DE447607C - Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Vierdrahtleitungen und Sprechstromverstaerkung - Google Patents

Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Vierdrahtleitungen und Sprechstromverstaerkung

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DE447607C
DE447607C DES65345D DES0065345D DE447607C DE 447607 C DE447607 C DE 447607C DE S65345 D DES65345 D DE S65345D DE S0065345 D DES0065345 D DE S0065345D DE 447607 C DE447607 C DE 447607C
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DES65345D
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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Siemens and Halske AG
Siemens Corp
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    • HELECTRICITY
    • H04ELECTRIC COMMUNICATION TECHNIQUE
    • H04MTELEPHONIC COMMUNICATION
    • H04M3/00Automatic or semi-automatic exchanges
    • H04M3/40Applications of speech amplifiers

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Signal Processing (AREA)
  • Interconnected Communication Systems, Intercoms, And Interphones (AREA)

Description

Vorliegende Erfindung bezieht sich auf Fernsprechanlagen mit Sprechstromverstärkung, insbesondere auf solche, bei denen die Sprechströme beider oder nur einer der zwei Verkehrsrichtungen über Verstärker in der Vermittlungsstelle geführt werden. Bei diesen sogenannten Vierdrahtverbindungen besteht eine besondere Schwierigkeit in der Anschaltung des Sprechapparats der überwachenden Beamtin, um dieser ίο das gleichzeitige Mithören und Sprechen in beiden Verkehrsrichtungen zu ermöglichen.
Die Erfindung hat nun den Zweck, diese Schwierigkeiten zu beseitigen und die überwachende Beamtin durch eine einzige Schaltmaßnahme in die Lage zu setzen, in beiden Verkehrsrichtungen gleichzeitig mithören und sprechen zu können.
Dies wird gemäß der Erfindung dadurch erreicht, daß durch eine Schaltmaßnahme der überwachenden Beamtin deren Sprechapparat gleichzeitig an die Sprechleitungen beider Verkehrsrichtungen mit Hilfe von Übertragereinrichtungen angeschaltet wird, welche derart ausgebildet sind, daß eine Übertragung der Sprechströme von der einen Sprechleitung zur anderen verhindert wird.
In den Abb. 1 bis 3 sind drei Ausführungsbeispiele der Erfindung schematisch dargestellt, bei welchen jeder Verkehrsrichtung zur Übertragung der Sprechströme nur ein Übertrager zugeordnet ist.
Es sei nun zuerst die Wirkungsweise der Anordnung nach Abb. 1 näher beschrieben.
Über die Leitungen La1 und La2 fließen die Sprechströme der einen Verkehrsrichtung, während die Sprechströme der anderen Verkehrsrichtung über die Leitungen Lo1 und Lb2 gehen. In diese Leitungen sind Verstärker in irgendeiner bekannten Weise eingeschaltet. Zum Ausgleich der Sprechleitungen werden die künstlichen Kabel KK1 und KK2, über die Ruhekontakte i, 2, 3, 4 des Sprechschalters S in Brücke zu den Sprechleitungen jeder Verkehrsrichtung gelegt. Die Sprechstromübertrager Ue1 und Ue2 sind mit je drei Wicklungen I, II, III versehen. Die eine dieser Wicklungen I kann durch Betätigen des Sprechschalters S an die Sprechleitungen angeschaltet werden. Die zweite Wicklung II überträgt die Sprechströme auf den Sprechapparat der überwachenden Beamtin, während die dritte Wicklung III durch ihre besondere Schaltung eine Übertragung der Sprechströme von der einen Sprechleitung zur anderen verhindert.
Zum Mithören oder Sprechen betätigt nun die überwachende Beamtin den Schalter S, wodurch die Wicklung I des Übertragers Ue1 über die Kontakte 5 und 6 an die Leitungen La1 und La2 und die Wicklung I des Übertragers Ue2 über die Kontakte 7 und 8 an die Sprechleitungen Lo1 und Lb2 angeschaltet wird. Die über die Leitungen La1 und La2 fließenden Sprechströme gehen jetzt durch die Wicklung I des Übertragers Ue1 und werden auf die Wicklung II übertragen. Die übertragenen Sprechströme fließen von der Wicklung II über die Leitungen α und b, die Wicklung I des Übertragers /, den Hörer M und die Leitungen c und d zur Wicklung II zurück. Zwischen den Leitungen α und b wird der Sprechstrom verzweigt, so daß ein Teil desselben über die Leitung e, die Wicklung II des Übertragers Ue2 und die Leitung f zur Leitung d gelangt. Um nun zu verhindern, daß diese Sprechströme über die Wicklung I des Übertragers JJe2 und die Kontakte 7 und 8 des umgelegten Sprechschalters 5 in die Sprechleitungen Lo1 und Lo2 der anderen Verkehrsrichtung gelangen, sind die Übertrager mit einer dritten Wicklung III versehen. Der über die Wicklung I von Ue1 fließende Strom induziert in der Wicklung III von Ue1 einen Strom, welcher sich über die Leitung g, die Wicklung III von Ue2 und die Leitung h erstreckt. Die Wicklung III von Ue2 ist nun so geschaltet, daß der sie durchfließende Strom dem durch die Wicklung II von Ue2 gehenden Strom entgegengesetzt gerichtet ist. Die Wirkung dieser beiden Wicklungen hebt sich also auf, so daß keine Sprechströme über die Wicklung I von Ue2 in die Leitungen Lb1 und Lo2 gelangen.
Um eine Schwächung der über die Sprechleitungen La1 und La2 bzw. Lo1 und Lo2 fließenden Ströme zu verhindern, ist die Dämpfung Ü
der KK2
durch die hervorge
der Übertrager UJe1 und Ue2 künstlichen Kabel KK1 und rufenen Dämpfung angepaßt.
Die Anordnung der Abb. 2 ist bis auf die Schaltung der Übertrager Ue5 und Ue^ die gleiche wie die der Abb. 1 und soll daher nur kurz beschrieben werden.
Hat die überwachende Beamtin den Sprechschalter S1 umgelegt, so werden die durch die Wicklung I des Übertragers Ue4. fließenden
Sprechströme auf die in Reihe geschalteten Wicklungen II und III übertragen. Der in der Wicklung II induzierte Strom fließt über die Leitungen ο und I, den Hörer T1, die Wicklung I des Übertragers J1 und die Leitungen k und η zur Wicklung II zurück. Von der Leitung ο erstreckt sich ein dem Stromkreis /, T1,1 von J1 und k paralleler Stromkreis über die Leitung m, Wicklung III von Ue3 und die Leitung i zur
ίο Leitung n. Die Wicklungen II von Ue3 und III von Ue4 sind gegeneinandergeschaltet, so daß der in der Wicklung III von Ue4 induzierte Strom die Wicklung II des Übertragers Ue3 im entgegengesetzten Sinne durchfließt wie der über die Wicklung III verlaufende. So ist auch hier eine Übertragung der Sprechströme der einen Verkehrsrichtung auf die Sprechleitungen der anderen Verkehrsrichtung durch die besondere Schaltung der Übertrager verhindert. Alle übrigen Vorgänge lassen sich aus der vorangegangenen Beschreibung zur Abb. ι ohne weiteres auf die Abb. 2 übertragen.
Die Abb. 3 zeigt eine Anordnung, bei welcher die Ausgleichsspulen I der künstlichen Kabel als primäre Wicklung der Sprechstromübertrager verwendet werden. Die Wirkungsweise dieser Anordnung ist ähnlich der an Hand der Abb. 2 beschriebenen und soll nun kurz erläutert werden.
Zum Mithören legt die Beamtin den Schalter 5g um, wodurch die Kontakte 1 bis 4 geschlossen werden. Die durch die Ausgleichsspule des künstlichen Kabels, welche gleich-
zeitig die primäre Wicklung I des Übertragers Ue5 ist, fließenden Sprechströme werden auf die Wicklungen II und III von Ue5 übertragen und gelangen über die Kontakte 1 und 2 des Schalters 52 und die Leitungen O1, blt C1 und U1 in den Hörer 7 2 der überwachenden Beamtin. Die Leitung /", dient als Ausgleichsleitung zwischen den Übertragern Ue5 und Ue6, um eine Übertragung der Sprechströme von der Sprechleitung der einen Verkehrsrichtung zur anderen zu verhindern. Durch die Kontakte 3 und 4 des Schalters S2 wird ein Teil der Wicklung der Ausgleichsspule I kurzgeschlossen, wodurch eine Änderung der Dämpfung beim Anschalten des Sprechapparats verhindert wird, so daß die Lautstärke der über die Sprechleitungen fließenden Ströme nicht geändert wird. Selbstverständlich könnte man die Dämpfung der künstlichen Kabel auch dadurch ändern, daß man beim Umlegen dts Sprechschalters 52 eine andere Kapazität einschaltet. Zu denselben Zwecken könnte auch sowohl die Induktivität als auch die Kapazität des künstlichen Kabels über Kontakte des Schalters S2 geändert werden.

Claims (6)

Patentansprüche:
1. Schaltungsanordnung für Fernsprechanlagen mit Vierdrahtleitungen und Sprechstromverstärkung, dadurch gekennzeichnet, daß durch eine Schaltmaßnahme der überwachenden Beamtin deren Sprechapparat gleichzeitig an die Sprechleitungen beider Verkehrsrichtungen mit Hilfe von Übertragereinrichtungen (Ue1, Ue2, Ue3, Ueit Ue5, Ue,-) angeschaltet wird, welche mit Kompensation wicklungen (III) zur Verhinderung der Übertragung der Sprechströme von der einen Sprechleitung zur anderen ausgerüstet sind.
2. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die Übertragereinrichtungen (Ue1 bis Ue6) derart angeordnet sind, daß die Beamtin gleichzeitig nach beiden Richtungen hören und sprechen kann, ohne die bestehende Verbindung zu unterbrechen.
3. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der die Anschaltung des Sprechapparats und der Übertragereinrichtungen bewirkende Schalter (S, S1, S2) als Umschalter ausgebildet ist, welcher die Sprechleitungen von den an diese angeschalteten Ausgleichseinrichtungen (künstliche Kabel) auf die Übertragereinrichtungen umschaltet.
4. Schaltungsanordnung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß die Dämpfung der Übertragereinrichtungen der durch die Ausgleichseinrichtungen (künstliche Kabel) hervorgerufenen Dämpfung angepaßt ist, so daß durch die Anschaltung des Sprechapparats keine Änderung der Lautstärke für die über beide Sprechleitungen fließenden Sprechströme hervorgerufen wird.
5. Schaltungsanordnung nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß die an die Sprechleitungen beider Verkehrsrichtungen angeschalteten Ausgleichseinrichtungen (künstliche Kabel) gleichzeitig zur Übertragung der Sprechströme auf den Sprechapparat der überwachenden Beamtin dienen.
6. Schaltungsanordnung nach Anspruch 5, dadurch gekennzeichnet, daß eine Änderung der Dämpfung für die Sprechleitungen beim Anschalten des Sprechapparats der Beamtin an die Sprechleitungen dadurch verhindert wird, daß die Dämpfung der als Sprechstromübertrager dienenden Ausgleichseinrichtungen durch beim Anschalten des Sprechapparats zur Wirkung kommende Schaltmittel (Schalter S2) geändert wird (Kurzschließen eine Teiles der Ausgleichsspule).
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DES65345D 1928-10-19 Schaltungsanordnung fuer Fernsprechanlagen mit Vierdrahtleitungen und Sprechstromverstaerkung Expired DE447607C (de)

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DE (1) DE447607C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE857407C (de) * 1942-05-27 1952-11-27 Siemens Ag Anordnung zur Anschaltung von Fernsprechstationen, insbesondere von UEberwachungseinrichtungen, an mit Verstaerkern ausgeruestete Vierdrahtleitungen

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* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
DE857407C (de) * 1942-05-27 1952-11-27 Siemens Ag Anordnung zur Anschaltung von Fernsprechstationen, insbesondere von UEberwachungseinrichtungen, an mit Verstaerkern ausgeruestete Vierdrahtleitungen

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