DE460872C - Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern - Google Patents

Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern

Info

Publication number
DE460872C
DE460872C DEB122459D DEB0122459D DE460872C DE 460872 C DE460872 C DE 460872C DE B122459 D DEB122459 D DE B122459D DE B0122459 D DEB0122459 D DE B0122459D DE 460872 C DE460872 C DE 460872C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
casting
mold
furnace
heated
core
Prior art date
Legal status (The legal status is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the status listed.)
Expired
Application number
DEB122459D
Other languages
English (en)
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
MORITZ BOISTEL
Original Assignee
MORITZ BOISTEL
Priority date (The priority date is an assumption and is not a legal conclusion. Google has not performed a legal analysis and makes no representation as to the accuracy of the date listed.)
Filing date
Publication date
Application filed by MORITZ BOISTEL filed Critical MORITZ BOISTEL
Priority to DEB122459D priority Critical patent/DE460872C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE460872C publication Critical patent/DE460872C/de
Expired legal-status Critical Current

Links

Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22CFOUNDRY MOULDING
    • B22C9/00Moulds or cores; Moulding processes
    • B22C9/22Moulds for peculiarly-shaped castings
    • B22C9/24Moulds for peculiarly-shaped castings for hollow articles
    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B22CASTING; POWDER METALLURGY
    • B22DCASTING OF METALS; CASTING OF OTHER SUBSTANCES BY THE SAME PROCESSES OR DEVICES
    • B22D15/00Casting using a mould or core of which a part significant to the process is of high thermal conductivity, e.g. chill casting; Moulds or accessories specially adapted therefor
    • B22D15/02Casting using a mould or core of which a part significant to the process is of high thermal conductivity, e.g. chill casting; Moulds or accessories specially adapted therefor of cylinders, pistons, bearing shells or like thin-walled objects

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Mold Materials And Core Materials (AREA)

Description

  • Verfahren zum Gießen von Hohlkörpern. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zum Gießen von Hohlkörpern, insbesondere solchen zylindrischer Gestalt, beispielsweise von Rohren in vorher erhitzten Kokillen. Erfindungsgemäß wird die gießfertige Kokille nebst Kern in einem Wärmespeicher, z. B. in einem die Kokille ziemlich eng umschließenden elektrischen Ofen, ungefähr bis auf etwaDunkelrotgluterhitzt. Hierauf erfolgt alsbald der Abguß des Stückes in den Ofen.
  • Beim Gießen gußeiserner Hohlkörper zeigen die nach diesem Verfahren hergestellten Erzeugnisse keine Spur von Abschlackung oder Zementitbildung.
  • Die elektrische Beheizung von Kokillen vor dem Guß ist zwar bereits vorgeschlagen worden. Es handelt sich bei diesem Vorschlag jedoch ausschließlich um solche Formen, die zur Herstellung von massiven Stahlblöcken dienen und die zur Vermeidung der Lunkerbildung und Seigerung auf induktivem Wege vor dem Guß erwärmt werden. Von diesem Verfahren unterscheidet sich das vorliegende sowohl der Aufgabe nach wie auch durch die zur Lösung angewendeten besonderen Mittel.
  • Der Ofen für das beschriebene Verfahren weist bei solchen Kokillen, die eine verhältnismäßig große Länge gegenüber dem Durchmesser besitzen, z. B. für den Guß von Rohren, einen zylindrischen Doppelmantel auf, dessen ringförmiger Zwischenraum mit gekörnter Kohle oder mit einem ähnlichen Stoff gefüllt ist. DIese Füllung wird durch elektrischen Strom erhitzt.
  • Im einzelnen geht man wie folgt vor: Die Kokille kann aus einem oder mehreren Stülcken bestehen. Im letzteren Falle bilden die Fugen der -aneinanderstoßenden Teile Luftspalten. Die Kokille wird aus einem geeigneten Metall hergestellt, mit einem geeigneten Überzug versehen und auf einen Sockel gestellt, der den unteren Teil der Kokille bildet und zugleich, wenn notwendig, als Muffenform dienen kann.
  • Man stellt nun in die Achse dieser Kokille einen Metallkern, der entweder hohl oder voll ist. Um den entweichenden Gasen freien Abzug zu gestatten, bringt man entweder Luftspalten oder schraubenförmige oder geradlinige Nuten an. Infolge der Nuten oder Luftspalte können dieGase entweichen; durch die schraubenförmigen Nuten läßt sich der Kern leichter herausziehen, man kann ihn gewissermaßen herausschrauben. Sobald man anfängt, den Kern herauszuziiehen, zerfällt sein Überzug in Pulver und setzt sich in die Nuten; dadurch wird das Herausziehen des Kernes erleichtert.
  • In besonderen Fällen kann man den Kern durch eine Anzahl von Keilen im Durchmesser verstellbar herstellen. Ebenso steht es frei, den Kern innen zu kühlen, um dadurch das Zusammenschrumpfen -und das Herausziehen zu erleichtern.
  • Nachdem die Kokille und der Kern in dieser Weise vorbereitet sind, werden sie ohne vorherige Trocknung in eine geeignete Heizvorrichtung eingeführt. Diese Heizvorrichtung muß eine genaue Regelung der Temperatur ermöglichen und dient zugleich als Wärmespeicher, aber unter der Hauptbedingung, daß sie die Kokille auf ihrer ganzen Länge gleichmäßig erwärmt. Unter diesem Vorbehalt kann die Heizvorrichtung z. B. bestehen aus: entweder einem Metallbad oder geschmolzenem Metallsalz, z. B. geschmolzenem Blei, oder aus einem Gasofen mit unmittelbarer oder mittelbarer Heizung, z. B. nach Art der Koksöfen, d. h. mit einer mittleren Heizkammer für die Kokille, umgeben von einer äußeren Kammer, wobei der Zwischenraum geheizt wird. Wärtrierekuperation ist dabei vorgesehen.` Oder sie besteht aus einem elektrischen Sonderofen, mit dem die besten Ergebnisse erzielt sind, und setzt sich wie folgt zusammen: Man baut zunächst aus feuerfesten Steinen eine innen zylindrische Kammer, deren lichte Weite nur wenig größer als der äußere Durchmesser der Kokille ist. Um diese innere Kammer baut man eine zweite, so daß zwischen beiden ein Spielraum von einigen Zentimetern bleibt. Den Zwischenraum füllt man mit Retortenkohle, Graphit oder einer anderen geeigneten Kohle, die gewöhnlich bei elektrischen Ofen angewendet wird. Die Zu-und Abführung des Stromes erfolgt in einem besonderen Kreis, und jede Überhitzung wird vermieden, wenn man den Widerstand allmählich abstuft und der Kohle die Möglichkeit läßt, sich etwas nach unten zu setzen, um die teilweisen durch die Undichtigkeit der Wand verursachten Verbrennungsverluste auszugleichen. Das Ganze wird dann mit Backsteinen vermauert und durch eiserne Ringe gehalten.
  • Der Ofen stellt zu gleicher Zeit einen elektrischen Glühofen und einen Wärmesammler dar.
  • DerKohlenwiderstand kann übrigens durch einen Metallwiderstand oder irgendeinen anderen Widerstand in körnigem Zustand, z. B. SiIiciumcarbid, ersetzt werden.
  • Die innere Heizwand soll so nahe wie möglich an der Kokille sein und muß diese sowie den Kern bis auf die gewünschte Temperatur erwärmen. Diese Temperatur liegt innerhalb enger Grenzen, je nach dem Eisen, das man vergießen will.
  • Während des Gusses wird der Widerstand abgeschaltet; der Ofen kann dann einen Teil der beim Erstarren und Erkalten des Gußeisens frei werdenden Wärme aufnehmen.
  • Obgleich man die Kokillen auf eine bisher wegen der Schwierigkeit, das Eisen in der heißen Kokille ruhig zu halten, für unmöglich gehaltene Temperatur erhitzen kann, läßt sich durch die Dicke der Kokille und die Zusammensetzung des angewandten Gußeisens ein durchaus ruhiger, blasenfreier Guß erreichen.
  • Man muß j e nach der Temperatur und der Dicke der Kokille und des Kernes sowie nach der Zusammensetzung des verwendeten Gußeisens die Temperatur bestimmen, auf die der Ofen vor dem Guß erwärmt werden muß, damit nicht ein Abschrecken eintritt noch die Temperatur beim Gießen so hoch steigt, daß dadurch die Güte des. Erzeugnisses in Frage gestellt und die Haltbarkeit der Kokille und des Ofens beeinträchtigt wird.
  • Jedenfalls muß die Mindesttemperatur so hoch sein, um den für den Kern und die Koklle benutzten Überzug zu trocknen. Sobald das Stück in der Form erstarrt ist, wird die Kokille, der Kern und das Rohr aus dem Ofen entfernt und der Kern, wie oben beschrieben, herausgezogen.
  • Die Kokille kann sofort wieder benutzt werden; man muß höchstens einen neuen Gberzug aus einer Sondermasse anbringen, die ein geeignetes glasartig erstarrendes Bindemittel enthält und oft mehrere Güsse aushalten kann, ohne daß es notwendig ist, den alten Überzug zu erneuern.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRÜCHE'. r. Verfahren zum Gießen von Hohlkörpern, insbesondere solchen zylindrischer Gestalt, beispielsweise von Röhren in vorher erhitzten Kokillen, dadurch gekennzeichnet, daß die gießfertige Kokille nebst Kern in einem Wärmespeicher, z. B. in einem die Kokille ziemlich eng umschließenden elektrischen Ofen, ungefähr bis auf etwa Dunkelrotglut erhitzt wird, worauf alsbald der Abguß des Stückes in den Ofen erfolgt. z. Elektrischer Ofen zur Ausführung des Verfahrens nach Anspruch z, dadurch gekennzeichnet, daß bei Kokillen von zum Durchmesser verhältnismäßig größerer Länge, z. B. für den Guß von Rohren, der Ofen einen zylindrischen Doppelmantel aufweist, dessen ringförmiger Zwischenraum mit gekörnter Kohle oder mit einem ähnlichen Stoff gefüllt ist, der durch elektrischen Strom erhitzt wird, wobei die Enden des Zwischenraumes, wo sich die Zu- und Abführung des Stromes befindet, erweitert sind, wodurch die Temperatur so weit herabgesetzt wird, daß jede Verbrennungsmöglichkeit ausgeschlossen ist und zugleich ein Vorrat an Kohle geschaffen wird, um den Verlust durch Verbrennung oder Zusammensacken auszugleichen.
DEB122459D 1925-10-31 1925-10-31 Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern Expired DE460872C (de)

Priority Applications (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB122459D DE460872C (de) 1925-10-31 1925-10-31 Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern

Applications Claiming Priority (1)

Application Number Priority Date Filing Date Title
DEB122459D DE460872C (de) 1925-10-31 1925-10-31 Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern

Publications (1)

Publication Number Publication Date
DE460872C true DE460872C (de) 1928-06-06

Family

ID=6995749

Family Applications (1)

Application Number Title Priority Date Filing Date
DEB122459D Expired DE460872C (de) 1925-10-31 1925-10-31 Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern

Country Status (1)

Country Link
DE (1) DE460872C (de)

Similar Documents

Publication Publication Date Title
DE2247274C3 (de) Verfahren und Vorrichtung zum Eingießen von Stahl beim Stranggießen
DE2507170A1 (de) Kugelgraphithaltiges gusseisenrohr und verfahren zu dessen herstellung
DE460872C (de) Verfahren zum Giessen von Hohlkoerpern
DE1583729A1 (de) Verfahren zur kontinuierlichen Hartbelagbildung auf Walzen
DE625014C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Auskleiden von Lagerschalen
DE1964052C3 (de) Vorrichtung zum Elektroschlackenumschmelzen von Metallen, insbesondere von Stählen
DE2042546A1 (en) Reduction of cooling of continuous castings - in secondary cooling zo
DE640080C (de) Giessform zum Herstellen von Ingots
DE1953306A1 (de) Vertikaler Rohrofen fuer hohen Arbeitsdruck
DE571778C (de) Verfahren zum Giessen von Hohlbloecken
DE903137C (de) Verfahren und Vorrichtung zum Vergiessen von Metallen
DE1946897A1 (de) Vertikaler Rohrofen fuer hohen Arbeitsdruck
DE972783C (de) Verfahren und Vorrichtung zur Verhinderung der Verformung an Stahlstuecken waehrend ihrer Behandlung zur Verminderung des Stickstoffgehaltes
DE710509C (de) Verfahren zur Vergiessen von reinem Kupfer und anderen Metallen, die im fluessigen Zustande leicht an der Luft oxydieren und nach Patent 667070 hergestellt wurden
DE2618553C3 (de) Vorrichtung zum Ausglühen von in umlaufenden Kokillen gegossenen Schleudergußrohren aus Gußeisen
DE2363476C2 (de) StoBofenanlage zur Erwärmung von Stahlbrammen wie Transformatorenstahl bis auf eine Walztemperatur um 1400 Grad C
DE526901C (de) Verfahren zum Erzeugen vollkommen verglaster Bloecke aus geschmolzenem Quarz
AT134306B (de) Verfahren zur Herstellung eiserner Walzen, bei welchen der Mantel und der Kern in getrennten Arbeitsverfahren hergestellt wird.
DE2749523C2 (de) Vorrichtung zum Vorwärmen von Teilen eines Behälters für Metallschmelzen
AT80884B (de) Verfahren und Einrichtung zur Erzielung von GrauguVerfahren und Einrichtung zur Erzielung von Grauguß mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen gleitende Bß mit hoher Widerstandsfähigkeit gegen gleitende Beanspruchung. eanspruchung.
DE661626C (de) Metallkokille, insbesondere fuer Schleuderguss
DE725675C (de) Dauergiessform zum Herstellen von plattierten Gussstuecken
DE601079C (de) Verfahren zum Herstellen von Schleudergusshohlkoerpern
AT158087B (de) Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gußstücke aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen.
DE502172C (de) Koksofenbatterie mit stehenden Kammern