DE450163C - Regelungsvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen mit Abgasturbinen - Google Patents

Regelungsvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen mit Abgasturbinen

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DE450163C
DE450163C DEB113145D DEB0113145D DE450163C DE 450163 C DE450163 C DE 450163C DE B113145 D DEB113145 D DE B113145D DE B0113145 D DEB0113145 D DE B0113145D DE 450163 C DE450163 C DE 450163C
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    • F02BINTERNAL-COMBUSTION PISTON ENGINES; COMBUSTION ENGINES IN GENERAL
    • F02B37/00Engines characterised by provision of pumps driven at least for part of the time by exhaust
    • F02B37/12Control of the pumps
    • F02B37/22Control of the pumps by varying cross-section of exhaust passages or air passages, e.g. by throttling turbine inlets or outlets or by varying effective number of guide conduits
    • YGENERAL TAGGING OF NEW TECHNOLOGICAL DEVELOPMENTS; GENERAL TAGGING OF CROSS-SECTIONAL TECHNOLOGIES SPANNING OVER SEVERAL SECTIONS OF THE IPC; TECHNICAL SUBJECTS COVERED BY FORMER USPC CROSS-REFERENCE ART COLLECTIONS [XRACs] AND DIGESTS
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Description

  • Regelungsvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit Abgasturbinen. Die Erfindung betrifft eine Regelungsvorrichtung für Brennkraftmaschinen mit Abgasturbinen; d. h. Brennkraftmaschinen, deren Ladung unter Druck durch einen Verdichter zugeführt wird, welchen eine durch die Abgase der Brennkraftmaschine beaufschlagte Turbine antreibt.
  • Es ist schon bei Brennkraftmaschinen, welche mit Abgasturbinen zusammenarbeiten und bei welchen die Abgasturbine nur Kraft nach außen abgibt und die Brennkraftmaschine nur den Ladeluftverdichter antreibt, vorgeschlagen worden, die Brennkraftmaschine mit einem statischenLeistungs-, dieTurbine hingegen mit einem Geschwindigkeitsregler zu versehen. Dabei sind die beiden Regler so miteinander verbunden, daß derselben Einstellung des Steuerorgans an der Brennkraftmaschine die verschiedenen Ausschlagslagen der beiden Regler zugeordnet werden. Bei der vorgeschlagenen Regelung der Abgasturbine durch den Geschwindigkeitsregler handelt es sich dazu um bloße Drosselregelung der Turbine. Beim Erfindungsgegenstand handelt es sich hingegen um eine andere Brennkraftmaschinenanlage, die Brennkraftmaschine gibt die äußere Arbeit ab.
  • Die Erfindung besteht darin, daß die zur Regelung des Betriebszustandes -der Brennkraftmaschine angeordnete Vorrichtung mit der den Betriebszustand bestimmenden Vorrichtung der Abgasturbine derart gekuppelt ist, daß der Zustand der Gase vor Eintritt in die Abgasturbine in Abhängigkeit von der Brennkraftmaschine verändert wird. Dabei kann die Ausbildung der Steuer- und Regelungselemente so getroffen sein, daß dauernd gewisse, den Arbeitsprozeß bestimmende Faktoren gleich oder in einem gewissen Verhältnis zueinander bleiben. Die Verbindung kann aber auch so ausgebildet sein, daß diese Faktoren dem Belastungsgrad oder der Betriebsart der Maschinenanlage entsprechend verschieden beeinflußt werden. Faktoren, welche den Arbeitsvorgang in einer Kraftanlage, auf welche sich die Erfindung bezieht, bestimmen, sind u. a. Druck, Menge und Temperatur der im Verdichter vorverdichteten Ladung, Brennstoffüllung der Brennkraftmaschine, Druck und Temperatur in derselben und der von dort in die Turbine übertretenden Gase, ferner die Drehrichtung sowie die Drehzahl der verschiedenen, die Kraftanlage bildenden Aggregate.
  • So kann die Ausbildung so getroffen sein, daß der Zustand der in die Abgasturbine eintretenden Gase derart geregelt wird, daß der Verdichter Ladeluft von konstantem Druck an die Brennkraftmaschine abgibt. Oder dieselbe kann so gestaltet sein, daß der Zustand der in die Abgasturbine eintretenden Gase derart geregelt wird, daß das Spannungsgefälle derselben sich entsprechend dem Ladedruck verändert. In den Zeichnungen sind Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes in schematischer Weise dargestellt.
  • In Abb. i ist i eine Brennkraftmaschine mit vier Kraftzylindern 2, welchen die Ladung durch die Leitung 3 zugeführt wird. Die Auspuffgase verlassen diese Verbrennungszylinder durch die Leitung 4. Die Brennkraftmaschine steht unter der Einwirkung des Reglers 5, welcher beispielsweise die Drehzahl der Maschine regelt. Ein Verdichter 6 drückt die Ladung der Brennkraftmaschine durch die Leitung 3. Der Verdichter, der im gezeichneten Beispiel als Schleuderverdichter dargestellt ist, wird von der Turbine 7 unmittelbar oder unter Vermittlung eines Zahnradgetriebes angetrieben. Die Turbine wird durch die durch die Leitung 4 unter Druck zuströmenden Abgase der Brennkraftmaschine beaufschlagt.
  • Die besondere Art der Steuerung und Regelung der verschiedenen. Bestandteile der Kraftanlage stützt sich nun darauf, daß der Förderdruck des Verdichters einerseits durch die Drehzahl der Turbine 7, anderseits durch die bestimmte Einstellung der Eintrittsquerschnitte und der Drehzahl der Brennkraftmaschine bedingt ist.
  • Durch die Regelungsvorrichtung der Brennkraftmaschine werden auch die Leistung und die Drehzahl der Abgasturbine bestimmt, wodurch weiter die Verdichterleistung beeinflußt wird.
  • In dem Ausführungsbeispiel Abb. i geschieht dies durch das Verbindungsgestänge 8 und das Organ g. Bei Schiffsmaschinen würde an die Stelle des Reglers 5 z. B. eine von Hand einstellbare Einsteil- oder Umsteuervorrichtung treten. Auch bei ortsfesten Kraftanlagen kann eine Handregelungsvorrichtung vorgesehen sein. Um das Verhältnis der Leistungen der zwei kraftleistenden Maschinen, der Brennkraftmaschine und der Turbine, verändern zu können, kann z. B. noch im Gestänge 8 eine Verstellvorrichtung io angebracht sein.
  • Um die Leitungen 3 und 4 mit der Atmosphäre in Verbindung setzen zu können, können in dieselben, wie in Abb. i angedeutet ist, Abschlußventile ii und 12 eingebaut sein.
  • In Abb. 2 und 3 sind Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes dargestellt, bei welchen das Verdichteraggregat mit einem besonderen Regler als Teil der Mittel zur gegenseitigen Beeinflussung der Regelungen ausgestattet ist.
  • In Abb. 2 wirkt der Regler 13, der von der Verdichter- oder Turbinenwelle angetrieben wird, auf das Eintrittsorgan g der Abgas-, turbine 7. Um den Regelbereich dieses Reglers verstellen zu können, ist derselbe mit einer Verstellvorrichtung 14 ausgerüstet. In der Zuleitung 3 vom Verdichter zur Brennkraftmaschine (nicht gezeichnet) ist ein Regelungsorgan 15 eingebaut, um die zur Brennkraftmaschine übertretende Ladung regeln zu können. Diese Regelung kann aber auch, wie bei der Ausführung nach Abb. = angenommen, durch die besondere Einstellung der Eintrittsorgane der Brennkraftmaschine und der .Drehzahl der letzteren erfolgen. Durch das punktiert angedeutete Gestänge 1ö kann das Organ 15 entweder von Hand oder vom Regler der Brennkraftmaschine aus eingestellt werden. Bei dieser Regelungsart steht also das Verdichteraggregat unter dem Einfluß des eigenen Reglers 13, der z. B. bei allen Belastungen des Verdichters eine gewisse Drehzahl einhält. Anderseits wird die Fördermenge oder der Druck der im Verdichter verdichteten Ladung durch die besondere Einstellung der Eintrittsorgane der Brennkraftmaschine oder deren Drehzahl oder durch diejenige des Organs 15 geregelt; somit beeinflußt die Regelung der Brennkraftmaschine die Regelung des Verdichters und dieser die Wirkung des Reglers 13.
  • In Abb. 3 sind zwei Verdichter 6 und 6' gezeichnet. Eine solche Anordnung wird gewählt, wenn die der Brennkraftmaschine zuzuführende Ladung aus zwei Gemischbestandteilen, nur Luft und Gas, besteht. Die Mischung der beiden Teile der Ladung kann in diesem Falle kurz vor oder erst in der Brennkraftmaschine stattfinden.
  • Der Regler 13 wirkt bei dieser Ausführungsform gleichzeitig auf das Eintrittsorgan g der Abgasturbine 7 und auf die Eintrittsquerschnitte in den Saugstutzen der beiden Verdichter 6 und 6' durch Beeinflussung der Stellung der Ventile 17 und 18. Das Gestänge ig zu diesen Organen 17 und 18 kann mit Verstellvorrichtungen 2o versehen sein, um die gegenseitige Beeinflussung der Turbine und der Verdichter verändern zu können. Wie im Falle der Ausführung nach Abb. 2 besitzt die Brennkraftmaschine (nicht gezeichnet) ihre eigene Steuer- und Regelungsvorrichtung.
  • In Abb.4 ist ,eine Ausführungsform dargestellt, welche sich von den bisher gezeichneten dadurch unterscheidet, daß die Einstellung des Eintrittsorgans g der Abgasturbine 7 mittels eines Druckreglers 21 beeinflußt wird. Dieser Druckregler 21 steht unter dem Druck der im Verdichter verdichteten Ladung. Derselbe kann auch mit einer Verstellvorrichtung 22 versehen sein, welche von Hand .oder z. B. vom Regler 5 oder der Steuerung der Brennkraftmaschine i aus gestellt wird. Dies kann z. B., wie in Abb.4 gezeigt, durch Zusammenpressung der Feder 23 erfolgen. Durch die Vorrichtung nach Abb. 4 beeinflussen sich die Regelungen derart, daß der Druck der Ladung bei allen Betriebsarten der Brennkraftmaschine auf einen bestimmten Wert eingestellt werden kann.
  • In ähnlicher Weise kann, wenn mit einem bestimmten Druck vor der Abgasturbine gearbeitet werden soll, ein Druckregler 21 in die Zuleitung 4 eingebaut sein, der dann seinerseits auch wieder das Eintrittsorgan 9 der Turbine entsprechend einstellt.
  • Im Beispiel de Abb. ,4. treibt die Abgasturbine 7 außer dem Verdichter 6 noch einen Elektrogenerator 24 an, gibt also auch Kraft nach außen ab.
  • Es ist bekannt, die Zylinder von Brennkraftmaschinen zu spülen, um in denselben eine niedrigere Temperatur und um in den Zylindern möglichst reine, neue Ladung zu erhalten. Eine Spülung wird erreicht, indem man die Ein- und Auslaßorgane einer Brennkraftmaschine eine Zeitlang gleichzeitig geöffnet hält und die notwendige Luft- oder Gemischmenge zuführt.
  • Abb. 5 zeigt nun eine Ausbildung der Steuerung und Regelung einer Kraftanlage, bei welcher die Zylinder 2 gespült werden. Diese besondere Ausbildung der Steuerung und Regelung besteht darin, daß z. B. vom Regler 5 der Brennkraftmaschine die Steuerung der Ein- und Auslaßorgane 25, 26 oder beider zusammen derart beeinflußt werden kann, daß diese Organe gleichzeitig geöffnet bleiben. Dies kann z. B. durch verschiedene Einstellung der die Ventile 25, * 26 steuernden Nockenscheiben 27, 28 erfolgen, welche auf der Steuerwelle 29 sitzen und beispielsweise durch das Gestänge3o verschoben werden.
  • Während des Spülvorganges bläst die durch die Leitung 3 in die Zylinder eintretende neue Ladung die Restgase in die Auspuffleitung 4 zur Turbine 7. Dabei kann die Ausbildung so getroffen sein, daß sogar nach beendetem Spülvorgang ein weiterer Überschuß an Luft in die Leitung 4 zur Turbine 7 übertritt. Durch eine solche Ausbildung und entsprechende Bemessung der Fördermenge des Verdichters 6 kann die Temperatur vor und in der Turbine z. B. bei Überlast herabgesetzt werden. Die Steuer-und Regelungsvorrichtung kann nun weiter mit Mitteln versehen sein, daß außer der Einwirkung auf die Steuerzeiten der Organe 25,26 auch die Turbine 7 oder der Verdichter oder beide zusammen geregelt werden.
  • Dies ist in Abb. 5 durch das Gestänge 8, das Organ 9 bzw. 31 angedeutet. Eine besondere Ausführungsart der verschiedenen Steuer- und Regelungsorgane ist diejenige, bei welcher dieselben so ausgebildet und miteinander so verbunden sind, daß der Druck der neuen Ladung in der Leitung 3 stets höher gehalten wird als der Druck in der Leitung 4 oder vor der Turbine 7. Bei einer solchen Anordnung kann dann während des Spülvorganges der Druckunterschied zwischen den in die Zylinder ein- und austretenden Gasen so eingestellt werden, wie dies einer wirksamen Spülung der Zylinder entspricht. Durch eine solche Ausführung wird auch ein Zurückströmen von heißen Auspuffgasen in die Zuleitung 3 für die neue Ladung verhindert.
  • Im Regelungsgestänge 8 können Verstellvorrichtungen 1o, 32 angeordnet sein.
  • Die Ausbildung kann auch so getroffen sein, daß z. B. beim Überschreiten einer bestimmten Temperatur in der Zuleitung 4 zur. Gasturbine7 die Steuerung der Brennkraftmaschine i und diejenige des Verdichteraggregates 7 und 6 so eingestellt wird, daß die Brennkraftzylinder gespült werden und die dazu notwendige Luft vom Verdichter gefördert wird. Eine solche Ausführungsform ist in Abb. 5 durch die punktiert gezeichnete Vorrichtung angedeutet. Durch diese Vorrichtung 33 wird, gleich wie oben vom Regler 5 geschildert, die Steuerwelle 29 mit den Nockenscheiben 27 und 28 verschoben, so daß die Ein- und Auslaßorgane 25, 26 wenigstens eine Zeitlang gleichzeitig offen gehalten werden. Um in allen Fällen vorteilhaft zu spülen, kann dann die Vorrichtung weiter so ausgebildet sein, daß damit auch der Druck in der Leitung 3 höher als derjenige in der Leitung 4 gehalten wird. Dies kann z. B. durch entsprechende Regelung des Eintrittsorganes 9 der Turbine 7 durch die gleiche, von der Temperatur in der Leitung- 4 bee'nflußte Vorrichtung 33 geschehen. Dies wird in Abb. 5 durch die untere Verlängerung dieser Vorrichtung 33 gezeigt. Diese Verlängerung steht mit dem Gestänge 8 für die Organe 9 und 31 in Verbindung. Das Gestänge 30 fällt in diesem Falle ganz weg, und die Verbindung 8 mit dem Regler 5 der Brennkraftmaschine wird so ausgebildet, daß die Vorrichtung 33 doch auf die Steuerung der Turbine 7 wirken kann. Der Spüldruck, d. h. der Druck in der Leitung 3, kann in diesem Falle auch durch ein Organ 3 1 oder durch die Durchtrittsöffnungen in den Zylindern 2 bestimmt werden.
  • In Abb. 6 ist eine andere Anordnung einer Steuerung und Regelung dargestellt. Die Vorrichtung ist in diesem Falle so ausgebildet, daß gleichzeitig mit der Einstellung derselben auf Halt oder kleine Belastung mit der gleichen Vorrichtung die Schieber i2, ii in den Leitungen 3, 4 geöffnet und damit diese Leitungen mit der Atmosphäre -in Verbindung gebracht werden. Dadurch wird z. B. Luft unter atmosphärischem Druck in die Brennkraftmaschine gesaugt, und die Auspuffgase puffen z. B. durch einen nicht gezeichneten Auspufftopf in die Atmosphäre. In Abb. 6 ist 34 die Vorrichtung zur Einstellung der Steuerung der Brennkraftmaschine auf Halt, Anlassen oder Betrieb. Die ausgezogene Stellung zeigt d?ejen-ge auf Betrieb, strichpunktiert angedeutet ist diejenige auf Anlassen mit Druckluft. Die Zwischenstellung entspricht der Haltstellung der Maschine. Die Ausbildung ist nun so getroffen, daß nicht nur durch diese Vorrichtung die für den Betrieb der Brennkraftmasghine maßgebenden Faktoren beeinflußt werden, wie Brennstoff, Anlaßluft, sondern auch noch die Organe 12 und ii.
  • Zu diesem Zweck stehen die Organe 12 und 1i durch die Gestänge 36 und 35 mit der Vorrichtung 34 in Verbindung. Die Turbine 7 und der Verdichter 6 bleiben selbst unter der Einwirkung des Reglers 37, wodurch auch nach der Abschaltung derselben von der Brennkraftmaschine i die Drehzahl dieses Aggregats in seinem zulässigen Bereich gehalten wird. Dies erfolgt auch während des Zuschaltens des Verdichteraggregats, um gemeinsam mit der Brennkraftmaschine betrieben zu werden und während des normalen Betriebes der ganzen Kraftanlage.
  • Die Regelung des Verdichteraggregats kann auch von der Brennkraftmaschine beeinflußt werden, was in Abb. 6 durch das Gestänge 8 angedeutet ist. Dieses kann mit dem Regler 5 in Verbindung stehen oder mit der Brennstoffpumpe 38 oder irgendeinem anderen von der Betriebsart der Brennkraftmaschine abhängigen Teil derselben, wie der Vorrichtung 34 oder der Umsteuerung.
  • Bei umsteuerbaren Maschinen kann die Vorrichtung so ausgebildet sein, daß beim Übergang auf die Haltstellung der Brennkraftmaschine die Turbine oder der Verdichter oder beide zusammen ganz oder teilweise abgeschaltet werden, z. B. durch Öffnen der Organe i2 und ii. Gleichzeitig wird die Steuer-und Regelungsvorrichtung der Turbine und des Verdichters entsprechend durch den Regler 37 oder das Gestänge 8 eingestellt. Beim Übergang in die Anlaßstellung kann das Verdichteraggregat bereits in Betrieb gesetzt werden, oder dasselbe bleibt noch abgeschaltet, um dann erst in der Betriebsstellung mit Abgasen wieder beaufschlagt zu werden.
  • Die Vorrichtungen 34, 35, 11 und 34. 36, 12 sowie 37, 8, g können so ausgebildet sein, daß zum Beispiel beim Übergang auf Betrieb der ganzen Kraftanlage die Turbine angewärmt und mit dem Verdichter auf normalen Betrieb geregelt werden, wobei dann die Organe 12 und ii vom geöffneten 'in den geschlossenen Zustand gebracht werden.
  • Mit den im vorstehenden beschriebenen Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes werden Menge, Druck und Mischungsverhältnis der Ladung, Brennstoffladung, Druck vor der Turbine oder die Drehzahlen der Maschinenteile geregelt. Es kann aber auch die Ausbildung so getroffen sein, daß die Temperatur der Ladung der Betriebsart der Brennkraftmaschine entsprechend durch die Vorrichtung zur Regelung und Steuerung der Arbeitsvorgänge beeinflußt wird. Wenn der Verdichter mit einer Kühlvorrichtung versehen ist, kann die Vorrichtung nach der Erfindung weiter so ausgebildet werden, daß dadurch z. B. die dem Verdichter zuströmende Kühlmittelmenge bestimmt wird. Die dafür vorgesehene Vorrichtung kann so ausgebildet sein, daß dieselbe bei kleiner Belastung der Kraftanlage einen kleineren Kühlmittelzufluß ergibt, damit in diesem Falle die Ladung eine höhere Temperatur erhält, was dann z. B. zur besseren Sicherung der Zündtemperatur von Vorteil sein kann. Auch kann dieselbe so ausgeführt sein, daß, besonders im Falle der Anwendung schwerflüchtigerer Brennstoffe oder bei der Inbetriebsetzung usw., die Küh:wirkung vermindert oder ganz ausgeschaltet wird. Bei großer Belastung der Kraftanlage wird zwecks Tiefhalten der Temperatur der Maschinenteile und um rpöglichst viel Ladung in die Brennkraftzylinder zu bringen, die Kühlung verstärkt, und zwar vom Verdichter oder von der Brennkraftmaschine oder beider zusammen. Durch eine solche Regelungsvorrichtung kann gegenüber bei gewöhnlichen Motoren ohne Vorverdichter eine stärkere Kühlwirkung erzielt werden, indem dadurch die Temperatur der Ladung selbst stark beeinflußt werden kann,. während eine mittelbare Kühlung durch die Zylinderwandungen hindurch erfahrungsgemäß weniger wirksam ist.

Claims (18)

  1. PATLNTANSPRIJCIIE: i. Regelungsvorrichtung an Brennkraftmaschinen, bei welchen die Ladung durch einen Verdichter unter Druck zugeführt wird, welcher durch eine von den Abgasen der Brennkraftmaschine beaufschlagte Turb:ne angetrieben wird, dadurch gekennzeichnet, daß die zur Regelung des Betriebszustandes der Brennkraftmaschine vorgesehene Vorrichtung mit der den Betriebszustand bestimmenden Vorrichtung der Abgasturbine derart gekuppelt ist, daß der Zustand der Gase vor Eintritt in die Abgasturbine in Abhängigkeit von der Brennkraftmaschine verändert wird.
  2. 2. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zustand der in die Abgasturbine eintretenden Gase derart geregelt wird, daß der Verdichter Ladeluft von konstantem Druck an die Brennkraftmaschine abgibt.
  3. 3. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Zustand der in die Abgasturbine eintretenden Gase derart geregelt wird, daß das Spannungsgefälle derselben sich entsprechend dem im Verdichter erzeugten Ladedruck verändert.
  4. 4. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdichteraggregat unter dem Einfluß eines von demselben angetriebenen Reglers steht, so daß sich entsprechend den von der Brennkraftmaschine bestimmten Einlaßöffnungen in die letztere eine nach Druck und Volumen bestimmte Ladung des Verdichters ergibt, die Brennkraftmaschine aber unabhängig davon mit einer besonderen Regelung versehen ist.
  5. 5. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß das Verdichteraggregat unter dem Einfluß eines von demselben angetriebenen Reglers steht, der einerseits die Fördermenge des Verdichters und anderseits die in die Turbine einströmenden Abgase regelt, die Brennkraftmaschine aber unabhängig davon mit einer besonderen Regelungsvorrichtung versehen ist.
  6. 6. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß in einem vom Druck beeinflußten Raume des Verdichters ein Druckregler eingebaut ist, welcher die in die Turbine einströmende Abgasmenge regelt und die Brennkraftmaschine unabhängig davon mit einer besonderen Regelungsvorrichtung versehen ist.
  7. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Regelungsvorrichtung der Brennkraftmaschine die Wirkung des Druckreglers auf die Turbine je nach der Belastung und Betriebsart der Kraftanlage ebenfalls beeinflußt.
  8. 8. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von der Regelungsvorrichtung der Brennkraftmaschine der Regelungsbereich des Verdichteraggregates beeinflußt wird. g.
  9. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß von dem Regler der Brennkraftmaschine die Steuerung der Ein- oder Auslaßorgane derselben oder beider zusammen so beeinflußt wird, daß dieselben zwecks Spülung der Arbeitszylinder durch in dieselben eintretende neue Ladung gleichzeitig offen gehalten werden. io.
  10. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei Erreichung einer gewissen Temperatur der Abgase der Brennkraftmaschine die Ein- und Austrittsorgane in der letzteren gleichzeitig offen gehalten werden, um die Arbeitszylinder zu spülen @ und damit die Temperatur vor der Turbine innerhalb zulässiger Grenzen zu halten. ii.
  11. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß bei bestimmten Belastungen, namentlich im Falle wo die Zvlinder der Brennkraftmaschine nicht nur geladen, sondern auch gespült werden, das Verdichteraggregat auf vermehrte Ladung eingestellt wird.
  12. 12. Vorrichtung nach Anspruch i, da-»durch gekennzeichnet, daß bei bestimmten Belastungen, namentlich im Falle, wo die Zylinder der Brennkraftmaschine nicht nur geladen, sondern auch gespült werden, der Druck in der Zuleitung vom Verdichter zur Brennkraftmaschine höher eingestellt wird als derjenige in der Leitung von der Brennkraftmaschine zur Turbine.
  13. 13. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Vorrichtung zur Einstellung auf Halt, Anlassen und Betrieb an der Brennkraftmaschine derart mit dem Verdichteraggregat in Verbindung steht, daß dieses entsprechend der Betriebsart der Brennkraftmaschine geregelt wird. 1q..
  14. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch die Vorrichtung zur Einstellung auf Halt, Anlassen oder Betrieb an der Brennkraftmaschine die Zuleitung vom Verdichter zur Brennkraftmaschine oder diejenige von der Brennkraftmaschine zur Turbine oder beider zusammen in der Haltstellung der Brennkraftmaschine mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht werden.
  15. 15. Vorrichtung nach Anspruch i; dadurch gekennzeichnet, daß durch die Vorrichtung zur Einstellung auf Halt, Anlassen oder Betrieb an der Brennkraftmaschine die Zuleitung vom Verdichter zur Brennkraftmaschine oder diejenige von der Brennkraftmaschine zur Turbine oder beide zusammen in der Anlaßstellung der Brennkraftmaschine mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht werden.
  16. 16. Vorrichtung nach Anspruch x, dadurch gekennzeichnet, daß -bei mit Umsteuerung versehenen Brennkraftmaschinen die Zuleitung vom Verdichter zur Brennkraftmaschine oder diejenige von der Brennkraftmaschine zur Turbine oder beide zusammen während des Umsteuervorganges mit der Atmosphäre in Verbindung gebracht werden. i.
  17. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß der Belastung der Brennkraftmaschine entsprechend die Kühlwirkung am Verdichter verschieden beeinflußt wird.
  18. 18. Vorrichtung nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß je nach der Art des in die Brennkraftmaschine eingeführten Brennstoffes die Kühlwirkung am Verdichter verschieden wirksam eingestellt wird.
DEB113145D 1923-03-21 1924-03-09 Regelungsvorrichtung fuer Brennkraftmaschinen mit Abgasturbinen Expired DE450163C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE1056428B (de) * 1953-06-09 1959-04-30 Laval Steam Turbine Company De Verfahren zum Regeln einer Brennkraftkolben-maschine mit Abgasturbolader
DE976914C (de) * 1942-07-19 1964-08-06 Kloeckner Humboldt Deutz Ag Einspritzbrennkraftmaschine, die mit stark schwankender Drehzahl und Belastung betrieben wird
DE1235657B (de) * 1959-10-01 1967-03-02 Borsig Ag Ladeeinrichtung fuer Brennkraftmaschinen

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