DE463913C - Abscheidung von Schwermetallen aus ammoniakalischen Loesungen - Google Patents

Abscheidung von Schwermetallen aus ammoniakalischen Loesungen

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DE463913C
DE463913C DEI27842D DEI0027842D DE463913C DE 463913 C DE463913 C DE 463913C DE I27842 D DEI27842 D DE I27842D DE I0027842 D DEI0027842 D DE I0027842D DE 463913 C DE463913 C DE 463913C
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DE
Germany
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solutions
ammoniacal
copper
metals
separation
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Expired
Application number
DEI27842D
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English (en)
Inventor
Dr Carl Mueller
Dr Leo Schlecht
Dr Walter Schubardt
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IG Farbenindustrie AG
Original Assignee
IG Farbenindustrie AG
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Publication date
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C22METALLURGY; FERROUS OR NON-FERROUS ALLOYS; TREATMENT OF ALLOYS OR NON-FERROUS METALS
    • C22BPRODUCTION AND REFINING OF METALS; PRETREATMENT OF RAW MATERIALS
    • C22B3/00Extraction of metal compounds from ores or concentrates by wet processes
    • C22B3/20Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching
    • C22B3/44Treatment or purification of solutions, e.g. obtained by leaching by chemical processes
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
    • Y02TECHNOLOGIES OR APPLICATIONS FOR MITIGATION OR ADAPTATION AGAINST CLIMATE CHANGE
    • Y02PCLIMATE CHANGE MITIGATION TECHNOLOGIES IN THE PRODUCTION OR PROCESSING OF GOODS
    • Y02P10/00Technologies related to metal processing
    • Y02P10/20Recycling

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Description

  • Abscheidung von Schwermetallen aus ammoniakalischen Lösungen Um aus ammoniakalischen Lösungen von Schwermetallsalzen oder -oxyden" z. B. Kupfersalzlösungen, das Metall abzuscheiden, hat man diese Lösungen bisher in geeigneter Verdünnung der Elektrolyse unterworfen oder mit Fällungsmitteln behandelt. Man hat auch die Abscheidung der Metalle dadurch bewirkt, daß durch Erhitzen bzw. Eindampfen der Lösungen das Ammoniak ganz oder teilweise ausgetrieben wurde, wobei z. B. aus ammoniakalischen Kupfersalzlösungen Kupferoxyd oder basisches Kupfersalz gefällt wurde. Auch ist schon vorgeschlagen worden, ammoniakalische Kupfersalzlösungen mit schwefliger Säure zu reduzieren und dadurch das Kupfer als schwerlösliche Verbindung zu fällen. Alle diese Verfahren haben jedoch den Nachteil, daß die von dem Metall befreite Restlösung nicht ohne weiteres wieder in der anfänglich vorhandenen Zusammensetzung erhalten wird, sondern daß sie durch Eindampfen oder auf noch umständlichere Weise regeneriert werden muß. Die bisher nicht mögliche einfache Rückgewinnung der ammoniakalischen Lösung in möglichst unveränderter Konzentration ist jedoch für die Wirtschaftlichkeit mancher Verfahren, z. B. für das Auslaugen von Kupfer aus kupferarmen Erzen, ausschlaggebend. Es wurde nun gefunden, daß man Schwermetalle aus ammoniakalischen Lösungen von Schwermetallverbindungen auf einfache Weise als solche oder in Form unlöslicher Verbindungen vollständig oder nahezu vollständig dadurch ausfällen kann, daß man die Lösungen mit Kohlenoxyd, Wasserstoff oder deren Gemischen oder diese enthaltenden Gasen bei erhöhter Temperatur unter Druck behandelt. Man erhält hierbei eine freies Ammoniak enthaltende Restlösung, weiche unmittelbar, z. B. zum Auslaugen von Erzen, wiederverwendet werden kann. Druck und Temperatur wählt man entsprechend der Natur des auszufällenden Metalles und der jeweiligen Konzentration der Lösung. Man kann das Metall bei um so niedrigerem Druck und bei um so tieferer Temperatur praktisch vollständig abscheiden, je verdünnter die Lösung ist. Das Verfahren ist anwendbar für die Abscheidung sämtlicher Metalle, «-elche mit Ammoniak lösliche Verbindungen liefern, wie z. B. Silber, Kupfer, Nickel, Kobalt oder Zink, und zwar können bei der Abscheidung Druck und Temperatur um so niedriger sein, je edler das Metall ist. Bei verdünnten ammoniakalischen Silbersalzlösungen ist es sogar möglich, z. B. durch Kohlenoxyd bei gewöhnlicher oder wenig erhöhter Temperatur und erhöhtem Druck oder bei erhöhter Temperatur tind@,Atmosphärendruck, eine vollständige Fällung zu erzielen. Man kann deshalb auch durch Anwendung zunächst von niedrigen und dann höheren Drucken bzw. Temperaturen aus einer Lösung, die mehrere Metalle enthält, die Metalle nacheinander ausfällen und dadurch trennen. Der hierbei erhaltene Niederschlag besteht je nach der Behandlungsdauer, dem gewählten Druck und der Arbeitstemperatur entweder aus Metall oder Oxyd bzw. basischem Salz, vorzugsweise der niedrigsten Oxydationsstufe.
  • Das Verfahren wird zweckmäßig in einem Druckapparat ausgeführt, in dem die Lösung und das Gas auf irgendeine Weise, z. B. durch eine Rühr- oder Schüttelvorrichtung, bewegt bzw. durchmischt werden können. Die Innenwand des Druckgefäßes kleidet man mit einem Material aus, welches sowohl dem Angriff der ammoniakalischen Lösung als auch dem. der Gase standhält. So verwendet man z. B. beim Arbeiten mit kohlenoxydhaltigen Gasen zur Verhinderung der Bildung von Metallcarbonyl vorteilhaft einen innen verbleiten oder verkupferten Autoklaven.
  • Das Verfahren ist von besonderer Bedeutung für die Gewinnung des Kupfers aus ammoniakalischen Lösungen, wie sie z. B. beim Auslaugen von Kupferschiefer erhalten werden, da hierbei das Kupfer auf einfache Weise von den anderen in der Lösung enthaltenen Metallen getrennt abgeschieden und die Restlösung ohne weiteres wiederverwendet werden kann. Beispiel. Eine ammoniakalische Lösung, welche im Liter 0,049 Silber und 6- Kupfer enthält, wird zunächst 3 Stunden mit Wassergas bei 5o° und 13o Atm. Druck behandelt. Hierbei fällt alles Silber als schwammiger, grauer, kupferfreier Niederschlag aus und kann durch Filtrieren abgetrennt werden. Das silberfreie Filtrat, welches@das Kupfer zum größten Teil schon in der Oxydulstufe enthält, wird dann nochmals mit Wassergas unter 13o Atm. 3 Stunden auf 2oo° erhitzt, wobei 95,3 des in der Lösung enthaltenen Kupfers in Form eines hellroten metallischen Pulvers mit einem Gehalt von 98,5 04 Kupfer abgeschieden werden.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Abscheidung von Schwermetallen aus ammoniakalischen Lösungen von Schwermetallverbindungen, insbesondere von Kupfer aus ammoniakalischen Kupferlösungen, dadurch gekennzeichnet, daß man die Lösungen mit Kohlenoxyd oder Wasserstoff oder ihren Gemischen oder diese enthaltenden Gasen unter Druck und bei erhöhter Temperatur derart behandelt, daß eine vollständige oder nahezu vollständige Abscheidung der Schwermetalle erfolgt.
  2. 2. Ausführungsform des Verfahrens nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß man aus ammoniakalischen Lösungen, die mehrere Metalle enthalten, durch die Anwendung verschiedener Drucke und Temperaturen nacheinander die einzelnen Metalle getrennt ausfällt.
  3. 3. Abänderung des Verfahrens nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß zur Fällung von edlen Metallen entweder nur bei erhöhtem Druck oder nur bei erhöhter Temperatur gearbeitet wird.
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Cited By (4)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1046329B (de) * 1954-01-08 1958-12-11 Chemical Construction Corp Verfahren zur Gewinnung von Metallen
DE1132550B (de) * 1954-01-07 1962-07-05 Sherritt Gordon Mines Ltd Verfahren zur Abscheidung von Nickel und/oder Kobalt in Pulverform aus einer waessrigen Loesung eines komplexen Amminsalzes des Metalls durch Reduktion mit einem reduzierenden Gas
DE1256506B (de) * 1963-11-06 1967-12-14 Gen Motors Corp Stromlose Hochglanzvernickelung von Werkstuecken
DE1518359B1 (de) * 1961-07-25 1971-04-22 Toho Rayon K K Verfahren zur Gewinnung von freien Alpha-Aminosaeuren aus deren Cupricomplexsalzen

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