DE454597C - Verfahren und Maschine zur Herstellung fein gewalzter, karamelisierter, leicht schmelzender Schokolade mit vollem Aroma - Google Patents
Verfahren und Maschine zur Herstellung fein gewalzter, karamelisierter, leicht schmelzender Schokolade mit vollem AromaInfo
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Description
Bisher hat man zur Herstellung feiner Schokolade meistens zuerst Kakao und Zucker gemahlen
und gemischt, die Masse alsdann weitergemahlen, hierauf in einem Wärmeschrank erhitzt und schließlich noch conchiert
und gegebenenfalls nachträglich noch in erstarrter Form geschliffen, ein Arbeitsgang,
der verschiedener hintereinander zu benutzender Maschinen bedurfte. Man hat auch schon
versucht, diese verschiedenen Arbeitsverfahren in einer einzigen Maschine auszuführen,
jedoch gelang es nicht, mit einem einzigen Durchlaufen der Masse durch die Maschine
im fortlaufenden Betrieb ein hochwertiges, das volle Aroma besitzendes, leicht schmelzendes,
karamelisiertes Enderzeugnis zu erzielen.
Dies soll das Verfahren nach vorliegender Erfindung ermöglichen. Dazu wird zunächst
ao eine Erhitzung der Masse nicht erst wie in den bekannten Conchen nach der Feinwalzung
der Masse auf den üblichen Schokoladenwalzwerken, sondern schon vom Mischen des Kakaos mit dem Zucker fortlaufend während
des ganzen Arbeitsverfahrens herbeigeführt. Ferner wird die zu bearbeitende Masse während
der ganzen Zeit ihrer Bearbeitung gegen die Innenluft des Arbeitsraumes abgeschlossen,
und es wird ihr stets Frischluft aus der freien Atmosphäre außerhalb des Fabrikgebäudes
zugeführt und die verbrauchte Luft nach außen unschädlich abgeführt.
Es ergaben Versuche, daß die Ausführung dieses Verfahrens ermöglicht werden kann,
wenn man nicht den bekannten Kollergang verwendet, bei welchem ein ständiger Heißluftkreislauf
zwischen eingeschalteter Maschine und Lufterhitzer stattfindet, wobei jedoch die kreisende Luft durch frische
Außenluft, also von dem diesen Kreislauf umgebenden Luftraum, welcher identisch ist mit
dem Fabrikationsraum, dessen Luft aber nie so rein ist wie die Luft außerhalb des Fabrikgebäudes,
erneuert wird, sondern als Neuheit ein mehrwalziges Walzwerk benutzt, welches
dann gegen die Innenluft des Arbeitsraumes durch Einkapselung abgeschlossen ist und eine
besondere Leitung für Frischluft vom Kasten bis zur freien Atmosphäre außerhalb des Fabrikgebäudes
hat. Dies deshalb, weil im Gegensatz zum Kollergang beim mehrwalzigen Walzwerk, welches Gegenstand vorliegender
Erfindung ist, jedes Teigteilchen gleichvielmal die Reibelemente passiert, womit erwiesen
ist, daß mit Hilfe eines Kollerganges nie eine so gleichmäßig hohe Feinheit erzielt werden
kann wie beim mehrfachen Walzwerk. Es fand sich, daß besonders das Aroma beibe-
halten bleibt, wenn man auch den Misch- und Knettrog mit dem Walzwerk in den Kasten
einschließt. So läßt sich ein gleichmäßig fortlaufender Betrieb und eine äußerst feine
Masse erreichen.
Zum besseren Verständnis erscheint es angebracht, das Wesen der Conchierung nach
den einschlägigen Erfahrungen ausführlich zu erklären.
ίο Beim Bau der Conche oder Längsreibmaschine
nahm der Erfinder nur Rücksicht auf die Geschmacksverbesserung der Schokoladen, ließ also Kraft- und Platzbedarf völlig
unberücksichtigt. Ursprünglich conchierte
man so lange, wie die Maschine zur vollen Auswirkung erforderte, und das waren etwa
14 Tage ununterbrochen. Eine derartig lange Zeitdauer ist unter den heutigen wirtschaftlichen
Verhältnissen nur noch am Platze, wo eine Gratiswasserkraft zur Verfugung steht.
Im allgemeinen muß man sich jedoch mit einem Bruchteil dieser Conchierungsäauer begnügen,
wobei klar sein dürfte, daß sich die Maschine bei der stark verkürzten Zeit nicht gleich auswirken
kann und somit in bezug auf die verkürzte Conchierungsdauer andere Vorstellungen
entstehen müssen. Aus diesen Verhältnisgen heraus erklärt sich das zerfahrene Bild,
das in der heutigen Fachwelt über das Wesen der Conchierung besteht. In diesem Zusammenhang
sei auch noch erwähnt, daß es nicht gleichgültig ist, wie die Conchen gebaut werden,
und daß zum guten Teil hierin die Anschauung über die Entwicklung des Aromas durch die Einwirkung des Luftsauerstoffs
ihren Ursprung hat. Das Aroma ist schon im Teig enthalten; es kann nur durch die
Umgebung von guter oder schlechter verdorbener Luft erhalten oder verdorben werden.
In den Conchen soll angeblich durch den Sauerstoff der Luft das Aroma im Teig entwickelt
werden. Dies erfordert automatisch entsprechende Luftzufuhr und Lüftung des Teiges. In Wirklichkeit wird aber mit der
Sorgfalt, welche der Luft im Conchensaal zwecks Aromaentwicklung gewidmet wird, bewirkt, daß die üblen Gerüche, welche die
Schokoladenmasse im Walzwerksaal und hauptsächlich in den meist gar nicht oder nur schlecht gelüfteten Wärmekammern gierig
in sich aufnimmt, durch die gute Conchensaalluft wieder ausgestoßen werden. Einwandfreie
Versuche haben dies klar bewiesen.
Die Conchierungsarbeit besteht für Fondantschokoladen
a) aus dem vollständigen Entfeuchten des fein gewalzten Teiges,
b) aus dem Zerreiben und Auflösen der sich bei der Teigentfeuchtung und Karamelisierung
bildenden Zuckerkristalle,
c) aus der KarameHsierung des im Teig
enthaltenen Zuckers, zum Teil zwecks Verminderung des Durstgefühls beim Essen
dieser Schokoladen, zum andern Teil, was sich aus der Zuckerkaramelisierung von selber ergibt,
zwecks Verbesserung der Güte,
d) aus der Aromabeeinflussung durch Teigbelüftung und Einwirkung der Heißluft auf
den im Teig enthaltenen leicht gerösteten Kakao,
e) aus der Versalbung des Fondantschokoladenteiges, wobei bis zu einem gewissen,
jedoch nicht sehr erheblichen Grade auch noch eine Zerkleinerung der vom Schokoladenwalzwerk
erzeugten Korngröße erfolgt.
Die vielfach verbreitete Ansicht, als würde mangelhafte Walzwerkarbeit durch die Conche
oder Längsreibmaschine vollständig ausgemerzt, ist falsch; die einzelne Walze in der
Längsreibmaschine vermag eine mangelnde Feinwalzung niemals zu ersetzen. Deshalb erfolgt
vielerorts noch das Nachschleifen der conchierten Masse auf Drei- und sogar Fünfwalzwerken.
Es ist auch klar, daß die Masse in den Conchen sogar sehr erheblich in der Feinheit verbessert werden muß, wenn auf
etwa 125 kg eingefüllte Schokoladen- oder Kuvertürenmasse 10 bis 30 Prozent kolloidalfeine
Kakaobutter zugesetzt werden. Beim Prüfen einer fertig conchierten Masse im Gaumen
wird immer eine fettärmere Masse rauher erscheinen als eine fettreiche. Anderseits hat
eine genaue Beobachtung in der Conche ergeben, daß sich die Masse nach einiger Zeit
auf der Zunge gröber fühlt als beim Aufgeben in die Conche, dann aber durch den weiteren
Verlauf der Conchierung allmählich wieder auf die ursprüngliche Feinheit gebracht wird.
Diese Erscheinung ist hauptsächlich auf die durch die Teigentfeuchtung in Verbindung
mit der Karamelisation hervorgerufene Zuckerkristallisation zurückzuführen. Zum Auflösen dieser Zuckerkristallisation genügt
gründliche Reibung der Masseteilchen aneinander durch zwar wahlloses, aber inniges
Durchrühren und Reiben der Masse an den Wänden der Conchen und den gewöhnlich noch zusätzlich eingebauten Reibwiderständen3
durch welche dieser Reibeffekt noch erhöht wird. In den Längsreibmaschinen ist es
die hin und her gehende Walze, in den Rundeonchen sind es in der Regel rechenförmige
Glieder, zwischen welchen die Masse durch eine Rührvorrichtung durchgetrieben wird,
also im Grunde ein Auflösen von zusammengeballten, vor dem Conchieren durch den Walzvorgang zerkleinerten Masseteilchen.
Schließlich mag noch zugegeben werden, daß wenigstens theoretisch durch die Reibung an
den erwähnten Reibwiderständen selbst vorher nicht fein gewalzte Masseteilchen beim
Conchieren in ihrer Feinheit eher etwas er-
höht werden müssen. Diese Verfeinerung ist aber, wie oben angeführt, so gering, daß sie
praktisch kaum in Betracht fallen kann. Deshalb sehen sich fast alle Oualitätsfabrikanten
veranlaßt, die Feinheit der conchierten Masse nachträglich noch durch ein- oder mehrmaliges
Schleifen derselben in Form erstarrter Blöcke nuf Hartgußwalzwerken zu verbessern. Dieser
Schleifprozeß kann sich dabei ebensogut auf ίο die Verbesserung der Feinheit in Verbindung
mit dem eingangs geschilderten Zuckerkristallisationsprozeß in der Conche wie auch in
Verbindung mit der gleichfalls geschilderten mangelhaften Feinheit der Masse vom WaIz-■
15 werk her beziehen. Vorstehendes steht also in völliger Übereinstimmung mit dem eingangs
Gesagten über den Verfeinerungseftekt der Conchen.
Diese Einleitung ist nötig, um den Wert der vorliegenden Erfindung, welche nur mit
Hilfe einer außerordentlich sorgfältig durchgebildeten Walzwerkmechanik möglich ist,
ins richtige Licht zu setzen. Der in vorstehendem erwähnte Schleifprozeß wird alias
gemein auch noch in den Conchierungsbegrift einbezogen. Da er jedoch nicht in allen Ländern
üblich ist, wird er hier getrennt behandelt. Es handelt sich hier also um eine Art
Nach- oder Schlußconchierung außerhalb der Conche, wie sie eben die zunehmende Konkurrenz
in Europa in immer vermehrtem Maße erfordert. Es ergäbe sich also eine Art Vorconchierung, welche in der Conche selbst
erfolgt, und eine Nachconchierung in Form des Blockschleifprozesses, welcher, nebenbei
bemerkt, nach dem vorliegenden Verfahren ebenfalls überflüssig wird, also ein weiterer
ganz gewaltiger Vorteil des neuen Verfahrens.
Daß die Teigaufbereitung, wie sie auf der Vorrichtung zur Ausübung des neuen Verfahrens
vor sich geht, auch gleichzeitig den Conchierungsprozeß, wie er vorstehend erläutert
wurde, während der ganzen Teigaufbereitungsdauer in sich schließen kann, geht daraus hervor, daß
a) ein feuchter Teig in dünner Schicht über Walzen besser entfeuchtet werden kann, als
in etwa 1J2 m tiefer Schicht in der Längsreibmaschine
(Feuchtigkeitsentzug durch Vakuum ist von verschiedenen erstklassigen Qualitätsfirmen versucht, jedoch wegen Verschlechterung
der Qualität gegenüber dem Belüftungsprinzip wieder fallen gelassen worden),
b) die Zuckerkristalle auf einem Walzwerk, auf dem jedes Teigteilchen die Reibpassagen
gleichvielmal passieren muß, besser und schneller, vor allem aus aber ganz gleichmäßig
zerrieben werden als in der Längsreibmaschine, wo das gleichvielmalige Passieren
der einzelnen Teilchen der etwa xj.2 m
dicken Teigschicht zwischen den Reibelementen ein Ding der Unmöglichkeit ist,
c) die Karamelisierung in dünner Schicht über die Walzen in Verbindung mit einem
Misch- und Knettrog mindestens ebenso vorteilhaft erfolgen kann wie in der bekannten
Längsreibmaschine. Im Gegensatz zu dieser Karamelisierung wird nach einem anderweitigen
Vorschlage der Zucker nicht in Verbindung mit dem Kakao, sondern getrennt vom Kakao
karamelisiert, worauf beide in verflüssigtem Zustand in irgendeiner Mischmaschine oder
Conche bloß noch miteinander vermischt werden. Mit diesem Verfahren bezweckte man
für die Herstellung der Fondantschokoladenmassen die Ausschaltung des Walzens, während
bei vorliegendem Verfahren dem Walzvorgang gerade die Hauptrolle zufällt. Hieraus
ist wohl die Verschiedenartigkeit beider Verfahren am besten ersichtlich;
d) die Fernhaltung des Teiges von der Teigbildung an bis zum vollständig aufbereiteten
Teig von jeglicher verdorbenen Luft und dessen Bespülung mit gesunder trockener,
heißer Frischluft mit Hilfe der Vorrichtung zur Ausübung des vorliegenden Verfahrens
eine Auswirkung des natürlichen im Teig enthaltenen Aromas in weitestgehendem Maße
gewährleistet,
e) gerade in derjenigen Industrie, in welcher der Misch- und Homogenisierungsprozeß
besonders schwierig ist, nämlich in der Farbenfabrikation, hierzu ausschließlich Walzwerke
verwendet werden und angestellte Versuche ergeben haben, daß mit dem Homogenisieren
des Teiges auf dem Walzwerk auch zugleich die Versalbung des Teiges in hervorragendem
Maße stattfindet.
Auf der Zeichnung sind zwei Ausführungsbeispiele von Vorrichtungen zur Ausübung
des Verfahrens gemäß der Erfindung dargestellt.
Abbi ι zeigt ein erstes Ausführungsbeispiel,
schematisch in einem senkrechten Schnitt mit Teilen in Ansicht.
Abb. 2 zeigt eine Vorderansicht der in der Heizkammer eingebauten Maschine.
Abb. 3 zeigt eine Einzelheit in einem senkrechten Querschnitt.
Abb. 4 zeigt schematisch einen senkrechten Querschnitt durch das zweite Ausführungs beispiel.
In den Abb. 1 und 2 ist ein Walzwerk mit vier übereinander angeordneten Walzen 2, 3,
und 5 und einem Einzugswalzenpaar 6, 7 angeordnet, von welchem die Walze 7 die
Masse an die Walze 2 weitergibt. Die Walzen des Walzwerkes 1 erhalten ihren Antrieb
von einer Riemenscheibe 8 unter Vermittlung der Zahnräder 9. Ein Zahnrad 10, das auf
der Welle der Riemenscheibe 8 sitzt, kämmt
in ein Zahnrad 11, auf dessen Achse 12 ein
Rühr- und Mischflügel 13 sitzt, der sich innerhalb eines Troges 14 dreht. Dieser Trog
14 (Abb. 3) hat unten eine mittels Schiebers 15 verschließbare Auslauf öffnung 16. Der
Schieber 15 ist mittels Handrades 18 unter
Vermittlung eines Zahnrades 17 und einer Zahnstange 19 verstellbar, so daß die Öffnung
16 mehr oder weniger geöffnet werden kann. Das Walzwerk 1 und der Misch- und Knettrog
14 sind in einer geschlossenen Kammer 20 untergebracht, welche unten mit einer besonderen
Zuleitung 21 für heiße Frischluft und oben mit einer besonderen Ableitung 22
für verbrauchte Heißluft versehen ist. Eine Tür 23 ermöglicht ein weites öffnen der
Kammer 20, um so die zu verarbeitende Ware in den Trog 14 füllen zu können und um verarbeitete
Ware, welche in eine Mulde 24 gelangt, zu entfernen. Diese Mulde steht auf . einem Rost 25, der sich oberhalb der Einfüllöffnung
26 des Troges 14 befindet und um Zapfen 27 mittels eines Hebels 28 schwenkbar
ist. Ist der Rost 25 aus der in Abb. 3 dargestellten Lage ausgeschwenkt, so ist die
öffnung 26 des Troges 3 zum Einfüllen von Kakao und Zucker frei.
Die Öffnung 16 des Troges 14 liegt oberhalb
des Einzugwinkels der Walzen 6 und 7. Das Handrad 18 liegt außerhalb der Kammer
20, ebenso die Handräder 29, die für die Verstellung
der Walzen 3, 4 und S dienen.
Die heiße Frischluft wird mittels eines Gebläses 30 von außerhalb des Arbeitsraumes,
d. h. außerhalb des Fabrikgebäudes, in dem der Kasten 20 steht, in und durch die Kammer
20 hindurchgetrieben. Eine Dampfschlange 31 dient zur gleichmäßigen Erhitzung
der durch das Gebläse durchgetriebenen Luft auf 40 bis 8o° C. Die Dampfschlange
könnte auch durch andere Heizvorrichtungen ersetzt sein. Es findet also während der ganzen Behandlungszeit der Masse,
schon beim Mischen von Kakao und Zucker, ein Conchieren statt. Die Wandung des
Misch- und Knettroges 14 wird zweckmäßig durch besondere Heizschlangen 32, die z. B.
mit heißem Dampf beschickt werden, geheizt. Die Zu- und Ableitungen 33 dienen für die
Zu- bzw. Ableitung des Dampfes zu den Heizschlangen 32.
Die von der Walze S beförderte Schokoladenmasse wird durch einen Schaber 34 abgenommen
und der Mulde 24 zugeführt. Die regelbare Öffnung 16 speist über die ganze
Breite der Walzen 6 und 7, so daß auch sämtliche Walzen 2, 3, 4 und 5 ganz von der
Teigmasse bestrichen werden. Damit die Ware nicht seitlich über die Walzen hinaustritt
und sich keine Stellen bilden, wo sich die Masse festsetzen kann, um dann dort unter
Umständen zu verbrennen, sind beim Ausführungsbeispiel seitlich von jedem Walzenpaar
Führungen 35 angebracht.
Die Walzen 2, 3, 4 und 5 des Walzwerkes lauf en in üblicher Weise mit verschiedenen
Umdrehungsgeschwindigkeiten, so daß die eine Walze gegen die andere voreilt, um die
durch den Conchierungsprozeß günstigste Teigabwicklung zu erhalten.
Zur Ausübung des Verfahrens gemäß der Erfindung kann man auch eine Einrichtung „
nach Abb. 4 verwenden, bei der in der Kammer 20 mit der Frischheißluftzuleitung 21
und mit der Ableitung 22 für die verbrauchte Heißluft ein Walzenstuhl 40 eingebaut ist,
welcher gegenüber dem Walzwerk 1 nach Abb. ι erweitert ist, indem nicht nur rechts
von der senkrechten Walzenreihe 42, 43, 44, 45 ein Paar Aufgabewalzen 41 angeordnet ist
und ein Misch- und Knettrog 39 für die Mischung und Beheizung des Materials, welches
dem Walzenpaar 41 zugeführt werden soll, sondern bei dem auch links von der senkrechten
Walzenreihe 42, 43, 44, 45 eine ahnliehe Anordnung wie rechts getroffen ist, also
ein Aufgabewalzenpaar 46, ein Mischtrog 47 oberhalb dieses Walzenpaares 46 und ein Abnehmer
48 für die Abnahme des von der Walze 45 kommenden Gutes. Diese spiegelbildliche
Anordnung ermöglicht, den Trog 47 mit zu bearbeitendem Gut zu füllen, während das im Trog 39 verarbeitete Gut in den Einzugwinkel
des Walzenpaares 41 im Sinne des in Abb. 4 gezeigten Pfeiles A hinein gespeist
wird. Es ist durch eine dicke Linie der Verlauf der Teigmasse bis zum Eintritt in die
Mulde 38 angedeutet. Ist der Trog 39 leer, so erfolgt eine Umsteuerung der Drehbewegung
der Walzen 42, 43, 44, 45 unter Stillsetzung der Rührflügel im Trog 39 und unter
gleichzeitiger Inbetriebsetzung der Rührflügel im gefüllten Trog 47. Hat die Mischung im
Trog 47 lange genug gedauert, so wird der Schieber 49 von der Speiseöffnung des Tro- 10g
ges 47 zurückgezogen und das zu behandelnde Gut dem Aufgabewalzenpaar 46 zugeführt.
Es ist somit ein Betrieb ohne Unterbrechung und ohne Leerlauf des Walzwerkes möglich.
Auch bei dieser Ausführungsform der Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens setzt
die Heißfrischlufteinwirkung von Anbeginn der Schokoladenteigbildung, also schon bei der
Mischung von Kakao und Zucker, ein und dauert weiter an ohne irgendwelche Unterbrechung.
Während des ganzen Arbeitsvorganges wird überdies der Teig vollständig gleichmäßig fein gewalzt. Die dauernde Bespülung
der ganzen Maschineneinrichtung gleichmäßig mit Heißfrischluft während des ganzen Verfahrens ist von wesentlichem Vorteil
für die Güte der Ware.
Es sind auch andere als die dargestellte Zusammenstellung der baulichen Teile möglich,
mit welchen das Verfahren ausgeübt werden kann.
Die Vorteile der Einschalung der Walzwerke und der Einwirkung der Heißfrischluft
während der ganzen Dauer des Verfahrens bringen wesentliche Vorteile, die nachstehend
nochmals zusammengefaßt werden.
ίο Die im Teig enthaltene Feuchtigkeit wird
raschest und außerdem restlos entzogen, da der Mischtrog ebenfalls in der Karamelisierungstemperatur
geheizt ist und das Walzwerk in trockener Heißluft arbeitet.
Das Eindringen feuchter Luft oder verdorbener Fabrikluft ist während des ganzen Verfahrens
ausgeschlossen, weil sich die Maschine in einem gegen den Arbeitsraum abgeschlossenen
Raum befindet.
Der Teig wird während der vollen Herstellungsdauer restlos, gleichmäßig und fortlaufend
durchgeknetet, durchgemischt, durchgerieben und durchgelüftet, bei erhöhter Temperatur.
Ein Leerlauf des beschickten Walzwerkes infolge mangelhaften Teigeinzugs und der
dadurch verursachte Produktions- und Betriebskraftverlust wird vermieden. Bei der
Ausführungsform nach Abb. ι steht das WaIzwerk still, während melangiert wird, und erst
nach Fertigmischung wird das Walzwerk eingeschaltet, bis alle Ware aus dem Trog verarbeitet
ist.
Sehr wesentlich ist ferner für das Verfahren, wie gesagt, daß die Conchierung schon
mit dem Arbeitsbeginn einsetzt, und daß die Conchierung vom Beginn bis zum Schluß in
gleicher Stärke erfolgt. Die ganze Teigaufgabe wird so restlos und gleichmäßig ohne
Zutun eines Arbeiters aufbereitet. Ein Teiganbrennen während der Aufbereitung ist ausgeschlossen.
Claims (3)
1. Verfahren zur Herstellung fein gewalzter, karamelisierter, leicht schmelzender
Schokolade mit vollem Aroma, dadurch gekennzeichnet, daß man während der ganzen Dauer der Herstellung von
außerhalb des Fabrikgebäudes in der freien Atmosphäre gewonnene Frischluft durch einen Lufthitzapparat erhitzt zuführt
und die verbrauchte Luft ableitet, um eine Conchierung während der ganzen Arbeitszeit zu erzielen, und daß alle Arbeiten
in einer und derselben Maschine, und zwar in einem Walzwerk, fortlaufend sich abspielen.
2. Maschine zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet,
daß das Walzwerk in einen abgeschlossenen Kasten eingeschaltet und somit von der Maschinensaalluft getrennt
ist, und daß der Kasten eine besondere Zuleitung für frische Heißluft und eine besondere Ableitung für verbrauchte Luft
hat.
3. Maschine nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß mit dem Walzwerk
wenigstens ein Misch- und Knettrog mit Speisevorrichtung verbunden ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
Applications Claiming Priority (1)
| Application Number | Priority Date | Filing Date | Title |
|---|---|---|---|
| CH454597X | 1924-08-22 |
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE454597C true DE454597C (de) | 1928-01-13 |
Family
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| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DEB119846D Expired DE454597C (de) | 1924-08-22 | 1925-05-16 | Verfahren und Maschine zur Herstellung fein gewalzter, karamelisierter, leicht schmelzender Schokolade mit vollem Aroma |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE454597C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232452B (de) * | 1959-05-20 | 1967-01-12 | Erben Des Henry Skaanes | Verfahren zur Conchierung von Schokoladen-masse |
-
1925
- 1925-05-16 DE DEB119846D patent/DE454597C/de not_active Expired
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| DE1232452B (de) * | 1959-05-20 | 1967-01-12 | Erben Des Henry Skaanes | Verfahren zur Conchierung von Schokoladen-masse |
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