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Antenne. Die Erfindung betrifft eine Antenne, die für Radiosignale
benutzt wird. Bei Verwendung langer Wellenlängen wird ein Draht von ungefähr
30 m Länge zwischen zwei Punkten aufgehängt. Bei kurzen Wellenlängen leidet
jedoch die Wirksamkeit einer solchen Antenne infolge Beschädigung des Drahtes durch
Witterungseinflüsse. Drahtschlingen, die in einer Doppelhülle liegen, sind erfolgreich
verwendet worden. Unter der Hülle wird jedoch der Draht durch Temperatureinflüsse
angegriffen, was lange Wellenlängen nicht wesentlich beeinflußt, für kurze Wellenlängen
sind jedoch Beschädigungen des Drahtes recht nachteilig.
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Gemäß der Erfindung werden diese Übelstände dadurch überwunden, daß
ein Metallkörper zentral in einem Rohr angeordnet ist, dessen Enden mit den äußeren
Enden des Rohres verbunden sind. Das Rohr ist luftleer und mit einem neutralen Gas
angefüllt, das den Metallkörper nicht angreift. Der Metallkörper kann aus einem
Rohr bestehen, oder aus einem wellenförmigen Draht oder aus einem Draht, der in
Längsrichtung um eine Spule gewunden ist, und dessen Enden mit Klemmschrauben an
den äußeren Enden des einschließenden Rohres, das vorzugsweise aus Glas besteht,
verbunden sind.
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In den Zeichnungen ist Abb. i ein Schnitt durch die Antenne, Abb.
2 eine schaubildliche Ansicht der Drahtspule, Abb.3 eine vergrößerte Endansicht
der Drahtspule im Rohr, Abb. q. eine etwas andere Ausführungsform der Abb. i, Abb.
5 ein Querschnitt durch Abb. q., Abb.6 eine Ansicht einer anderen Ausführungsfirm,
in welcher metallisches Rohr benutzt wird.
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Abb.7 eine weitere Ausführungsform der Antenne unter Benutzung eines
wellenförmigen Drahtes, Abb. 8 eine abgebrochene Ansicht von Unterstützungsmitteln
für ein Metallrohr, Abb. g ein Querschnitt durch Abb. B.
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Abb. io zeigt eine Anzahl Vorrichtungen so angeordnet, daß sie zum
Anfangspunkt zurückkehren.
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Abb. ii zeigt eine Vereinigung der in Abb. i und 6 gezeigten Konstruktionen.
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In der in Abb. i gezeigten Antenne ist eine Stange io von passendem
Material vorgesehen. Auf der Stange sitzen geschlitzte Köpfe 1i, 12 und Unterstützungsringe
13, 1q., welche alle durch Stifte 15 auf der Stange io befestigt sind. Die Ringe
ii bis 1q. weisen eine Anzahl gegenüberliegender Schlitze 16, 17 auf (Abb. 3). Die
Anzahl wird durch die Länge der Stange und des aufzuwindenden Drahtes bestimmt.
Eine Entfernung der Köpfe 1i, 12 voneinander von ungefähr 75 cm und eine Drahtlänge
von 30 m hat sich als praktisch erwiesen. Demgemäß sind zwanzig Schlitze
16 und zwanzig gegenüberliegende Schlitze 17 in den Köpfen angeordnet, und die Schlitze
sind tief genug, um den Draht im Abstand von dem einschließenden Rohr zu halten.
Die Drahtteile liegen in bestimmtem Abstand voneinander und parallel zueinander,
sowohl an den Köpfen als auch an den Endflächen derselben, wie bei 18 und i9 angedeutet.
Der Draht kann blanker Kupferdraht von bestimmtem Durchmesser sein. Die Enden des
Drahtes sind in bekannter
Weise an den Köpfen n und 12 befestigt,
und die freien Enden sind an Klemmschrauben 2o, 21 befestigt, welche auf Kappen
22, 23 angeordnet sind, die ihrerseits auf den Enden des Rohres 24 sitzen, das vorzugsweise
aus Glas besteht. Das Rohr 24 wird vorzugsweise luftleer gemacht und dann mit Neongas
oder einem anderen Gas hoher Leitungsfähigkeit gefüllt, das den Draht nicht angreift.
Letzterer wird poliert, ehe er auf die Spule io aufgewunden wird, und soll so sauber
wie- möglich sein, um die geringste Oxydation zu vermeiden.
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In Abb. 4 ist ein blanker Kupferdraht 25 von passender Länge und passendem
Durchmesser auf einer im Querschnitt wellenförmigen Stange aufgewunden, wobei die
Drähte durch die Wellen im Abstand voneinander gehalten werden. Sonst ist die Vorrichtung
wie in Abb. i ausgebildet.
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In Abb. 6 ist ein Metallrohr 28 durch Eindrücke 29, 3o und Metallpackungen
31, 32 in einem Glasrohr 27 in Stellung gehalten. Das Rohr 28 ist durch Enddrähte
3a1, 33 mit Haken 34, 35 am äußeren Ende des Glasrohres verbunden.
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In der in Abb.7 gezeigten Konstruktion wird das Rohr 28 durch einen
wellenförmigen Draht 36 unterstützt, der mit Endklemmen 37 an den äußeren Enden
des einschließenden Glasrohres 38 verbunden ist und durch Stützen 39 gegen Durchhängen
gesichert ist.
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In der in Abb. 8 und 9 gezeigten Konstruktion wird ein Metallrohr
40 in Mittellage in dem Glasrohr 41 durch eine Anzahl Spiralfedern 42, 43, 44, 45
gehalten. Das Metallrohr 40 ist mit Endspiraldrähten 46 versehen,- welche Verbindung
mit den Endklemmen des Rohres herstellen und- ebenfalls zur Unterstützung beitragen.
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In Abb. io ist eine Anzahl solcher Vorrichtungen in Form einer Schlinge
angeordnet. Diese Anordnung ist besonders vorteilhaft für die in Abb. 5, 7 oder
8 gezeigten Konstruktionen. Bei Verwendung der Antenne mit gewundenen Drähten, wie
in Abb.i bis 3 gezeigt, könnte die Kapazität zu groß sein.
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In Abb. ii ist ein metallisches Rohr 46 gezeigt, das in Verbindung
mit einer Drahtspule 47 benutzt wird. Die Spule wird von Isolierköpfen 48 unterstützt
und ist mit dem Rohr 46 bei 49 parallel mit der Endklemme 5o verbunden.
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Bei Empfangen von Signalen über kurze Entfernungen kann ein Metallrohr,
wie in Abb. 6 und 8, oder ein kurzer Draht, wie in Abb. 7 gezeigt, verwendet werden.
Das Metallrohr dient nicht nur als Antenne, sondern zugleich als Resonator, wodurch
die Qualität der Töne und besonders gewisser Töne, wie der durch eine Geige oder
durch eine hohe Sopranstimme erzeugte Ton, verbessert wird.
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Die in Abb. i gezeigte Antenne ist für große Entfernungen erfolgreich
benutzt worden, besonders bei kurzen Wellenlängen. Die in Abb. ii gezeigte Verbindung
der Vorrichtungen der Abb. i bis 5 und 6 bis io vereinigt deren Vorteile.