DE449702C - Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von Knochen fuer die Herstellung von Gelatine - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von Knochen fuer die Herstellung von Gelatine

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DE449702C DET30696D DET0030696D DE449702C DE 449702 C DE449702 C DE 449702C DE T30696 D DET30696 D DE T30696D DE T0030696 D DET0030696 D DE T0030696D DE 449702 C DE449702 C DE 449702C
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    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09HPREPARATION OF GLUE OR GELATINE
    • C09H1/00Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue
    • C09H1/02Pretreatment of collagen-containing raw materials for the manufacture of glue of bones

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  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Coloring Foods And Improving Nutritive Qualities (AREA)

Description

  • Verfahren und Vorrichtung zum Vorbehandeln von Knochen für die Herstellung von Gelatine. Die vorliegeinde Erfindung betrifft die Vor-Z> von Knochen, die zur Herstellung von reiner Gelatine verwendet werden sollen. Die Gelatine wird der hnochensubstaniz durch ein sogenanntes hochverfahren entzogen, bei dein die Knochensubstanz in Gefäßen mit heißem Wasser behandelt wird, welches die Gelatine löst. Die Lösung wird dann abgezogen, .abgekühlt usw. In der Regel extrahiert man viermal, wobei jedesmal -Wasser von höherer Temperatur als bei dem vorausgehenden Mal angewandt wird.
  • Es wurde nun gefunden, daß die Verfärbung der so,erhaltenen G,elatinebrühen auf die Gegenwart von porösen Knochenfragmenten zurückzuführen ist, die durch Zermalmung der Knochen entstehen und in dem Ausgangsmaterial, je nach Herkunft der Knochen, in wechselnden Mengen vorhanden sind.
  • Nach vorliegender Erfindung werden diese Blut und Schmutz absorbiert haltenden schädlichen Stoffe von der übrigen Knochensubstanz vor dem Kochprozeß durch Behandeln gxnit einer Flüssigkeit, die spezifisch schwerer ist als die zum Teil Luft enthaltenden porösen Fragmente, entfernt. Die Abtrennung erfolgt zweckmäßig in zylindrischen, oben offenen Gefäßen, die zunächst bis etwa ,einem Viertel mit einer Flüssigkeit von geeigneter Dichte gefüllt werden, z. B. einer Pho;sphorsäure von i o bis 12' B6 und einer Temperatur von 15 bis 2o° oder auch Kalkmilch von etwa der gleichen Dichte. Dann wird die möglichst trockene Knochensubstanz in die Bottiche geschüttet, wobei die Hauptmenge 'durch die Flü,sgigkeitsschicht zu Boiden sinkt, während die porösen Fragmente aufgeschwemmt werden und an die Oberfläche ste,-gen, wo sie gschnell abgeschöpft werden müssen, damit sie sich nicht mit Flüssigkeit vollsaugen. Dies Abschöpfen kann mit Hand geschehen oder auch mit der 'in deir Abbildung dargestellten Schöpfvorrichtung. Diese Schöpfvorrichtung wird in das zylindrische Gefäß bis auf die Knochen herabgesenkt, wobei die an seinem Boden befindlichen, .sich in Angeln drehenden, mit feinen Löchern versehenen Türen mit Hilfe von Sperrstangen offen gehalten werden, die durch einen am Stiel befindlichen Handgriff auf und ab bewegt werden. Ist der Separator tief genug eingesenkt, werden die Sperrstangen gesenkt, worauf sich die Türen schließen und der Separaitar mit den aufgeschwemmten Verunreinigungen herausgezogen werden kann.
  • Die Abtrennung des porösen Materials kann durch Rühren unterstützt werden; auch das Einbringen des Separators ruft -eine; in diesein Sinne wirkende Strömung hervor. Das Abschöpfen erfolgt mehrmals, immer nachdem ein gewisser Teil der Charge eingeschüttet ist.
  • Zum Separieren der porösen Teile kann auch wüßrige schweflige Säure Verwendung finden, de gleichzeitig die; Knochen bleicht. Dti.e zum Separieren benutzte Flüssigkeit läßt man alsdann ablaufen. Vor dem Kochen kann man die letzten Spuren von schädlichen Stoffen noch mit der Hand entfernen lassen.
  • In den beiliegenden Zeichnungen zeigt Abb. i den Sieparatox im Längsschnitt, Abb. 2 im Querschnitt. Dger Ring i liegt eng der Wand des Gefäßes, in dem die Trennung stattfindet, .an; er ist durch .eine Reihe zum Mittelpunkt gehender Stangen mit dem in der Mitte angebrachten Stiel 2 verbunden. An jeder Stange, 3 hängt in Angeln eine fein durchlöcherte Tür oder ein Flügel q., der sich durch seine eigene Schwere schließt, aber durch eine Sperrvorrichtung 5 offen gehalten werden kann. Die Sperrstangen 5 sind an einer im Mittelpunkt befindlichen Stange 6 befestigt, die zweckmäßig im Innern des hierfür mit einer Bohrung versehenen Stieles 2 untergebracht ist. Am oberen Ende der Stange 6 ist eine Hebevorrichtung 7 angebracht, die mit Hilfeeines Handgriffes durch ein Zahnrad 8 betätigt wird. Natürlich kann auch ein beliebig anderer Sperrmechanismus benutzt werden. Am Ende des Stieles 2 ist ein Haken io angebracht, an dem die Vorrichtung gesenkt oder gehoben an einem fahrbaren Dreifuß odger Laufring nacheinander über einer Reihte von Gefäßen geführt werden kann.
  • Durch die Sperrstangen werden die Flügel beim Einsenken offen gehalten; ist die Vorrichtung genügend tief versenkt, werden die Sperrvorrichtungen gelöst, und die Türen schließen sich durch ihre eigene Schwere von selbst.

Claims (2)

  1. Y 1TRNTANSPRÜCHR: i. Verfahren zur Vorbehandlung von Knochen für die Herstellung von Gelatine, dadurch gekennzeichnet, daß die Knochen von verunreinigenden Stoffen, bestehend aus :porösen Knochenfragmenten, var dem ,eigentlichen Ko.chprozeß zum Lösen der! Gelatine durch Behandeln mit einer spezifisch schwereren Flüssigkeit befreit werde ,n.
  2. 2. Vorrichtung zur Durchführung des Verfahrens nach Anspruch i, bestehend aus einem .zylindrischen Gefäß, in das ein eng anliegender Rahmen mit einer Reihe durchlöcherter Türen, die sich infolge ihres eigenen Gewichtes schließen und durch eine Sperrvorrichtung offen gehalten werden können, eingebracht wird.
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