DE4560C - Neuerungen, am Schützenwechsel und au der Schlagvorrichtung mechanischer Webstühle - Google Patents

Neuerungen, am Schützenwechsel und au der Schlagvorrichtung mechanischer Webstühle

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DE4560C
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SÄCHSISCHE MASCHINENFABRIK in Chemnitz
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    • D03WEAVING
    • D03DWOVEN FABRICS; METHODS OF WEAVING; LOOMS
    • D03D43/00Looms with change-boxes

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  • Textile Engineering (AREA)
  • Toys (AREA)

Description

PATENTSCHRIFT
SÄCHSISCHE MASCHINENFABRIK zu CHEMNITZ. Neuerungen am Schützenwechsel und an der Schlagvorrichtung mechanischer Webstühle.
Patentirt im Deutschen Reiche vom 18. August 1878 ab. Längste Dauer: 29. April 1889.
Bei Anwendung des bisherigen Schützenwechsels konnten nur Muster ausgeführt werden, bei welchen ein Ueberspringen des mittleren Kastens nicht nöthig, bezw. nicht möglich war, so dafs manche Muster gar nicht ausgeführt werden konnten.
Durch die neue Anordnung der Schützenwechselmechanismen sind bei gröfserer Präcision des Arbeitens diese Nachtheile beseitigt, und ebenso werden die Brüche an Webstühlen, welche bei Benutzung des alten Schlaghebels oft vorkommen, bei Anwendung des neuen Schlaghebels vollständig vermieden.
I. Verbesserung des Schützenwechsels.
Fig. ι zeigt eine Webstuhlwand mit diesem Mechanismus.
Fig. IA giebt die Stellung der Stofsfallen, wenn die Schützenkasten nach unten, Fig. ib, wenn diese in die Mitte, und Fig. ic, wenn diese nach oben gestofsen werden.
Die horizontale Bewegung der Stofsfallenschubstange α erfolgt nach vorwärts durch das Excenter b und nach rückwärts durch die Feder c, wie aus Fig. 1 ersichtlich ist.
Diese Schubstange α lagert in dem Stelleisen α' α'2 und trägt die Stofsfallen bi b'1; letztere sind durch den Bügel e mit einander verbunden und werden gleichzeitig durch die Drahtöse / getragen. Das Heben und Senken dieser Stofsfallen b ' b 2 geschieht auf bekannte Weise vermittelst der Oese / durch die Rollenkarten und Hebel der Schaftmaschine oder durch die Platinen der Jacquardmaschine.
Die Stofsfallen b' b - drehen in ihrer tiefsten Stellung beim Vorwärtsgehen der Schubstange die Stofsscheibe g (s. Fig. ia) nach der Seite so weit herum, dafs die Rolle η am zweiarmigen Hebel h in die Stufe z' einfällt; der andere, mit den Schützenkästen zusammengegliederte Arm des Hebels h senkt sich hierbei so tief, dafs der obere Schützenkasten m' in die Ladenbahnhöhe zu stehen kommt.
Werden aber die Stofsfallen b' b 2 ■ in die mittlere Höhe gestellt, Fig. ib, so dreht sich die Stofsscheibe nach der Seite so weit herum, dafs die Rolle η in die mittlere Stufe i'1 einsetzt und durch den Hebel h der mittlere Schützenkasten in die Horizontale mit der Ladenbahn gebracht wird.
Im dritten Falle werden die Stofsfallen b' b 2 so hoch gehoben, dafs die Stofsscheibe g so weit gedreht wird, dafs dadurch die Rolle η in die Stufe P einsetzt und der unterste Kasten in die Ladenbahnhöhe gebracht wird (s. Fig. ic).
Zu bemerken ist noch, und dies ist ein besonderer Vortheil dieser Einrichtung, dafs die Bewegung der Stofsscheibe g von jeder der drei genannten Stellungen aus in jede derselben geschehen kann, somit auch sich eine beliebige Einstellung der drei Schützenkästen m' m 2 m :l in die Höhe der Ladenbahn bewerkstelligen läfst.
Die Schützenkästen m' m1 m* sind durch Stange ο und Gelenk p mit dem Hebel h verbunden.
Bei dieser Anordnung bezeichnen wir als neu: den Schieber a, die Stofsscheibe g und die Verkupplung der Stofsfallen bx und b'1 durch den Bügel e.
II. Verbesserung des Schlagmechanismus.
Die Fig. 2 und 3 dienen zur Erläuterung des verbesserten Schlaghebels. .
Es stellt α die Schlagwelle dar, worauf der aus zwei Theilen bestehende Hebel b drehbar ist, das Segment c hingegen durch Stellschraube festsitzt.
Mit dem unteren Theile des Hebels b ist die Schlagfalle d durch einen Bolzen e verbunden; der obere Theil des Schlaghebels b steht bei f mit dem Holzschläger, woran sich der Schützentreiber befindet, in Verbindung.
Die Schlagwelle α wird bekanntlich mittelst eines an dieser Welle befindlichen Bolzens nebst Frictionsrolle von den Schlagknaggen in der Pfeilrichtung bewegt und wenn die Falle d in das Segment ν eingelegt ist, so theilt sich diese Bewegung dem Schlaghebel b ebenfalls mit, so dafs er den Holzschläger nebst Treiber und Schützen vorwärts zieht.
Um nun die Bewegung elastisch zu machen, ist der obere Theil des Hebels b' mit dem unteren durch den Bolzen g beweglich verbunden.

Claims (1)

  1. Die Anordnung der beiden Spiralen ii, die • den Aufsetzer h an die Fläche des oberen Hebeltrieiles bei k drücken, ermöglichen, dafs im Anfange des Schlages, also bei dem momentan erforderlichen Kraftaufwands, den Schützen in Bewegung zu bringen, sich der Schlaghebel etwas brechen kann, jedoch alsbald hierauf wieder in seine alte, gestreckte Stellung zurückschnappt, wodurch die Bewegung des Holzschlägers, sowie des Treibers und des Schützens eine schnellere und der ganze Schlag elastischer wird.
    Wenn aber der Holzschläger sich nicht vorwärts bewegen kann, also irgend ein Hindernifs in den Weg gekommen ist, dann knickt der Hebel b derart ein, dafs das obere Ende stehen bleibt und sich auf dem Bolzen g dreht. Die Falle d kann solchenfalls mit dem Segmente c vorwärts gehen, ohne dafs irgend etwas an dem Schlagmechanismus zerstört wird.
    Die Federn i sind dem Kraftbedarfe für den Schlag entsprechend angespannt.
    Paten τ-Anspruch:
    Die Einrichtung, dafs der obere Theil des Schlaghebels b durch die Federn ii vermittelst des Aufsetzers h in der gestreckten Lage erhalten, jedoch gebogen wird, wenn beim Vorgehen des Schlaghebels irgend ein Hindernifs sich entgegenstellt, um aber alsbald nach Beseitigung dieses Hindernisses wieder in seine alte Lage zurückzuschnappen.
    Hierzu i Blatt Zeichnungen.
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