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Vorrichtung zur Verhinderung des Überschäumens der Milch beim Kochen.
Die Erfindung bezieht sich auf eine Vorrichtung zur Verhütung des Überschäumens
der Milch beim Kochen, welche im wesentlichen aus einem auf dem Boden des Kochgefäßes
aufstellbaren, mit seitlichen (=)ffnungen versehenen hohlen Fuß, einem an sich bekannten.
voll diesem Fuß getragenen, mit dein Fußinnern verbundenen und oben mindestens mit
einer seitlichen Austrittsöffnung versehenen Steigrohr und einem außerhalb des Rohres
unter dessen Austrittsöffnung artgeordneten Verteiler für die im Rohr emporgestiegene
Milch besteht. Bei den bekannten Vorrichtungen dieser Art besteht der Verteiler
aus einem am Rohr fest angebrachten schirmartigen Kragen, der gegebenenfalls zur
Vergrößerung seiner Oberfläche gewellt ist. Demgegenüber liegt das Neue am Erfindungsgegenstand
im wesentlichen darin, daß der Verteiler aus einem drehbar gelagerten Schaufel-
oder ähnlichen Rad besteht, das durch die darüber ins Kochgefäß zurücklaufende Milch
in Umdrehung versetzt wird. Durch diese neue Ausbildung wird die Kühlwirkung des
Verteilers ganz wesentlich erhöht. und zwar ist dies darauf zurückzuführen, daß
die Milch durch las Auftreffen auf die Schaufeln des umlaufe-:iden Rades fein zerteilt
wird und so besonders große, mit der Luft in Berührung tretende Abkühlungsflächen
erhält. Das Schaufelrad wird zweckmäßig alt einem auf dein Steigrohr in der Hölle
verstellbaren Schieber gelagert, Zoobei das Steigrohr entweder einen durch den Schieber
auf einer beliebigen Höhe abdeckbaren Längsschlitz oder mehrere übereinander angeordnete,
ebenfalls durch den Schieber beliebig abdeckbare Öffnungen erhält. Oberhalb des
Schaufelrades kann gegebenenfalls am Schieber ein nach dein Rad hin abfallendes
rinnenartiges Leitblech für die Milch angeordnet werden. Um die Vorrichtung gegen
Umfallen zu sichern, kann endlich am Steigrohr noch ein ebenfalls in der Höhe verstellbarer
Greifer zur Befestigung der Vorrichtung am Rand des Kochgefäßes angebracht sein.
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Die Zeichnung veranschaulicht zwei Ausführungsbeispiele des Erfindungsgegenstandes,
und zwar zeigen Abb. r das erste Beispiel in Seitenansicht mit Längsschnitt durch
das Kochgefäß, Abb. a eine Ansicht von oben mit Schnitt durch das Steigrohr nach
der Linie 2-2 der Abb. r , Abb. 3 das zweite Beispiel in Seitenansicht und Abb.
.4 eine Ansieht von oben mit Schnitt nach der Linie 4-4 der Abb. 3.
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Die Vorrichtung gemäß Abb. r und a besitzt einen auf dem Boden 5 des
Kochgefäßes 6 aufstellbaren hohlen Fuß 7, der am einfachsten aus einer gepreßten
oder gezogenen Blechplatte bestellt. Dieser Fuß weist eine oder mehrere seitliche
Öffnungen auf, die im Beispiel durch vier am unteren Rande des Fußes 7 angebrachte
Ausschnitte 8 gebildet sind. Auf dein Fuß 7 ist einseitig zu dessen Mitte, nämlich
in der Nähe des Außenrandes des Fußes, ein vierkantiges Roltr g befestigt,
das
unten und oben offen ist und an seinem unteren Ende mit dem Fußinnenraum in Verbindung
steht. Die der Fußmitte zugekehrte Wandung io des vorteilhaft aus Blech gebildeten
Rohres 9 erstreckt sich- nicht über die ganze Rohrlänge, sondern nur über den unteren
Teil des Rohres. Ihr oberes Ende ist in Abb. i mit i i bezeichnet. Das Rohr 9 weist
somit oberhalb der Wandung io einen bis zum oberen Rohrende sich erstreckenden Längsschlitz
12 auf. Dieser Längsschlitz kann auf einer beliebigen Höhe durch einen ebenfalls
aus einer gebogenen Blechplatte gebildeten Schieber 13 mehr oder weniger abgedeckt
werden, der mit seinen Seitenrändern an den Schlitzrändern des Rohres q auf und
ab beweglich geführt ist. Der Schieber 13 besitzt an seinem oberen Ende ein schräg
nach abwärts gerichtetes rinnenartiges Leitblech 14, das mit dem Schieber 13 aus
einem Stück bestehen kann. Unterhalb dieses Leitbleches 14 ist an zwei durch einen
am Schieber angelöteten oder angenieteten U-förmigen Blechstreifen gebildeten Armen
15 ein nach Art eines Schaufel- oder Wasserrades ausgebildetes Rad 16 um eine wagerechte
Achse 17 drehbar gelagert, das gleichfalls zweckmäßig aus Blech hergestellt ist.
Die Achse 17 des Rades 16 befindet sich dabei etwa senkrecht über der Mitte des
Fußes 7. Auf der dem Schieber 13 entgegengesetzten Seite ist am Steigrohr 9 ein
zweiter Schieber 18 geführt, der einen als Federklemme ausgebildeten winkligen Arm
i9 trägt, mit dem die Vorrichtung am Rand des Kochgefäßes 6 befestigt und so gegen
Umfallen gesichert werden kann.
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Die Vorrichtung wird, wie in Abb. i dargestellt, mit ihrem Fuß 7 auf
den Boden 5 des Kochgefäßes 6 gestellt und mit der durch entsprechende Verschiebung
am Rohr 9 auf die geeignete Höhe eingestellten Federklemme i9 am Topfrand gehalten.
Nachdem die Milch in das Gefäß 6 eingefüllt ist, wird der das Schaufelrad 16 tragende
Schieber 13 so eingestellt, daß das Schaufelrad 16 sich oberhalb des Milchspiegels
im Gefäß befindet. Die Wirkungsweise der Vorrichtung bei der Beheizung des Gefäßes
6 ist dann folgende: Sobald der jeweils am Boden des Gefäßes befindliche und dadurch
am stärksten erhitzte Teil der Milch den Siedepunkt erreicht hat, steigt er im Rohr
9 bis über die Oberkante des Schiebers 13 empor. Die Milch tritt hierauf oberhalb
des Schiebers in einer dünnen Schicht durch den Schlitz 12 aus und fließt über das
Leitblech 14 und das dabei von der Milch in der Pfeilrichtung (4bb. i) gedrehte
Schaufelrad 16 oberhalb des Flüssigkeitsspiegels in das Gefäß 6 zurück, wobei die
Milch sich wieder unter die Siedetemperatur abkühlt. Die Abkühlung wird dabei wesentlich
dadurch gefördert, daß die Milch durch das Auftreffen auf die Schaufeln des Rades
16 fein zerteilt wird und so eine große, mit der Luft in Berührung tretende Abkühlungsfläche
erhält. Die jeweils aus dem hohlen Fuß 7 durch das Rohr 9 emporsteigende Milch wird
dadurch ersetzt, daß die im Gefäß 6 nachsinkende Milch durch die Öffnungen 8 in
das Innere des Fußes 7 eintritt. Es findet somit, wie ersichtlich, ein ständiger
Kreislauf der Milch statt, bei dem immer nur verhältnismäßig kleine Milchmengen
auf einmal auf Siedetemperatur gebracht und dann immer wieder abgekühlt werden.
Auf diese Weise ist mit Sicherheit verhindert, daß die Milch als Ganzes aufschäumt
und über den Rand des Kochgefäßes 6 austritt.
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Nach Gebrauch kann die Vorrichtung leicht gereinigt werden, da sowohl
die beiden Schieber 13, 18 vom Rphr 9 als auch das Rad 16 vom Schieber 13 abgenommen
werden können.
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Bei der abgeänderten Ausführungsform nach Abb.3 und 4 ist einerseits
der hohle Fuß 7 statt mit Randausschnitten mit ringsum begrenzten Löchern 8 für
den Eintritt der Milch versehen. Anderseits enthält das hier beispielsweise runde
Steigrohr 9 an Stelle eines Längsschlitzes mehrere, beispielsweise drei übereinander
angeordnete Austrittsöffnungen 21, ?2, 23. Auf dem Rohr 9 führt sich ein, dieses
vollständig umschließender Schieber 13, mit dessen Hilfe die jeweils unterhalb des
Milchspiegels liegenden Öffnungen, beispielsweise die untere Öffnung 2i oder die
beiden unteren Öffnungen 2i, 22, abgedeckt werden können. An dem Schieber 13 ist
wiederum in zwei durch einen angelöteten U-förmigen Blechstreifen gebildeten Armen
15 ein Schaufelrad 16 gelagert, das als Verteiler für die aus der dem Schieber 13
zunächstgelegenen freien Öffnung des Rohres 9 austretende Milch dient. Das Leitblech
1.4 des Beispiels nach Abb. i und 2 ist hier fortgelassen, und die Milch fließt
unmittelbar aus der Rohröffnung auf das Schaufelrad 16, wobei letzteres sich im
entgegengesetzten Sinne wie in Abb. i und 2 drehen kann. Natürlich könnte auch bei
dieser Ausführung oberhalb des Schaufelrades am Schieber 13 ein schräg nach abwärts
gerichtetes Leitblech angeordnet sein, ferner könnte am Steigrohr 9 wiederum ein
in der Höhe verstellbarer Greifer für den Topfrand vorgesehen werden. Die Wirkung
der Vorrichtung nach Abb. 3 und 4 ist im wesentlichen die gleiche wie bei der Vorrichtung
nach Abb. i und 2.
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Natürlich sind im Rahmen der Erfindung mancherlei Abänderungen der
gezeichneten Beispiele sowie auch andere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
möglich, insbesondere könnte . die Vorrichtung ganz
oder teilweise
aus einem anderen Werkstoff als Blech bestehen. Ferner könnte die Vorrichtung mit
zwei Steigrohren sowie einem Turbinenrad ausgestattet sein.