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Sturmsicherung für schattenfrei hängende elektrische Lampen. Die in
bekannter @Veise im Freien aufgehängten elektrischen Bogenlampen erfordern sowohl
in ihrer oberen Endstellung wie auch beim Herunterführen eine sturmsichere Führung,
weil dieselben eine tägliche Bedienung erfordern und somit auf die jeweilige Witterung
keine Rücksicht genommen werden kann. Meist kommen jetzt aber nur noch Glühlampen
zur Verwendung, die bei ihrer längeren Brenndauer nur eine Bedienung in größeren
Zeitabständen notwendig machen, so daß diese Bedienung in den sturmfreien Tagen
vorgenommen werden kann. Es genügt daher, wenn diese elektrischen Lampen in ihrer
oberen Endstellung gegen Sturmschäden gesichert werden, während eine Sicherung beim
Herunterführen und in .der unteren Endstellung hier nicht so sehr in Frage kommt.
Immerhin ist für alle Arten elektrischer schattenfrei hängender Lampen eine Sicherung
gegen Sturm in der oberen Hängestellung erwünscht.
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Gegenstand der Erfindung ist nun eine solche Sturmsicherung in der
oberen Endstellung schattenfrei hängender elektrischer Lampen, welche den gestellten
Anforderungen in jeder Beziehung entspricht. Das Wesen derselben besteht darin,
daß der an dem Lampenaufsatz angebrachte, die Lampe tragende Kippbügel beim Übergang
aus seiner senkrechten Stellung in die Kippstellung einen die Lampe haltenden beweglichen
Hebel freigibt, so daß die Lampe nach unten geführt werden kann. Beim Hochziehen
der Lampe drückt der sich aufrichtende Bügel den Hebel fest an die Lampe, sobald
der die Lampe tragende Bügel in die senkrechte Stellung zurückgekehrt ist. Gegenüber
diesem beweglichen Hebel ist an dem Lampenaufsatz ein starrer Bügel befestigt, welcher
als Widerlager für die Lampe beim Andrücken des beweglichen Hebels dient,. so daß
die Lampe fest zwischen Hebel und Bügel eingebettet liegt und dadurch gegen Sturmschäden
geschützt ist.
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In der Zeichnung ist eine beispielsweise Ausführungsform der Erfindung
dargestellt; es zeigt: Abb. i eine Vorderansicht der Sturmsicherung mit eingeschlossener
Lampe, Abb. a .eine ausgezogene Seitenansicht von Abb. i ohne Lampe mit daneben
strichpunktiert dargestellter Sicherung mit Lampe beim hbergang in die Kipplage
zum Herunterführen der Lampe und Abb.3 einen ausgezogenen Schnitt nach A-B der Abb.
i ohne Lampe und daneben strichpunktiert mit halbausgeschwenktem Feststellhebel.
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Auf den gegenüberliegenden Innenseiten des Lampenaufsatzes i ist der
um die Bolzen a drehbare Kippbügel 3 angeordnet, welcher in seiner oberen Bogenkrümmung
einen bekannten Rollenbock .4 mit Lampenkupplung 5 und Lampe 6 trägt und durch das
Seil 7 bewegt werden kann. An der einen Strebe des Lampenaufsatzes i ist mittels
Schellen 8 die unter Wirkung der Feder 9 stehende Achse io drehbar
gelagert,
welche auf ihrem oberen freien Ende den auf ihr befestigten Anschlaghebel i i trägt,
der den Bügel 3 gegenüber dem Zuge des Seiles 7 nach außen zu drücken sucht. Auf
dem unteren freien Ende der Achse io ist der Hebel 12 befestigt, dessen freies Ende
derart im Kreisbogen geformt ist, daß dieser die Lampe auf der ihm zugekehrten Seite
umfassen kann. In gleicher Höhe mit dem bogenförmigen Hebel 12 ist gegenüberliegend
am Lampenaufsatz-i ein der Form des Hebels 12, angepaßter Bügel 13 befestigt, welcher
als Widerlager für die Lampe in der Andrückstellung des Hebels 12, dient. 14 sind
Anschläge für den nach außen gelegten Lampenbügel 3.
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Die Wirkungsweise ist folgende: Wird der Seilzug 7 an seinem unteren
Ende gelöst, so tritt der Bügel 3 zufolge des Gewichts der an ihm aufgehängten Lampe
und unter Mitwirkung des unter Federdruck stehenden Hebels i i aus der senkrechten
Stellung in die Kipplage (Abb. 2), bis er auf den Anschlägen 14 in seiner weiteren
Auswärtsbewegung begrenzt wird. Bei diesem Übergang in die Kippstellung gibt der
Bügel 3 den Anschlaghebel ii an der Achse io frei, so daß dieser mit dem Hebel 12
unter Wirkung der Feder 9 ebenfalls nach außen geschwenkt wird. Die Lampe kann nun
frei nach unten geführt und nachgesehen werden. Beim Hochziehen der Lampe durch
den Seilzug 7 schlägt der aus der wagerechten Ebene in die senkrechte Ebene übergehende
Bügel 3 gegen den Anschlaghebel i und nimmt diesen gegen die Wirkung der Feder 9
wieder mit. Hierbei nimmt der Hebel ii seinerseits den Hebel 12 mit, welcher sich
mit seinem Kreisbogen fest gegen die Lampe legt, sobald der Bügel 3 seine senkrechte
Endstellung erreicht hat. Die Freigabe bzw. .die Sicherung der Lampe erfolgt somit
zwangläufig, sobald der Seilzug gelöst bzw. der Bügel 3 durch das Seil mit der Lampe
hochgezogen wird. Die einfache Bauart der Sicherung gewährleistet eine stets sichere
Wirkung derselben. Die Feder 9 wird vorteilhaft von einer Hülse umschlossen, um
diese gegen Witterungseinflüsse zu schützen.