DE456809C - Selbsttaetige Stromabschaltung zwischen einer Batteriezuendeinrichtung und einer Sammlerbatterie - Google Patents

Selbsttaetige Stromabschaltung zwischen einer Batteriezuendeinrichtung und einer Sammlerbatterie

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DE456809C
DE456809C DEB123679D DEB0123679D DE456809C DE 456809 C DE456809 C DE 456809C DE B123679 D DEB123679 D DE B123679D DE B0123679 D DEB0123679 D DE B0123679D DE 456809 C DE456809 C DE 456809C
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  • Ignition Installations For Internal Combustion Engines (AREA)

Description

  • Selbsttätige Stromabschaltung zwischen einer Batterieziindeinrichtung und einer Sammlerbatterie. Um bei Batteriezündeinr*chtungen zu verhindern, daß die Stromquelle, d.h. die Sammlerbatterie, sich über die Zündspule entlädt, wäre es notwendig, daß der Steuernocken der stehenbleibenden Maschine stets sich in einer solchen Stellung einstellt, bei der die Unterbrecherkontakte geöffnet sind. Da jedoch der Steuernocken des Unterbrechers beim Stillstand des Motors nicht immer die gleiche Lage hat, so ist es unvermeidlich, daß gelegentlich die Unterbrecherkontakte geschlossen bleiben, was ein Entladen der Batterie über die Zündspule zur Folge hat.
  • Die Erfindung betrifft nun eine Abschaltung des Stromes zwischen einer Batteriezündeinrichtung und einer Sammlerbatterie, die bei Stillstand des Motors den Strom selbsttätig unterbricht, so daß die Stellung des Steuernockens bzw. der Unterbrecherkontakte keinen Einfluß auf die Sammlerbatterie hat.
  • Es ist bereits bekannt, eine Batterie durch einen unter der Einwirkung einer Membrane oder eines Zentrifugalreglers oder auch vom Strom selbst beeinflußten Thermostaten stehenden Schalter abzuschalten, der bei Stillstand des Motors den Strom selbsttätig unterbricht.
  • Es ist auch schon vorgeschlagen worden, daß außer dem Zündstrornunterbrecher noch eine weitere Kontaktstelle vorgesehen ist, die von einem drehenden Teil, z, B. der Maschine, intermitierend geschlossen wird, und zwar so, (laß bei größerer Drehzahl der Maschine die Kontaktstelle infolge Trägheit des Schließungskontaktes oder unter Zuhilfenahme einer geeigneten Verzögerungseinrichtung bleibt, (Dämpfungseinrichtung) während sie bei Stillstand dauernd des geschlossen Motors sich selbsttätig öffnet. Hierbei kann sowohl für den Zündstromunterbrecher als auch für die besondere Kontaktstelle ein gemeinsamer Antrieb Verwendung finden, oder es kann die Kontaktstelle mit demselben Nocken wie der Zündstromunterbrecher gesteuert werden. Auch eine Vereinigung der zwei Unterbrechungsstellen in einer einzigen ist dabei möglich, indem statt der zweiten Kontaktstelle eine geeignete Verriegelung oder Sperrung der Unterbrecherkontakte vorgenommen wird.
  • Diese Anordnungen bieten in der Ausführung eine gewisse Schwierigkeit durch den Umstand, daß zur guten Stromführung die Kontaktstellen mit verhältnismäßig großem Druck aufeinandergepreßt sein müssen, so daß auch ein erheblicher Druck von dem rotierenden Nocken auf die Sperr- und Unterbrechungsvorrichtung ausgeübt werden muß, um die unter starkem Federdruck stehenden Kontakte je nach der Anordnung zu öffnen oder zu schließen. Dieser große Druck verursacht Kraftverluste und große Abnutzung.
  • Es wird nun eine Verbesserung in diesen Verhältnissen gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß die Bewegung der Hilfskontakteinrichtung bzw. der Sperr- oder Verriege.-fungseinrichtung des Zündstromunterbrechers nur bei Inbetriebsetzung des Motors anfänglich eingeleitet wird, während sodann eine Magnetspule, weiche vonder Maschinenspannung erregt wird, die Festhaltung der Vorrichtung in dieser Betriebsstellung besorgt, in der Weise, daß die Nockensteuereinrichtung so lange entlastet ist, bis bei Stillsetzung des Motors die Maschinenspannung absinkt und die Freigabe des Kontakt- oder Sperrmechanismus durch Stromloswerden der Haltespule wieder erfolgt.
  • Eine besonders einfache Gestalt erhält die Ausführung des Gedankens, wenn statt der Verwendung einer Hilfskontaktstelle die Zündunterbrecherkontakte selbst durch eine entsprechende vom Unterbrechernocken gesteuerte Sperrvorrichtung beeinflußt und diese mit der Ma.-metspule kombiniert wird.
  • Die Erfinäung- ist auf der Zeichnung in Abb. i in einem Ausführungsbeispiel schematisch zur Darstellung gebracht. Gemäß diesem Ausführungsbeispiel ist a der bekannte Zündstromunterbrecher, b die Zündspule und c die Batterie. In Reihe mit dem von dem Nocken f bewegten Unterbrecher a ist nun noch eine Kontaktstelle d vorgesehen, welche von einem sich drehenden Teil der Maschine (Nocken g) abwechselnd geöffnet und geschlossen wird, und zwar so, daß die Schließung bei langsamer Drehung immer dann erfolgt, wenn die andere Kontaktstelle, d. h. der Unterbrecherkontakt a, offen ist und somit bei Stillstand oder bei sehr geringer Drehzahl der Stromkreis niemals geschlossen ist, weil immer eine der Kontaktstellen a oder d geöffnet ist. Erst bei größerer Drehzahl bleibt die Kontaktstelled infolge der Trägheit des Schließungskontaktes bzw. infolge einer sonstigen Verzögerungseinrichtung (Dämpfungseinrichtung) c dauernd in Schlußstellung, und zwar ohne Rücksicht darauf, ob der Zündstromunterbrechera unterbrochen oder geschlossen ist. Außerdem hat bei höherer Drehzahl auch die Maschinei und damit die Magnetspulej sich erregt, und diese hält nun die Kontakteinrichtung d in der Stromschlußstellung unabhängig von der Nockenbewegung so lange, bis bei Stillsetzen der Maschine die Spannung wieder abfällt und die Festhaltespule j stromlos wird, da dieselbe von der Batterie infolge des Rückstromschalters k ebenfalls abgeschaltet ist.
  • Durch die zeitliche Verschiebung in der Kontaktöffnung beider Kontaktstellen a und d und durch die Dämpfung der Bewegung an der Kontaktstelle d, schließlich durch die Festhaltespule wird der beabsichtigte Zweck erreicht, nämlich, daß einesteils die Batterie c bei geschlossenem Unterbrecher a und Stillstand der Maschine sich nicht über die Zündspule b und den Unterbrecher a entladen und andererseits bei sich drehender Maschine die Batterie c üb:er den Zündstromunterbrecher a und Kontakt d Strom abgeben kann, ohne daß dabei im normalen Betrieb an den Nocken mehr Reibung auftreten würde. als bei anderen Anlagen.
  • Wie das Ausführungsbeispiel erkennen läßt, findet als Verzögerungseinrichtung e ein f ederbelastender Kolben Anwendung. Selbstverständlich kann auch eine anders ausgebildete Verzögerungseinrichtung verwendet werden.
  • Die Arbeitsweise der ganzen Einrichtung ist folgende: Beim Arbeiten der Maschine dreht sich auch die Welle h mit den Nocken f und g; ersterer steuert den Unterbrecherkontakt a in bekannter Weise, während letzterer die Kontaktstelle d steuert, und da diese unter dem Einfluß der Verzögerungseinrichtung e und sodann, sobald die Dynamo sich erregt hat, auch der Magnetspule j steht, so findet ein Öffnen der Kontaktstelle d bei rascherem Lauf der Maschine gar nicht mehr statt. Erst wenn die Drehzahl der Maschine nachläßt bzw. ein Stillstand eintritt, wird oder bleibt der- Zündstromkreis unterbrochen, denn entweder ist der Unterbrecherkontakt a oder die Kontaktstelle d geöffnet, während der andere Kontakt geschlossen ist.
  • In Abb. 2 und 3 ist die Einrichtung bei Verwendung einer Sperrvorrichtung an den üblichen Unterbrecherkontakten dargestellt, und zwar zeigt Abb. 2 den Zündstromunterbrecher geöffnet, von vorn gesehen. In dem Unterbrechergehäuse 1 befinden sich das Zündstromunterbrechungskontaktpaar m, welches von einem auf der Lichtmaschinenwelle i sitzenden Nocken n geöffnet bzw. geschlossen wird. In dem Unterbrechergehäuse ist aber eine Sperrvorrichtung vorgesehen, welche in Abb. 3 im Schnitt zur Darstellung kommt. Diese besteht aus dem Sperriegel v, dem Dämpfungskolben p mit der vom Nocken n gesteuerten Kurvenbahn q, der Druckfeder r und dem Solenoid s. Der Dämpfungskolben p ist als Anker des Solenoids gestaltet. Der Magnetspule des Solenoids wird durch die Klemme t Strom vom Pluspol der Lichtmaschine zugeführt. Die Klemme u stellt die Stromverbindung zum Stromunterbrecher dar, während der andere Pol des Unterbrechers und auch der Festhaltespule s an Masse liegen möge.
  • Die Arbeitsweise ist dann folgende: Bei beginnender Drehung des Motors und der Lichtmaschine wird die Sperrvorrichtung durch den Nocken und die Kurvenbahn in achsialer Richtung nach rechts verschoben und durch den Dämpfungskolben in dieser Lage vorübergehend festgehalten. Die Zündstromunterbrecherkontakte können frei spielen und werden vorn Unterbrechernocken gesteuert. Bei höherer Drehzahl kommt die Lichtmaschine auf Spannung, und das Solenoid s hält die Sperrvorrichtung in dieser Stellung fest, so,daß die Kurvenbahn und der Nocken vom Druck der Feder r entlastet ist. Erst beim Stillsetzen der Maschine kann der Anker des Solenoids sich lösen, und es folgt die achsiale Bewegung der Sperrvorrichtung entsprechend der Abwälzung des Nockens auf der Kurvenbahn. Ist die Nockenstellung bei Stillstand so, daß die Zündstromkontakte ohne Vorhandensein der Sperrvorrichtung geschlossen bleiben würden, so drückt nunmehr der Sperriegel o sich zwischen die Kontaktträger und spreizt die Kontakte in die geöffnete Stellung, und der Zündstro m wird dadurch abgeschaltet.

Claims (3)

  1. PATENTANSP.RÜCHE: i. Selbsttätige Stromabschaltung zwischen einer Batteriezündeinrichtung und einer Sammlerbatterie, dadurch gekennzeichnet, daß bei ruhender Maschine durch die Stellung eines Nockens ein Hilfsunterbrecher in solcher Weise eingestellt wird, daß durch ihn die Zündstromleitung eine bleibende Unterbrechung erfährt, während bei umlaufender Maschine der Hilfskontakt in an sich bekannter Weise durch eine elektromagnetische Festhaltespule in der Kontaktlage gehalten wird.
  2. 2. Selbsttätige Stromabschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Sperr- oder Hilfsunterbrechereinrichtung mit einer Verzögerungseinrichtung (Dämpfung) versehen ist, welche bei langsamer Drehzahl und unerregter Festhaltespule die Bewegung der Sperrvorrichtung verzögert. 3. Selbsttätige Stromabschaltung nach Anspruch:2, dadurch gekennzeichnet, daß der Anker der Festhaltemagnetspule gleichzeitig als Dämpfungskolben ausgebildet ist. -t.
  3. Selbsttätige Stromabschaltung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß sowohl Zündstromunterbrecher als auch Hilfsunterbrecher von einem gemeinsamen Nockenantrieb bewegt werden.
DEB123679D 1926-01-23 1926-01-23 Selbsttaetige Stromabschaltung zwischen einer Batteriezuendeinrichtung und einer Sammlerbatterie Expired DE456809C (de)

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