DE45787C - Neuerungen an dem Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen mittelst der Diazoverbindungen des Nitranilins und ähnlicher nitrirter Amine - Google Patents

Neuerungen an dem Verfahren zur Darstellung von Farbstoffen mittelst der Diazoverbindungen des Nitranilins und ähnlicher nitrirter Amine

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SOCIETE ANONYME DES MATTERES COLORANTES ET PRO-DUITS CHIMIQUES DE ST. DENIS in Paris, Rue Lafayeite 105; Vertreter : J. BRANDT & G. W. von NAWROCKI in Berlin W., Friedrichstr. 78
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    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09BORGANIC DYES OR CLOSELY-RELATED COMPOUNDS FOR PRODUCING DYES, e.g. PIGMENTS; MORDANTS; LAKES
    • C09B29/00Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling
    • C09B29/06Monoazo dyes prepared by diazotising and coupling from coupling components containing amino as the only directing group

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Description

KAISERLICHES
PATENTAMT.
Durch Patent No. 6715 ist ein Verfahren geschützt, Azofarbstoffe darzustellen durch die Reaction der Diazoderivate des Nitranilins, des Nitrotoluidins, des Nitroxylidins und des Nitronaphtylamins auf die Amine, Phenole, Naphtole und die Sulfoverbindungen dieser Körper. Unter den in diesem Patent beschriebenen Farbstoffen befinden sich namentlich diejenigen, welche durch die Einwirkung der Diazoderivate der verschiedenen Nitraniline, Nitrotoluidine, Nitroxylidine etc. auf die Naphtionsäure entstehen.
Den Gegenstand der vorliegenden Erfindung bilden Farbstoffe, welche erhalten werden durch die Reaction der Diazoderivate derselben Nitroamine auf die von Witt beschriebene isomere Naphtionsäure (Ber. 19, S. 578).
Diese letztere Säure wird in folgender Weise hergestellt:
In einen gufseisernen, mit Rührwerk versehenen und kühl gehaltenen Apparat trägt man 100 kg α - Naphtylamin in Salzform und 325 kg rauchende Schwefelsäure von 28 bis 30 pCt. Anhydridgehalt ein. Die innige Vermischung und die Sulfonirung müssen bei einer Maximaltemperatur von 2 50 C. stattfinden. Nach 2 bis 3 Tagen ist die Reaction beendet; man läfst das Product in Wasser einflieisen, sättigt mit Kalk und verwandelt sodann in das Natronsalz. Die Lösung dieses Natronsalzes dient zur Darstellung der neuen Farbstoffe.
Man stellt in bekannter Weise aus 138 kg Nitranilin das Nitrodiazobenzol dar und schüttet diese Diazoverbindung in eine Lösung von 22,3 kg aus Witt'scher Naphtionsäure gebildetem naphtionsauren Natron. Die Reaction findet in schwach saurer Flüssigkeit statt. Nach zwei- bis dreistündigem Umrühren erhält man den Farbstoff, welcher in der Flüssigkeit, in welcher er entstanden ist, wenig löslich ist. Man sammelt ihn auf dem Filter und trocknet ihn in geeigneter Weise. Die Masse wird mit einer hinreichenden Menge Natriumcarbonat verrührt, um sie zu neutralisiren; das erhaltene Salz wird mittelst etwas Seesalz unlöslich gemacht, ausgeprefst und getrocknet.
Mit ρ-Nitranilin erhält man einen Farbstoff, welcher violetter ist als der in dem Patent No. 6715 beschriebene.
Mit m-Nitranilin erhält man einen Farbstoff, welcher gelbröthlich, aber violetter ist als die entsprechenden Farbstoffe des Haupt-Patentes.
Ersetzt man das Nitranilin 1. durch 15,2 kg bei 1070 schmelzendes Nitrotoluidin, so erhält man einen roth-gelblichen Farbstoff, 2. durch 16,6 kg bei 1230 schmelzendes Nitroxylidin, so erhält man einen roth-gelblichen Farbstoff, welcher gelber als der vorige ist, und 3. durch
18,8 kg Nitronaphtylamin, so erhält man einen braun -rothen Farbstoff.
Die beschriebenen neuen Farbstoffe sind als Salze in Wasser löslich und können leichter als ihre in dem genannten Patent aufgeführten Isomeren in Pulverform zum Färben geliefert werden.

Claims (1)

  1. Patent-Anspruch:
    Bei dem durch das Haupt-Patent No. 6715 geschützten Verfahren zur Darstellung von Naphtionroth die Abänderung, dafs an Stelle der Piria'schen Naphtionsäure die isomere Naphtionsäure von Witt mit dem im Anspruch des Haupt - Patentes genannten Meta- oder Paranitrodiazobenzol, Nitrodiazotoluol, Nitrodiazoxylol oder Nitrodiazonaphtalin combinirt wird, wodurch rothe Farbstoffe entstehen, welche eine gröfsere Löslichkeit in Pulveroder Teigform und andere Nuancen besitzen, als die entsprechenden Farbstoffe des Haupt-Patentes.
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