DE458934C - Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen - Google Patents
Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten WandteilenInfo
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Description
- Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen. Gegenstand der Erfindung ist ein Verfahren zur Herstellung von kistenartigen Verpackungsbehältern aus Pappe, insbesondere Wellpappe und ähnlichen billigen, leicht zu verarbeitenden Baustoffen als Ersatz für Holzbretter, unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen. Die nach dem neuen Verfahren hergestellten Kisten zeichnen sich bei verhältnismäßig großer Festigkeit durch geringes Eigengewicht und sehr niedrige Herstellungskosten gegenüber den üblichen Holzkisten aus. Weitere Vorzüge bestehen in der einfachen Herstellungsweise sowie darin, daß die neuen Kisten in fast fertigern Zustande nach Art von Faltschachtelzuschnitten flach aufeinanderg12-stapelt, also unter vorteilhaftester Raumausnutzung, versandt werden können. Das Wesen der Erfindung besteht darin, daß für sämtliche Wandteile aus drei Tagen bestehende Verbundtafeln als Baueletnente benutzt «-erden, bei denen die Bildung von Nut und Feder durch gegenseitige Versetzung der einzelnen Lagen erfolgt.
- In der Zeichnung ist das neue Verfahren, und zwar in Anwendung auf die Verwendung von Wellpappe als Rohstoff. in einer beispielsweisen Ausführungsforen veranschaulicht.
- Abb. i Gellt eine der als Bauelernente zur Verwendung kntmnenden Verbundtafeln in Aufsicht, Abb. 2 im Querschnitt dar. Abh.3 zeigt zwei vorbereitete Verbundtafeln, wie sie für die Herstellung der in Abb. .l schaubildlich in größerem 'Maßstabe gezeigten fertigen Kiste 'Verwendung finden. Bei den in den Zeichnungen veranschaulichten Ausführungsbeispielen geht man von gewöhnlicher #'t-ellpappe als Baustoff aus. Die Wellpappe wird zunächst in Tafeln geschnitten, deren Abmessungen der leerzustellenden Kiste entsprechen. Von diesen Tafeln werden immer drei, A, P, C, unter gegenseitiger Versetzung in einer Diagonale (Abb. i) derart aufeinandergeklebt, daß die beiden äußeren Tafeln .l und C sich decken, während die mittlere Tafel -h unter Bil lang eint:: winkelförmig zusammenhängenden Randes 3°, j" zwischen den beiden äußeren hervorragt. Auf diese Weise entsteht eine Verbundtafel, die auf zwei in einer Ecke zusammenstoßenden Seiten zusammenhängende Nuten und auf den beiden anderen Seiten eine durch den Rand 3°, 5° gebildete zusammenhängende Feder besitzt.
- Die so geschaffenen Verbundtafeln -werden dann in der in Abb. 3 veranschaulichten Weise zugeschnitten und mit Knifflinien versehen. Die Knifflinien sind durch strichpunktierte Linienzüge angedeutet. Die in Abb.3 dargestellten beiden Tafeln 1 und 11 sind völlig gleichartig ausgebildet. Sie sind nur in der Weise gegeneinander verdreht, däß bei der einen Tafelt die Feder 311 auf der einen bei der andern Tafeln 11 die Feder 31'' auf' der andern Seite zu liegen kommt. Zur leichteren Feststellung dies Verbleibes der einzelnen Teile der zugeschnittenen Tafeln nach ihrer Verbindung miteinander sowie in der fertiggestellten Kiste sind die zu den äußeren Papptafeln A und C gehörigen Teile mit dem Vorzeichen a. bzw. c, die zu der mittleren Tafel B mit dem Vorzeichen b versehen. Ferner haben die Teile, die zu der Verbundtafel II gehören, noch einen Vorzeichenstrich erhalten.
- Die in Abb. i im Rohzustande dargestellten Verbundtafeln werden in der bei der Herstellung von Faltschachteln üblichen Weise zunächst durch zwei sich rechtwinklig kreuzende Knifflinienpaare a, b und c, d in neun rechtwinklige Felder i bis 9 unterteilt. Die in der Längsrichtung der Tafel zusammenhängenden Felder 9, 2, 7 und 8, 3, 6 werden dann durch bis zu den Kniff linien d bzw. c reichende Schnitte io getrennt. Ferner werden die in Abb. 3, I punktiert angedeuteten Eckstücke e,f der Feder 3', 5° (Abb, i) entfernt. Es sei bemerkt, daß von der Anführung .der Indizes der Bezugszeichen abgesehen wird, sofern es lediglich auf die Kennzeichnung der Lage der betreffenden Teile, nicht aber auf ihre Zugehörigkeit zu den Einzeltafeln A, B oder C ankommt.-Von zwei auf diese Weise vorbereiteten Verbundtafeln wird nunmehr die eine um ihre Längsachse umgedreht, so daß sie die mit II (Abb. 3) angedeutete Lage einnimmt, in der. die Feder der Längsseite 3b' auf der linken Seite zu liegen kommt, statt auf der rechten, wie bei der Tafel I. Nunmehr wird die durch die Teile 7b, 5b, 6b der Tafel I gebildete Feder, nachdem sie vorher mit Klebstoff versehen ist, in .die durch die Teile 8, .4, 9 der Tafel II gebildete Nut geschoben. Das gleiche geschieht mit der Feder 6b', 5b', 7b' der Tafel II, die in die Nut zu liegen kommt, die durch die Teile 9, 4, 8 der Tafel I gebildet wird. Auf diese Weise ergibt sich ein ringförmig geschlossenes Gebilde, das durch Zusammenknicken in den Knifflinien b und b' oder a und a.' flachgelegt werden und in diesem Zustande ohne große Raumbeanspruchung aufeinandergestapelt und versandt werden kann. In diesem Zustande kommt die halbfertige Kiste zweckmäßig von der Fabrik aus zum Versand.
- Die Fertigstellung erfolgt dann, wie in Abb. 4 veranschaulicht, in der Weise, daß man nach dem Entfalten des flach zusammengelegten, ringförmig geschlossenen Gebildes zunächst die miteinander verklebten Teile 7a, 7b und 8e' sowie die auf der anderen Seite ebenfalls miteinander verklebten Teile 6e', 6b' und 911, die die Einschlagklappen des Bodens der Kiste bilden, um einen rechten Winkel nach innen umschlägt und dann die Teile 211 und 3e,' umlegt und dabei die Feder 3b' in die durch die Teile 2 gebildete Nut schiebt, nachdem die Feder vorher mit Klebstoff bestrichen war. Auf diese Weise wird der Boden der Kiste gebildet. Diese hat nunmehr das in Abb. q. dargestellte Aussehen, nachdem auch die von den Teilen 60 und 9c' bzw. 8a und 7c' gebildeten Einschlagklappen umgelegt sind. Um die Kiste oben zu verschließen, genügt es, die Feder 3b der einen Deckelhälfte 3c in die durch die Randteile der Abschnitte 2a' und 2c' gebildete Nut einzufügen, nachdem sie gegebenenfalls vorher mit Klebstoff versehen war. Die Kiste ist dann vollständig geschlossen. Legt man Wert darauf, die Fugen, in denen die einzelnen Teile durch Nut und Feder zusammenstoßen, unsichtbar zu machen, so kann man sie mit Papierstreifen verkleben. Dadurch wird die Kiste, abgesehen von den beiden oberen und unteren Endkanten, außen vollständig glatt, da die die Außenlage bildenden Pappteile in den genannten Fugen stumpf zusammenstoßen. Legt man auf einen vollkommen staubdichten Abschluß Wert so kann man die Fugen an den Endseiten der Kiste ebenfalls noch mit Papierstreifen verkleben.
- -Gemäß Abb.2 ist angenommen, daß die Wellen der drei die Verbundtafeln bildenden Pappstücke in - einer Richtung verlaufen. Man kann aber natürlich die Stücke auch so anordnen, daß die Wellen sich kreuzen, um eine erhöhte Festigkeit in allen Richtungen nach Art der Herstellung von Sperrholz zu erzielen. Statt Wellpappe könnte natürlich auch gewöhnliche Pappe Anwendung finden; die Verwendung von Wellpappe ist aber wegen ihrer größeren Leichtigkeit vorzuziehen. Statt die Pappe in drei Lagen aufeinanderzukleben, könnte man die Verbundtafeln auch aus zwei oder mehr Lagen zusammensetzen. Im ersteren Falle müßte man allerdings auf die besonders vorteilhafte Verbindung durch Nut und Feder verzichten und sich mit bloßer Überblattung begnügen. Vorzuziehen ist auf alle Fälle die Verwendung von aus drei Lagen bestehenden Verbundstücken. Die Kiste läßt sich dadurch, daß man die später nach außen zu liegen kommende Papier- oder Pappschicht der Verbundtafeln aus wasserdichtem Material herstellt, leicht wetterfest machen. Staubdicht ist sie auch bei Verzicht auf die obenerwähnten Verklebungen ohnehin in hohem Maße. Jedenfalls zeichnet sie sich in dieser Beziehung erheblich vor den üblichen Holzkisten aus. Handelt es sich um die Herstellung größerer Kisten, so werden sie zweckmäßig aus mehr als zwei Tafeln hergestellt, indem man z. B. von vornherein mehrere der in Abb. i dargestellten Verbundtafeln durch Ineinanderschieben von Nut und Feder miteinander verbindet und aus der so entstandenen größeren Tafel die Zuschnitte nach Art der Abb. 3 anfertigt. Die Ausführung der Zuschnitte, insbesondere die Anordnung der Kniff- und Schnittlinien, kann natürlich auch eine andere sein, als in Abb. 3 dargestellt.
Claims (1)
- PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen, dadurch gekennzeichnet, daß für sämtliche Wandteile aus drei Lagen bestehende Verbundtafeln als Bauelemente benutzt werden, bei denen die Bildung von Nut und Feder durch gegenseitige Versetzung der einzelnen Lagen erfolgt. a. Verfahren nach Anspruch i, gekennzeichnet durch die Verwendung von Verbundtafeln, von deren gleich großen, rechteckig gestalteten Einzeltafeln die mittlere gegenüber den beiden äußeren in der Richtung einer der Diagonalen versetzt ist, um auf zwei aneinander anschließenden Seiten der Tafel eine zusammenhängende Randnut, auf den beiden anderen Seiten eine zusammenhängende Feder zu bilden. 3. Verfahren nach Anspruch i oder z, gekennzeichnet durch die Verwendung von zwei gleichartigen, durch Ineinanderschieben ihrer einander zugekehrten Randnuten und -federn miteinander verbundenen Hälften. 4.. Verfahren nach Anspruch 2 oder 3, dadurch gekennzeichnet, daß man die Verbundtafeln durch je vier in gewissen Abständen parallel zu sämtlichen vier Randlinien verlaufende Knifflinien in neun gelenkig zusammenhängende Felder unterteilt und die entstehenden Eckfelder durch paarweise in in parallel zueinander und zu einer der Seitenkanten der Tafel verlaufenden Geraden liegende Schnitte (1o) von den zwischen ihnen liegenden Randfeldern abtrennt, darauf zwei solcher Tafeln mit je zwei ihrer einerseits eine Nut, andererseits eine Feder aufweisenden, parallel zu den Schnitten verlaufenden Seiten sowie mit je einer der quer zu den Schnitten verlaufenden Seiten ineinanderschiebt.
Priority Applications (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA47747D DE458934C (de) | 1926-05-12 | 1926-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen |
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| DEA47747D DE458934C (de) | 1926-05-12 | 1926-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
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| DE458934C true DE458934C (de) | 1928-04-27 |
Family
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Family Applications (1)
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|---|---|---|---|
| DEA47747D Expired DE458934C (de) | 1926-05-12 | 1926-05-12 | Verfahren zur Herstellung von Kisten aus Wellpappe u. dgl. unter Verwendung von miteinander verspundeten Wandteilen |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE458934C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043056B (de) * | 1954-11-12 | 1958-11-06 | Wilma Wendt Geb Oellrich Dr | Verfahren zur Herstellung von Schachtelunter- bzw. -oberteilen |
-
1926
- 1926-05-12 DE DEA47747D patent/DE458934C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1043056B (de) * | 1954-11-12 | 1958-11-06 | Wilma Wendt Geb Oellrich Dr | Verfahren zur Herstellung von Schachtelunter- bzw. -oberteilen |
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