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Wärmeisolierverkleidung für Kühlkammern, bei der zwischen Balken,
Pfosten oder ähnlichen Teilen der Kammern Verkleidungstafeln angeordnet sind. Die
Erfindung bezieht sich auf Wärmeisolierungsverkleidungen - für Kühlkammern, bei
denen zwischen Balken, Pfosten oder ähnlichen Teilen der Kammern Verkleidungstafeln
angeordnet sind.
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Die Erfindung besteht darin, daß bei einer Wärmeisolierungsverkleidung
dieser Art die die Verkleidung haltenden hölzernen Balken o. dgl. sich in einem
Stück durch die Isolierung hindurch über die Oberfläche der Verkleidung hinaus in
die Kühlkammer erstrecken und an ihnen die Verkleidungstafeln einzeln, z. B. mittels
entfernbarer Leisten, befestigt sind.
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Diese Einrichtung weist den großen Vorteil auf, daß die die Verkleidung
haltenden hölzernen Balken an ihren vorderen Enden nicht mehr der Gefahr der Trockenfäule
ausgesetzt sind, indem sie von der Luft der Kühlkammer umspült werden. Ein weiterer
Vorteil der neuen Einrichtung besteht darin, daß bei Reparaturen o. dgl. die bisher
durchgehende Verkleidung nicht mehr zerstört zu werden braucht, indem die Verkleidungstafeln
einzeln zwischen den Enden der hölzernen Balken o. dgl. entfernt und wieder eingesetzt
werden können.
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Die Befestigung der einzelnen Verkleidungstafeln an den Holzbalken
erfolgt vorteilhaft in der Weise, daß eine Kante der Tafel in einer Nut in der Seite
des entsprechenden Holzbalkens ruht, während man die entgegengesetzte Kante auf
einem Ansatz des entsprechenden Holzbalkens aufruhen läßt. Die Holzbalken selbst
kann man auch als Träger für die Kühlrohre verwenden.
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Die Abbildungen stellen mehrere Ausführungsformen des Erfindungsgegenstandes
beispielsweise dar, und zwar veranschaulichen Abb. i und 2 in horizontalem und vertikalem
Schnitt eine Ausführungsform der Isolierverkleidung gemäß der Erfindung. Abb.3 veranschaulicht
in vertikalem Schnitt eine weitere Ausführungsform der Isolierverkleidung gemäß
der Erfindung. Abb. q. und 5 veranschaulichen in zwei rechtwinklig zueinander liegenden
senkrechten Schnitten die Anwendung der neuen Isolierverkleidung an der Unterseite
eines Schiffsverdecks. Abb. 6 und 7 veranschaulichen in horizontalen Schnitten weitere
Ausführungsformen der neuen Isolierverkleidung. Abb.8 und 9 veranschaulichen in
horizontalem und vertikalem Schnitt eine abgeänderte Bauart.
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In Abb. i und 2 bilden Holzbalken :2 Distanzstücke, während andere
Holzbalken 2' und 2" verlängert und mit Kerben versehen sind (Abb. 2), um die Kühlrohre
6, 6 aufzunehmen, die' in diesen Kerben durch Bänder 7 oder leichtere Schmiedestücke
aus gepreßtem Stahl festgehalten werden. Das. körnige oder faserige Isoliermittel
q. wird in seiner Lage durch Paneele oder Tafeln festgehalten, die entweder, wie
aus der Mitte der Abb. i ersichtlich, aus gekrümmten Platten 3 bestehen und mit
einer äußeren, entsprechend geformten Zementschicht 5 versehen oder, wie auf der
rechten und linken Seite der Abb, i ersichtlich, in Form von flachen Tafeln 3',
3' aus Holz, Eisen, Beton oder sonstigem geeigneten Material hergestellt sind. Die
genannten Tafeln 3, 5 und 3' erstrecken sich in seitliche Aussparungen 8, 8 der
Balken 2, 2 hinein und werden dort durch Eckleisten o. dgl. 9, 9 festgehalten.
Diese Leisten können mittels Schrauben oder Nägel oder Bolzen auf den Balken befestigt
werden und eine hinreichende Länge besitzen, um je nach Wunsch eine, zwei oder mehr
Tafeln festzuhalten. Die einzelnen Tafeln können an ihren Kanten mit Rippen und
Rinnen versehen sein, um ineinander eingreifen zu können, wie bei 3x in Abb. 2 ersichtlich;
die Kanten können aber auch abgesetzt sein, wie bei 3xx in Abb. 3 ersichtlich.
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An den Teilen der Verkleidung, wo sich keine Rohre befinden, können
die vorstehenden Balken dazu benutzt werden, um die Wandungen der Luftkammer zu
stützen, die verhindern soll, daß das Gefrierprodukt in zu dichte Berührung mit
der Isolierung kommt. Diese Holzbalken 2, 2' (Abb. i und 2) sind, da sie teilweise
oder ganz der Atmosphäre der Kühlkammer ausgesetzt sind, weniger dem Verfaulen ausgesetzt,
als wenn sie vollständig innerhalb luftdichter Wandungen eingeschlossen wären. Auch
können sie auf diese Weise leichter beobachtet werden.
Abb.3 veranschaulicht
eine Ausführungsform, bei der die gebogenen Tafeln 3" dort angebracht sind, wo keine
Rohre sind. Hier werden Distanzleisten io, io von Klammern ii, ii getragen, welche
an den vereinigten Holzbalken und Distanzleisten 2 befestigt sind.
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Es ist bei Schiffen üblich, die obere Seite von Stahlverdecken nicht
zu isolieren wegen der Schwierigkeit, diese Isolierung in trockenem und wirksamem
Zustande zu erhalten. Die Eisenbolzen, welche die Kühlrohre auf der Unterseite der
Stahlverdecke tragen, und im Falle von Dampfern zum Transport von gefrorenem Ochsenfleisch
die Bolzen, welche die Schienen tragen, an denen das Fleisch aufgehängt ist, werden
gewöhnlich an den Stahlbalken befestigt, von welchen die Verdecke getragen werden.
Da diese Bolzen im Falle von Wetterdecken über die Isolierung vorragen, so leiten
sie die Wärme abwärts in den Kühlraum. Im Falle von Zwischendecken, wo die Fracht
auf höherer Temperatur sich befindet als im Frachtenraum unten, tritt dasselbe ein.
Infolgedessen erhält das Stahldeck eine geringere Temperatur, als wünschenswert
ist, woraus sich Beschädigungen der Fracht, die bis dicht an das Deck aufgespeichert.
oder an demselben aufgehängt ist, ergeben. Um diese Schwierigkeit zu überwinden,
werden gemäß der Erfindung die Bolzen zum Tragen der Schienen, an welchen die Gefrierstücke
aufgehängt sind, und die Bolzen zum Tragen der Kühlrohre vorteilhaft so angeordnet,
daß sie mitten durch die Holzbalken hindurchgehen. Bei dieser Anordnung wird, da
die betreffenden Bolzen nicht in unmittelbarer Berührung mit der Stahlkonstruktion
des Schiffes sind, die Wärmeleitung durch dieselbe hindurch stark vermindert. Da
sich außerdem die Holzbalken unter der Isolierung entlang erstrecken, so kann ihr
Zustand jederzeit beobachtet werden.
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Eine Ausführung dieser Art ist in Abb.4 und 5 veranschaulicht, wo
Rohre, die Schienen 12, 12 zum Tragen der Fleischstücke bilden, längs der Kühlrohre
6, 6 von U-Eisenträgern 13, 13 getragen werden, welch letztere durch Hängebolzen
14, 14 mit Winkeleisen 15 verbunden sind, die oberhalb der Balken 2', 2' angeordnet
sind.
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Bei der in Abb.6 veranschaulichten Ausführungsform besitzen die Holzbalken
27, 27 nur eine Dicke, die im wesentlichen gleich ist der Entfernung zwischen den
Kanten der einzelnen Tafeln 3. Die Tafeln 3 legen sich an einem Ende gegen Wulste
der Träger i", i" und am anderen Ende gegen Pflöcke 28 oder gegen Winkeleisen 29
oder gegen Z-Eisen 30, die auch den Balken als Stütze dienen. Auf diese Weise wird
eine beträchtliche Ersparnis an Bauholz erzielt.
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In Abb.7 ist eine Anordnung veranschaulicht, bei welcher ein Balken
31 zwischen den Trägern i", i" auf einer Eisenstange oder Schiene 32 aufruht, die
an den Trägern befestigt ist. Der Balken 31 wird weiterhin von einem Pfosten 33
gestützt, der zwischen der Eisenstange 32 und der Verdeckplanke i des Schiffes angeordnet
ist. Diese Bauart kann in solchen Fällen Verwendung finden, wo die Paneele oder
7afeln aus einem Material von mäßiger Stärke bestehen, z. B. aus Korkplatten. Sie
ist auch nützlich zum Tragen der Balken im Falle großer Tiefe zwischen Deck und
Kammer. Diese Bauart ermöglicht außerdem- eine Verringerung des Betrages an Bauholz
für die Balken.
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Bei den Ausführungen gemäß den Abb.8 und 9 werden die gebogenen Tafeln
3", 3" in ihrer Stellung durch wagerechte Luftraumleisten io', iö' festgehalten,
die in Aussparungen 34, 34 (Abb. 9) in den vorstehenden Teilen der Holzbalken 35
angeordnet sind. In diesem Falle können die Eckleisten 9, 9 (Abb. i und 6) in Fortfall
kommen.
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Die Tafeln können aus irgendwelchem geeigneten Material oder aus einer
Vereinigung verschiedener Materialien hergestellt werden, die vorteilhaft feuersicher,
wassersicher und fäulnissicher sind.