AT158087B - Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gußstücke aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen. - Google Patents
Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gußstücke aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen.Info
- Publication number
- AT158087B AT158087B AT158087DA AT158087B AT 158087 B AT158087 B AT 158087B AT 158087D A AT158087D A AT 158087DA AT 158087 B AT158087 B AT 158087B
- Authority
- AT
- Austria
- Prior art keywords
- mold
- alloys
- castings
- production
- ferrous metals
- Prior art date
Links
- 238000000034 method Methods 0.000 title claims description 4
- 238000005266 casting Methods 0.000 title description 24
- 229910052751 metal Inorganic materials 0.000 title description 10
- 239000002184 metal Substances 0.000 title description 10
- 229910045601 alloy Inorganic materials 0.000 title description 6
- 239000000956 alloy Substances 0.000 title description 6
- 238000004519 manufacturing process Methods 0.000 title description 6
- -1 ferrous metals Chemical class 0.000 title description 4
- 229910001018 Cast iron Inorganic materials 0.000 claims description 3
- 229910001338 liquidmetal Inorganic materials 0.000 description 8
- 230000008018 melting Effects 0.000 description 4
- 238000002844 melting Methods 0.000 description 4
- 238000002485 combustion reaction Methods 0.000 description 3
- UXVMQQNJUSDDNG-UHFFFAOYSA-L Calcium chloride Chemical compound [Cl-].[Cl-].[Ca+2] UXVMQQNJUSDDNG-UHFFFAOYSA-L 0.000 description 2
- HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N Zinc Chemical compound [Zn] HCHKCACWOHOZIP-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 238000009835 boiling Methods 0.000 description 2
- 239000001110 calcium chloride Substances 0.000 description 2
- 229910001628 calcium chloride Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000003925 fat Substances 0.000 description 2
- 235000019353 potassium silicate Nutrition 0.000 description 2
- 239000004576 sand Substances 0.000 description 2
- NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N sodium silicate Chemical compound [Na+].[Na+].[O-][Si]([O-])=O NTHWMYGWWRZVTN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 239000000454 talc Substances 0.000 description 2
- 229910052623 talc Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000003760 tallow Substances 0.000 description 2
- VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N tetrachloromethane Chemical compound ClC(Cl)(Cl)Cl VZGDMQKNWNREIO-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 2
- 229910052725 zinc Inorganic materials 0.000 description 2
- 239000011701 zinc Substances 0.000 description 2
- OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N Carbon Chemical compound [C] OKTJSMMVPCPJKN-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 229910001208 Crucible steel Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910000570 Cupronickel Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910001297 Zn alloy Inorganic materials 0.000 description 1
- 229910052782 aluminium Inorganic materials 0.000 description 1
- XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N aluminium Chemical compound [Al] XAGFODPZIPBFFR-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 239000010425 asbestos Substances 0.000 description 1
- 230000015572 biosynthetic process Effects 0.000 description 1
- 230000005587 bubbling Effects 0.000 description 1
- 229910052799 carbon Inorganic materials 0.000 description 1
- 239000011248 coating agent Substances 0.000 description 1
- 238000000576 coating method Methods 0.000 description 1
- YOCUPQPZWBBYIX-UHFFFAOYSA-N copper nickel Chemical compound [Ni].[Cu] YOCUPQPZWBBYIX-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- TVZPLCNGKSPOJA-UHFFFAOYSA-N copper zinc Chemical compound [Cu].[Zn] TVZPLCNGKSPOJA-UHFFFAOYSA-N 0.000 description 1
- 238000000354 decomposition reaction Methods 0.000 description 1
- 230000000694 effects Effects 0.000 description 1
- 238000000227 grinding Methods 0.000 description 1
- 238000010438 heat treatment Methods 0.000 description 1
- 239000003921 oil Substances 0.000 description 1
- 230000003647 oxidation Effects 0.000 description 1
- 238000007254 oxidation reaction Methods 0.000 description 1
- 239000003973 paint Substances 0.000 description 1
- 238000005498 polishing Methods 0.000 description 1
- 238000007517 polishing process Methods 0.000 description 1
- 238000012805 post-processing Methods 0.000 description 1
- 238000010791 quenching Methods 0.000 description 1
- 230000000171 quenching effect Effects 0.000 description 1
- 229910052895 riebeckite Inorganic materials 0.000 description 1
- 238000006748 scratching Methods 0.000 description 1
- 230000002393 scratching effect Effects 0.000 description 1
- 239000002002 slurry Substances 0.000 description 1
- 239000007787 solid Substances 0.000 description 1
- 239000010959 steel Substances 0.000 description 1
Landscapes
- Molds, Cores, And Manufacturing Methods Thereof (AREA)
Description
<Desc/Clms Page number 1> Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gussstücke aus Niehteisenmetallen und deren Legierungen. Zur Herstellung von sogenanntem Massenguss, z. B. von Türbesehlägen, Türdrückern oder Armaturen, werden meist Legierungen aus Nichteisenmetallen, z. B. Kupfer-Zink-oder Kupfer-Nickellegierungen, mit einem Zusatz von Aluminium in gusseiserne oder stählerne Kokillen vergossen. Bei der Herstellung von Massenguss muss nun darauf gesehen werden, dass die Gussstücke möglichst sauber und glatt aus der Form geschlagen werden können und keiner Nachbearbeitung, wie Kratzen, Schleifen und Polieren, bedürfen. Wird nun das flüssige Metall in eine kalte Kokille eingegossen, so kann es vor- kommen, dass durch das plötzliche Abschrecken des heissen Metalls schlechtere Abgüsse entstehen, als wenn eine Sandform verwendet worden wäre. Selbst bei Verwendung einer angewärmten Kokille ist das Erreichen eines glatten Gusses noch nicht gewährleistet. Wenn nämlich das flüssige Metall in die Kokille eingegossen wird, findet die in der Hohlform befindliche Luft keinen andern Ausweg aus der Form, als den durch den Einguss, wobei sie aber das einfliessende Metall durchbrodelt, was sich beim fertigen Gussstück innen und aussen durch Entstehung von Blasen bemerkbar macht. (Bei Sandformen kommt dies weniger vor, da diese porös sind und die Luft leicht durch die Wände der Form hinaus- getrieben werden kann. ) Das Verbleiben von Luftresten in der Kokille wirkt sich besonders bei Zink- legierungen noch nach einer andern Seite sehr nachteilig aus. Die Luft wirkt nämlich fördernd auf das Ausbrennen (Oxydieren) des Zinkes aus der Legierung und mit der Zeit setzt sich Zinkasche als fester Niederschlag an den Kokillenwänden ab und verstopft sogar feine Kanäle, die dann nicht mehr vom flüssigen Metall erfüllt werden können. Um nun die genannten Nachteile zu beseitigen, hat man bereits die Kokille angewärmt, u. zw. weit unter die Schmelztemperatur des zu vergiessenden Metalls. Gegen eine stärkere Erwärmung der Kokille hatte man ein Vorurteil, indem man annahm, dass das Gefüge des fertigen Gussstückes nicht einwandfrei sein und viel Zeit verlorengehen würde, da man glaubte, die Kokille müsste nach dem Guss erst langsam abgekühlt werden, ehe man den fertigen Guss aus ihr herausnehmen könne. Auch um die schädliche Luft aus des Kokille zu vertreiben, ist bereits eine Massnahme angewendet worden. Man wärmte die Kokille vor dem Giessen an und goss in den Einguss ein wenig Fett. Bei dessen Verbrennung innerhalb des Kokillenraumes wurde die Luft zum Teil entfernt. Wenn man also kurz nach dem Eingiessen des Fettes das flüssige Metall eingoss, so konnte man ab und zu bessere Gussstücke erhalten. Die Erwärmung der Kokille lag aber auch hier weiter unter dem Schmelzpunkt des zu vergiessenden Metalls. Nach dem Guss liess man die Kokille erkalten und schlug erst dann den Gusskörper heraus. Hernach musste die Kokille erst mit Schlichte ausgeschmiert und von neuem angewärmt werden, ehe der nächste Guss vorgenommen werden konnte. Eine Massenherstellung von Gusskörpern war also nicht möglich und das Erzielen von sauberen Gussstücken immer noch von Zufälligkeiten abhängig. Die Aufgabe, die sich der Erfinder stellte, war, ein Verfahren zu finden, nach dem unter allen Umständen eine schnelle Hertellung von sauberen Gussstücken möglich war. Erfindungsgemäss werden drei Massnahmen gleichzeitig angewandt : Die Kokille wird auf eine wenig unterhalb der Schmelztemperatur des zu vergiessenden Metalls liegende Temperatur (etwa 900 ) gebracht und diese während des ganzen Giessverfahrens auch dauernd aufrechterhalten. Um nicht nach jedem Guss die Kokille <Desc/Clms Page number 2> EMI2.1 bekannte, z. B. aus einem Brei von Wasserglas, Talkum und Chlorkalzium bestehende Dauerschlichte verwendet, die, einmal in die Kokille eingestrichen, mehrere hundert Abgüsse aushält und durch die hohe Temperatur der Kokille in ihrer Wirkung nicht beeinflusst wird. Unter Ausnutzung der hohen Kokillentemperatur wird die schädliche Luft aus dem Kokillenraum restlos beseitigt, indem vor dem Eingiessen des flüssigen Metalls 01, Fett, Talg, Tetrachlorkohlenstoff od. dgl. eingegossen wird. Dieses verbrennt (oder zersetzt sich) stürmisch. Die Verbrennungsflamme fährt blitzschnell aus dem Einguss der Kokille heraus und die Luft, die nicht schon durch den Verbrennungsvorgang aufgezehrt wurde, wird explosionsartig aus der Kokille herausgetrieben. In diesem Augenblick wird nun das flüssige Metall in die Kokille eingegossen und infolge der Luftleere förmlich in die Kokille hineingesaugt, so dass es sich sofort an die Kokillenwandungen anschmiegt, ohne dass es zum Brodeln und Kochen kommt. Blasenbildungen werden also mit Sicherheit vermieden und die Gussstücke fallen sauber und glatt aus. Um das Gussstück aus der Kokille zu nehmen, wird keineswegs gewartet bis die Kokille kalt ist, sondern diese wird nach dem Eingiessen sofort geöffnet und der Guss herausgenommen. Es ist verständlich, dass sich eine solche hocherhitzte Kokille unter Umständen leicht verzieht und auch das Arbeiten mit einer hellrotglühenden Kokille Schwierigkeiten bereitet. Es wird daher zweckmässig eine Kokille verwendet, die in an sich bekannter Weise mit einem wärmeisolierenden Mantel, z. B. aus Asbest, umgeben ist. Dieser Mantel hat jedoch genügend Elastizität, um der Wärmeausdehnung des Kokillenkörpers nachzugeben. Er ist noch von einem Gusseisenmantel umgeben : dadurch wird ein Verziehen der Kokille vermieden, ohne ihre Wärmeausdehnung zu verhindern. Die erfindungsgemäss hergestellten Gussstücke kommen vollkommen glatt und sauber aus der Form und bedürfen nur eines leichten Poliervorganges, um sie gegebenenfalls zu galvanisieren oder zu lackieren. PATENT-ANSPRÜCHE : 1. Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gussstücke aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen in schneller Folge hintereinander, dadurch gekennzeichnet, dass eine vor dem Guss mit einer an sieh bekannten Dauerschlichte, z. B. mit einem Brei aus Wasserglas, Talkum und Chlorkalzium, ausgeschlämmte, auf wenig unterhalb der Schmelztemperatur des zu vergiessenden Metalls erhitzte Kokille verwendet wird, in die vor dem Eingiessen des flüssigen Metalls Öl, Fett, Talg, Tetraehlorkohlenstoff od. dgl. eingebracht und sofort nach dessen in der Kokille erfolgter stürmischer Verbrennung bzw. Zersetzung das flüssige Metall eingegossen wird.
Claims (1)
- 2. Verfahren nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, dass eine Kokille verwendet wird, die von einem wärmeisolierenden Mantel umgeben ist, der in einem Gusseisenaussenmantel liegt.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE158087X | 1936-07-03 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| AT158087B true AT158087B (de) | 1940-03-11 |
Family
ID=5679266
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| AT158087D AT158087B (de) | 1936-07-03 | 1937-03-11 | Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gußstücke aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen. |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| AT (1) | AT158087B (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740395C (de) * | 1941-02-28 | 1943-10-20 | Karl Poucha | Verfahren zum Herstellen von Gussplatten aus Zink, insbesondere von gerippten Waschrumpeln |
-
1937
- 1937-03-11 AT AT158087D patent/AT158087B/de active
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE740395C (de) * | 1941-02-28 | 1943-10-20 | Karl Poucha | Verfahren zum Herstellen von Gussplatten aus Zink, insbesondere von gerippten Waschrumpeln |
Similar Documents
| Publication | Publication Date | Title |
|---|---|---|
| DE1917142A1 (de) | Herstellung feuerfester Formen und anderer Artikel unter tiefen Temperaturen | |
| DE2163717C3 (de) | Verfahren zur Herstellung eines Metallrohres mit wärmeisolierender Auskleidung | |
| AT158087B (de) | Verfahren zum Herstellen vollkommen glatter Gußstücke aus Nichteisenmetallen und deren Legierungen. | |
| DE701387C (de) | Bindemittel und Schlichte fuer Metallgussformen | |
| DE638612C (de) | Verfahren zum Herstellen von den oberen Teil eines Bodenausgusskanals von Giesspfannen einkleidenden Ringen aus Magnesit | |
| DE2042546A1 (en) | Reduction of cooling of continuous castings - in secondary cooling zo | |
| DE860242C (de) | Verfahren zur Herstellung von Gussstuecken | |
| DE3330494C1 (de) | Verfahren zur Herstellung von korrosionsfesten, heizgasberührten Oberflächen bei Heizungskesseln aus Gußeisen | |
| DE861004C (de) | Blockgiessform | |
| DE664540C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen dichter Formgussstuecke unter Anwendung eines gasfoermigen Druckmittels | |
| DE633010C (de) | Verfahren und Vorrichtung zum Herstellen nicht harter Gussstuecke in gekuehlten Schleudergusskokillen | |
| DE425811C (de) | Aus mehreren konzentrischen Rohren gebildete Gussform fuer Schleuderguss | |
| DE3109589C1 (de) | Verfahren zum Gießen von Stahlblöcken | |
| DE876746C (de) | Verfahren zum Herstellen von ungeteilten Giessformen | |
| DE864377C (de) | Verfahren zur Herstellung von Formstuecken aus Schmelzfluessen von Schlacke | |
| DE528882C (de) | Verfahren und Form zur Herstellung von Formstuecken aus Metallen und Legierungen | |
| DE675093C (de) | Verfahren zum Herstellen von Dauergiessformen fuer Formgussstuecke | |
| DE608556C (de) | Verfahren und Vorrichtungen zur Ausscheidung von Desoxydationsschlacken aus unberuhigt vergossenem Stahl | |
| DE1067570B (de) | Praezisionsgiessverfahren | |
| AT134249B (de) | Verfahren zum lunkerfreien Gießen von Eisen und Nichteisenmetallen. | |
| DE725675C (de) | Dauergiessform zum Herstellen von plattierten Gussstuecken | |
| DE804480C (de) | Verfahren zur Gefuegeverfeinerung von Aluminiumlegierungen | |
| CH247771A (de) | Verfahren zur Herstellung von Gussstücken. | |
| DE2449146C2 (de) | Blockkopfauskleidungsplatte für den oberen Teil von Kokillen | |
| DE324748C (de) | Verfahren zum Vergiessen von Aluminium in erhitzten Formen |