DE446643C - Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Chromatgelatine-Druckformen auf Formzylindern - Google Patents

Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Chromatgelatine-Druckformen auf Formzylindern

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DE446643C
DE446643C DED50250D DED0050250D DE446643C DE 446643 C DE446643 C DE 446643C DE D50250 D DED50250 D DE D50250D DE D0050250 D DED0050250 D DE D0050250D DE 446643 C DE446643 C DE 446643C
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B41PRINTING; LINING MACHINES; TYPEWRITERS; STAMPS
    • B41FPRINTING MACHINES OR PRESSES
    • B41F7/00Rotary lithographic machines
    • B41F7/20Details
    • B41F7/24Damping devices

Landscapes

  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Printing Methods (AREA)

Description

Die Erfindung betrifft ein Verfahren nebst Vorrichtung zur Behandlung von Chromatgelatine-Druckformen und bezweckt rfie Beseitigung der durch den wechselnden Feuchtigkeitsgehalt der Luft hervorgerufenen Störungen beim Drucken.
Bekanntlich ist die Tagesleistung beim Lichtdruck namentlich deshalb sehr kleins weil es mit den bisherigen Mitteln nicht möglich ist, den zur Erzielung eines guten Druckes jeweils nötigen Feuchtigkeitsgehalt der Druckform auch nur einigermaßen gleichmäßig zu erhalten.
Ist z. B. der Feuchtigkeitsgehalt der im Druckraum befindlichen Luft zu gering, so gibt die Chromatgelatineschicht Feuchtigkeit an die Luft ab. Dies hat zur Folge, daß der Druck ein toniges Aussehen bekommt. Die bisherigen Gegenmaßnahmen, wie Auf-
ao hängen von feuchten Tüchern, häufiges Anfeuchten des Fußbodens, Zerstäuben von Wasser usw., konnten immer nur eine Milderung, niemals aber eine Beseitigung dieses Übels bewirken. Die Druckschicht mußte durch Aufgießen von Feuchtung nachgefeuchtet werden, wodurch eine störende und zeitraubende Unterbrechung im Weiterdrucken entsteht. Häufig erweist es sich sogar als 'nötig, daß dieses Nachfeuchten in ganz kurzen Zeitabständen wiederholt werden muß.
Ist die Luft zu feucht, zieht die Chromatgelatineschicht die Feuchtigkeit aus der Luft auf. Die Folge hiervon ist ein zu "starkes Aufquellen des Reliefs; die Lichter des Druckes werden hart, die Tiefen klecksig.
Bei sehr starken Feuchtigkeitsgehalt aufweisender Luft — schwüles Wetter — kommt es sogar vor, daß die Feuchtigkeit sich in Form von kleinen Perlchen auf der Druck-
schicht ablagert. In diesem Falle kann überhaupt nicht weitergedruckt werden. Die Gegenmaßnahmen, wie Erzeugung von Zugluft oder Erhöhung der Temperatur, erfüllen ebenfalls ihren Zweck in nur unvollkommener Weise und können zeitweilig nötig werdende Unterbrechungen des Drückens niemals ganz verhüten.
Die in all diesen Fällen erwähnten Maßnahmen erfüllen deshalb nicht ihren Zweck, weil sich die beabsichtigte Erhöhung bzw. Verminderung des Feuchtigkeitsgehaltes der Luft in größeren Betriebsräumen praktisch namentlich deshalb nicht erreichen läßt, weil der Feuchtigkeitsgehalt der Außenluft nur zu bald wieder zur Wirkung gelangt und den früheren Zustand wieder herstellt.
Es ist auch vorgeschlagen worden, die Druckplatten einer Lichtdruckmaschine auf mechanischem Wege mit einem Luftstrom entsprechender Beschaffenheit zu behandeln. Gemäß diesem Vorschlage wurde der Luftstrom entweder nach jedem Abzüge des Druckes oder vor dem Einfärben der Druckplatte mechanisch auf letztere geblasen. In der Praxis hat eine derartige Behandlung keine Einführung gefunden, was wohl hauptsächlich darauf zurückzuführen ist, daß das mechanische Aufblasen eine wirklich gleichmäßige Behandlung der Druckplatte nicht ermöglicht und außerdem die Feuchtigkeit der feuchten Luft während des Aufblasens sich verflüssigt und die Flüssigkeit die Druckform störend beeinflußt.
All diese Übelstände werden der Erfindung gemäß dadurch vermindert, daß die auf einen Formzylinder angeordnete Chromatgelatineschicht bei jedesmaliger Umdrehung durch einen den nötigen " Feuchtigkeits- bzw. Trockenheitsgrad aufweisenden Raum geführt wird.
Zur Ausübung dieses neuen Verfahrens wird zweckmäßig ein den Formzylinder 1 teilweise umgebender Behälter 2 angeordnet, der die für die jeweilige Behandlung der Druckform nötigen Feucht- bzw. Trockenmittel enthält. Das Feuchtmittel wird zur Verdtmstung gebracht, die zweckmäßig noch auf künstliche Weise, z. B. durch Erwärmung, gefördert werden kann. Um den ■Feuchtigkeitsgrad in dem Behälter 2 ganz nach Erfordernis regeln zu können, ist er im Querschnitt trichterförmig gestaltet, so daß durch Einleiten einer mehr oder minder großen Flüssigkeitsmenge in den Behälter in diesem die Verdunstungsfläche beliebig vergrößert oder verkleinert werden kann. Zwecks leichter Änderung der Flüssigkeitsmenge ist der Behälter mit einer Zufluß- und Abflußleitung 3 bzw. 4 versehen. An Stelle von Feuchtluft kann der Behälter auch mit Trockenluft angereichert werden. In diesem Falle wird das Wasser abgelassen und die Heizelemente 5 eingeschaltet. Zweckmäßig sind diese Heizelemente so angeordnet, daß ihre Wirkung auf das genauste regelbar ist und jedwede schädliche Einwirkung auf die Druckform vermieden wird. In dem Behälter 2 kann auch noch ein kleiner Ventilator 6 angeordnet sein. Um die Luftbeschaffenheit in dem Behälter jederzeit einwandfrei feststellen zu können, ist schließlich noch ein Hygrometer 7 vorgesehen.
Mit Hilfe einer solchen Vorrichtung ist es möglich, die Druckschicht nach jedesmaliger Berührung mit dem Druckpapier selbsttätig zu feuchten bzw. trocknen, je nachdem dies die in dem Maschinenraum herrschende Atmospäre bedingt.
Die Erfindung bedeutet für den Lichtdruck insofern einen Fortschritt von ganz besonderem Wert, als man dadurch gleichmäßige und gute Drucke ohne die bisher unvermeidlichen Betriebsunterbrechungen unabhängig von der jeweiligen Wetterlage herstellen und dadurch die Tagesleistung der Lichtdruckmaschine ganz wesentlich erhöhen kann.

Claims (3)

Patentansprüche:
1. Verfahren zur Behandlung von Chromatgelatine-Druckformen auf Formzylindern, dadurch gekennzeichnet, daß die auf dem Formzylinder (1) angeordnete Druckform bei jedesmaliger Umdrehung durch einen die gewünschte Luftbeschäffenheit aufweisenden Behälter (2) geführt wird.
2. Vorrichtung zur Ausübung des Verfahrens nach Anspruch 1, dadurch gekennzeichnet, daß der Formzylinder (1) teilweise von einem das jeweilige Feuchtbzw. Trockenmittel enthaltenden Behälter (2) umschlossen ist.
3. Vorrichtung nach Anspruch 2, dadurch gekennzeichnet, daß der mit einem Zulauf- und Ablaufrohr (3 bzw. 4) versehene Behälter (2) in seinem Querschnitt trichterförmig gestaltet und mit Heizelementen (5), einem Ventilator (6) und einem Hygrometer (7) ausgestattet ist.
Hierzu 1 Blatt Zeichnungen.
DED50250D 1926-04-18 1926-04-18 Verfahren und Vorrichtung zur Behandlung von Chromatgelatine-Druckformen auf Formzylindern Expired DE446643C (de)

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