DE46301C - Verfahren zum Verzinken von Metallwaaren - Google Patents

Verfahren zum Verzinken von Metallwaaren

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DE46301C
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DENDAT46301D
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H. FRANKEN in Schalke (Westphalen.)
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C23COATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; CHEMICAL SURFACE TREATMENT; DIFFUSION TREATMENT OF METALLIC MATERIAL; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL; INHIBITING CORROSION OF METALLIC MATERIAL OR INCRUSTATION IN GENERAL
    • C23CCOATING METALLIC MATERIAL; COATING MATERIAL WITH METALLIC MATERIAL; SURFACE TREATMENT OF METALLIC MATERIAL BY DIFFUSION INTO THE SURFACE, BY CHEMICAL CONVERSION OR SUBSTITUTION; COATING BY VACUUM EVAPORATION, BY SPUTTERING, BY ION IMPLANTATION OR BY CHEMICAL VAPOUR DEPOSITION, IN GENERAL
    • C23C2/00Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor
    • C23C2/04Hot-dipping or immersion processes for applying the coating material in the molten state without affecting the shape; Apparatus therefor characterised by the coating material
    • C23C2/06Zinc or cadmium or alloys based thereon

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  • Coating With Molten Metal (AREA)

Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Die Erfindung betrifft ein Verfahren zur Herstellung galvanisch verzinkter Blech- und Eisenwaaren, mit dem Zweck, das bisher angewendete Verfahren dadurch billiger zu gestalten, dafs die Zinküberzüge dünner erhalten werden können, gleichzeitig aber den Ueberzug glatter und gleichmäfsiger als bisher herzustellen und demselben einen dem reinen Zink entsprechenden hellen Metallglanz zu verleihen, welcher der Oxydation längere Zeit wirksam Widerstand leistet.
Die Ausführung des Verfahrens geschieht mit Hülfe der auf beiliegender Zeichnung dargestellten Apparate in folgender Weise:
Fig. ι zeigt im Verticalschnitt den das geschmolzene Zink enthaltenden Behälter, in welchem die Verzinkung der Gegenstände stattfindet.
Fig. 2 zeigt im Verticalschnitt zwei in Verbindung stehende Wasserbehälter zum Abspülen des in dem Verzinkungsbehälter mit einer Zinkschicht überzogenen Gegenstandes.
Der zu verzinkende Gegenstand wird in einem sauren Bade (mit Wasser verdünnte Salzsäure) gebeizt, in warmem Wasser abgespült und nochmals einer Säure oder Salmiakbeize ausgesetzt. Hierauf wird der so vorbereitete Körper in einen durch Fig. 1 veranschaulichten, mit flüssigem Zink angefüllten Behälter gebracht. Dieser Behälter A, welcher mit Thon ausgefüttert ist und von unten geheizt wird, ist durch eine Brücke a, die bis unter die Oberfläche des flüssigen Zinks reicht, in zwei im unteren Theil communicirende Räume b und c getheilt. Der eine Raum b, in welchen der Körper eingeführt wird, ist an der Oberfläche des flüssigen Zinks mit einer Schicht eines Salmiak - und Rübölgemisches bedeckt, während der andere c an der Oberfläche eine Decke von Salmiak, Glycerin und Sägemehl erhält. Diese beiden Deckschichten dienen dazu, die oberste Schicht des flüssigen Zinks warm zu halten und den Zutritt der Luft und eine daraus folgende Oxydation des Zinks zu verhindern.
Der bei b in den Behälter A eingeführte Körper wird unter der Brücke α hindurchgezogen und durch die aus Salmiak mit Glycerin und Sägemehl gemischte Decke des Raumes c aus dem Behälter entfernt, dann geschwungen und gewendet, damit das noch etwas fliefsende Zink gleichmäfsig verläuft, und hierauf in ein erwärmtes Wasserbad von 37 ° bis 41 ° C. eingetaucht, gleich wieder herausgenommen und in dem daneben befindlichen Kaltwasserbehälter nachgespült. Durch dieses Verfahren entfernt sich jede kleinste anhaftende Ammoniak- und Glycerinunreinigkeit.
Die bei dem Verfahren in Anwendung kommenden Wasserbehälter, Fig. 2, sind derart mit einander verbunden, dafs nicht nur eine ökonomische Ausnutzung des Ammoniaksalzes erzielt wird, sondern dafs die Bäder auch stets frisch und auf der erforderlichen Temperatur erhalten werden. Das Waschgefäfs B, in welchem die verzinkten Gegenstände vor dem Trocknen abgespült werden, wird durch eine mit Hahn d versehene Leitung mit kaltem Wasser regulirbar gespeist und ist durch ein Ueberlaufsrohr e mit einem zweiten Wasserbehälter C verbunden, in welchem die Gegenstände nach dem Verzinken, wie angegeben,
eingetaucht werden. Die erforderliche Wassertemperatur des letzteren wird durch ein Warmwasserzuleitungsrohr f und das das überschüssige kalte Wasser überführende Rohr e genau regulirt.
Die Anordnung beider Gefäfse, sowie die Verbindung derselben ist so getroffen, dafs das mit Säure gesättigte Wasser an der Oberfläche beider Gefäfse abfliefst und durch ein Abflufsrohr g des Warmwasserbehälters dem Raum zum Aetzen der zu verzinkenden Körper zugeführt wird.
Der verzinkte und in dem Wasserbad vollständig gereinigte Körper wird jetzt mit Sägemehl abgerieben , welches das anhaftende Wasser aufsaugt, dann über einem Koksfeuer erwärmt und schliefslich das noch anhaftende Sägemehl mit einem Haarbesen entfernt. ■
Die so hergestellte Verzinkung ist eine absolut glatte und metallisch glänzende, da auch die oberste Schicht des im Zinkbehälter enthaltenen flüssigen Zinks durch die Salmiakdecke warm gehalten und vor Oxydation geschützt wird. Das Zink fliefst beim Herausziehen des Körpers aus dem Zinkbad leicht und gleichmäfsig ab, und wird der Zinküberzug durch die an dem Körper ebenfalls anhaftende Decke aus Salmiak, Sägemehl und Glycerin vor Oxydation geschützt, während durch das Eintauchen des so gedeckten und verzinkten Gegenstandes in warmes Wasser eine Galvanisirung eintritt, so dafs die hellglänzende Metallfarbe, welche jedes flüssige Zink zeigt, festgehalten wird und die Zinkschicht lange Zeit vor Oxydation geschützt ist.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Die Herstellung galvanisch verzinkter Blech- und Eisenwaaren in der Weise, dafs die gereinigten, gebeizten und abgespülten Gegenstände durch eine Decke von Salmiak und Rüböl in das flüssige Zinkbad eingeführt und unter einer Brücke fort durch eine Decke aus Salmiak, Glycerin und Sägespänen herausgezogen werden, um darauf erst in ein Bad von heifsem Wasser gebracht und dann nach Abspülen in kaltem Wasser und Abreiben mit Sägemehl über einem Koksfeuer getrocknet zu werden, wobei die Verbindung der Wasserbehälter eine derartige ist, dafs das mit Säure gesättigte Wasser zur Wiedergewinnung des Ammoniaksalzes bezw. zu Aetzzwecken aufgefangen wird, während die Bäder durch eine mittelst Hahnes zu regulirende Leitung stets frisch und auf gleichmäfsiger Temperatur erhalten werden.
    Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
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