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Gerstelvorrichtung mit Gasfeuerung. Die Erfindung hat den Zweck, die
Leistungsfähigkeit der Gerstelvorrichtung nach Patent 443617 zu verbessern. Bei
dieser Gerstelvorrichtung wird der Gerstelraum durch eine Haube gebildet, in welcher
die Gasflammenrohre derart längsgerichtet eingebaut sind, daß die Flammen gegeneinandergerichtet
sind und infolgedessen einen Flammenmantel bilden.
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Es ist vorteilhaft, die Gerstelvorrichtung möglichst lang ausführen
zu können, um eine größere Anzahl Brotlaibe gleichzeitig gersteln zu können. Bei
langer Ausführung der Gerstelvorrichtung besteht die Schwierigkeit, an allen Stellen
die gleiche Länge und Größe der Flammen zu erzielen und die Hitze gleichmäßig im
Raum zu verteilen.
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Gemäß der Erfindung sind nun in dem Gerstelraum zwischen der Decke
und den längsgerichteten Flammenrohren zwei feuerfeste Platten übereinander angeordnet
und mit zueinander versetzt liegenden Durchgängen und Öffnungen versehen. Hierdurch
wird die aufsteigende Luft unter den Platten gestaut und gleichmäßig auf alle Flammen
verteilt. Gleichzeitig dienen die Luftverteilungsplatten dazu, die Hitze zurückzuwerfen,
so daß diese voll auf die Brotlaibe zur Einwirkung kommt. Die Ger stelvorrichtung
nach der Erf ndung ist auf der Zeichnung in einem solchen Ausführungsbeispiel dargestellt.
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Bei dem Ausführungsbeispiel ist die Haube durch einen von Füßen getragenen,
unten offenen Kastena .ersetzt, der an den Seiten: wänden mit Platten k aus feuerfestem
Stoff bekleidet ist und an den Innenwänden nahe deren Unterkante je eine flache
Fahrschiene b besitzt (Abb.3). Auf diesen Fahrschienen kann die die Bratlaibe aufnehmende
Tragplatte c vom einen Stirnende des Kastens her in diesen eingefahren werden. In
dem Gerstelraum. des Kastens sind sieben Fl.ammenrohre d in Längsrichtung des Kastens
sich erstreckend und verteilt so angebracht, daß je ein Flammenrohr d sich zu beiden
Seiten der eingefahrenen Brotlaibe und die übrigen fünf Flammenrohre sich oberhalb
der letzteren befinden. Jedes dieser Flammenrohre ist in bekannter Weise in der
Kastenmitte geteilt, um eine ungünstig große Länge der Flammenrohre zu vermeiden.
Da somit jedes der sieben Flammenrohre aus zwei selbständigen Flammenrohren besteht,
ist die Gaszuleitung e ringsum außen am Kasten angeordnet und sind die Flammenrohrpaare
an den Stirnenden durch einen Düsenkopf f und einen Absperrhahn mit dem Gaszuleitungsrohre
verbunden.
Die Flammenlöcher in den Flammenrohren d sind so angeordnet,
daß die Flammen der nebeneinander befindlichen Rohre gegeneinandergerichtet sind
und somit einen Flammenmantel bilden, der die Brotlaibe oben umgibt. Zwei weitere
Paare von Flammenrohren g sind unterhalb der Tragplatte c angeordnet. Bei diesen
findet die Gaszuführung bei den einander zugewendeten Enden jedes Flammenrohrpaares,
also in der Längsmitte des Kastens a statt. Ein an das Gaszuleitungsrohr e angeschlossenes
Abzweigungsrohr h bewirkt die Gaszuführung zu den Flammenrohrpaaren g. Bei letzteren
sind die Flammenlöcher .so angeordnet, daß die Flammen nach beiden Seiten in schräger
Richtung gegen die Tragplatte c treffen. Infolge der Erhitzung der letzteren erhalten
die ihr aufliegenden Brotlaibe an der Unterseite eine Kruste.
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Gemäß der Erfindung ist nun oberhalb der Flammenrohrpaare
d eine Platte i aus feuerfestem Stoff oder mehrere solcher Platten
in Längsrichtung in gleicher Höhe hintereinander befestigt. In einem Abstand oberhalb
der Plattei ist eine weitere Platte l aus feuerfestem Stoff in einer Entfernung
von der eisernen Decke befestigt. In der Plattel sind beiderseits der Mitte zwei
Reihen öffnungen m vorgesehen. Eine Reihe von öffnungen n befindet sich in der Mitte
der Plattei, und zwischen. letzterer und den Seitenplatten h befindet sich je ein
Durchgang j. An die Deckplatte des Kastens a sind drei sich vereinigende Luft- und
Dunstabführungsrohreo angeschlossen.
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1Die unterhalb und seitlich der Tragplatte c in den Gerstelraum eintretende
und hinter den Flammenrohren an den Wänden entlangstreichende Luft wird zunächst
durch die Plattei gestaut, tritt alsdann teils durch die Öffnungen tz der Plattei,
teils durch die beiderseitigen Durchgänge j in den Raum unterhalb der Platte l und
durch deren Öffnungen m in den Raum über der Platte L und gelangt
dann durch die Rohre o ins Freie.
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Infolge der Verhinderung der unmittelbaren Abführung der Luft durch
die Platten i und L
mit ihren versetzt zueinander liegenden Durchgangsöffnungen
wird die Luft allen Flammen in gleichmäßiger Weise zugeführt und außerdem die Hitze
gleichmäßig zurückgeworfen.
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Die Tragplatte c ist zweckmäßig in der Höhe einstellbar, um bei verschiedener
Höhe der Brotlaibe den geeigneten Hitzegrad auf die Brotlaibe zur Einwirkung bringen
zu können.