DE448142C - Herstellung von Lithopon - Google Patents

Herstellung von Lithopon

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DE448142C
DE448142C DEN20319D DEN0020319D DE448142C DE 448142 C DE448142 C DE 448142C DE N20319 D DEN20319 D DE N20319D DE N0020319 D DEN0020319 D DE N0020319D DE 448142 C DE448142 C DE 448142C
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DE
Germany
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muffle
lithopone
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lithopon
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Expired
Application number
DEN20319D
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New Jersey Zinc Co
Original Assignee
New Jersey Zinc Co
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Publication date
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Expired legal-status Critical Current

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Classifications

    • CCHEMISTRY; METALLURGY
    • C09DYES; PAINTS; POLISHES; NATURAL RESINS; ADHESIVES; COMPOSITIONS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR; APPLICATIONS OF MATERIALS NOT OTHERWISE PROVIDED FOR
    • C09CTREATMENT OF INORGANIC MATERIALS, OTHER THAN FIBROUS FILLERS, TO ENHANCE THEIR PIGMENTING OR FILLING PROPERTIES ; PREPARATION OF CARBON BLACK  ; PREPARATION OF INORGANIC MATERIALS WHICH ARE NO SINGLE CHEMICAL COMPOUNDS AND WHICH ARE MAINLY USED AS PIGMENTS OR FILLERS
    • C09C1/00Treatment of specific inorganic materials other than fibrous fillers; Preparation of carbon black
    • C09C1/04Compounds of zinc
    • C09C1/06Lithopone

Landscapes

  • Chemical & Material Sciences (AREA)
  • Organic Chemistry (AREA)
  • Drying Of Solid Materials (AREA)

Description

  • Herstellung von Lithopon. Gegenstand vorliegender Erfindung bildet ein Verfahren zur Herstellung von Lithopon.
  • Bei der Herstellung von Lithopon wird ein aus Zinksulfid und Barium,sulfat bestehender Niederschlag durch Filterpressen abgepref4t, danach getrocknet, geglüht und in kaltem Wasser abgeschreckt. Bis jetzt ist das Glühen des Rohlithopons in horizontalen Muffeln ausgeführt worden, und zu dem Zwecke wurde Rohlithopon bis auf einen Wassergehalt von etwa i bis 2 Piozent getrocknet, dann auf den Boden der Muffel aufgebracht und gewöhnlich bis zu starker Rotglut erhitzt. Hierbei kann der Teil des Lithopons, der auf dem hocherhitzten Boden der Muffel liegt, leicht überhitzt werden, während andere Teile nicht genügend erhitzt werden. Man hat versucht, das dadurch zu vermeiden, daß man von Zeit zu Zeit das Material durchrührte. Das hilft aber, nur teilweise, .setzt genaue Arbeit voraus und läßt die Schwierigkeiten der Aufrechterhaltung einer geeigneten Atmosphäre in der Muffel zunehmen.
  • Weitere Nachteile des Glühens der Muffeln ist die unstetige Durchführung. des Betriebes, der dadurch bedingte hohe Verbrauch an Brennstoff und die verhältnismäßig geringen Farbstoffmengen, welche in einem Arbeitsgang hergestellt werden können.
  • Es wurde nun ;gefunden, daß man Rohlithopon vor dem Glühen nur bis zu einem Feuchtigkeitsgehalt von io Prozent zu trocknen braucht, daß man einen in allen Teilen gleichmäßigen Farbstoff erhält, das Glühen in stetigem Betriebe durchführen. und große Mengen in einem Arbeitsgang glühen kann, wenn man zum Glühen des Rohlithoponsi senkrecht angeordnete zylindrische, mit Heizmantel umgebene Retorten aus die Wärme gut leitendem Stoff benutzt, welche das Gut unter Einwirkung der Schwerkraft in der Richtung von oben nach unten durchläuft, vorausgesetzt, daß Durchmesser und Länge der Retorten in bestimmtem Verhältnis zueinander stehen. Die Grenzen dieser Beziehung zwischen Querschnitt und Länge sind ziemlich enge, und es wurde beispielsweise gefunden, daß ein Eisenrohr von 762 cm Länge und 26 cm in lichter Weite ein gleichmäßiges Erzeugnis gibt, während ein Rohr von der= selben Länge und 31 cm lichter Weite einen ungleichmäßigen Farbstoff ergab.
  • Bei der vorteilhaftesten Ausführung der Erfindung werden senkrechte Muffeln aus Eisen oder einem anderen Wärme gut leitenden Stoff verwendet, 26 cm in lichter Weite und 823,5 cm lang, in denen das Lithopon auf die gewünschte Temperatur und lange genug erhitzt wird. Diese Muffel arbeitet stetig, sie ist an ihrem oberen Ende offen, und an ihrem unteren Ende reicht sie in kal-. tes Wasser hinein. Während des Beschkkens und des Entleerens, die sowohl stetig als auch unterbrochen vor sich gehen können, wird die Muffel in der Regel ununterbrochen beheizt.
  • Innemhalb der Muffel ist das Lithopon einer doppelstufigen Behandlung unterworfen, in der -ersten 'Stufe erfolgt ein Vorerhitzen, in der zweiten- das Glühen des Gutes. Bei der Vorerhitzung wird das-; Lithopon bei einer Temperatur unterhalb der kritischen Erhitzungstemperatur der reinigenden Wirkung der Gase unterworfen, die aus der Glübzone herauskommen; das Lithopon wird dadurch getrocknet und von eingeschlossener Luft befreit. In der zweiten Stufe wird das vor-erhitzte Gut genügend hoch und lange erhitzt, um die gewünschten Farbstoffeigenschaften zu entwickeln.
  • In-den beiliegenden Zeichnungen ist Abb. i ein Längsschnitt eines Muffelofens zur Ausführung der Erfindung.
  • Abb. z und 3 sind Einzelansichten der Entladungsvorrichtung am unteren Ende der Muffel.
  • In den Zeichnungen ist die Muffel 5 aus einem zylindrischen Rohr aus Schmiedeeisen hergestellt. Lichte Weite und Länge des Rohres sind geeignet abgemessen, um ein gleichmäßiges Erhitzen des Lithopons während.der nötigen Zeit zu sichern. E9 wurde gefunden, daß ausgezeichnete Ergebnisse erhalten werden mit einem schmiedeeisernen Rohr von 26 cm lichter Weite und 762 bis 9 z 5 cm Länge.
  • Die Retorte wird durch heiße, von dem Rost 6 kommende Gase erhitzt. Der Rost ist in einem geeigneten "Ofen 12 von feuerfesten Ziegelsteinen eingebracht, er besitzt eine Ladetür 7 und eilten Kanal, 8jxwn Muffelofen. Die Muffel ist in einem Bau von feuerfesten Ziegeln 9 angeordnet, so daß die heißen Verbrennungsgase rund um sie herumsteigen und durch den Schornstein io abziehen.
  • Ein Pyrometer ist in den Kanal 8 angebracht, um die Temperatur der heißen Gase anzuzeigen.
  • Das obere Ende der Muffel ist offen, um den Abzug der im Rohlithopon enthaltenen Luft und Feuchtigkeit zu gestatten. In den Zeichnungen ist ein Trichter 13 dargestellt, der auf Rädern 14 angeordnet -ist und unmittelbar über dem offenen Ende der Muffel 5 angebracht ist, um dauernd Rolilithopon in die Muffel zu fördern. -Das untere Ende der Muffel taucht in kaltes Wasser, das sich in einem -geeigneten Behälter 15 befindet. Wenn gewünscht, kann dauernd Wasser zufließen und abgezogen werden. In den Zeichnungen ist eine EntladevoTrichtung mit angegeben, die an dem. unteren Ende der Muffel 5 angeordnet isst. Diese Entladevorrichtung besteht aus einem drehbar angeordneten Sternrad 16, das vier Flügel hat. Die Welle dieses Sternrades geht durch die Basis .des Ofens., Es wird dem Raid eine ViertelumdTehung in bestimmten Zwischenräumen gegeben. Jedesmal, wenn das Sternrad eine Viertelumdrehung gemacht hat; wird ein bestimmter Betrag an Lithopon aus der Muffel in das Wasser des Behälters 15 entleert. In den Zeichnungen ist ein Zahnradgetriebe 17.. 18 angegeben, bei dem eine geeignete Zahl von Zähnen auf dem einen Gliede ausgelassen ist, so daß man die gewünschte zeitweilige Umdrehung des Sternrades erhalten kann. Es können natürlich auch andere Vorrichtungen gebraucht werden zur Betätigung des Sternrades. Ebenso können andere Vorrichtungen verwendet werden, um die stetige oder zeitweilige Entleerung eines geeigneten Betrages: an Lithopon aus dem unteren Ende der Retorte 5 zu bewirken.
  • Bei der gewöhnlichen Arbeitsweise der in den Zeichnungen dargestellten Vorrichtung wird die Muffel 5 mit Rohlithopon gefüllt. Dieses besitzt gewöhnlich die Form kleiner Klumpen, und die Räume zwischen diesen Klumpen werden während der Erhitzung mit den Gasen gefüllt, die aus dem Lithopon bei der Erhitzungstemperatur sich entwikkeln, so daß das Lithopon in der Muffel während der ganzen Erhitzung von einer nicht oxydierenden Atmosphäre umgeben ist, die zum größten Teil aus 'heißen Wasserdämpfen besteht. Die aus dem Lithopon während der Erhitzung ausgetriebenen . Gase entweichen durch das offene Ende der Retorte.
  • Die Menge dieser Gase und die Ausmessungen der Muffel sind so in Beziehung gebracht, daß in der Muffel und besonders in der aktiven Erhitzungszone der Muffel ein Gasdruck aufrechterhalten wird, der etwas größer ist als der Atmosphärendruck, wodurch das Eindringen von Luft in die Muffel wirkungsvoll verhindert wird.
  • Im oberen Teil der Muffel wird die eingebrachte Lithopone dem Einfuß der heißen Gase unterworfen, die aus der Glühzone aufsteigen. Die heißen Gase dienen dazu, das Lithopon zu trocknen und vorzuerhitzen, und besonders dienen sie dazu, aus dem eingebrachten -Lithopon alle in ihm enthaltene Luft auszuscheiden, so daß es, wenn es die Glühzone erreicht, praktisch luftfrei ist. Der Erfolg dieser Vorerhitzung ist, daß in die Muffel ein Lithopon eingebracht werden kann, das mehr Feuchtigkeit enthält, als man bis jetzt bei den gewöhnlichen Lithoponeöfen für gut hielt.
  • Während der Erhitzung wird das Lithopon in der Glühzone genügend lange auf einer geeigneten Erhitzungstemperatur erhalten, um den gewünschten Grad von Deckkraft, Farbe und Glanz zu erzeugen. Es wurde- gefunden, daß ausgezeichnete Ergebnisse erhalten werden, wenn der Durchgang des Lithopons durch die Muffel innerhalb 5 bis i o Stunden erfolgt. Während dieses Zeitraumes ist das Lithopon einer Temperatur von 55o bis 8oo° unterworfen.
  • Das Lithopon wird dann in bekannter Weise aus dem Wasser des Behälters 15 entfeirnt und einer weiteren Behandlung untenworfen, z. B. einem Waschen, Mahlen und Trocknen.
  • Es wurde gefunden, daß Lithopon, das entsprechend der Erfindung erhitzt ist, bemerkenswert bessere Eigenschaften besitzt als in den gewöhnlichen Muffeln in bekannter Weise: erhitztes. Besonders wurde gefunden, daß das entsprechend der Erfindung behandelte Lithopon sehr lichtbeständig ist.

Claims (5)

  1. PATENTANSPRÜCHE: i. Herstellung von Lithopon, dadurch gekennzeichnet, daß man Rohlithopon allmählich durch eine passend erhitzte senkrechte Muffel hindurchsinken läßt, wobei das Verhältnis der kleinsten lichten Weite des Querschnitts zur Länge der Muffel nicht größer als i :3o ist, so daß eine gleichmäßige Erhitzung des Lithopons bei seinem Durchgang durch die Muffel gesichert ist.
  2. 2. Ausführungsform nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß die Muffel aus einem die Wärme gut leitenden Stoff, beispielsweise Metall, hergestellt ist, und daß die Hitze so geregelt ist, daß im wesentlichen das ganze Lithopon schließlich auf die gewünschte Erhitzungstemperatur gebracht wird und nicht überhitzt wird.
  3. 3. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite der Muffel ungefähr 26 cm beträgt. q..
  4. Ausführungsform nach Anspruch i und 2, dadurch gekennzeichnet, daß die lichte Weite geringer als 31 cm ist und die Länge der Muffel 9 15 cm nicht überschreitet.
  5. 5. Ausführungsform nach Anspruch i bis q., dadurch gekennzeichnet, daß das Lithopon auf eine Temperatur von 55o bis 8oo° C erhitzt wird in einer Atmosphäre, die ausschließlich aus den Gasen und Dämpfen besteht, die aus dem Lithopon ausgetrieben werden.
DEN20319D 1919-12-04 1921-09-03 Herstellung von Lithopon Expired DE448142C (de)

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