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Einrichtung zum Verhindern der Verdampfung aus Vorratsbehältern für
Gasolin, Rohöl u. dgl. Die Erfindung betrifft einen Flüssigkeitsbehälter insbesondere
für Gasolin, Petroleum u. cfgl. Bekanntlich ändert sich die Verdampfung des Inhaltes
mit dem Wechsel klimatischer Verhältnisse. Hierbei ist es, zumal bei größeren Behältern
dieser Art, aus wirtschaftlichen Gründen von Wichtigkeit, die ausgeatmeten Dämpfe
aufzufangen. Zu diesem und ähnlichen Zwecken ist es bereits vorgeschlagen worden,
den Behälter mit einem raumbeständigen Ausgleichb ehälter zu verbinden, der die
aus dem eigentlichen Flüssigkeitsbehälter entweichenden Dämpfe aufnimmt. Hierbei
kann jedoch nur ein kleiner Bruchteil der verdampften Menge in den Vorratsbehälter
zurückgelangen.
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Gemäß der Erfindung wird dieser Nachteil dadurch behoben, daß der
Vorratsbehälter mit einem zusammenklappbaren Aufnehmer aus einem Gewebebeutel o.
dgl. von langgetreckter Gestalt in Verbindung steht, der in einem festen Gehäuse
aufgehängt und dessen Boden mittels einer Unterlage mit schrägen Steuerungsflächen
abgestützt ist. Zweckmäßiger weise ist der zusammenklappbare Gewebebeutel an einer
wagerechten, längs ihrer Unterseite Unterbrechungen aufweisenden Einlaßröhre aufgehängt
und an seiner Unterseite mit einem Querteil mit abgerundeten Außenkanten versehen,
welche die Seiten des Beutels derart abstützen, daß sie nach innen zusammenfallen
können. -Die Erfindung ist in der Zeichnung beispielsweise dargestellt, in der Abb.
i eine Ansicht teils schematisch und teils im Schnitt einer Einrichtung gemäß der
Erfindung veranschaulicht und Abb. z einen Längsschnitt durch ein Ballonhaus darstellt,
«-elches einen Ballon oder einen Sack enthält, der mit dem Flüssigkeitsbehälter
in Verbindung steht.
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In der Zeichnung ist 5 ein Flüssigkeitsl:ehälter, der mit einem Dach
6 versehen ist. Letzteres ist an seiner obersten Stelle mit einem Durchlaß versehen,
durch welchen die Dämpfe in ein Rohr 7 gelangen. Das Rohr führt nach einer Ballonhalle
8, und die Rohrführung ist derart, daß das in den Ballon eintretende Ende des Rohres
niedriger liegt als der Durchlaß am Dach 6. Der Ballon oder Sack 9 ist so ausgeführt,
daß er in sich zusammenfallen kann. Er besteht aus einem Gewebe oder einem anderen
faltbaren Stoff, der durch eine besondere Behandlung für die in dem Behälter 6 entwickelten
Dämpfe undurchlässig und gegen Angriffe durch diese Gase geschützt ist.
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Der Ballon 9 kann z. B. aus Ballonseide bestehen, die mit einer Mischung,
welche in der Hauptsache aus Gelatine besteht, imprägniert oder überzogen wird.
Diese Mischung kann gegebenenfalls einen kleinen Zusatz eines Härtemittels, wie
z. B. Chromalaun, Hexamethylenetetramin, Formaldehyd o. dgl.,
sowie
einen kleinen Zusatz eines geeigneten Erweichungsmittels, wie z. B. Glycerin o.
dgl., enthalten. Es kann z. B. auf dem Ballonstoff ein Überzug gebildet werdlen,
-der aus einem Gewichtsteil Leim, zwei Gewichtsteilen Glycerin und einem
Teil Wasser mit z/2 bis 11,i, Prozent Ferrosulfat besteht. Der Ballon hat einen
Rauminhalt, der etwas größer ist als das normale Gas oder Luftvolumen, das während
der sogenannten Atmung des Behälters 5 aus diesem herausgedrückt wird. Das Rohr
7 erstreckt sich durch die Ballonhalle und wird innerhalb derselben durch geeignete
Vorrichtungen an erhöhter Stelle gestützt. Das Rohr 7 führt durch den Sack 9, welch
letzterer zum Teil durch d'as Rohr gestützt wird. Der Teil des Rohres 7, der sich
innerhalb des Sackes oder Ballons befindet und mit dem Bezugszeichen 7" bezeichnet
ist, hat Durchbrechungen, durch welche die Luft und die Dämpfe, die aus dem Behälter
herausgetrieben werden, in das Innere des Ballons gelangen können.
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Auf dem Boden io der Ballonhalle befindet sich ein Untersatz i i mit
geneigten Seitenteilen 12. Der Untersatz i i, 12 bildet also eine Art von Trog,
der zur Unterstützung der unteren Ballonteile dient. Von dem Trog ragen mehrere
senkrechte Pfosten oder Rohre 13 empor, die sich innerhalb des Ballons aufwärts
bis zum Rohr 7" erstrecken. Die senkrechten Rohre sind durch Querstreben 1q. verbunden,
so daß das ganze einen senkrechten Rahmen zur Stützung des Rohres 7 und des Ballons
9 bildet. Letzterer umgibt den senkrechten Stützrahmen, und an allen Stellen, wo
die Stützglieder durch den Ballon hindurchgehen, werden dichte Verbindungen hergestellt,
um Entweichen der Dämpfe an diesen Stellen zu verhindern. Die Dichtungen können
mittels Leims o. dgl. hergestellt sein. Innerhalb des Ballons, und zwar gerade oberhalb
des Troges i i, ist ein weiterer Trog 15 von geringerer Breite angebracht. Letzterer
dient als Stütze für die unteren Teile des Ballons, wenn letzterer in sich zusammengefallen
ist. Die Seitenkarten des Troges 15 sind gerollt, so daß rohrartige Saitenteile
i9 gebildet werden, auf denen der Ballonstoff ohne Beschädigung ruhen kann.
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Aus der Darstellung ist ohne weiteres ersichtlich, daß während der
Ausdehnung des Inhaltes des Behälters 5 die mit Gasolin angereicherte Luft, die
aus dem Rohr 7 austritt, in den Sack 9 einströmt und letzteren veranlaßt, sich mehr
oder weniger auszudehnen. Da der Ballon für die mit Gasolin angereicherten Dämpfe
undurchlässig ist, speichert er dieselben in seinem Innern auf, und während der
Zusammenziehung des Inhaltes des Behälters 5 wird der Inhalt des Ballons 9 durch
Saugwirkung in den Behälter 5 zurückgesaugt. Da die Dämpfe, die auf diese Weise
aus dem Gassack 9 herausgesaugt werden, bereits mehr oder weniger mit Gasolindampf
getränkt sind, wird die Menge des Gasolins, die von der Oberfläche der in dem Behälter
5 befindlichen Flüssigkeit verdampft, entsprechend verringert.
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Für den Fall einer übermäßigen Ausdehnung oder Einatmung von Dämpfen
oder Luft kann eine passende Sicherheitsvorrichtung an den Durchlaß im Dache 6 oder
an das Rohr 7 angeschlossen werden. Diese Vorrichtung kann z. B. aus einem Flüssigkeitsventil
oder Dichtung bestehen. In der Zeichnung ist 16 eine derartige Vorrichtung, die
durch ein Auslaßrohr 18 mit der Außenluft verbunden ist.
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In den Zeichnungen ist nur eine Ausführungsform der Erfindung dargestellt.
Die Erfindung läßt natürlich viele Ausführungsmöglichkeiten zu, die alle in den
Bereich der Erfindung fallen.