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Schreibmaschine. Die Priorität der Anmeldung in Großbritannien vom
14, Oktober 1924 ist in Anspruch genommen. Es sind Schreibmaschinen bekannt, bei
denen die mit ihren hinteren parallelen Endstücken auf einer geradlinigen Kerbschiene
als geometrischer Achse eng aneinandergereihten Tastenhebel mit ihren Mittelstücken
nach vorn auseinanderstrahlen, bei denen weiter die Typenhebel unter Bildung eines
Hohlkegelabschnittes von minderer Breitenerstrekkung als das im Grundriß von den
Mittelstücken der Tastenhebel gedeckte Feld angeordnet und die Mittelstücke der
Tastenhebel mit den Typenhebeln durch Winkelhebel und Lenkstangen verbunden sind.
je weiter hierhei die Tastenhebel von der Längenmitte der Tastatur ab liegen, desto
größer wird der Unterschied zwischen den Schwingungsebenen der Tastenhebel und denjenigen
der Typenhebel. Ordnet man, wie es bekannt ist, die selbst ebenen Winkelhebel in
zu den Mittelstücken der Tastenhebel parallelen senkrechten Ebenen an, so laufen
die sie mit den 'Typenhebeln verbindenden Zugstangen mehr oder minder schräg auf
die Typenhebel zu und erfahren diese bei der Bewegung eine mehr oder minder starke
seitliche Beanspruchung, welche auf ein Klemmen in den Lagern bzw. Führungen der
Typenhebel und starken Verschleiß dieser für die Entstehung regelmäßiger Schrift
beüeutsamen Teile hinwirkt. Man hat sich bei einer anderen Bauart mit geradlinig
auseinanderstrahlenden Typenhebeln damit geholfen, daß man bei den äußersten je
vier Tastenhebeln die Drehpunkte der Winkelhebel von den zugehörigen Tastenhebeln
abgerückt und den wagerechten Winkelhebelarm nach der Taste hin, den senkrechten
nach dem Typenhebel hin abgebogen hat. Aber abgesehen von der dadurch in die Bauart
der Maschine hineingetragenen Uneinheitlichkeit hinsichtlich der Anordnung und Lagerung
der Typenhebel usw. kommt man wegen der Auseinanderziehung der aus Tastenhebel,
Winkelhebel, Zugstange, Typenhebel bestehenden Einzelsysteme in der Breitenrichtung
der Maschine mit den Raumverhältnissen dermaßen in Widerspruch, daß die Lösung,
wenn sie überhaupt möglich ist, jedenfalls das äußerste Zusammendrängen der Teile
in der Breitenrichtung, wie es insbesondere die sogenannten Reisemaschinen zur möglichsten
Beschränkung von Raumbedarf und Gewicht erfordern, nicht zuläßt.
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Die Erfindung löst die Aufgabe einwandfreier, seitliche Beanspruchung
der Typenhebel zwar nicht theoretisch, aber praktisch verhindernder Verbindung zwischen
Tastenhebel und Typenhebel bei dem vorausgesetzten :Maschinentyp in einer Weise,
bei welcher sämtliche Einzelsysteme bis auf die sich aus ihrer Lage in der Tastatur
ergebenden Formunterschiede
gleich beschaffen, insbesondere auch
Tastenhebel und Winkelhebel an einheitlich durchgehenden Teilen, die Winkelhebel
in bekannter Weise auf einem durchgehenden Draht, gelagert sind, also hinsichtlich
der Fertigung vorteilhaft und mit der Möglichkeit engster Zusammendrängung der Einzelsysteme,
doch ohne gegenseitige Störung beim Spiel der Tasten. Erfindungsgemäß liegen bei
sämtlichen Tastenhebeln die Winkelhebel dicht neben und mit ihren wagerechten Armen
parallel zu den Mittelstücken der Tastenhebel, während die aufwärts gerichteten
Arme nach Maßgabe ihrer Grundrißlage zu den zugeordneten Typenhebeln mehr oder weniger
abgebogen sind, um die Lenkstangen wesentlich in die Schwingungsebenen der zugeordneten
Typenhebel zu verlegen.
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Eine die Erfindung verwirklichende Schreibmaschine ist auf der Zeichnung
soweit dargestellt, als es für das Verständnis der Erfindung erforderlich ist. Abb.
i ist ein Grundriß, Abb. 2 ein senkrechter, im wesentlichen der Linie 2-2 der Abb.
3 folgender Schnitt, Abb.3 ein senkrechter Querschnitt, während die Abb. 4 und 5
eine Gruppe nebeneinanderliegender Winkelhebel und Typenhebel in der Ruhe bzw. bei
Ausschlag des mittleren Einzelsystems darstellen.
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Die Tastenhebel i legen sich mit ihren parallel gerichteten hakenförmigen
Endstükken von unten her in Kerben einer geraden Schiene 2 ein, gegen welche sie
durch Federn 3 herangezogen werden. Ihre Mittelstücke gehen strahlig auseinander,
während ihre vorderen Endstücke wiederum parallel zueinander liegen und sich in
Schlitzen einer Schiene 4 führen. Die Typenhebel 5 sind in der geschlitzten Bogenschiene
6 in der bekannten Weise um einen durchgehenden Draht 7 drehbar und bilden in ihrer
Gesamtheit einen Hohlkegelabschnitt von minderer Breitenerstreckung als das im Grundriß
von den Mittelstücken der Tastenhebel gedeckte Feld. Sie legen sich in der Ruhe
der gepolsterten Schiene 8 auf und schlagen beim Auftreffen der Typenköpfe auf die
Papierwalze in die gegabelte Typenführung 9 hinein. Ein gleichachsig zum ideellen
Treffpunkt der Tastenhebelmittelstücke gekrümmtes wagerecht liegendes Bogenstück
io dient zur Lagerung der sämtlichen Winkelhebel i i, die in der bekannten Weise
in radial eingefrästen Schlitzen um den durchgehenden Draht 12 drehbar sind. Jeder
Winkelhebel liegt dicht neben und sein annähernd wagerechter Arm parallel zum Mittelstück
des zugehörigen Tastenhebels. Diese Arme umfassen mit Schlitzen Stifte 13 an abwärts
gerichteten Vorsprüngen der Tastenhebel.- Die emporgerichteten Arme der Winkelhebel
sind, wie aus Abb. i ersichtlich, je nach der Lage der zugehörigen Tastenhebel in
der Tastatur mehr oder minder weit gegen die Mitte der Maschine hin abgebogen, so
daß die aus Draht gebogenen Lenkstangen 14 wesentlich in die Schwingungsebenen der
zugeordneten Typenhebel fallen. Eine auch theoretisch befriedigende Lösung des Problems
ist deshalb nicht möglich, weil Typenhebel und zugehöriger Winkelhebel in verschiedenen
Ebenen schwingen; aber die Annäherung geht doch so weit, daß eine praktisch bedeutsame
seitliche Beanspruchung derTypenhebel nichtPlatz greift. Die Abb. 4 und 5 zeigen,
wie bei engster Lage der hier in Betracht kommenden Glieder der Einzelsysteme doch
ein störungsfreies Spiel möglich 'ist, zu dem die Biegung der Lenkstangen 14 .das
Ihrige beiträgt.