DE453239C - Betrieb von gasbefeuerten OEfen, insbesondere Koks- und Gaserzeugungsoefen - Google Patents

Betrieb von gasbefeuerten OEfen, insbesondere Koks- und Gaserzeugungsoefen

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DE453239C
DE453239C DEST40441D DEST040441D DE453239C DE 453239 C DE453239 C DE 453239C DE ST40441 D DEST40441 D DE ST40441D DE ST040441 D DEST040441 D DE ST040441D DE 453239 C DE453239 C DE 453239C
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preheated
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Carl Still GmbH and Co KG
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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C10PETROLEUM, GAS OR COKE INDUSTRIES; TECHNICAL GASES CONTAINING CARBON MONOXIDE; FUELS; LUBRICANTS; PEAT
    • C10BDESTRUCTIVE DISTILLATION OF CARBONACEOUS MATERIALS FOR PRODUCTION OF GAS, COKE, TAR, OR SIMILAR MATERIALS
    • C10B21/00Heating of coke ovens with combustible gases
    • C10B21/20Methods of heating ovens of the chamber oven type

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Combustion & Propulsion (AREA)
  • Materials Engineering (AREA)
  • Oil, Petroleum & Natural Gas (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Air Supply (AREA)

Description

  • Betrieb von gasbefeuerten Öfen, insbesondere Koks- und Gaserzeugungsöfen. Gasbefeuerte Ofen, insbesondere Koks-und Gaserzeugungsöfen, die für die wahlz# weise Benutzung verschiedenwertiger Heizse a (Schwachgas oder Starkgas) bestimmt el sind, werden vielfach so eingerichtet und betrieben, daß bei Schwachgasbetrieb das Heiz-"as und die Verbrennungsluft, bei Starkgasbetrieb die Verbrennun-sluft allein voruewärmt wird. Die Ofen sind zu diesem Zwecke mit z-wei gesonderten Gruppen von Wärmespeichern ausgestattet, und die Regel ist, was auch für die Erfindung vorausa eb die gesetzt wird, daß bei Schwachgasbetri eine Gruppe von Wärmespeichern für die Vorwärmung von Gas, die andere für die Vorwärmuno, von Luft dient, daß dagegen bei Starkgasbetrieb die im ersten Fall für Gasvorwärmung dienende Gruppe von Wärmespeichern meist ganz, mindestens aber züm Teil neben der anderen, ohnehin schon für Luft:vorwärmung dienenden Gruppe von Wärmespeichern zur Luftvorwärmung mitverwendet wird. Damit sind dann gegebenenfalls sämtliche vorhandene Wärmespeicher für Luftvorwärmung in Betrieb.
  • Bei bisherigen Ofenausführungen dieser Art hat man immer, wenn man mit der einen Gruppe von Wärmespeichern von der Gasvorwärmung auf die Luftvorwärmung überging, auch die Weiterführung und Verteilung der hier vorgewärmten Luft bis in die Verbrennungsräume hinein denselben Zuführ- und Verteilkanälen überlassen, die bei Gasvorwärmung zur Weiterführung des vorgewärmten Gases dienen.
  • Das Verfahren der Erfindung unterscheidet sich von diesen bekannten Ausführungen dadurch, daß zur Weiterführung und Verteilung der vorgewärmten Luft bis in die Verbrennungsräurne hinein in jedem Fall, ,erleich-ülti- ob diese Luftvorwärmung in der einen Gruppe von Wärmespeichern allein oder nebeneinander in beiden vorhandenen Gruppen von Wärmespeichern er-folgt, immer nur ein und- dieselben Zufuhr- und Verteilkanäle dienen, und daß die entsprechenden Zufuhr- und Verteilkanäle für vorgewärmtes Gas ausschließlich für letzteres und niernals für Luft benutzt werden.
  • Ein Ausführungsbeispiel des neuen Verfahrens möge an Hand der Zeichnung erläutert werden, die einen dafür eingerichteten liegenden Koksofen mit längs zur ganzen Ofenbatterie verlauf enden Regeneratoren darstellt. Abb. i ist ein nur die linksseitige Hälfte des Koksofens umfassender senkrechter Längsschnitt, der teils durch die Heizwand nach Schnittlinie A-B, teils durch die Ofenkammer nach Schnittlinie C-D der Abb. 2- gelegt ist; Abb. 2 ist ein senkrechter Querschnitt nach Schnittlinie E-F der Abb. i; Abb. 3 und 4 stellen ein und denselben Grundriß bzw. wagerechten Schnitt nach Schnittlinie G-H der Abb. i in zwei verschiedenen Betriebszuständen dar.
  • Der Koksofen ist ein Regenerativkoksofen mit Zugwechsel, bei dem in Üblicher Weise jeweils eine Heizwandhälfte von aufsteigenden Verbrennungsgasen beheizt wird, während die andere Heizwandhälfte von absteigenden Abgasen durchzogen wird, die nach den Regeneratoren abströmen. Die Heizwände die von unten besitzen her beflammt senkrechte werden. Heizzüge Unter- h ' halb jeder Heizwandhälfte befinden sich ein Gasverteilkanal a mit Düsen b, der - mit einer sich über die ganze Ofenbatterie erstreckenden Zufuhrleitung g für Starkgas verbunden ist, und, zwei Sohlkanäle c und d. Der Sohlkanal c hat durch Düsen e Verbindung mit jedem Heizzug li an dessen Fuß. Der Sohlkanal d steht durch Abzweige f mit senkrechten, in den die Heizzüge h trennenden Binderwänden ausgesparten Kanälen i in Verbindung, von denen aus Düsen k in verschied,enen Höhenlagen in die. Heizzüge h einmünden. In den Fundamenten unterhalb der Sohlkanäle c und d sind für jede Of-enhälfte zwei Regeneratoren v und w vorgesehen, die sich in der Länggsrichtung der Ofenbatterie erstrecken. jeder dieser beiden Regeneratoren v bzw. zu arbeitet mit dem symmetrisch in der anderen OfenhäUte angeordneten Regenerator im Zugwechsel zusammen. Parallel zu dem Reggenerator v liegt unten ein mit ihm verbundener Sammelkanal r; parallel zu dem Regenerator w liegt gleichartig angeordnet ein mit ihm verbundener Sammelkanal s. Der Regenerator v ist außerdem an eine über die ganze Batterielänge reichende Gaszufuhrleitung in angeschlossen. Oben steht der Regenerator v durch Schächte x bzw. y mit sämtlichen Sohlkanälenc und d, der Regeneratorw da-,gegen durch Schächte z nur mit den Sohlkanälen d in Verbindung (vgl. Abb. 3). FÜr jeden der Schächte x, y, z ist ein Absperrschieber u vorgesehen, der durch verschließbare Öffnungen t in den freien Stirnenden der Sohlkanäle c und d mittels geeigneter Stangen bedient werden kann.
  • Zur Erläuterung der Betriebsweise sei els erstes Beispiel angenommen, daß die Beheizung mittels Schwachgases erfolgt und daß die in Abb. i und 3 gezeichnete Ofen- bzw. Heizwandhälfte durch aufsteigende Verbrennungsgase beheizt wird. In diesem Falle ist die Zufuhrleitung g für Starkgas von den Gasverteilkanälena abgeschaltet, so daß die Kanäle a unbenutzt liegen; der Regenerator v dient zur Vorwärmung des Heizgases, der Reg,enerator 7v zur Vorwärmunk, der Verbrennungsluft. Die Absperrschieber u haben die in Abb. 3 gezeichnete Stellung, d. h. die Schächte x und - sind offen, die Schächte y geschlossen. Das Heizgas ' wird durch die Zuf uhrleitung m in den Regenerator v eingeleitet, hierin vorgewärmt und durch die Schächte x in die Sohlkanäle c überführt, von denen aus es sich durch die Düsen e in die einzelnen Heizzüge h verteilt. Die Verbrennungsluft wird durch den Summelkanal s, der am Ende der 10f enbatterie mit einer Wechselklappe ausgestattet ist, herangebracht, in den Regenerator w übergeleitet, hier vorgewärmt und durch -die Schächte z in die Sohlkanäle d übergeführt, von denen aus sie sich durch die Kanäle f und i und die Düsen k in die Heizzüge, und zwar in verschiedenen Höhenlagen, verteilt. Das durch die Düsen e eintretende Gas und die durch die Düsen k zutretende Luft bilden die Heizflamme, die zufolge der stufenweisen Luftzufuhr eine sehr gleichmäßige Höhenbeheizung bewirkt. Die Verbrennungsgase steigen in den senkrechten Heizzügen h hoch, treten in den darüberlitgendien wagerechten Sammelkanal über und fallen schließlich in der anderen (nicht mitgezeichneten) Heizwandhälfte abwärts, um von da in die dortigen Regeneratoren zu gelangen und diese aufzuheizen. Die somit abgekühlten Abgase gehen durch die auf der rechten Ofenseite vorgesehenen Sammelkanäle r und s, die dann als Abgaskanäle wirken, nach dem Schornstein. - Es sei nun-mehr als zweites Beispiel angenommen, daß zur Beheizung mittels Starkgases übergegangen werden soll. Hierzu werden die Verbindungen der Starkgaszufuhrleitung g mit den Gasverteilkanälen a geöffnet, dagegen dieVerbindungen zwischen der Schwachgaszufuhrleitung,ni und den Regeneratoren v abgesperrt. Die Regeneratoren v und w dienen jetzt beide nebeneinander zur Vorwärmung der Luft. Die Absperrschieber u erhalt-en die -in Abb. 4 gezeichnete Stellung, d. h. die Schächte y und z sind offen, die Schächte x geschlossen. Die Sohlkanäle c liegen also dann unbenutzt, und' es ist zu erkennen, daß beide Regeneratoren v und w Verbindung mit jedem Sohlkanal..d haben. Die Verbrennungsluft wird jetzt durch beide Sammelkanäle r und s herangebracht und in beide Regeneratoren v und w übergeleitet-. Nach erfolgter Vorwärmung tritt die gesamte Luft aus v und w durch die Schächte y und z in die Sohlkanäle d über und verteilt sich durch die Kanäle f und die Düsen k in die Heizzüge, wodurch die Verbrennung des aus den Gasverteilkanälen a durch die Düsen b zutretenden Starkgases erfolgt. Der weitere Weg der Verbrennungsgase ist derselbe wie in dem erstgenannten Beispiel der Schwachgasbeheizung.
  • Man erkennt aus vorstehender Erläuterung der Bau- und Betriebsweise des als Zeichnungsbeispiel zugrunde gelegten Koks-Ofens, (laß die Anordnung von Regeneratoren längs der Batterie unter den Sohlkanälen c und d, die gekreuzt zu den Regeneratorkam,mern liegen, in sehr vorteilhafter Weise die erfindungsgemäße verschiedenartige Schaltung zwischen den Regeneratoren und den Sohlkanälen ermöglicht. Die sämtlichen Schieber it können, außer zum Absperren, vorteilhaft auch zum Regulieren benutzt werden.
  • Die beschriebene Betriebsweise nach der Erfindung ermöglicht es, daß für jeden der verschiedenen in Betracht kommenden Verbrennungsstoffe (Starkgas, Schwach-gas, Luft) in jedem beliebigen Betriebsfall, sei es Vorwärmung von Gas und Luft, sei es Vorwärmung der Luft allein, immer ein und dieselben Zufuhrkanäle und Austrittsdüs-en benutzt werden. Es findeet niemals irgendeine Vertauschung der bezüglichen Kanäle und-Düsen für verschiedenerlei Verbrennungsstoffe statt. Dies hat den Vorteil, daß die Zufuhrkanäle und vor allem die Austrittsdüsen hinsichtlich ihrer Anordnung und Abmessunggen genau dem jeweiligen Verwendungszweck angepaßt werden können. Nainentlich die genaue Bemessung und gegenseitige Größenabstimmung der Düsen für Luft, Starkgas und Schwachgas ist für eine in jedem Betriebsfall gleich gute und sparsame Beheizung von höchster Bedeutung. Zudem ergeben sich dadurch mancherlei weitere vorteilhafte Möglichkeiten. Beispielsweise wird die in dem beschriebenen Beispiel vorausgesetzte gleichmäßig-- Höhenbeheizung mittels stufenweiser Zufuhr der Luft in verschiedenen Höhen bei Zufuhr des Gases allein am Heizzugfuß, wenn man wahlw-eise Schwachgas oder Starkgas anwenden will, überhaupt erst durch die Erfindung möglich. Ferner erlaubt die erlangte Freiheit in der selbständigen Ausbildung der Kanäle und Düsen für Starkgas, Schwachgas und Luft, daß man die sich im Betriebe einstellenden Druckverhältnisse in diesen verschiedenen Kanalsystemen vollständig in der Hand hat und beim Entwurf nach Wahl festlegen kann. Der Aufbau beispielsweise eines Koksofens aus Steintnauerwürk mit Fugen, das stets unvermeidliche Undichtheiten aufweist, stellt die Forderung, daß die Gasdrücke in den einander benachbarten Kanälen für Gas und Luft möglichst nahe gleich groß sind, damit gegenseitige Übertritte zwischen Gas und Luft, die zu örtlichen Verbrennungen führen, möglichst vermieden werd,en. Die hie-rmit erforderliche Einstellung der bezüglichen Gasdrücke ist nur durch entsprechende Bemessung der Austrittsdüsen möglich.
  • Die Erfindun- ist weder auf bestimmte Arten von gasbefeuerten Ofen noch auf bestimmte Ausbildungen und Anwendungen von Wärmespeichern für solche Ofen - beschränkt; es können ebensogut Regeneratoren wie Rekuperatoren, gegebenenfalls auch diese beiden Arten von Wärmespeichern nebeneinander, Verwendung finden. Desgleichen ist die räumliche Anordnung der Wärmespeicher, gleichgültig welcher Art diese sind, innerhalb des ganzen Ofens keinen Beschränkungen unterworfen.

Claims (2)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Verfahren zum wahlweisen Betriebe von gasbefeuerten Ofen, insbesondere von Koks- und GaserzeugunIgsöfen, mit Vorwärmung entweder von Gas und Luft oder von Luft all-ein, dadurch gekennzeichnet, daß bei der Vorwärmung von Luft allein die dann von Gasvorwärmung auf Luftvorwärmung umgestellten t' ZD Wärmespeicher ihre vorgewärmte Luft in dieselben Zufuhr- und Verteilkanäle abführen, die schon bei gleichzeitiger Gas- und Luftvorwärmung zur Verteilung der vorgewärmten Luft dienten, während die vorher zur Verteilung des vorgewärmten Gases benutzten Kanäle von ihren zugehörigen Wärmespeichern abgeschaltet sind und unbenutzt liegen.
  2. 2. Koks- und #Gaserzeugungsofen zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch i mit Wärmespeichern für Vorwärmung nur von Luft und anderen Wärmespeichern für wahlweise Vorwärmung von Gas oder Luft, dadurch gekennzeichnet, daß für jede Heizwand bzw. zusammengehörige Gruppe von Heizzügen je ein besonderer bis in die Verbrennungsräume leitender Zufuhr- und Verteilkanal für Luft und für die verschiedenen in Betracht kommenden Heizgase vorhanden ist, der durch entsprechende Schaltung in jedem Betriebsfall immer nur für die ihm bestimmte Gasart Lenutzt wird. 3. Liegender Regenerativkoksofen für Zugwe,chs-el mit je zwei längs der Ofenbatterie verlaufenden Regenüratorkammern unter jeder Heizivandhälfte für die Vorwärmung von Luft einerseits bzw..die wahlweise Vorwärmung von Gas oder Luft anderseits, gekennzeichnet durch die Anordnung von zwei Gruppen von Sohlkanälen unter jedem Ofen, wovon die Sohlkanäle der einen Gruppe mit beiden Regeneratorkämmern in nach Bedarf absperrbarer Verbindung stehen und in je- dem Betriebsfall zur Verteilung von vor-,gewärmter Luft dienen, dagegen die Sohlkanäle der anderen Gruppe mit der für Gasvorwärmung vorgesehenen Regeneratorkammer in absperrbarer Verbindung stehen und nur zur Verteilung von Z> vorgewärmten Heizgas benutzt werden.
DEST40441D 1925-12-29 1925-12-29 Betrieb von gasbefeuerten OEfen, insbesondere Koks- und Gaserzeugungsoefen Expired DE453239C (de)

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Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3072540A (en) * 1960-08-19 1963-01-08 Otto Carl Horizontal gun flue coke ovens
US7380943B2 (en) 2003-05-28 2008-06-03 Carl Zeiss Jena Gmbh Method and arrangement for determining the adjusted magnification step in ophthalmologic instruments, particularly slit lamps

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US3072540A (en) * 1960-08-19 1963-01-08 Otto Carl Horizontal gun flue coke ovens
US7380943B2 (en) 2003-05-28 2008-06-03 Carl Zeiss Jena Gmbh Method and arrangement for determining the adjusted magnification step in ophthalmologic instruments, particularly slit lamps

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