DE463140C - - Google Patents

Info

Publication number
DE463140C
DE463140C DENDAT463140D DE463140DA DE463140C DE 463140 C DE463140 C DE 463140C DE NDAT463140 D DENDAT463140 D DE NDAT463140D DE 463140D A DE463140D A DE 463140DA DE 463140 C DE463140 C DE 463140C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
oxalyl chloride
chloride
acid
aromatic
hydrochloric acid
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Active
Application number
DENDAT463140D
Other languages
English (en)
Publication of DE463140C publication Critical patent/DE463140C/de
Active legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C07ORGANIC CHEMISTRY
    • C07CACYCLIC OR CARBOCYCLIC COMPOUNDS
    • C07C233/00Carboxylic acid amides

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Organic Low-Molecular-Weight Compounds And Preparation Thereof (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBEN AM 23. JULI 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 12 ο GRUPPE
F 60368 IVj 12 o2 Tag der Bekanntmachung über die Erteilung des Patents: 5. Juli
LG. Farbenindustrie Akt-Ges. in Frankfurt a. M.*)
Verfahren zur Darstellung aromatischer Oxaminsäurechioride
Patentiert im Deutschen Reiche vom 26. November 1925 ab
Die Chloride aromatischer Oxaminsäuren waren bisher nur auf umständlichem Wege zugänglich (Berichte 23, 1890, Seite 1823). Die Einwirkung von Oxalylchlorid auf freie Basen, z. B. Anilin, Naphtylamin usw., führt nicht zum Ziel. Die Darstellung aromatischer Oxaminsäurechioride mittels Oxalylchlorid beschränkte sich vielmehr auf sekundäre Amine, wie Monoäthylanilin, Diphenilamin usw. (Berichte 46, 1913, Seite 3915). Es wurde nun die bemerkenswerte Beobachtung gemacht, daß auch von primären aromatischen Aminen mittels Oxalylchlorid die Oxaminsäurechioride in glatter Reaktion er-
X5 hältlich sind, wenn man statt der freien Basen ihre salzsauren Salze in Anwendung bringt. Man kann mit einem größeren oder ganz geringen Überschuß von Oxalylchlorid und bei Ab- und Anwesenheit von indifferenten Verdünnungsmitteln arbeiten. Die Oxaminsäurechioride scheiden sich meistens in kristallisiertem Zustande aus oder können durch Zugabe von Petroläther zum Lösungsmittel gefällt werden.
Beispiel 1.
In 200 Gewichtsteile Oxalylchlorid werden unter lebhaftem Rühren bei gewöhnlicher Temperatur ziemlich rasch 50 Gewichtsteile feinpulverisiertes salzsaures Anilin eingetragen. Unter lebhafter Salzsäureentwicklung tritt Lösung ein, und bald erstarrt das Ganze zu einem dicken Brei von farblosen Blättchen, die bei gelindem Erwärmen wieder in Lösung gehen. Nun wird bei vermindertem Druck das überschüssige Oxalylchlorid abdestilliert und der Rückstand aus Ligroin umgelöst. Das so< erhaltene Phenoloxaminsäurechlorid schmilzt in Übereinstimmung mit den Literaturangaben bei 82,5°. Die Ausbeute ist annähernd die berechnete.
Be i s ρ i e 1 2.
100 Gewichtsteile salzsaures ^-Naphtylamin werden in 400 Gewichtsteilen Chlorbenzol suspendiert und bei etwa io° 100 Gewichtsteile Oxalylchlorid zugegeben. Unter Rühren läßt man die Temperatur langsam ansteigen. Bei etwa 150 beginnt die Salzsäureentwicklung. Nach einigem Rühren bei Zimmertemperatur fängt das Säurechlorid an, sich abzuscheiden. Nach Aufhören der Salzsäureentwicklung kann der Rest des Chlorids durch Zugaben von Petroläther gefällt werden, oder man kann die Chlorbenzollösung nach Albdestillieren des überschüssigen Oxalylchlorids unter vermindertem Druck direkt zu weiteren Reaktionen benutzen. /J-Naphtyloxaminsäurechlorid kristallisiert aus Benzol in fast farblosen langen weichen Nadeln, die bei 114 bis 1150 unter Zersetzung schmelzen.
Auf ähnliche Art lassen sich die Oxaminsäurechioride anderer aromatischer Amine
*) Von dem Patentsitcher ist als der Erfinder angegeben worden:
Dr. Josef Haller in Wiesdorf.
darstellen. Bei manchen ist es empfehlenswert, die Reaktion durch gelindes Erwärmen zu unterstützen, z. B. bei der Darstellung des o-Toluyloxaminsäurechlorids (gelbe Nadeln vom Schmelzpunkt 89 bis 90 °) oder des a-Naphtyloxaminsäurechlorids (gelblich gefärbte Nadeln vom Schmelzpunkt 86°} und anderer.

Claims (1)

  1. Patentanspruch:
    Verfahren zur Darstellung von Chloriden aromatischer Oxaininsäuren, dadurch gekennzeichnet, daß man auf die salzsauren Salze von primären aromatischen Aminoverbindungen Oxalylchlorid einwirken läßt.
DENDAT463140D Active DE463140C (de)

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE463140C true DE463140C (de)

Family

ID=575176

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DENDAT463140D Active DE463140C (de)

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE463140C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE463140C (de)
DE855551C (de) Verfahren zur Herstellung von Mono- bzw. symmetrischem Dimethylharnstoff
DE1792708A1 (de) Verfahren zur Herstellung von Bisimidazolinderivaten
DE3104310A1 (de) Verfahren zur herstellung von 5-chlor-2-nitroanilin
DE1280873B (de) 3-Sulfanilamido-4-methyl-isoxazol und Verfahren zu seiner Herstellung
DE170630C (de)
DE876238C (de) Verfahren zur Herstellung von aliphatischen Dicarbaminsaeurechloriden bzw. Diisocyanaten
DE491090C (de) Verfahren zur Herstellung von 9, 10-Bisaminoarylanthracenen
DE580519C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-Oxy-3-arylaminonaphthalinen
DE614325C (de) Verfahren zur Einfuehrung von Aldehydgruppen in Indole
DE715023C (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenalkylaminen
DE301121C (de)
DE485309C (de) Verfahren zur Darstellung von aromatischen Ringketonen
AT262265B (de) Verfahren zur Herstellung von 2-Methyl-4-chlorphenoxyalkansäuren
DE733514C (de) Verfahren zur Herstellung von aromatischen Sulfonsaeureamiden
DE890507C (de) Verfahren zur Herstellung von Abkoemmlingen von Thiazolen bzw. Thiazolonen-(2)
DE267522C (de)
DE638374C (de) Verfahren zur Herstellung einer hydroaromatischen Oxycarbonsaeure
DE639509C (de) Verfahren zur Herstellung von Kondensationsprodukten aus o-Diketonen
DE499322C (de) Verfahren zur Darstellung von 2-Mercaptoarylenthiazolen
DE175589C (de)
DE622875C (de) Verfahren zur Darstellung von tertiaeren Nitrilen
DE292394C (de)
AT235839B (de) Verfahren zur Herstellung von Chinazolon-(4)-Derivaten
AT156164B (de) Verfahren zur Herstellung von Halogenalkyl- bzw. Halogenaralkylaminen.