DE445904C - Verfahren und Maschine zur Herstellung von Pappschachtelteilen durch Umfalten der Endklappen an den Seitenwaenden und am Boden eines Zuschnitts - Google Patents

Verfahren und Maschine zur Herstellung von Pappschachtelteilen durch Umfalten der Endklappen an den Seitenwaenden und am Boden eines Zuschnitts

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DE445904C DEB120480D DEB0120480D DE445904C DE 445904 C DE445904 C DE 445904C DE B120480 D DEB120480 D DE B120480D DE B0120480 D DEB0120480 D DE B0120480D DE 445904 C DE445904 C DE 445904C
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Description

  • Verfahren und Maschine zur Herstellung von Pappschachtelteilen durch Umfalten der Endklappen an den Seitenwänden und am Boden eines Zuschnitts. Beim Verfahren zur Herstellung von Schachteln aus Papier und Pappe nach der vorliegenden Erfindung wird eine Formgebung von fertigen Zuschnitten auf einem Formkopf oder Träger vorgenommen. Das Neuheitliche ist darin zu sehen, daB ohne Entfernung oder Verschiebung des Pappstückes die Seitenklappen erst gegen die Enden der Form hin übereinandergefaltet werden, und daB nach dem Aufbringen von Klebstoff auf diese zusammengefalteten Endstücke der Seitenklappen die Klappen am Boden der Schachtel ebenfalls über die Enden hin gefaltet und festgedrückt werden, so daß mit einer einmaligen vollen Umdrehung des Formträgers um seine Achse der Schachtelteil fertiggestellt ist. Das Pappstück wird von seiner flachen Gestalt also erst auf Troggestalt gebracht und nachgiebig an dem Formkopf festgehalten. Beim ersten Drehschritt des Kopfes wird die eine Seitenklappe rasch gegen das Ende hin gefaltet, indem ein vom Kopf bedienter Arm eine beschleunigte Schwingung in derselben Richtung ausführt, in welcher sich das trogförmige Pappstück bewegt. Das Umfalten der anderen Seitenklappe gegen das Ende hin erfolgt durch den Eintritt des Kopfes unter eine Führungsschiene, und während sich der halbfertiggestellte Schachtelteil unter diese Führungsschiene weiterbewegt, wird auf die umgefalteten Klappen der Klebstoff aufgetragen, so daß die zuletzt vom Boden der Schachtel her umgefaltete Endklappe nach ihrem Andrücken gegen die zuerst umgefalteten Seitenklappen in ihrer neuen Lage verbleibt.
  • Auf der Zeichnung ist ein Ausführungsbeispiel einer Maschine zur Durchführung des Verfahrens dargestellt, und zwar zeigt: Abb. i eine Seitenansicht und teilweisen Schnitt einer solchen Maschine, Abb. 2 eine Endansicht derselben, Abb. 3 den drehbaren Arbeitstisch ähnlich der Abb. 2 in größerem Maßstabe, Abb. 4 eine Draufsicht auf diesen drehbaren Arbeitstisch, Abb. 5 das Vorgelege, Abb.6 Einzelheiten eines Vorgeleges zum Betrieb einer Vorrichtung m, durch welche Klebstoff aufgetragen wird, Abb. 7 einen Schnitt durch einen Formträger, Abb. 8 und 9 Einzelheiten der Klebstoffvorrichtung und Abb. io und ii schaubildlich die ersten Arbeitsschritte der Maschine.
  • Der hohle Ständer i erhebt sich vom Fuß 2 und trägt in-passender Höhe drehbar den Arbeitstisch, bestehend aus den kreuzweise angeordneten Armen 3, mit den Formträgern 4 an deren Enden.
  • Zum Antrieb der Maschine dient der Motor 9 (Abb. i und 2), dessen Ankerwelle io unter Vermittlung des Vorgeleges 11, 12, 13, 14 und 15 die im oberen Teil der Maschine querverlegte Steuerwelle 16 antreibt. Ein Schwungrad 17 auf der Ankerwelle des Motors sichert die Gleichmäßigkeit des Betriebes. Da das rechte Zahnrad 15 des Vorgeleges lose auf der Steuerwelle 16 sitzt, ist bei 18 eine in beliebiger Weise bedienende Kupplung angedeutet, durch die die Verbindung des Vorgeleges mit der Steuerwelle 16 hergestellt werden kann.
  • Es mag angenommen werden, daß die Kupplung 18 durch eine nicht dargestellte Feder für gewöhnlich in Ausrückstellung gehalten und eingeworfen wird, solange der Arbeiter seinen Fuß auf den Tritthebel 21 drückt.
  • Bei Drehung der Welle 16 überträgt das Vorgelege 22, 23 die Drehung auf eine Welle 24, an deren Fußende ein Kegelrad 25 unter Vermittlung eines anderen Kegelrades 26 eine Querwelle 27 antreibt. Von dieser Querwelle 27 aus wird die schrittweise Drehung des Armkreuzes3 durch ein Malteserkreuzgetriebe in bekannter Weise abgeleitet, indem beispielsweise nach Abb. 5 das von der Welle 27 beständig in Umdrehung versetzte Rad 28 durch einen Stift die schrittweise Drehung des Malteserkreuzrades 29 herbeiführt. Das Vorgelege 30, 32 bis 35 überträgt dann diese Drehung auf den Arbeitstisch 3, der mit dem Kegelrad 35 fest verbunden ist.
  • Die Formträger 4 an den Enden der Arme 3 sind gleichartig ausgebildet. Sie haben im allgemeinen die Form eines Kastens ohne Boden. In den Seitenwänden des Kastens befinden sich Schlitze 37, und in diese Schlitze dringen Stifte 36 eines Teiles 4a ein, der sich zwischen den Seitenwänden der Form 4 über die Länge des Schlitzes hin verschieben kann und für gewöhnlich durch die Federn 38 (Abb. 7) in seiner Hochlage mit Bezug auf den Formteil 4 gesichert wird. Um ohne Auswechselung der Hauptteile der Maschine derartige Formköpfe verschiedenen Schachtelgrößen anpaßbar zu machen, ist nach Abb. 7 der untere Teil eines solchen Kopfes mit dem oberen Teil durch Bolzen verschraubt.
  • Nach Abb. 3, 4, 10 und ii sind auf den äußeren Seitenwänden der Köpfe 4, und zwar in der Nähe der Kanten, federnde Klammern 39 in Gestalt von Blechstreifen derartig verlegt, daß das auf Trogform abgebogene Pappstück mit seinen Seitenwänden zwischen diese federnden Streifen und die Seitenwände des Formteiles 4 eingeschoben werden kann. Es wird dann durch die nachgiebigen Blechstreifen in dieser Trogform festgehalten, so daß sich von den Seitenwänden X des Pappstückes die Klappen x, x' in derselben Richtung erstrecken, wie die Seitenwände X selbst, während die an den Boden Y ansetzenden Klappen y im rechten Winkel dazu liegen und von den Klappen der Seitenwände durch Schlitze s getrennt sind.
  • Nach Abb. 4 und io ist dann die Endkante der Klappen x, die nach oben hin ragen, durch Halter 52 festgelegt, die einstellbar angeordnet sind und also je nach der Ausbildung des Formkopfes 4 und der herzustellenden Schachtel mehr oder weniger nahe auseinandergerückt oder mehr oder weniger hoch über dem Formkopf festgelegt werden können.
  • Die vier Arbeitsstellungen, welche die Arme 3 des Formträgers der Reihe nach einnehmen, sind in Abb. 4 bei A, B, C und D angedeutet. An der Stelle A ist auf einem Kragen, der den Ständer i oberhalb des Pfades der Arme 3 umschließt, eine Platte 51 befestigt, von welcher eine Schiene 53 gehalten wird. Diese Schiene hat Längsschlitze 54 in der Nähe der beiden Enden, und in diesen Längsschlitzen sind die Stangen für jene Halter 5a einstellbar, durch welche die oberen Kanten des auf Trogform abgebogenen Pappstückes gehalten werden. Es bezieht sich dies nur auf die oberen Kanten der von den Seitenwänden ausgehenden Klappen. Auf diese Weise kann eine Querversteifung dieser Halter 52 erfolgen. Auf der Platte 51, die von dem Kragen gehalten wird, sitzt ferner drehbar um einen Zapfen 56 ein Arm 58, welcher an seinem freien Ende eine Durchbrechung zur Aufnahme einer kreisförmig gebogenen Schiene 61 aufweist. Dieser Arm 58 wird durch die Feder 6o in die in Abb. 4 gezeigte Lage gedrückt. Die Schiene 61, die sich durch das Ende des Armes 58 erstreckt, kann durch eine Stellschraube eingestellt werden und trägt einen auf ihr verstellbaren Anschlag oder Kragen, von welchem aus sich ein Finger 62 in den Trog hinein erstreckt, der durch das auf Trogform zurechtgefaltete Pappstück gebildet wird. Ferner sitzt auf der gekrümmten Schiene 61 einstellbar ein Arm 63, der infolge seiner festen Verbindung mit der Schiene 61 und mit dem Arm58 also ebenfalls um die Achse 56 des Armes 58 ausschwingbar ist.
  • Wenn demnach durch das vom Malteserkreuzrad absatzweise gedrehte Vorgelege das Armkreuz 3 so bewegt wird, daß der Formträger 4 seine Bewegung von der Stelle A in Richtung nach der Stelle B hin anfängt, so stößt die linke obere Seitenklappe des Troges ganz kurze Zeit nach dem Einsetzen dieser Bewegung gegen den Finger 62. Dieser Finger wird demnach das Bestreben haben, der Bewegung des Pappstückes bzw. des ganzen Armkreuzes 3 zu folgen. Da jedoch der Schwingungsmittelpunkt für den Finger 62 mit der Achse 56 des Armes 58 zusammenfällt, und da die Entfernung der Schiene 61 von dieser Achse eine viel kürzere ist als der Halbmesser des Pfades des Formträgers 4, so wird durch den Finger 62 der Arm 63 auf der Schiene 61 verhältnismäßig rasch um die Achse 56 des Armes 58 ausgeschwungen werden und dadurch die ihm zugekehrte linke obere Seitenklappe des Pappstückes nach ihrem Austritt aus dem Halter 52 (Abb. 4 oben und Abb. =o und =i) in Richtung gegen die Oberfläche des Formträgerkopfes 4a hin umlegen. Durch die beschleunigte Ausschwingung des Armes 63, verglichen mit der Drehbewegung des Formträgers 4, wird das Umfalten der linken Seitenklappe an der Seitenwand stattfinden, und der Arm 63 wird dabei die umgefaltete Klappe auf einem kurzen Stück ihres Pfades begleiten, so daß sie nicht leicht wieder. hochgehen kann. Nachdem schließlich infolge der Drehung des Formträgers 4 letzterer den Finger 62 auf der gleichfalls mit ausgeschwungenen Schiene 61 freigegeben hat, wird der Arm 58 mit der Schiene 61 und dem Arm 63 durch die Feder 6o wieder in die in Abb. 4 gezeigte Lage zurückgeschnellt, bis er an einem Anschlag auf seiner Befestigungsplatte anstößt. In der Zwischenzeit ist aber die entgegengesetzte rechte Seitenklappe unter das eine Ende der kreisförmig abgebogenen Schiene 65 eingetreten. Diese Schiene 65 sitzt auf einem Arm 66, welcher auf der Platte 5 1 verschraubt ist .und einen Schlitz 68 besitzt, um die Radialverstellung der kreisförmig gekrümmten Schiene 65 zu ermöglichen. Ein auf dem gleichen Kragen befindlicher Arm 67, ebenfalls mit einem Radialschlitz 69 versehen, trägt eine andere Schiene, ebenfalls in Kreisbogenform gekrümmt, und diese beiden Schienen werden durch ein gleichfalls gekrümmtes Verbindungsstück 7o so miteinander verbunden, daß eine Einstellung der gekrümmten Schiene in beliebiger Entfernung vom Mittelpunkt des Pfades für die Formköpfe 4 ermöglicht ist.
  • Durch diesen Anstoß gegen das leicht abgebogene Ende der Schiene 65 wird nun die rechte Seitenklappe des trogförmigen Pappstückes umgelegt in Richtung gegen die Oberfläche des Formträgerkopfes hin und auf die vorher umgelegte Gegenklappe desselben Stückes. Das Arbeitsstück hat dann zwei aufeinandergelegte Endklappen, die ursprünglich Verlängerungen der Seitenwände des Trogstückes waren.
  • Vdie aus Abb.3 hervorgeht, sind die den Teilen 51 bis 69 entsprechenden Teile auch unterhalb der Arme 3 des Formträgers angeordnet, so daß gleichzeitig mit dem Abbiegen der oberen Seitenklappen des Trogstückes gegen die Oberfläche des Formträgers hin auch ein Abbiegen der entgegengesetzten Klappen gegen die Unterfläche desselben Formträgers hin stattfindet, wodurch die Endklappen an beiden Enden nunmehr gegen die Endwände des Formträgers hin, d. h. gegen die obere und untere Wand, umgefaltet sind. Nach der Ankunft des so vorbereiteten Arbeitsstückes in der Arbeitsstelle B wird nun auf die Außenfläche der obersten Klappe des umgelegten Klappenpaares an beiden Enden des Arbeitsstückes der Klebstoff aufgebracht. Die Vorrichtung zur Aufbringung des Klebstoffes ist in Abb. i sowie in Abb.7 und 8 besonders herausgezeichnet. Die obere Vorrichtung 5 zum Aufbringen des Klebstoffes umfaßt einen Behälter 71 mit einem darüber hinausragenden Bügel, welcher bei 72 durch Lagerösen 73 eines Ansatzes 74 aufgehängt ist. Diesem 4nsatz 74 wird andauernd Aufundabbewegung bei Drehung der Steuerwelle 16 übermittelt, da diese Welle an dem einen Ende einen exzentrischen Zapfen 76 trägt, welcher sich in einer Platte 75 des Armes74 führt und in bekannter Weise durch diese Schlitzführung in der Drehung der Welle 16 die Aufundabbewegung des Ansatzes 74 herbeiführt.
  • Der Boden des Behälters 71 hat Löcher-go, in die sich die unteren Enden 92 von Hülsen 77 einlegen. In diesen Hülsen 77 gleitet je ein Stift gi, dessen Kopf von einer Feder 95 geschlossen wird, und das untere Ende der Feder stützt sich dann für gewöhnlich gegen den Kopf der Hülse 77 ab, wobei jedoch die Ausstoßung des Stiftes gi aus der Hülse 77 dadurch'berhindert wird, daß ein Querstift 94 an dem Stift gi in einem Bajonettschlitz 93 am oberen Ende der Hülse eingelegt ist. Der Stift gi wird also für gewöhnlich nach unten hin gedrückt, und wenn dann ein teilweise vorgeformtes Arbeitsstück gegen das Stoßende dieses Stiftes gz-anstößt, so wird die Hülse 77 mit dem Stift etwas aus der Öffnung go herausgehoben, so daß Klebstoff aus dieser Öffnung gegen die unmittelbar darunterliegende Außenfläche der einen Endklappe fließen kann. Da nun diese Stifte über den ganzen Behälter 71 hin regelmäßig verteilt sind, so erfolgt bei Ankunft des vorbereiteten Arbeitsstückes an der Stelle B das Aufbringen des Klebstoffes aus der Vorrichtung 5 an einer größeren Anzahl von gleichmäßig verteilten Stellen.
  • In ähnlicher Weise wird auch die Außenfläche der abdeckenden Klappe auf der unteren Seite des Formträgers an einer größeren Anzahl von Stellen mit Klebstoff versorgt, und zwar geschieht dies durch die aus Abb. 6 ersichtliche, zwangläufig gesteuerte Vorrichtung. Die zusammen mit dem Stiftrad 28 angetriebene Kurbelscheibe 88 verschiebt durch die Kurbelstange 87 die Schiene 83, da diese Schiene durch die Böcke 86 an der Platte 79 geradlinig geführt ist. Auf der Platte 79 ist ferner ein Behälter 78 einstellbar befestigt, und zwar dienen zu seiner Befestigung die Schrauben 8o, die Schlitze 81 der Platten 79 durchsetzen. An der Schiene 83, die durch die Kurbelstange 87 auf und ab verschoben wird, sitzt einstellbar der Ausleger 82, in dem eine den Ausleger sichernde Schraube 84 einen Schlitz 85 der hin und her gehenden Schiene 83 durchdringt. Der Ausleger 82 zusammen mit dem Behälter 78 bilden nun die untere Vorrichtung 6 zum Einbringen des Klebstoffes. Der Behälter 78 ist oben offen, und in den Ausleger 82 erstrecken sich gefederte Stifte 89, welche bei der Verschiebung des Auslegers 82 nach abwärts in den Behälter 78 eindringen und bei seiner Bewegung nach aufwärts den von den Stiften 89 mitgenommenen Klebstoff nachgiebig auf die Außenfläche der unteren Klappe übertragen. Die Steuerung der Welle 16 und des Stiftrades 26 ist - zeitlich so geregelt, daß die Anbringung des Klebstoffes auf dem teilweise fertiggestellten Arbeitsstück oben und unten gleichzeitig erfolgt. Um die beiden Klebstoffvorrichtungen 5 und 6 verschiedenen Schachtelgrößen anpassen zu können, können einzelne Stifte gi bzw. 89, wenn dies notwendig erscheint, entfernt werden oder aber, wie beispielsweise in Abb. g gezeigt, dadurch wirkungslos gemacht werden, daß ein Kragen io7 über . einen Querstift io8 auf den Stift 89 aufgeschoben wird, so daß also dieser Stift entgegen der Spannung der Feder io6 in seiner Tieflage verbleibt und die Außenfläche der abgefalteten Klappe nicht berührt.
  • In der Arbeitsstellung C, in welche der Formträger nach seiner Versorgung mit Klebstoff übertritt, findet im wesentlichen keine Änderung der Beziehung der Teile zueinander statt. Von hier aus bewegt sich j edoch der Formträger in die Lage D, und bei dem Übergang in diese Lage stößt die noch aufrecht stehende Endklappe, die eine Fortsetzung des Bodens der Schachtel bildet, gegen einen diagonal verlegten Arm 96 (Abb. 3 und 4), durch welchen schließlich diese Klappe auch gegen die bereits umgelegten und mit Klebstoff versehenen Klappen gefaltet wird. Diese zuletzt umgelegte Klappe wird nun durch eine Preßvorrichtung gegen die untere bzw. obere Fläche des Formträgers angedrückt, und zwar geschieht dies unter Ausnutzung der federnden Abstützung 38 Abb. 7 für den verschiebbaren Teil 4a des Formträgers. An seinem seitwärts ragenden Arm an dem Ständer i ist eine Aussparung vorgesehen, in der der Schieber 99 gleitbar angeordnet ist. Nach Abb. 2 erfolgt die Bewegung des Schiebers 9g nach abwärts durch einen auf der Welle 16 angeordneten Hubdaumen 97, der auf einer Rolle 98 des Schiebers aufläuft. Dieser Schieber 9g ist kraftschlüssig mit dem Preßklotz 7 (Abb. i) unter Vermittlung einer Feder ioo (Abb. a) verbunden, und wenn daher der Hubdaumen 97 die Verschiebung der Rolle 98 und des zugehörigen Querstückes 9g in der Aussparung nach unten herbeiführt, so wird durch die Feder ioo auch der Klotz 7 mit nach unten verschoben. An diesem Klotz sind zu beiden Seiten Federn (Abb. 2) angeordnet, durch welche bei Weiterdrehung des Hubdaumens 97 der Klotz wieder hochgezogen wird. Der Klotz 7 drückt demnach die zuletzt umgelegte obere Klappe fest gegen die mit Klebstoff versehenen Endklappen und drückt das ganze Arbeitsstück fest nach unten, wobei auch der bewegliche Träger 4a entgegen der Spannung der Feder 38 auf den Kopf 4 nach unten verschoben wird. Als Widerlager auf der anderen Seite dient der Kopf 8 auf dem oberen Ende einer Schraubenspindel io2, die sich durch einen Arm 103 am Gestell erstreckt und die unter Vermittlung der Handräder 104 und 105 entsprechend eingestellt werden kann. Während also die Umfaltung der letzten Endklappe zum vollständigen Abschluß der Enden der Schachtel durch die Arme 96 oberhalb und unterhalb des Kopfes herbeigeführt wird, erfolgt der Andruck dieser zuletzt umgelegten Klappe von oben her durch den zwangläufig geführten Preßklotz 7, während der Andruck von unten durch den eingestellten Kopf 8 der Schraubenspindel zog stattfindet.
  • Das Abstoßen der nunmehr fertiggestellten Schachtel erfolgt selbsttätig bei der nächsten Teildrehung des Formträgers 3 von der Stellung D nach der Stellung A . Wie aus Abb. 4 und 7 ersichtlich, befindet sich im Innern des Formträgers 3 ein Hebel 40, der bei 41 an seinem oberen Ende schwingbar unterstützt ist. An seinem unteren Ende trägt der Hebel 4o eine Rolle 42. Bei der Drehung von der Stellung D nach der Stellung A gerät diese Rolle 42 in Eingriff mit einem exzentrisch gekrümmten Arm43, durch welchen ein Ausschwingen dieses Hebels 40 um seinen Drehpunkt 41 herbeigeführt wird. Ein Lenker 44, @welcher sich ungefähr in der Mitte des Hebels an diesen ansetzt, steht am anderen Ende in Verbindung mit einem Kurbelarm 45 auf einer Welle 46, die sich quer durch den Kopf 4 nahe dessen Vorderende hin erstreckt und an welcher ein oder mehrere Abstoßfinger47 fest angebracht sind. Diese Finger befinden sich für gewöhnlich unter dem Einfluß von Federn, die die Querwelle 46 umschließen, und zwar in solcher Lage, daß ihre Außenfläche in der gleichen Ebene liegt, wie die Außenflächen der Form 4. Wird jedoch der Lenker 44 und dann die Welle 46 ausgeschwungen, so werden die Finger 47 in die in Abb. 7 gestrichelt gezeigte Lage gebracht. Diese Finger sind bei 5o an andere Finger 48 angelenkt, welche ebenfalls um eine Querwelle 49 ausschwingbar sind. Aus dem Obigen geht hervor, daß durch die Ausschwingung der Finger 47 von ihrer gewöhnlichen Lage in die in Abb. 7 gezeigte Lage auch die Finger 48 in die gestrichelte Lage umgelegt werden, und diese beiden Fingersätze 48, 47 stoßen also gegen den Boden der nunmehr fertiggestellten Schachtel und schieben sie von dem Formträger 3 herab, so daß letzterer in Bereitschaftstellung zur Aufnahme eines neuen Arbeitsstückes wieder an der Stelle A anlangt, an welcher auch die Abstoßfinger 47, 48 wieder in ihre Endlage zurückgetreten sind, da die nicht dargestellten Federn, welche die Welle 46 umschließen, diese Rückkehr und damit auch die Rückkehr des Hebels 40 in die ursprüngliche Lagebewerkstelligt haben.

Claims (15)

  1. PATRNTANSPRÜC1TR: i. Verfahren zur Herstellung von Pappschachtelteilen durch Umfalten der Endklappen an den Seitenwänden und am Boden eines Zuschnitts, dadurch gekennzeichnet, daß ein auf Trogform zurechtgebogener Schachtelteilzuschnitt der Reihe nach zwischen Schienen hindurchgeführt wird, die zuerst das Umfalten der oberen und unteren Endklappen an den Seitenwänden vornehmen, worauf durch eine weitere Schiene nach Aufbringen von Klebstoff auf die umgebogenen Klappen die Klappen, die von der Bodenfläche wegragen, umgelegt und angedrückt werden.
  2. 2. Verfahren nach Anspruch i, dadurch gekennzeichnet, daß durch Andrückschienen, welche symmetrisch zum Pfad des Arbeitsstückes verlegt sind, das Abbiegen der Klappen nahe den beiden Enden des Arbeitsstückes gleichzeitig erfolgt, so daß gleichartige Klappen an beiden Enden gleichzeitig umgefaltet, verklebt und fertiggestellt werden.
  3. 3. Maschine zur Herstellung von Pappschachteln nach dem im Anspruch i ausgedrückten Verfahren und in welcher ein drehbar angeordneter Formträger schrittweise bewegt wird, dadurch gekennzeichnet, daß die über den Formträger nach oben und unten überstehenden rechten Seitenwandklappen des Arbeitsstückes bei der Bewegung des Formträgers zwischen kreisförmig abgebogene. Schienen (65, 7o) hindurchgeführt werden, durch welche das Abbiegen der Klappen erfolgt und aufrechterhalten wird.
  4. 4. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß der Formträger (4) bei Einleitung seiner Drehbewegung durch Anstoß gegen einen Arm (58) das Ausschwingen dieses Armes an einem verhältnismäßig kurzen Radius bewirkt und bei seiner langsamen Drehung diesem Arm dadurch eine rasche Schwingbewegung übermittelt, wobei ein mit dem Arm (58) verbundener Abbiegearm (63) das Abbiegen der linken Seitenwandklappe des Arbeitsstückes durch das beschleunigte Ausschwingen vornimmt.
  5. 5. Maschine nach Anspruch 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Ausschwingen des Armes (58) an seinem kurzen Radius durch den Anstoß der linken Seitenwandklappe des Arbeitsstückes gegen einen am Arm (58) angebrachten und in den Trog des Arbeitsstückes hineinragenden Finger (62) bewirkt wird, um so durch die zwangläufig herbeigeführte Bewegung des Formträgers (4) und des daran sitzenden Arbeitsstückes auch wieder die Trennung der anstoßenden Klappe von dem Finger (62) herbeizuführen, so daß nach einer verhältnismäßig kurzen Drehbewegung des Formträgers die Freigabe des Fingers (62) erfolgt.
  6. 6. . Maschine nach Anspruch 4 und 5, dadurch gekennzeichnet, daß der das Umfalten der linken Seitenwandklappe bei Ausschwingen des Armes (58) vornehmende Abbiegearm (63) einstellbar mit dem Arm (58) verbunden ist, uin diese erste Umfaltvorrichtung der linken Seitenwandklappe für Schachtelteile verschiedener Breite anwendbar zu machen.
  7. 7. Maschine nach Anspruch 4, 5 und 6, dadurch gekennzeichnet, daß nach dem Auslösen des in den Trog des Arbeitsstückes hineinragenden Fingers (62) durch Vorbeigang des Arbeitsstückes an diesem Finger der Arm (58) und der damit verbundene Abbiegearm (63) durch eine Feder (6o) in die ursprüngliche Lage zurückgezogen und gegen einen Anschlag in die Anfangsstellung gedrückt wird. B.
  8. Maschine nach Anspruch 4, gekennzeichnet durch die Anordnung von federnden Streifen (39) an den Seitenwänden der Form (4), durch welche die Seitenwände des auf Trogform abgebogenen Arbeitsstückes während der nachfolgenden Arbeitsvorgänge festgehalten werden.
  9. 9. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß durch einstellbar angeordnete Begrenzungsarme (52) die Lage der obersten Kanten des auf Trogform zurechtgebogenen'ebeitsstückes am Formträger(4) bestimmt wird. io.
  10. Maschine nach Anspruch 3 und 4, dadurch gekennzeichnet, daß das Getriebe, durch welches die schrittweise Drehung des Formträgers (3) herbeigeführt. wird, auch Klebevorrichtungen (5, 6) steuert, durch welche bei Ankunft des Formträgers (4) in einem bestimmten Punkt seiner Bahn und bei Anhalten an dieser Stelle die den Klebevorrichtungen (5, 6) zugekehrte Außenkante der zuletzt abgebogenen Klappe der Seitenwände mit Klebstoff versorgt wird. ii.
  11. Maschine nach Anspruch io, dadurch gekennzeichnet, daß das die Klebevorrichtung (5, 6) steuernde Getriebe (i6, 88) Klebstoffbehälter (7i, 78) in Richtung gegen das teilweise zurechtgebogene Arbeitsstück bewegt, um durch eine wahlweise bestimmbareAnzahl von diesen Behältern (7i, 78) zugeteilten Stiften (gi, 89) Klebstoff zu übertragen.
  12. 12. Maschine nach Anspruch io und ii, dadurch gekennzeichnet, daß die den Klebstoffbehältern (7i, 78) zugeteilten Übertragungsstifte (9i, 89) federnd mit Bezug auf die Klebstoffbehälter unterstützt sind und bei Vorbeigang des teilweise fertiggestellten Arbeitsstückes von dem letzteren berührt werden, um die Klebstoffmasse aus dem Behälter den 'ihnen zugekehrten Außenwänden der Klappen zu übertragen.
  13. 13. Maschine nach Anspruch 3, dadurch gekennzeichnet, daß eine von beiden Seiten her wirkende Druckvorrichtung (7, 8) an einer bestimmten Stelle in der Bewegung des Arbeitsstückes und nach in bekannter Weise erfolgter Umlegung der Endklappe auf die mit Klebstoff versehene Seite der vorher umgelegten Klappe die Endklappe gegen die Endwände des Arbeitsstückes drückt.
  14. 14- Maschine nach Anspruch 13, dadurch gekennzeichnet, daß die von der einen Seite her wirkende Druckvorrichtung (7) zwangläufig vom Getriebe der Maschine in Drucklage gebracht und unabhängig von dem Getriebe nach Ausführung des Druckes zurückgebracht wird, während die andere Druckvorrichtung (8) einstellbar, aber feststehend an der Maschine angebracht ist, um als Widerlager für den Druckvorgang zu wirken.
  15. 15. Maschine nach Anspruch 3 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß die Form (4), auf welcher das abgebogene Arbeitsstück während des Umfaltens gehalten wird, sich aus einem fest am Träger (3) angeordneten Teil (4) und einem verschiebbar mit Bezug auf diesen Teil (4) angeordneten Teil (4a) zusammensetzt, welcher bei Einwirkung der zwangläufig gesteuerten Druckvorrichtung (7) in Richtung gegen das feste V5derlager (8) hin entgegen der Spannung von Federn (38) verschoben wird. i6. Maschine nach Anspruch 3 und 13, dadurch gekennzeichnet, daß der Formträger (3) das fertiggestellte Arbeitsstück nach der Einwirkung der Druckvorrichtung (7, 8) auf dasselbe an einem. ortsfest angeordneten Hubdaumen (43) vorbeibewegt, durch welchen eine auf den Boden der fertiggestellten Schachtel wirkende Ausstoßvorrichtung (47, 48) in. Bewegung gesetzt wird, um die fertiggestellte Schachtel von der Form (4) abzustoßen. i7. Maschine nach Anspruch 16, dadurch gekennzeichnet, _daß die Abstoßvorrichtung Sätze von Fingern .(47, 48) umfaßt, die gelenkig miteinander verbunden sind und um entgegengesetzte an der Form verlegte Wellen (49, 46) ausschwingen, wobei die Ausschwingungg der Welle (46) unter Vermittlung des Hubdaumens (43) erfolgt und ein Rückschwingen dieser Welle unter .Federkraft stattfindet.
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