DE451362C - Hydraulische Presse, insbesondere fuer Leder u. dgl. - Google Patents

Hydraulische Presse, insbesondere fuer Leder u. dgl.

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DE451362C
DE451362C DEW69997D DEW0069997D DE451362C DE 451362 C DE451362 C DE 451362C DE W69997 D DEW69997 D DE W69997D DE W0069997 D DEW0069997 D DE W0069997D DE 451362 C DE451362 C DE 451362C
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valve
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cylinder
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B30PRESSES
    • B30BPRESSES IN GENERAL
    • B30B15/00Details of, or accessories for, presses; Auxiliary measures in connection with pressing
    • B30B15/16Control arrangements for fluid-driven presses
    • B30B15/22Control arrangements for fluid-driven presses controlling the degree of pressure applied by the ram during the pressing stroke

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Press Drives And Press Lines (AREA)

Description

  • Hydraulische Presse, insbesondere für Leder u. dgl. Die Erfindung betrifft eine hydraulische Presse, insbesondere für Leder u. dgl., bei der die Anlegebewegung des Preßstempels ebenso wie der eigentliche Preßdruck durch Wasserdruck erfolgt. Hydraulische Pressen dieser Art sind bekannt, bei denen der geringere Preßdruck für die Anlegebewegung des Preßstempels und der stärkere Druck für die eigentliche Pressung durch mehrere zwangläufig verbundene Kolben von verschiedener wirksamer Fläche mit dem gleichen Druckwasser erzielt'wird. Die Erfindung besteht in einer verbesserten Bauart derartiger Pressen, die besonders für die Bearbeitung von Leder und ähnlichen Stoffen geeignet ist.
  • Gemäß der Erfindung ist die Anordnung so getroffen, daß der ständig fließende Druckwasserstrom zunächst nach Schließung des Steuerventils durch eine. gemeinsame Zuleitung dem Zylinder des Anlegekolbens zuströmt und, nachdem dieser den Preßkolben um eine bestimmte Strecke gehoben hat, durch Öffnung eines von den Kolben gesteuerten Ventils auch in die Zuleitung zum Hauptpreßzylinder eintritt.
  • Hierbei können vorteilhaft die Ventile in der Weise durch Nockenwellen gesteuert werden, daß das Steuerventil für die gemeinsame Zuleitung zum Zylinder des Anlegekolbens und des Preßkolbens ein Rückschlagventü bewegt, dessen Stange vom Teller des Nockenventils eine Entfernung hat, die kleiner ist als der größte Hub eines Nockens der Steuerwelle und größer als der Hub eines auf das Steuerventil wirkenden belasteten Kolbens, so daß die Bewegung dieses Kolbens nur das Steuerventil, nicht aber das Rückschlagv entil öffnet. Ferner kann gemäß der Erfindung durch einen zweiten Nocken der Welle ein Saugventil unmittelbar nach der Öffnung des Steuerventils und der dadurch eintretenden Drucksenkung geöffnet werden, um den Abfluß des Preßwassers aus den Zylindern und den Rückgang der Kolben zu ermöglichen. Endlich kann die Einrückung der Presse mit einer Schutzvorrichtung für den Einlegeraum in der Weise verbunden werden, daß die von Hand in die Schutzlage zu bewegende Schutzvorrichtung durch Hebelgestänge einen Anrückhebel beeinflußt, der die die Ventilsteuerung steuernde Welle mit der Antriebsscheibe ein-und auskuppelt.
  • In der Zeichnung ist eine vorteilhafte Ausführungsform des Erfindungsgegenstandes in Abb. z dargestellt, während Abb. a eine Oberansicht des Einrückhebels zeigt. Gegen die feste, mit dem Maschinengestell durch eine oder mehrere Streben 18 verbundene Widerlagerplatte 1o bewegt sich der mit dem Doppelkolben K1, K2 verbundene Preßtisch 14. Die Kolben bestehen aus einem Stück oder sind zwangläufig verbunden, und zwar bewegt sich Kolben K1 in dem Zylinder 7 und der kleinere Kolben K2 in dem Zylinder B. Die Wasserzuführung erfolgt aus dem Rohr 25 durch ein gemeinsames Zuleitungsrohr g, das sich in zwei durch ein Rückschlagventil 5 getrennte Kanäle 6 und 35 gabelt, von denen ersterer das Druckwasser dem Preßzylinder 8 des kleineren Kolbens K2 zuführt, während letzterer in den Zylinder 7 des großen Kolbens KI mündet. Das Zuleitungsrohr 25 kann mit einer ständig wirkenden Druckwasserquelle in Verbindung stehen. Der zwischen Preßtisch 14 und Platte 1o angeordnete Einlegeraum der Presse kann durch eine an sich bekannte Schutzvorrichtung mit Schutzgitter 11, die an einem Hebel 13 befestigt ist, verschlossen werden, indem der die Schutzvorrichtung tragende Arm des Hebels 13 in der Pfeilrichtung von Hand oder mit dem Fuß herabgedrückt wird. Mit dem anderen Arm dieses Hebels steht durch eine Stange 17 ein zweiarmiger Hebel (Einrückhebel) 15 in Verbindung, dessen freier Arm 21 in eine unter der Wirkung der Feder F stehende Klinke 23 eingreift, die bei 24 mit der Welle W gelenkig verbunden ist. Die Klinke 23 trägt eine Schneide 1g, welche in eine der ihr entsprechenden Nuten 2o einer gegenüber angeordneten Treibscheibe 16 eingreifen kann. Das Hebelende 21 trägt ein hakenförmiges Ende mit allmählich ansteigender Gleitfläche 22, so daß beim Einrücken der Schutzvorrichtung z1 die Klinke 23 freigegeben wird und in eine der Nuten 2o mit ihrer Schneide 1g eingreift, wodurch die Wette W in Umdrehung versetzt wird, während beim Wiederanheben der Schutzvorrichtung ix die Klinke mit ihrem entsprechend ausgebildeten Ende 23a allmählich auf der schiefen Ebene 22 des Hebelendes 21 aufläuft und dabei die Schneide 1g außer Eingriff mit den Nuten 2o der angetriebenen Scheibe 16 kommt. Auf der* Welle W sind zwei Nocken N1 und N2 fest angeordnet. Der Nocken Ni wirkt auf die Stange eines Rückschlagventils i, das das in den Wasserbehälter eintauchende Rohr 31 mit einer Kammer 32 und dem zum Aauptpreßzylinder 7 führenden Kanal 33 verbindet. Der Nocken N2 wirkt auf die Stange des Steuerventils 2, das die Verbindung des Rohres 31 mit der Kammer 27 und dem Druckwasserzufluß 25 überwacht. Die Verbindung der Kammer 27 mit dem Zuleitungsrohr g wird durch ein Rückschlagventil 3 gesteuert, dessen Stange in der Kammer 27 mit einem Anschlag 3a in solcher Entfernung über dem Teller des Ventils 2 endet, daß in der höchsten Stellung des Nockens N2, d. h. bei größter Anhebung des Ventils 2, auch das Ventil 3 geöffnet wird. In der Kammer über dem Ventil 3 ist ferner ein Kolben 4 angeordnet, der unter dem Druck einer Feder 7,9 steht, die durch eine Regelungsvorrichtung 30 in ihrer Spannung verändert werden kann. Mit diesem Kolben 4 ist ein Bügel Bi verbunden, dessen unteres Ende 36 gegen einen Bund 28 der Stange des Ventils 2 derart wirkt, daß bei Erreichung des Höchstdrucks hinter dem Ventil 3, d. h. in der Rohrleitung g und in dem Preßzylinder 7, das Ventil 2 geöffnet wird. Dabei ist indes die Entfernung zwischen dem Teller des Ventils 2 und dem unteren Ende 3a der Stange des Ventils 3 größer bemessen als der Hub des Bügels Bi, so daß bei der Anhebung des Ventils 2 durch den Bügel BI das Ventil 3 noch geschlossen bleibt, während bei der Anhebung durch den Nocken N2 sowohl das Ventil 2 als auch das Ventil 3 geöffnet werden.
  • Die Wirkungsweise der Vorrichtung ist folgende: In der Ruhestellung sind durch den Nocken N2 die Ventile 2 und 3 angehoben, so daß das Druckwasser den bequemen Weg geht, also durch den Kanal 31 in den Behälter .R abfließt. Wird nunmehr das Preßgut in den Spalt 12 eingebracht und die Schutzvorrichtung 11 herabgedrückt, so wird die Klinke 23 freigegeben, und die Schneide 1g schnappt in einen der Einschnitte 2o ein, so daß die Welle W von der Riemenscheibe 16 mitgenommen wird. Hierdurch dreht sich der Nocken N2, und das Ventil 2 fällt auf seinen Sitz, während das Druckwasser das Ventil 3 so weit in der Schwebe hält, daß das Wasser durch Leitung g zunächst in den Kanal 6 und den Zylinder 8 des kleinen Kolbens K2 eintritt, wodurch letzterer angehoben wird und den Preßtisch gegen die Platte 1o anlegt. Der gleichzeitig angehobene große Kolben K1 saugt hierbei durch die Leitung 33, die Kammer 32 und unter Anhebung des Saugventils i durch den Kanal 31 Wasser aus dem Behälter R nach, so daß ein Unterdruck vermieden wird. Wenn sich der Preßtisch 14 nahezu in der höchsten Lage befindet, nimmt er die S%ange des Ventils 5 mit und hebt dieses Ventil von seinem Sitz ab, so daß nun auch Druckwasser aus der Leitung g durch die Kammer 34 und die Leitung 35 in den Preßzylinder 7 des großen Kolbens KI gelangt, das Saugventil i schließt und den erforderlichen Preßdruck liefert. Da die wirksame Fläche des Kolbens K2 wesentlich geringer ist als die Summe der Flächen der Kolben K2 und KI, stehen die Drucke bei der Anlegebewegung und bei der nachherigen Preßbewegung in demselben Verhältnis.
  • Sobald in den Zylinder 7 und 8 sowie in den Leitungen 35, 6 und g der höchste Druck eingetreten ist, wird der Kolben 4, dessen Belastung entsprechend diesem höchsten Druck eingestellt ist,. angehoben, nimmt den Bügel B1 mit und hebt mittels des Bundes 28 das Ventil 2, während Ventil 3 sich schließt. Der Preßdruck bleibt also zunächst noch eine Zeitlang bestehen. Nunmehr fließt das Druckwasser nicht mehr in die Leitung 9, sondern durch Kanal 31 nach dem Behälter R ab.
  • Während der beschriebenen Vorgänge hat sich die Welle W so weit gedreht, daß der Nocken N2 seine höchste Hubstellung erreicht, wodurch die Stange des Ventils 2 so weit angehoben wird, daß auch das Ende 3 2 der Stange des Ventils ,3 angehoben und Ventil 3 geöffnet wird. Nunmehr kann durch die beiden offenen Ventile 3 und 2 der in den Zylindern 7 und 8 sowie in den Leitungen 35, 6 und 9 enthaltene Druck sinken. Jetzt tritt der zweite Nocken NI- der Welle W in seine höchste Hubstellung, wodurch das Ventil i angehoben wird und der vollständige Abfluß des Wassers aus dem Zylinder 7, der Leitung 33 und der Kammer 32 in den Behälter R erfolgt. Der Kolben .4 sowie die beiden Preßkolben K1 und K2 senken sich, ersterer unter der Belastung der Feder 29, letztere durch ihr Eigengewicht, und die Welle W dreht den Nocken NI in die tiefste und den Nocken N2 in eine Mittelstellung, so daß sich die Ventile i und 3 durch ihr Eigengewicht schließen, während das Ventil e zunächst noch offen bleibt. Nunmehr werden die Schutzvorrichtung ii und der Hebel 13 in die Anfangsstellung zurückgeführt, wodurch die Klinke 23 durch Auflaufen auf die schiefe Ebene 22 des Hakens 21 ausgerückt wird und die Welle W zum Stillstand kommt. Der Nocken N2 befindet sich dabei in einer solchen Stellung, daß das Ventil e geöffnet bleibt, so daß das ständig weiterfließende Druckwasser aus der Leitung 25 und der Kammer 27 in den Kanal 31 und den Behälter R abströmt. Damit ist die Anfangsstellung wiederhergestellt. Wird nunmehr die Schutzvorrichtung ii wiederherabgedrückt und die Welle W aufs neue angetrieben, so gelangt zunächst der Nocken N2 in die Tiefstellung, wodurch sich das Ventil e schließt und das Druckwasser das Ventil 3 anhebt, so daß das Spiel von neuem beginnt.
  • Statt eines Kolbenpaares können auch deren mehrere auf den Preßtisch wirken, was besonders bei langen zu pressenden Gegenständen erforderlich ist. In diesem Falle stehen die Zylinder und Wasserräume untereinander in Verbindung und werden durch eine gemeinsame Wasserzuführung gespeist. Die schematisch gezeichnete Ein- und Ausrückvorrichtung, bestehend aus Hebel 13, Stange 17, Hebel 15, Klinke 23 und Scheibe 16 mit Nuten 2o, kann selbstverständlich durch eine andere geeignete Ein- und Ausrückung ersetzt werden. Die Wasserzuführung 25 kann mit dem Behälter R durch eine Pumpe o. dgl. verbunden sein, so daß ein ständiger Kreislauf des Wassers erzielt wird.

Claims (3)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Hydraulische Presse, insbesondere für Leder u. dgl., mit mehreren zwangläufig verbundenen Kolben von verschiedener wirksamer Fläche zur Erreichung eines geringeren Preßdrucks für die- Anlegebewegung des Preßtisches und eines stärkeren Druckes für die eigentliche Pressung mittels Druckwassers von gleicher Spannung, dadurch gekennzeichnet, daß der ständig fließende Druckwasserstrom zunächst nach Schließen des Steuerventils (2) durch die gemeinsame Zuleitung (9) und die Zweigleitung (6) dem Zylinder (8) des Anlegekolbens (K2) zuströmt und, nachdem dieser denPreßkolben (KI) um eine bestimmte Strecke gehoben hat, durch Öffnung eines von den Kolben gesteuerten Ventils (5) auch in die Zuleitung (35) zum Hauptpreßzylinder (7) eintritt.
  2. 2. Presse nach Anspruch i, bei der die Ventile durch Nockenwellen gesteuert werden, dadurch gekennzeichnet, daß das Steuerventil (2) für die gemeinsame Zuleitung (9) zum Zylinder (8) des Anlegekolbens (K2) und Zylinder (7) des Preßkolbens (KI) ein Rückschlagventil (3) bewegt, dessen Stange vom Teller des Steuerventils (2) eine Entfernung hat, die kleiner ist als der größte Hub eines Nockens (N2) der Steuerwelle (W) und größer als der Hub eines von einem Kolben (q.) gesteuerten, auf das Steuerventil (2) wirkenden Bügels (B1), so daß die Bewegung des Kolbens (q.) nur das Steuerventil (2), nicht aber das Rückschlagventil (3) öffnet.
  3. 3. Presse nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß ein Saugventil (i) durch einen zweiten Nocken (N1) der Steuerwelle (W) unmittelbar nach Öffnung des Steuerventils (2) und der dadurch eintretenden Drucksenkung geöffnet wird, um den Abfluß des Preßwassers aus den Zylindern und den Rückgang der Kolben zu ermöglichen. q.. Presse nach Anspruch i mit Schutzvorrichtung für den Einlegeraum, dadurch gekennzeichnet, daß die von Hand in die Schutzlage zu bewegende Schutzvorrichtung (ii) durch Hebelgestänge (13, 17) einen Einrückhebel (15) beeinflußt, der die die Ventilsteuerung bewirkende Steuerwelle (W) mit der Antriebsscheibe (16) ein- und auskuppelt.
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