DE456576C - Freilaufkupplung fuer Selbstschalter - Google Patents

Freilaufkupplung fuer Selbstschalter

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Publication number
DE456576C
DE456576C DES73637D DES0073637D DE456576C DE 456576 C DE456576 C DE 456576C DE S73637 D DES73637 D DE S73637D DE S0073637 D DES0073637 D DE S0073637D DE 456576 C DE456576 C DE 456576C
Authority
DE
Germany
Prior art keywords
lever
release
stop
overrunning clutch
switch
Prior art date
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Expired
Application number
DES73637D
Other languages
English (en)
Inventor
Friedrich Fichtner
Current Assignee (The listed assignees may be inaccurate. Google has not performed a legal analysis and makes no representation or warranty as to the accuracy of the list.)
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
Original Assignee
Siemens Schuckertwerke AG
Siemens Corp
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Filing date
Publication date
Application filed by Siemens Schuckertwerke AG, Siemens Corp filed Critical Siemens Schuckertwerke AG
Priority to DES73637D priority Critical patent/DE456576C/de
Application granted granted Critical
Publication of DE456576C publication Critical patent/DE456576C/de
Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • HELECTRICITY
    • H01ELECTRIC ELEMENTS
    • H01HELECTRIC SWITCHES; RELAYS; SELECTORS; EMERGENCY PROTECTIVE DEVICES
    • H01H71/00Details of the protective switches or relays covered by groups H01H73/00 - H01H83/00
    • H01H71/10Operating or release mechanisms
    • H01H71/50Manual reset mechanisms which may be also used for manual release
    • H01H71/52Manual reset mechanisms which may be also used for manual release actuated by lever

Landscapes

  • Rehabilitation Tools (AREA)

Description

DEUTSCHES REICH
AUSGEGEBENAM 28. FEBRUAR 1928
REICHSPATENTAMT
PATENTSCHRIFT
KLASSE 21 c GRUPPE
Freilaufkupplung für Selbstschalter. Patentiert im Deutschen Reiche vom 11. fflärz 1926 ab.
Freilaufkupplungen an Selbstschaltern haben vielfach den Nachteil, daß ihre Auslösung einen verhältnismäßig großen Kräfteaufwand erfordert. Dieser Kräfteaufwand kann erheblich verringert werden, indem die Freilaufkupplung derart ausgebildet ist, daß der Kraftspeicher des Schalters durch einen gestreckten Kniehebel gespannt wird, von dem ein Hebel einen Anschlag besitzt, der sich in der gestreckten Lage an den anderen anlegt, so daß ein Umkippen des Kniehebels bei der normalen Einschaltbewegung nicht erfolgen, jedoch das Kniegelenk leicht durchschlagen werden kann. Wird der Kniehebel z. B.
durch einen elektrischen Auslöser durchschlagen, so muß er durch irgendwelche Vorrichtungen wieder in seine gestreckte Lage gebracht werden. Dazu hat man schon den einen von den beiden Kniehebeln mit einem Fortsatz versehen, der bei Bewegen des Antriebsorganes gegen einen festen Anschlag gedrückt wird und dadurch den Kniehebel wieder streckt. Diese Anordnung hat aber den Nachteil, daß zwei besondere Konstruktionsteile hierfür vorhanden sein müssen.
Erfindungsgemäß wird dieser Nachteil dadurch vermieden, daß die Rückführung des Kniehebels in die gestreckte Lage dadurch selbsttätig erfolgt, daß beim Durchschlagen des Kniehebels beide Hebel eine Feder spannen, die den Kniehebel in die gestreckte Lage zu ziehen sucht, so daß ein Umkippen des Kniehebels bei der normalen Einschaltbewegung nicht erfolgen kann. Dabei kann der gestreckte Kniehebel noch an einem weiteren, für sich bestehenden Kniehebel angreifen, so daß ein leichtes Spannen auch größerer Kraftspeicher von Hand aus möglich ist.
Zum Durchschlagen des gestreckten Kniehebels wird die Auslösung der Freilaufkupplung benutzt. Dazu besitzt der Auslösehebel eine Anschlagsführung, die über eine Hebelübertragung des einen Hebels den gestreckten Kniehebel durchschlägt. Bei Rückführung der Antriebswelle in die Aus-Stellung bringt eine an dieser befestigte Kurbel oder ein Nocken den Auslösehebel in die Stellung, bei der die Auslösung wieder erfolgen kann. Ebenso ist es auch möglich, die Anschlagsführung über eine Klinke mit dem Auslösehebel zu kuppeln. Dazu greift der Kraftspeicher des Schalters an einem auf der Antriebswelle gelagerten Führungsstück an, das die Anschlagsführung trägt und durch eine Auslöseklinke festgehalten wird, so daß beim Auslösen'der Klinke die Anschlagsführung das Kniegelenk leicht durchschlägt. Auf der Antriebswelle ist eine Kurbel oder ein Nocken befestigt, der bei Bewegung der Antriebswelle in die Aus-Stellung einen Hebel dreht, der über einen an dem Führungsstück befindlichen Anschlag die Auslöseklinke
*) Von dem Patentsucher ist als der Erfinder angegeben worden:
Friedlich Fichtner in Berlin.
mit dem Führungsstück wieder in Eingrif bringt.
In den Abbildungen sind Ausführungsbeispiele der Erfindung dargestellt. Abb. ι und 2 zeigen eine Anordnung, bei der der gestreckte Kniehebel unmittelbar an die Kurbel der Schalter welle angreift, Abb. 3 eine Anordnung mit einem Doppelkniehebel, wobei der gestreckte Kniehebel durch Freigäbe einer Verklinkung der Anschlagsführung durchgeschlagen wird.
Der Antrieb des Schalters wird beispielsweise durch einen Handhebel 11 bewirkt, der sich um die fest gelagerte Drehachse 12 in die Ein- und Aus-Stellung bewegen kann. Auf der Drehachse 12 sind zwei Kurbeln 13, 14 oder Nocken befestigt. An der Kurbel 14 ist ein Kniehebel angelenkt, der aus den Hebeln 15 und r6 besteht. Der Kniehebel wird in der gestreckten Lage durch eine an den Hebeln 15 und 16 angreifende Feder 17.gehalten. Ein an dem Hebel 15 befindlicher Anschlag 18 legt sich an den Hebel 16 an und verhindert ein weiteres Durchdrücken des Kniehebels nach rechts.
In Abb. ι hält die Freilaufkupplung den Schalter eingeschaltet; in Abb. 2 ist die Auslösung infolge Durchschlagene des Kniehebels erfolgt und in Abb. 3 der Handhebel in die Aus-Stellung zurückgeführt.
Nach Abb. ι und 2 greifen der Hebel 16 des Kniehebels und der Kraftspeicher 19 an einer Kurbel 20 der Schalterwelle 21 an. Ein Fortsatz 22 des Hebels 15 berührt in der Ein-Stellung seine Anschlagsführung 23, die an einem beispielsweise von einem Überstromrelais 24 betätigten Auslösehebel 25 angebracht ist. Der Auslösehebel 25 kann sich um einen Festpunkt 26 drehen und kommt mit seinem Ende 27 in der ausgelösten Stellung der Freilaufkupplung (Abb. 2) mit der Kurbel 13 in Berührung.
Die Wirkungsweise der Anordnung ist folgende:
Nach Abb. 1 wird die Schalterwelle 21 über die Kurbel 20 und bei gestreckt bleibendem Kniehebel 15, 16 infolge der Feder 17 und des Anschlags 18 in die Ein- und Aus-Stellung gebracht.
Tritt, wie in Abb. 2 dargestellt, ein Auslösen der Freilaufkupplung ein, so wird der Auslösehebel 25 um seinen Drehpunkt 26 im Uhrzeigersinne gedreht. Die Anschlagsführung 23 drückt über den als Hebelübertragung wirkenden Fortsatz 22 den Kniehebel 15,16 durch, so daß sich der Anschlag 18 von dem Hebel 16 und der Fortsatz 22 von der Anschlagsführung 23 unter der Wirkung des auf die Kurbel 20 wirkenden Kraftspeichers 19 entfernen. Der Auslösehebel 25 legt sich dabei mit seinem Ende 27 an die Kurbel 13 der Drehachse 12 an und wird durch den Überstromauslöser 24 in seiner Lage festgehalten.
Bei noch bestehendem Überstrom ist es infolge des an der Kurbel 13 anliegenden Endes 27 des Auslösehebels 25 nicht möglich, den Handhebel 11 in die Aus-Stellung zu bringen. Erst nach dem Abklingen des Überstromes läßt sich der Handhebel 11 in die Aus-Stellung bringen, indem der Auslösehebel 25 entgegen dem Uhrzeigersinne gedreht wird und in die Stellung gebracht wird, bei der die Auslösung wieder erfolgen kann. Bei dieser Bewegung hat sich gleichzeitig der Kniehebel 15, 16 gestreckt und gestattet nunmehr wiederum ein Einschalten des Schalters unter Spannung des Kraftspeichers 19.
In Abb. 3 ist der Hebel 16 an dem Kniegelenk des aus den Hebeln 28 und 29 gebildeten weiteren Kniehebels angelenkt. Der Hebel 28 kann sich dabei um einen festen Drehpunkt 30 drehen, während der Hebel 29 an der Kurbel 20 der Schalterwelle 21 befestigt ist. Zwischen einem weiteren Arm 31 der Kurbel 20 der Schalterwelle 21 und einem Punkt 32 des auf der Achse 12 gelagerten Führungsstückes 33 greift ein Kraftspeicher 34 an. Das Führungsstück 33 besitzt eine Anschlagsführung 35 mit einer End- go rast 36, in die der Bolzen des Kniegelenkes 37 der Hebel 15, 16 eingreift. Weiterhin ist eine Nase 38 an dem Führungsstück 33 angebracht, die mit der Auslöseklinke 39 beispielsweise des Überstromrelais 24 in Eingriff kommt. Ein an dem Führungsstück 33 befindlicher Anschlag 40 liegt an dem um den Punkt 41 drehbaren Hebel 42 an, der die um die Achse 12 drehbare Kurbel 13 berührt.
Die Wirkungsweise der Anordnung nach Abb. 3 ist folgende:
Die Freilaufkupplung befindet sich in der Lage, die der Aus-Stellung des Schalters entspricht. Bei der Einschaltbewegung wird der wieder im gestreckten Zustand gehaltene Kniehebel 15, 16 den Kniehebel 28, 29 durchdrücken, so daß die Schalterwelle 21 im Sinne des Uhrzeigers gedreht wird. Der Arm 31 der Kurbel 20 bewegt sich dabei mit und spannt bei feststehendem Führungsstück 33 den Kraftspeicher 34. Die Kurbel 14 gelangt dabei über ihre Totpunktstellung mit dem Hebel 15 in die Ein-Stellung und hält den Kraftspeicher 34 dadurch gespannt. Das Kniiegelenk 37 legt sich dabei in die Endrast 36 der Anschlagsführung 35. Die Ausschaltbewegung von Hand aus erfolgt in der gleichen Weise wie oben beschrieben.
Tritt in der eingeschalteten Stellung eine Auslösung infolge Freigabe der z. B. als Rolle ausgebildeten Nase 38 des Führungsstückes 33 durch den Auslösehebel 39 ein, so dreht der
gespannte Kraftspeicher 34 die Anschlagsführung 35 im Uhrzeigersinn um die Achse 12, so daß die Endrast 36 das Kniegelenk 37 und damit den gestreckten Kniehebel 15,17 durchschlägt. Hierzu ist erfindungsgemäß nur eine kleine Kraft erforderlich. Durch die Freigabe des gestreckten Kniehebels 15,16 wird der Kraftspeicher 34 entspannt und die Schalterwelle kräftig im umgekehrten Sinne
to des Uhrzeigers gedreht. Das Führungsstück 33 wird dabei durch seinen Anschlag 40 und den Hebel 42 an einer weiteren Drehung gehindert. Der Handhebel 1 r verbleibt dabei in der Ein-Stellung.
Wird der Handhebel nunmehr in die Aus-Stellung bewegt, so trifft die an der Achse 12' befestigte Kurbel 13 auf das Ende des Hebels 42 und drückt ihn entgegengesetzt dem Uhrzeigersinn gegen den Anschlag 40 des Führungsstückes 33. Die Nase 38 des Führungsstückes 33 bewegt sich entgegengesetzt dem Uhrzeigerund kommt mit der Auslöseklinke 39 wieder in Eingriff. Dadurch wird -das Führungsstück 33 wieder festgehalten.
Ist der Überstrom noch nicht abgeklungen, so wird durch die Einschaltbewegung ein Eingreifen der Auslöseklinke 39 und der Nase 38 verhindert. Dadurch nämlich, daß das Kniegelenk 37 an der Anschlagsführung 35 entlang gleitet und diese mit zunehmender Spannung des Kraftspeichers 34 beim Einschalten im Sinne des Uhrzeigers gegen das Kniegelenk 37 drückt, durchschlägt diese den Kniehebel, so daß der Kraftspeicher nicht gespannt werden kann. Dadurch ist ein Einschalten des Schalters nicht möglich.

Claims (5)

  1. Patentansprüche:
    i. Freilaufkupplung für Selbstschalter, bei der der Kraftspeicher des Schalters durch einen gestreckten Kniehebel gespannt wird, von dem ein Hebel einen Anschlag besitzt, der sich in der gestreckten Lage an den anderen anlegt, und bei der der gestreckte Kniehebel durchschlagen wird, dadurch gekennzeichnet, daß bei durchschlagenem Kniehebel die Rückführung in die gestreckte Lage dadurch selbsttätig erfolgt, daß beide Hebel eine Feder spannen, die den Kniehebel in die gestreckte Lage zu ziehen sucht.
  2. 2. Freilaufkupplung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der gestreckte Kniehebel über einen weiteren, für sich bestehenden Kniehebel (28, 29) den Kraftspeicher spannt.
  3. 3. Freilaufkupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Auslösehebel (25) eine Anschlagsführung (23) besitzt, die über eine Hebelübertragung (22) des einen Hebels (15) den gestreckten Kniehebel durchschlägt, und daß bei Rückführung der Antriebswelle (12) in die Aus-Stellung eine an dieser befestigte Kurbel oder Nocken (13) den Auslösehebel (25) in die Stellung bringt, bei der die Auslösung wieder erfolgen kann.
  4. 4. Freilaufkupplung nach Anspruch 1 und 2, dadurch gekennzeichnet, daß der Kraftspeicher (34) des Schalters an einem auf der Antriebswelle (12) gelagerten Führungsstück (33) angreift, das die Anschlagsführung (35) trägt und durch eine Auslöseklinke (39) festgehalten wird, nach deren Auslösen die Anschlagsführung (3S) das Kniegelenk leicht durchschlägt (Abb. 3).
  5. 5. Freilaufkupplung nach Anspruch 1,
    2 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß auf der Antriebswelle (12) eine Kurbel oder ein Nocken (13) befestigt ist, der bei Bewegung in die Aus-Stellung einen Hebel (42) dreht, der über einen an dem Führungsstück (33) befindlichen Anschlag (40) die Auslöseklinke (39) mit dem Führungsstück (33) wieder in Eingriff bringt.
    Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES73637D 1926-03-11 1926-03-11 Freilaufkupplung fuer Selbstschalter Expired DE456576C (de)

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