müssen, so liegt es auf der Hand, daß eine Verbilligung dieses außerordentlich unproduktiven Arbeitsprozesses die größten wirtschaftlichen Vorteile mit sich bringt.
  • Mittels Abraumfördcrbrücken ist es nun möglich, die Umlagerung der Deckgebirgsmassen mit nur einem Bruchteil des bisherigen Mannschaftsbedarfes zu bewerkstelligen und an Stelle des kilometerweiten Förderns mittels Wagen und der ungeheuren Förderkosten des bisherigen Betriebes die Massen auf kürzestem Wege (über den Tagebau hinweg) an ihre Lagerungsstelle zu schaffen und sie dort in einer allen Erfordernissen des modernen Bergwerksbetriebes entsprechenden Weise zu verstürzen.
  • Der Kraftbedarf für die Abraumbewegung, die Transportkosten und der Verbrauch an Schmier- und Putzmaterialien erfordert somit nur Bruchteile der Kosten des bisherigen Betriebes. Es kommt noch hinzu, däß die Anschaffungskosten von Neuanlagen für Tagebauen erheblich geringer werden, was besonders für die Rentabilität des Betriebes von hohem Werte ist.
  • Es ist nun erwünscht, in solchen Fällen, in denen man sich zur Anwendung des Förderbrückenbetriebes für ein neues Feld entschlossen hat, nicht erst für die Zeit des Tagebauaufschlusses einen komplizierten und teuren Zugbetrieb einzurichten.
  • Nach der Erfindung erfolgt der Aufschluß des Tagebaues derart, daß die haldenseitige Stütze der Abraumförderbrücke zunächst auf die Terrainoberkante gestützt wird, die ganze Brücke also in schräger Lage arbeitet. Dabei ist das baggerseitige Ende der Förderbrücke auf dem Bagger bzw. dem Gewinnungsgerät selbst oder unmittelbar daneben auf Gleisen gelagert. Der Bagger räumt die über dem Kohlenflöz liegende Decke ab, wobei die gewonnenen Massen über die Brücke hinweggefördert und auf die Aufschlußhalde geschüttet werden.
  • Dem Arbeitsfortschritt des Gewinnungsgerätes folgend, wird die Brücke allmählich quer zum Tagebau verschoben, bis das haldenseitige Stützwerk derselben vor der Kante des ersten Einschnittes argelangt ist. Schon vorher wird der vor der Stütze liegende, bereits ausgehobene Tagebau durch auf der Brücke angeordnete Abwurfvorrichtungen bis zur Terrainoberkante mit Abraummassen angefüllt.
  • Im weiteren Verlauf des Aufschlusses wird eine schräg nach dem Kohlenbetrieb hin abfallende Fläche aufgeschüttet, auf welcher allmählich das Gleis des haldenseitigen Stützwerkes in die Grube selbst hineimückt und so die Brücke in ihre horizontale Lage gelangt, d. h. ihre normale Arbeitsstellung erhält.
  • Bei der Aufschüttung dieser schrägen Ebene wird das jeweils überschüssige Material in beliebiger Höhe auf die Halde geschüttet. Der Arbeitsvorgang des Tagebauaufschlusses findet sein Ende, wenn das haldenseitige Fahrwerk etwa 2 bis 3 m über der Tagebausohle bzw. dem Liegenden angelangt ist, jene Stellung, bei der die Brücke waagerecht, d. h. in ihrer normalen Arbeitsstellung steht. Zu bemerken ist noch, daß nach dem Freilegen des Kohlenflözes der Abbau der Kohle erfolgen kann.
  • Auf den Zeichnungen ist der Erfindungsgegenstand schematisch dargestellt, und zwar zeigt Aob. i die Stellung der Abraumförderbrücke beim Beginn des Tagebauaufschlusses, Abb.2 die Stellung, bei der ein Teil des Deckgebirges abgeräumt ist und die haldenseitige Brückenstütze vor dem ersten Einschnitt angelangt ist, Abb. 3 die Lage der Brücke bei fortgeschrittenem Tagebauaufschluß und Abb. q. die Lage der Brücke in ihrer normalen Arbeitsstellung.
  • Es bedeutet a die Abraumförderbrücke, die mit dem Förderer b, Ablagerungseinrichtungen c, d und gegebenenfalls auch mit dem Gewinnungsgerät e ausgerüstet ist. Beim Beginn des Tagebauaufschlusses wird das haldenseitige Stützwerk f der Brücke auf die Terrainoberkante und das andere Ende auf das Deckgebirge gestützt. Das Gewinnungsgerät e Bagger o. dgl. räumt das Deckgebirge bis zum Kohlenflöz ab, wobei die gewonnenen Massen mittels der Fördereinrichtung b über die Brücke a hinweggefördert und auf die Aufschlußhalde geschüttet werden. Ist der Tagebauaufschluß so weit fortgeschritten, daß das haldenseitige Brückenfahrwerk f vor den ersten Einschnitt zu stehen kommt (Abb. 2), so wird mittels der Abwurfvorrichtung d der vor der Stütze liegende, bereits ausgehobene Tagebau mit Abraummassen argefüllt, derart, daß eine schräg in den Tagebau hineinlaufende Ebene (Abb. 3) entsteht, auf der sich im weiteren Verlauf des Aufschlusses das erwähnte Stützwerk f in der angedeuteten Pfeilrichtung bewegt. In der Stellung der Brücke nach Abb q. ist der Aufschluß des Tagebaues beendet und der Abraumbetrieb nimmt seine normale Form an. Die freigelegte Kohle wird in bekannter Weise durch Bagger h o. dgl. gewonnen.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Aufschließen von Tagebauen für Braunkohle o. dgl., dadurch gekennzeichnet, daß man die die Förderung und Ablagerung besorgende, an sich bekannte Abraumförderb ücke (a) vom ersten Einschnitt an sich selbst von der Abstützung des haldenseitigen Stützwerks (f) auf der Geländeoberfläche allmählich in ihre endgültige Arbeitsnormallage herunter arbeiten läßt, indem sich die Brücke den Untergrund für ihre haldenseitige Fahrbahn von der Höhe des natürlichen Geländes in allmählich nach der Tagebaugrube zu abfallender Linie vorschüttet.
DEA41986D 1924-04-06 1924-04-06 Verfahren zum Aufschliessen von Tagebauen fuer Braunkohle o. dgl. Expired DE467331C (de)

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