DE4602C - Einrichtungen an Strafsenbahnen mit Seilbetrieb - Google Patents
Einrichtungen an Strafsenbahnen mit SeilbetriebInfo
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Description
1878.
Klasse 20.
WILLIAM EPPELSHEIMER in SAN FRANCISCO. Einrichtungen an Straßenbahnen mit Seilbetrieb.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 12. Januar 1878 ab.
Die vorliegenden Constructionen betreffen Seiltriebapparate für Tramway wagen, bei welchen
das Treibseil unterhalb des Strafsenniveaus in einem Rohre sich befindet und zeitweise
durch einen Arm mit dem Wagen gekuppelt wird.
Aufser verschiedenen Armconstructionen zum Kuppeln des Seiles nebst Bremsen sind auch
verschiedene Oberbauconstructionen für dies System sowie Apparate zum Anspannen der
Treibseile dargestellt und beschrieben.
Fig. ι bis 6 der beiliegenden Zeichnungen
stellen einen verbesserten Seilklemmapparat dar, der den Zweck hat, das Treibseil ohne Stofs
mit dem Tramwaywagen zu verbinden, und das Fahrzeug anzuhalten, ohne gänzlich von dem.
Seil sich zu entfernen.
Der Arm J steht mit seinem oberen Ende mit dem Fahrzeug in Verbindung und bildet
dessen Zugstange; an seinem unteren Ende sind die Greif- oder Klemmbacken i drehbar
(scharnierartig) befestigt. Die Klemmbacken i haben an ihrer inneren Seite halbkreisförmige
Ausschnitte b, Fig. 1, mittelst welchen sie das Zugseil umfassen können. Nach unten hin verstärken
sich die Klemmbacken, so dafs die Druckrollen /, welche in den Kreuzstücken k
gelagert sind, beim Abwärtsschieben die Backen um das Treibseil pressen. Diese Kreuzköpfe k
sind durch die Zugstangen K, die sich den hohlen Führungen des Armes J entlang bewegen,
und durch eine Traverse K1 oberhalb zusammen verbunden, und können durch den
Hebel L vermittelst Zapfen und Nuth auf- und abgezogen werden. Die Führungen K werden
von dem Arme J in der Mitte, den äufseren parallel laufenden Stangen N und den Platten d,
die mit N und J verbunden sind, gebildet. An je einer Endseite eines jeden Greifbackens i
sind kleine Vorsprünge oder Rippen i, Fig. 1 und 2, angebracht, die mit der äufseren Kante
parallel laufen und hinter welche die an dem Kreuzkopfe k befestigten Stifte e greifen, wenn
der Kreuzkopf gehoben wird, Fig. 3, wodurch die Greifbacken i geöffnet werden. Die Zapfen
der Führungsrollen M sind in den drehbaren Rahmen G gelagert. Jede Führungsrolle M
hat entweder ihren eigenen Rahmen, Fig. 2, oder beide Führungsrollen M haben, Fig. 6,
zusammen nur einen solchen. Im ersten Falle sind die Tragscharniere der Rahmen an dem
unteren Ende der Stangen N und an dem äufseren Ende der hohlen Tragarme O, Fig. 5,
im letzteren Falle nur an den Stangen N befestigt. Die hohlen Tragarme O sind mit dem
Arme J und den Stangen N verbunden und tragen die Zapfen der Rollen a, die in der
Aushöhlung von O sitzen.
Diese Rollen α werden nur in solchen Fällen angewendet, wo infolge der Bahnneigung das
Seil gegen die obere Seite der Klemmbacken i drückt. Die an den Rahmen g nahe den
Kreuzstücken k befestigten Schienen ^1 gehen
mit den oberen Enden g1 hakenförmig aus einander.
Die Zapfen/1 der Druckrollen/ drücken gegen die Flächen der Schienen g und halten
dieselben so, dafs die Führungsrollen M das Seil gut durch die Klemmbacken leiten. Werden
die Zapfen /' mit den Kreuzstücken k über eine gewisse Höhe gehoben, so berühren sie
die Haken g- und heben die Rahmen g und mit diesen die Rollen M, die dadurch vom
Seile sich entfernen, bis dasselbe herausfällt. Die Rahmen g mit den Rollen M können auf
jeder Seite der Seilöffnung F angebracht werden. Die Bleche d von gehärtetem Stahl
können ausgewechselt werden; ebenso sind die Reibungsflächen η der Klemmbacken zum Erneuern
eingerichtet.
Die Handhabung dieses Apparates geschieht folgendermafsen:
Die Zugstangen K mit den Kreuzköpfen k werden durch den Hebel L in ihre höchste
Lage gehoben; dadurch öffnen die Stifte e die Klemmbacken i weit genug für das Seil; ebenso
heben die verlängerten Zapfen/1 den Rahmen g bezw. die Rollen M. Nun wird das laufende
Seil hineingebracht, entweder, indem es durch Haken oder durch eine auf einem Rahmen befindliche
Scheibe in die Höhe und in die Klemmbacken hineingehoben wird, oder indem diese mit dem Arm J abwärts bewegt werden
und das Seil umfassen, wodurch sie dann wieder in ihre alte Stellung zurückversetzt
werden. Ist das Seil in den Führungsrollen und Klemmbacken, so bewegt es sich ohne
Störung auf den Führungsrollen M, die durch ein kleines Hinunterlassen von k eingerückt
werden. Die Klemmbacken i werden durch allmäliges Herunterpressen von k mehr und
-mehr durch die Druckrollen f zusammengedrückt,
bis die Reibung des laufenden Treibseiles an den Klemmbacken hinreichend grofs ist, das Fahrzeug mitzunehmen; dann hören
auch die Führungsrollen M und α auf, sich herumzudrehen; das letzte Zusammenpressen
mufs sehr langsam geschehen, um einen Stofs zu vermeiden. Um das Fahrzeug vorübergehend
still zu halten, wird das Kreuzstück k ein wenig gehoben, dadurch werden die Klemmbacken ein
wenig geöffnet und das Treibseil wird von den Führungsrollen ohne Reibung durch die Klemmbacken
geführt. Am Ende der Bahn angekommen, wird der Arm von dem Seiltrum durch das Heben der Kreuzstücke entkuppelt
und mit dem zurücklaufenden Seiltrum in derselben Weise wie oben beschrieben verbunden.
Fig. 7 bis 9 zeigen einen etwas modificirten Klemmapparat; das Treibseil wird bei demselben
seitwärts in die Greifbacken hineingebracht. Der untere Klemmbacken A ist beweglich,
wahrend der obere Backen B an den Stangen b befestigt ist; an der Berührungsseite
sind die Backen mit einer halbcylindrischen Aussparung für das ■ Treibseil versehen. Die
bewegliche Zugstange α bildet mit dem unteren Maul A ein Stück und wird durch einen Hebel
oder hydraulische Winde gehoben, während sie durch das eigene Gewicht oder durch eine
Feder sich senkt. An den verticalen Stangen b sind die Platten d befestigt, welche den Treibarm
des Fahrzeuges und gleichzeitig eine Führung für die Zugstange α bilden. Das
stellbare Consol E trägt die Zapfen der Führungsrollen d und ist an b befestigt. Der federnde
Doppelarm c ist fest mit dem oberen Maul verbunden und trägt die oberen Seilrollen C, die
nur angewendet werden, wenn der vom Treibseil ausgeübte Druck nach oben gerichtet ist.
Die Stahlplatten d sind gehärtet und können ausgewechselt werden, ebenso wie die das Seil
berührenden Theile η der Klemmbacken.
Die Handhabung dieses Apparates ist sehr einfach. Die Zugstange α mit dem Maule A
befindet sich infolge ihres eigenen Gewichtes oder entsprechend angebrachter Feder in ihrer
tiefsten Lage, so dafs die Entfernung der Backen A und B grofs genug ist, um das Seil
aufzunehmen.
Das Aufnehmen des Seiles wird durch die Form und Stellung des Maules A und der
Führungsrollen D, und besonders durch die schnabelartige Form von B begünstigt. Nachdem
das Seil in das Maul A gebracht worden ist, wird letzteres durch die Stange α gehoben
und das Seil gegen das Maul B geprefst, bis die Reibung grofs genug ist, um das Fahrzeug
mitzunehmen. Will man das Fahrzeug vorübergehend anhalten, so wird A ein wenig heruntergelassen,
das Seil wird dann mittelst der Leitrollen C und D durch den Klemmapparat ohne
Reibung geführt und kann im Weiterfahren einfach durch ein neues Auseinanderpressen der
Backen erfolgen. Am Ende der Bahn wird A so tief heruntergelassen, dafs das Seil herausgenommen
werden kann. Dann wird das entgegengesetzt laufende Treibseil in den Klemmapparat
aufgenommen u. s. w., wie oben beschrieben. Fig. io und ii zeigt denselben
Apparat, nur sind bei demselben die Rollen C fortgefallen und ist das Consol E mit der Zugstange
A stellbar verbunden, woraus folgt, dafs sich die Leitrollen D mit dem Maule R zugleich
auf- und abbewegen.
Fig. 12, 13 und 14 stellen eine hydraulische
Winde dar, welche dazu dienen kann, die Klemmbacken zu bewegen. Der Cylinder K
mit dem Kolben A ist wie eine gewöhnliche hydraulische Winde construirt. Ersterer steht
vermittelst der Stangen C und der Traverse / mit der Zugstange α in Verbindung. Für alle
Fälle, in denen eine gröfsere Bewegung gemacht werden soll, wie beim Aufnehmen oder Abwerfen
des Seiles, wird der grofse Cylinder durch den Hebel F gehandhabt; soll dagegen
ein gröfserer Druck ausgeübt oder das Fahrzeug vorübergehend angehalten werden, so wird
der mittelst des Hebels g zu bewegende kleinere Kolben B benutzt. Der letztere kann durch
ein schweres Gewicht belastet werden, das die Klemmbacken hinreichend anpreist, um den
Wagen in Bewegung zu setzen, so dafs man das Fahrzeug durch Bewegen des kleinen Kolbens
mittelst einer Schnur anhalten kann, worauf durch Nachlassen der Schnur und Sinken
des Kolbens das Weiterfahren erfolgt. Der Kolben B kann auch mit einem Flüssigkeitsreservoir in Verbindung stehen, damit, wenn
ein Theil der Flüssigkeit während des Fahrens verloren geht, neue Flüssigkeit hineingepumpt
und so die Betriebsstörung vermieden werden kann.
Das die hydraulische Winde und den Klemmapparat unterstützende Gestell läfst sich um
die Zapfen C drehen, so dafs dem Apparate jede erforderliche Neigung gegeben werden
kann. Die Lager d der Zapfen C können in den Führungen E bewegt und durch Stellschrauben
fixirt werden. Dieser oscillirende Rahmen ist sehr passend für Klemmapparate mit seitlicher Seileinfuhrung.
In den Fig. 15 bis 21 ist ein ähnlicher Seilklemmapparat
wie der in Fig. 1 bis 6 beschriebene dargestellt, und zwar zeigen die Fig. 15 bis 17
die allgemeine Anordnung, während Fig. 18 bis 21 Details im gröfseren Mafsstabe sind.
Die nöthige Reibung wird hier nur durch Rollen oder Backen an der Seite des oberen
Seiles erzeugt. Der Arm ist mit seinem oberen Ende an dem Fahrzeuge befestigt. An seinem
unteren angeschraubten Ende befinden sich die Zapfen für die oberen Führungsrollen α (welche
letztere in entsprechenden Aussparungen untergebracht sind), sowie Ansätze für die Zapfen
der Rahmen g. An diesen Stellen, die zwischen den Rollen α liegen, können auch die halben
Klemmbacken befestigt werden. Die Rahmen g
tragen auch hier die Zapfen der Führungs- oder Prefsrolleni)£ Die äufseren Flächen der Rahmen^
sind ähnlich wie in Fig. ι die Klemmbacken geformt, so dafs beim Abwärtsbewegen der
Kreuzköpfe K die Rahmen g durch die Druckrollen f zusammengeprefst und gegen α gedrückt
werden. Auch sollen die Rahmen etwas an den Umfang der Räder drücken, um dieselben
zu bremsen und dadurch die Reibung zu vergröfsern. Um die Rollen M zu heben,
sind auch hier die Rahmen mit Haken g2 versehen.
Die Kreuzstücke k tragen die Zapfen/1 der Druckrollen / und sind an die Stangen k'
befestigt. Um die Druckrollen / noch zu verstärken, sind die Kreuzköpfe k durch
Schienen verbunden, welche je zwei Lager für jede Rolle zwischen den Zapfen/1 bilden. Die
Platten d von gehärtetem Stahl verbinden die beiden Stangen ki\ diese werden mittelst des
Winkelhebels zusammen auf- und äbbewegt und durch den Arm i und den Rahmen Q, Fig. 15
bis 17, des Fahrzeuges geführt. Der Winkelhebel L wird mittelst eines gezahnten Quadranten
R und Klinke in seiner Lage gehalten. Der Arm i ist an dem Rahmen Q durch Schrauben
befestigt, welche zugleich auch die Platten S fassen. Diese bilden eine Führung für k', so
dafs Q auf einer Seite ganz offen bleiben kann. An dem Rahmen Q sind Führungen angegossen,
die sich in den beiden Schienen O hin-, und herbewegen und in irgend einer
Stellung durch Stellschrauben festgestellt werden können; aufserdem läfst sich O in irgend eine
schräge Stellung zwischen P bringen.
In einem weiteren derartigen Apparate, Fig. 2 2 bis 26, werden die Backen α durch die rechts-
und linksgängige Schraube L bewegt. Der Arm ist hohl und wird durch die Platten d und
Stangen / gebildet. Die letzteren sind an ihrem unteren Ende durch einen gemeinschaftlichen
Fufs Z1 mit Seiten /, die als Führung für die
Backen A dienen, verbunden. Die Rollenscheibe B ist auf Schraube L gekeilt und wird
durch die Kette bl, die in der Oeffnung E,
Fig. 24, untergebracht ist und um das Kettenrad b läuft, bewegt, welches letztere durch eine
Kurbel H oder einen Kettenmechanismus getrieben
wird. Der Fufs /' ist durch die Platten r. an der oberen und e an der vorderen
und hinteren Seite verstärkt; diese Platten bilden aufserdem einen Schutz gegen Schmutz
für die Führungen. An die Platten e sind die flachen Federn D befestigt, welche an jedem
Ende die Zapfen der zweitheiligen Führungsscheiben C tragen. Die beiden Hälften dieser
Scheiben C bilden, wenn sie zusammengedrückt sind, eine vollständige Rolle; durch die an den
Backen befestigten Stifte a, Fig. 26, werden die Federn D und somit die Scheibenhälften C aus
einander geprefst, wenn die Backen A sich so weit von einander entfernt haben, dafs das Laufseil
in die Rollen kann. Die gehärteten Platten d und die Reibungsflächen η der Backen können
ausgewechselt werden. Beim Handhaben dieses Apparates wird die Schraube L so lange gedreht,
bis die Klemmbacken A und die Hälften der Rollen C so weit von einander entfernt
sind, dafs das Seil hinein kann. Dann wird die Kurbel entgegengesetzt gedreht, bis die
Klemmbacken so "stark an das Seil pressen, dafs das Fahrzeug vom Seile mitgenommen
wird.
Fig. 54 zeigt die Art, wie der Seilklemmapparat an das Fahrzeug befestigt werden kann.
Ist das Fahrzeug mit Federn versehen, so mufs der Apparat derart angebracht werden, dafs er
unabhängig von den Federn ist, z. B. an den Axen; oder man kann den Arm mit einem
Rade versehen, das auf den Trägern, die den Schlitz bilden, läuft und gestattet, den Arm
unabhängig vom Rahmen des Wagens auf- und abzubewegen. In den meisten Fällen mag es
besser sein, einen besonderen Zugwagen ohne Federn, oder einen solchen, bei dem die Federn
direct unter dem Sitze angebracht sind, zu verwenden und an diesen Wagen den Apparat zu
befestigen.
In den Fig. 27 bis 29 ist eine verbesserte Oberbau-Construction mit Röhren für das Treibseil
dargestellt.
Das Treibseil läuft auf Rollen in einem Rohr A, das zwischen den Schienen und unterhalb
des Strafsenniveaus liegt. Das Rohr A besteht aus Beton oder einem ähnlichen Material
und ist in kurzen Entfernungen durch eiserne Rippen verstärkt. Die Eisenschwellen E sind
nach der Form des unteren Theiles des Kanals oder des Rohres gebogen, Fig. 27, und in der
Nähe ihrer Enden mit angenieteten Winkeleisen h versehen, zwischen denen die Langschwellen
H befestigt werden. Auf die Langschwellen Hwerden die Schienen G wie gewöhnlich
aufgenagelt oder geschraubt.
Der obere Theil des Rohres wird durch die beiden Z-förmigen Schienen C, Fig. 27, gebildet,
welche mittelst der Winkeleisen und Streben F mit den Grundschwellen E verbunden sind.
Die Träger C bilden in der Höhe des Strafsenniveaus einen Schlitz von 10 bis 12 mm Breite,
welcher der ganzen Bahn entlang und den Schienen parallel läuft; durch diesen Schlitz
reicht der Arm, welcher den Wagen mit dem Seil kuppelt. Die oberen Flantschen der
Träger C sind gerippt, um ein Ausgleiten zu vermeiden und liegen mit dem Strafsenpflaster
bündig. Das Cement- oder Betonrohr reicht bis an die untere Flantsche der Träger und
werden aufserdem auch die Querschwellen E etc. in Beton gebettet. Die letzteren liegen
600 bis 1200 mm aus einander. Will man die Seiltragrollen O im Rohr gröfser machen, als
die Höhe desselben es erlaubt, in welchem Falle dieselben in die Bahn des Seilapparates
hineinfallen werden, so mufs man sie auf einen beweglichen Rahmen M, Fig. 28, lagern, der
durch eine starke Feder N fortwährend in die Höhe gedrückt, und durch die an ihm befestigten
schiefen Ebenen von dem Klemm-
apparat beim Passiren langsam heruntergedrückt und durch die Feder wieder auf seinen Platz
geschoben wird.
Um die Höhe der Rolle O zu reguliren, ist an der Schwelle E eine Stellschraube e angebracht,
Fig. 28. Die an diesen Stellen hervor-. gerufenen Vertiefungen werden mit dem Strafsenkanal
durch ein Rohr L verbunden.
An solchen Stellen, wo sich die Neigung plötzlich in solchem Mafse ändert, dafs das
Treibseil aus dem Rohr heraustreten würde, müssen, um dies zu verhüten, Rollen angebracht
werden. Hat der Seilapparat die in Fig. 33 dargestellte Form, so ist es leicht, derartige
Scheiben zu passiren; mit den anderen construirten Apparaten wird dies schwieriger.
In diesem Falle wird die Seilscheibe O derart gespalten, dafs beide Theile zusammen
die gewünschte Form der Leitrolle ergeben, Fig. 30 bis 32.
Der Zapfen jeder Hälfte ist an die Blattfeder N befestigt und wird bei D geführt, um
ein windschiefes Verbiegen der Feder zu vermeiden, Fig. 32. Mit Hülfe der an den Federn
angebrachten schiefen Ebenen η werden die Scheiben vom Arm aus einander geprefst und
kehren nach dem Passiren des Wagens langsam wieder in ihre normale Lage zurück. Die
Blattfedern N sind so an die Träger C befestigt, dafs ihrem Ausbiegen kein Hindernifs
im Wege steht.
Bei dem in Fig. τ,τ, bis 36 dargestellten
Oberbau bildet die Schiene das Rohr, in welchem das Treibseil läuft, und ist der offene
Schlitz zugleich für den Spurkranz der Räder bestimmt, so dafs dieser Oberbau dasselbe Ansehen
hat, wie ein gewöhnlicher. Das Rohr J besteht aus starken gufseisernen Stühlen A, an
welche verticale U - Eisen B für die Laufschienen CD genietet sind, und dem dazwischen
liegenden Betonrohr.
Die Schienen CD bilden oben einen Schlitz 51
für den Arm des Fahrzeuges. Die Stühle A liegen im Beton eingebettet und reicht das
Betonrohr bis zur unteren Kante von CD. . Dasselbe ist mit Handlöchern J versehen, die
nahe von einander liegen, um nach Entfernung eines Pflastersteines leicht in das Innere des
Rohres gelangen zu können. Man kann diese Handlocher mit dünnem Blech abdecken, um
zu verhüten, dafs Schmutz vom Strafsenpflaster aus in das Rohr gelange. Die zweite Schiene C
ist wie gewöhnlich auf die Langschwelle H befestigt; letztere ist durch Stangen F mit der
Schiene D verbunden. Um die Entfernung der Stühle A von einander gröfser erhalten zu
können, sind die an die Schienen genieteten Console E angeordnet, welche mit dem Fundament
innig verbunden werden. Die Seilscheiben des Rohres sind ca. 10 bis 14 m von
einander entfernt; aufserdem ist das Rohr an passenden Stellen mit dem Strafsenkanal verbunden.
Für eine Fahrbahn mit einfachem Geleise können die beiden Seiltrums entweder
in einem Rohr laufen oder jede Schiene kann in obiger Art construirt werden und ein Seiltrum
erhalten.
Fig. 37 bis 39 zeigen eine ähnliche Construction für doppeltes Geleise. Die benachbarten
Schienen eines jeden Geleises sind hohl und dienen zur Aufnahme des Treibseiles. Die
Tiefe des Rohres ist im Verhältnifs zum Seilrollendurchmesser klein. Das Rohr ist nur so
hoch, dafs das Seil den Boden nicht berührt. Damit die Seilrollen O an diesen Stellen Platz
haben, sind im Rohr Gruben F, Fig. 39, angeordnet; dieselben werden oben abgedeckt und
sind nur durch das Handloch JV, welches durch einen Pflasterstein M oder eine gufseiserne
Kappe abgedeckt sein kann, zugänglich. Das Abzugsrohr L steht mit den verschiedenen
Kammern in Verbindung und leitet das Wasser in die Strafsenkanäle.
Die Grundschwelle A, Fig. 37, hier aus alten Schienen vorausgesetzt, ist für beide Rohre ge-,
meinschaftlich. Die verticalen Stützen B, an welchen die Schienen CD befestigt sind,
werden unten mit A vernietet, und bilden die Theile C und D zusammen die Schiene mit
Schlitz .S. Das Rohr zwischen den Schwellen A
ist aus Beton und mit Randlöchern versehen; aufserdem sind die verschiedenen Schwellen^
systeme vollständig in Beton gebettet. Die äufseren Schienen sind auf den Langschwellen H
wie gewöhnlich befestigt und werden letztere durch die Stangen F mit den Rohrschienen
verbunden, Fig. 37.
Fig. 40 und 41 zeigen ein einspuriges Geleise. Das Seilrohr befindet sich zwischen den Schienen
und wird durch die aus T-Eisen gebogenen Ringe B, welche oben die Schienen C und D
tragen, sowie durch das aus Beton geformte Rohrstück gebildet. Das Rohr enthält die Tragrollen
O für die beiden Seiltrums. C und D bilden wiederum den Schlitz fur den Treibarm,
liegen oben mit dem Strafsenpflaster in gleicher Höhe und sind an ihrer oberen Seite gerippt.
D stützt sich mit dem kleinen Ansatz auf den Ring B, damit die Befestigungsschrauben oder
Nieten weniger in Anspruch genommen werden.
Die Ringe B sind mit den Langschwellen durch die Stangen F verbunden.
Eine Modification der letzten Oberbau-Construction ist in den Fig. 42 und 43 dargestellt.
Die Ringe B sind aus alten Schienen gebogen. Aufser den Tragrollen O sind in dem Rohre
noch Rollen F angebracht, welche den Zweck haben, ein Reserveseil aufzunehmen, das die
Stelle des anderen vertritt, wenn das Hauptseil beschädigt sein sollte.
Die Stahlschiene G wird von eisernen Langschwellen H und J durch die Reibung bezw.
den Druck der Nieten gehalten und kann leicht durch das Lösen der Nieten.ausgewechselt
werden.
In den Fig. 44 und 45 ist zugleich die Construction einer Bremse gezeigt. Die Schwelle M
ist mit den Langschwellen H durch die StUhIe-/
Verbunden ; die mit Mvernieteten Winkeleisen JV,
welche durch Streben P versteift werden, bilden wiederum die Träger für die Schienen R mit
Schlitz ,S. Die Wasserrinne m des Rohres ist hier unter die Schwelle M gelegt, um die
Seilscheibe gröfser machen zu können, als die •Lage von M erlauben würde.
Hat die Strafse einen sehr starken' Fall, so braucht man bei Verminderung des Falles die
Wasserrinne nur bei ein oder zwei Schwellen, welche der Scheibe O zunächst unterhalb folgen,
fortzuführen, namentlich, wenn man diese Schwellen ein wenig höher wie die anderen
legt. Die Wasserrinne läuft darin über die anderen Schwellen bis zur nächsten Tragrolle.
Das Rohr- und Geleisfundament sind aus Beton vorausgesetzt.
Die Bremse ist hauptsächlich für grofse Steigungen berechnet. Die eisernen Bremsschuhe
D sind an die Winkelhebel B befestigt. Letztere sind um die Zapfen b, die an die
Console des Wagens angebracht sind, drehbar und tragen an ihrem oberen Ende eine Gabel,
an welcher die Zapfen der Muttern c sich führen. Auf der rechts und links mit Gewinde versehenen
Schraube F ist das Rad E aufgekeilt, welches durch den Fufs oder mittelst eines
Kettenmechanismus gedreht werden kann, so dafs dadurch die Muttern c einander genähert
und von einander entfernt werden können, was ein Abheben der Bremsschuhe oder Bremse zur
Folge hat. Die Bremsschuhe werden dann unter einem spitzen Winkel gegen die Schienen
gedrückt, wodurch mehr Reibung erzielt werden kann, als bei verticalem Druck.
Bei dem Oberbau, Fig. 46 und 47, für doppeltes Geleise liegen die Seilrohre zwischen
den beiden Geleisen und bildet so eine Schiene und ihre Langschwelle den oberen Theil jedes
Rohres. Diese Construction ist anwendbar, um alte Pferdebahnen in Seilbahnen umzuändern.
Die Geleise M und N sind wie gewöhnlich
construirt. Die Grundschwellen E sind beiden Rohren gemeinschaftlich und an ihren
äufseren Enden mit den Langschwellen H (welche eine Seite des Rohres bilden) durch
eiserne Stühle D verbunden.
Die Winkeleisen B, welche die Schienen C tragen, sind ebenfalls mit den Grundschwellen E
vernietet. Die Stangen F verbinden die Winkeleisen B behufs Ausgleichung des Druckes. Jedes
Rohr besteht aus Beton, in welchem Materiale überhaupt das Ganze gebettet ist.
Fig. 48 und 49 zeigen ein aus Gufs- und Schmiedeisen bestehendes Rohr zur Aufnahme
des Treibseiles. Der untere gufseiserne trogartige- Theil ist in kurzen Zwischenräumen mit
verticalem Arm d und horizontalen Flantschen di
versehen; das Ganze ist durch Rippen d~ verstärkt. Die Arme tragen die Schienen C, welche
mittelst Ansätzen c und d Stützung finden und die den Schlitz in schon beschriebener Weise
bilden. Die Oeffhungen in dem Rohre, die
durch die untere Kante des Winkeleisens C und durch die obere Seite des Troges gebildet sind,
werden durch dünne, leicht entfernbare Bleche geschlossen, damit man nach Entfernung eines
Pflastersteins leicht in das Innere des Rohres gelangen kann. Die Flantschen des Rohres
sind sorgfältig in Beton gebettet und können noch durch Steinbolzen mit demselben verbunden
werden. Der Trog u. s. w. kann in schlechterem Beton oder Macadam liegen. Für hölzerne Schwellen ist die in Fig. 57 und 58
angedeutete Construction vorzuziehen. Hier ist aus den Querschwellen B soviel herausgeschnitten,
dafs der Trog D hineinpafst und mit den Flantschen gut aufsitzt; die letzteren werden
mit der Schwelle verschraubt.
Sollten die Ausschnitte die Schwelle zu sehr schwächen, so kann man unter dieselbe ein
Stück Bohle annageln. Die ganze Construction ist wie gewöhnlich in den Boden gelegt, und
werden die einzelnen Rohrstücke hakenartig verbunden, wie die Zeichnung andeutet.
Fig. 50 und 51 zeigen dieselbe Construction
mit einem Troge aus gerolltem Schmiedeisen, an welchen die schmiedeisernen Ringe B befestigt
sind.
Bei den in Fig. 49 dargestellten Bremsen befindet sich der Bremsschuh N im Rohr und
kann von innen gegen die Schlitzeisen gedrückt werden. M ist ein Rahmen, der mit dem .Fahrzeug
verbunden ist und zur Führung des Armes L, an welchem der Schuh elastisch befestigt ist,
dient. Das obere Ende von L steht durch eine Scharnierstange mit dem Hebel Q in Verbindung,
so dafs man mittelst des letzteren den Schuh JV gegen C andrücken kann. Wird Q
bezw. JV durch einen Schraubenmechanismus bewegt, so kann, da die Räder des Wagens
einen Widerstand bilden, der Schuh sehr fest angezogen werden.
Der Bremsschuh könnte auch an dem Arm des Seilklemm-Apparates befestigt werden.
Fig. 52 und 53 zeigen einen Seilspann-Apparat.
Um ein Schleifen des Seiles auf dem Boden bei einer plötzlichen Vermehrung der Belastung,
und Stöfse, die durch das Geradewerden dereinzelnen Seillängen entstehen, zu vermeiden,
mufs man das Seil immer in passender Spannung erhalten.
Der Zweck dieses Apparates ist, das Seil durch ein aufgehängtes Gewicht zu spannen,
welches nur nachgiebt, wenn der gegen das Spanngewicht wirkende Zug ^durch Temperaturveränderung
u. s. w.) eine gewisse regulirbare Grenze übersteigt oder auch gar nicht nachgiebt.
Das Seil kann auf zweierlei Weise gespannt werden: Erstens durch ein an den die Seilscheibe
tragenden Rahmen befestigtes Gewicht, und zweitens durch Anwendung einer Schraube
oder eines Flaschenzuges, mittelst dessen der Rahmen angezogen wird. Im ersten Falle
arbeitet der Apparat automatisch und das Gewicht wird einer seinem halben Gewicht gleichen
Seilspannung nachgeben; da das Gewicht so leicht als es die Umstände erlauben, gemacht
wird, so ist das Treibseil fortwährend den Stöfsen ausgesetzt, besonders beim Anhängen
und Losmachen sowie Entkuppeln der Fahrzeuge.. Diese Stöfse mögen, wenn der Rahmen
durch Schraube oder Flaschenzug gespannt ist, etwas geringer sein, aber der Apparat verlangt
fortwährend persönliche Aufsicht.
Der verbesserte Apparat verbindet beide Systeme, er gestattet antomatisches Spannen
und verhindert unerwünschtes Nachgeben.
Dieses ist sehr wichtig für Bahnen mit wellenförmigen Profilen. A ist die Seilscheibe, um
die sich das endlose Seil B schlingt. Der Zapfen der Scheibe ist an dem auf den Rädern
ruhenden Rahmen C befestigt. Die Räder D laufen in den schmiedeisernen Trägern E, so
dafs sich der Wagen weder hinten noch vorn heben kann. An dem Wagen sind auch die
Lager der Welle F befestigt, auf welcher das Sperrrad G sitzt, deren Sperrklinke g mit C
verbunden ist; aufserdem ist die Trommel H, um die sich ein durch das Gewicht belastetes
Seil J wickelt, auf F gekeilt. Auf einer Seite der Trommel H sitzt der Zapfen der Sperrklinke
k, welche durch eine Feder angedrückt wird und in das lose auf der Welle F befindliche
Sperrrad L greift.
Die Zähne des Sperrrades L haben entgegengesetzte Richtung in Bezug auf die Zähne des
Sperrrades G.
Das erstere besitzt aufserdem eine verlängerte Nabe, die durch das Lager der Welle F geht
und das Getriebe M trägt, dessen Zähne in die auf E befestigte Zahnstange E greifen. Die
Spannkette J ist mehrere male um die Leitrolle R geschlungen, um ein Rutschen zu vermeiden.
Die letztere ist fest mit dem Sperrrad S mit Klinke T verbunden.
Es ist ersichtlich, dafs, wenn die Trommel H sich in der Richtung des Pfeiles dreht, die
Klinke k über die Zähne des Sperrrades L
gleiten wird, während bei entgegengesetzter Drehungsrichtung das Sperrrad L und Getriebe
M mitgenommen wird.
Anstatt des Sperrrades L und Klinke k könnte hier irgend eine selbsttätige Zahnkupplung
angewendet werden. Wenn das Treibseil lose ist, wird das Gewicht J auf Trommel H
bezw. Welle F, welche durch Sperrrad G und Klinke g am Drehen verhindert sind, denselben
Zug ausüben, als wenn dasselbe direct an dem Wagen wirkte. Bei dieser Bewegung ist das
Sperrrad L aufser Verbindung mit k und daher kann das Getriebe Λ/lose auf der Zahnstange N
rollen. Bewegt sich der Wagen aber entgegengesetzt, d. h. er giebt dem Seile nach, dann
rollt das Getriebe in entgegengesetzter Richtung nach der Zahnstange N, wodurch das Sperrrad
L an der Klinke k mitgenommen, die Trommel H gedreht und das Gewicht J aufgewunden
wird.
Ein Abwickeln wird dann durch das Sperrrad G verhindert. Die Kraft zum Heben des
Gewichts mufs in dem Verhältnifs des Trommelhalbmessers zu dem Getriebe Af gröfser sein,
als der auf das Seil wirkende Widerstand. Soll der Wagen sich gar nicht rückwärts bewegen
können, so läfst man die Sperrklinke O, welche
mit dem Wagen verbunden ist, in die Zahnstange N oder Klinke T in Sperrrad 5 greifen.
In diesem Falle könnte man auch Welle F u. s. w. ganz weglassen, und bei Benutzung des Sperrrades
.S und Klinke T auch Zahnstange iVund
Klinke O fortfallen lassen. Würde das Streckgewicht den Boden berühren, so kann man das
Seil oder die Kette J verkürzen, indem man die Trommel H mittelst der Kurbel P, Schraube
und Schneckenrad V dreht, und so das Seil abwickelt, für gewöhnlich ist jedoch die endlose
Schraube ausgerückt. Sollte man den Durchmesser von H nicht viel gröfser als den
des Getriebes M halten können, so kann man denselben Effect auch durch eine Bremse erzielen, die man mit H oder der Welle F verbindet.
Eine für derartige Seiltriebbahnen erforderliche Weiche ist in Fig. 55 dargestellt, und zwar ist
ein einfaches Geleise vorausgesetzt. Rechts zeigt die Figur eine einfache Zungenweiche,
links eine Drehscheibe mit Rohr und Schlitz statt Weiche. An der Zungenweiche fallen die
Oeffnungen oder Schlitze zusammen, so dafs sie eine grofse Oeffnung bilden. Diese Oeffnung
wird durch eine dünne bewegliche Stahlplatte A abgedeckt, die behufs automatischen Oeffnens
vorn abgeschrägt ist.
Der Arm des Klemmapparates öffnet die Weiche von selbst und eine Feder sperrt sie
wieder ab; die Drehscheibe dient auch als Weiche; sie hat ein weites Rohr, in welchem, wenn als
Weiche benützt, die beiden Seiltrums laufen.
Dient aber die Drehscheibe dazu, die Wagen ganz umzuwenden, so müssen die Seiltrums
unter der Drehscheibe hinweggeleitet werden.
Bei Doppelgeleisen kann man eine Scheibe mit den beiden verlängerten Geleisen, Röhren
und Schlitzen oder zwei kleine Drehscheiben für jedes Geleise mit Rohr anwenden.
Fig. 56 zeigt endlich ein Doppelgeleis mit Seilrollen für Klemmapparat mit seitlicher
Oeffnung, wie Fig. 7. Um das Seil an bestimmten Punkten herausnehmen zu können, sind an diesen Stellen Curven A in den Schienen
und im Schlitz angeordnet, das Seil läuft jedoch gerade, oder man läfst das Geleise gerade und
das Seil eine Curve B beschreiben. Die Seilrollen werden in diesem Falle in ähnlichen
Rahmen, wie in Fig. 28 dargestellt, gelagert. Man kann auch A und B verbinden, in welchem
Falle nur Curven mit halber Pfeilhöhe nöthig sind, oder man kann gerade Schienen
und gekrümmte Schlitze anwenden und den Rahmen, Fig. 12, benutzen.
Claims (16)
- Patent-Ansprüche:ι. Den Apparat zum Fassen des Treibseiles, bei welchem ein Paar Backen, die an je einer Stange befestigt sind, vermittelst Rollen und Stiften an einem sich vertical bewegenden Theil der Stange dadurch gegen und von einander bewegt werden, dafs diese auf der geneigten Rückfläche und den Rippen der Backen wirken, im wesentlichen wie in Fig. ι bis 6 dargestellt.
- 2. Den Apparat zum Greifen des Seiles, in welchem das Seil zwischen einer festen Backe und einer an einem vertical bewegbaren Theil der Stange befestigten Backe gehalten wird, wie in Fig. 7 bis 11 dargestellt.
- 3. Die Anwendung eines hydraulischen Apparates zum Bewegen des unter 1 und 2 genannten verticalen Theils der Stange, welcher Apparat mit zwei Kolben versehen ist, wovon einer von gröfserem Durchmesser zum schnellen Bewegen der Backen, und der andere von kleinerem Durchmesser zum kräftigen Schliefsen derselben dient, wie in Fig. 12 bis 14 dargestellt.
- 4. Den Greifapparat, in welchem Rollen die Stelle der Backen ersetzen, welche Rollen sich in scharnierartigen Ansätzen, die" durch das Gleitstück der Stange bewegt werden, lagern, wie in Fig. 15 bis 21 dargestellt.
- 5. Die Einrichtung der Greiferstange mit seitlicher Bewegung, wie in Fig. 15 bis 17 dargestellt.
- 6. Den Greifapparat, in welchem zwei horizontal bewegbare Backen durch eine gemeinsame Rechts- und Linksschraube bewegt werden, welche Schraube vermittelst an der Stange angebrachter Kettenräder und Ketten gedreht wird, wie in Fig. 22 bis 26 beschrieben.
- 7. Die Construction des Seilrohres aus Beton mit Rippen von Winkeleisen, die an ein ausgebogenes Querstück befestigt sind, welche Rippen die Schienen mit Längsschnitt halten, wie in Fig. 27 bis 29 und Fig. 57 und 58 dargestellt.
- 8. Die Anwendung von Schwingrahmen zur Unterstützung der Seilrollen, welche Rahmen durch Federn aufwärts gehalten werden und mit schiefen Ebenen versehen sind, gegen welche die Greiferstange gleitet und so den Rahmen herunterdrückt, wenn der Greifapparat die Rolle passirt, wie in Fig. 27 bis 29 dargestellt.
- 9. Die Construction der Leitrollen aus zwei Hälften, wovon jede auf einer federnden Platte mit schrägen Flächen sitzt, so dafs die Greiferstangen beim Passiren der Rollen deren Hälften von einander entfernt, wie in Fig. 30 bis 32 dargestellt.
- 10. Die Anordnung des Seilrohres unterhalb einer der Schienen, so dafs der Schlitz des Rohres auch als Nuth für den Spurkranz des Wagenrades dient, wie in Fig. 33 bis 39 dargestellt.
- 11. Die Construction des Seilrohres aus Beton mit senkrechten in U-Form gebogenen Rippen, welche an den Tragbalken der Schienen befestigt sind und die Theile tragen, welche die Seiten des Schlitzes bilden, wie in Fig. 40 bis 43 und 48 bis 51 dargestellt.
- 12. Die Construction der Bremse, welche mit zwei Winkelhebeln und mittelst Schrauben zwei Schuhe gegen die Schienen prefst und so den Wagen anzuhalten vermag, wie in Fig. 44 und 45 dargestellt.
- 13. Die Anwendung des Seilrohres an der äufseren Seite des einen Schienengeleises, so dafs dieses mit seinem Träger die eine Seite des Rohres bildet, wodurch die Anwendung von Seilbetrieb an vorhandenen Linien erleichtert wird, wie in Fig. 46 und 47 dargestellt.
- 14. Die innerhalb des Rohres befindliche Bremsvorrichtung, deren Schuhe nach oben gegen die Flantschen des Schlitzes geprefst werden, wie in Fig. 49 dargestellt.
- 15. Die Verbindung der Hauptlinie und des Seilrohres mit einer Weiche vermittelst einer Zungenschiene mit Feder oder Drehscheibe, wie in Fig. 55 dargestellt.
- 16. Die Anwendung von kurzen Curven für die Seilführung oder Schienen für solche Stellen, wo das Seil aus den Backen entfernt werden soll, wie in Fig. 56 dargestellt.Hierzu 12 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DE8731T |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
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Family
ID=5620745
Family Applications (2)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
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| DENDAT8731D Active DE8731C (de) | Verbesserungen der Einrichtungen von Strafsenbahnen mit Seilbetrieb |
Family Applications After (1)
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|---|---|---|---|
| DENDAT8731D Active DE8731C (de) | Verbesserungen der Einrichtungen von Strafsenbahnen mit Seilbetrieb |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (2) | DE8731C (de) |
Families Citing this family (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE3151445A1 (de) * | 1981-12-24 | 1983-07-07 | Bayer Ag, 5090 Leverkusen | Neue bis- (fluor- und chlormethyl-thioamino-formamide), in verfahren zu ihrer herstellung und ihre verwendung |
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0
- DE DENDAT4602D patent/DE4602C/de active Active
- DE DENDAT8731D patent/DE8731C/de active Active
Also Published As
| Publication number | Publication date |
|---|---|
| DE8731C (de) |
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