DE445482C - Fertigwalzen von vorgelochten Rundknueppeln (Luppen) zu Rohren - Google Patents

Fertigwalzen von vorgelochten Rundknueppeln (Luppen) zu Rohren

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DE445482C
DE445482C DEW68547D DEW0068547D DE445482C DE 445482 C DE445482 C DE 445482C DE W68547 D DEW68547 D DE W68547D DE W0068547 D DEW0068547 D DE W0068547D DE 445482 C DE445482 C DE 445482C
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DE
Germany
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rolling
mandrel
tubes
oval
round
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DEW68547D
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GUENTHER LOBKOWITZ
WITKOWITZER BERGB GEWERKSCHAFT
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GUENTHER LOBKOWITZ
WITKOWITZER BERGB GEWERKSCHAFT
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Classifications

    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21BROLLING OF METAL
    • B21B17/00Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling
    • B21B17/02Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel, i.e. the mandrel rod contacts the rolled tube over the rod length
    • B21B17/04Tube-rolling by rollers of which the axes are arranged essentially perpendicular to the axis of the work, e.g. "axial" tube-rolling with mandrel, i.e. the mandrel rod contacts the rolled tube over the rod length in a continuous process

Description

  • Fertigwalzen von vorgelochten Rundknüppeln (Luppen) zu Rohren. Die Erfindung betrifft das Fertigwalzen von vorgelochten Rundknüppeln zu Rohren auf kontinuierlichen Walzwerken mit rechtwinklig versetzten Walzen.
  • Es ist bekannt, daß rundes Walzgut, wie Rundeisen, Draht usw., durch eine Wechselfolge von Rund- und Ovälkaliber gewalzt wird.
  • Es ist ferner bekannt, bei hohlem Walzgut Walzdorne zu verwenden, und zwar runde oder sonstwie geformte mitlaufende Dornstangen ein und desselben Querschnittes oder feststehende Dorne. Bei ersteren besteht der Nachteil, daß das Walzgut nicht auf eine wirtschaftliche Art vom Dorn gelöst werden kann, vielmehr das Aufwalzen des Walzgutes unvermeidlich ist, weil der Dorn erst bei der Reduzierung des Rohres als Walzauflage dient. Bei den feststehenden Dornen kann eine Streckung des Walzgutes nur in bescheidenen Grenzen erzielt werden.
  • Die Erfindung bezweckt die Beseitigung dieser Nachteile. Sie erreicht dies dadurch, das sie bei einem feststehenden Dorn entsprechend dem jeweils zugehörigen Walzenkaliber die Querschnitte der Dornstangen vorzugsweise von rund nach oval, und umgekehrt, wechseln läßt. Die Dornabschnitte nehmen dann die Walzdrücke nur auf bestimmten, frei nach der Kalibrierung gewählten Flächen auf und verhindern dadurch ein Aufwalzen des Walzgutes.
  • Ein weiteres Kennzeichen der Erfindung besteht darin, das die verankerte Dornstange während des Walzprozesses langsam mitgehen kann, wodurch immer eine frische, noch mit einem Gleitmittel versehene und gekühlte Dornpartie unmittelbar in das Walzkaliber gelangt und der Verschleiß auf die gesamte Länge des Dornabschnittes verteilt wird.
  • Dem Verfahren ist im Gegensatz zu der bekannten Praxis .folgender leitender Gedanke zugrunde gelegt.
  • Jede Reduzierung eines Rohres ist eine Umformung. Dieselbe wird in Rohrwerksbetrieben in zweierlei Formen durchgeführt, und zwar durch Walzen oder Ziehen.
  • Abb. i und 3 der beiliegenden Zeichnungen zeigt die schematische Darstellung dieser Umformungsarten mit einer Übergangsform, die in Abb. 2 dargestellt ist.
  • Denkt man sich nun eine bestimmte Bleichgroße Umformungskraft P nach allen drei Verfahren wirkend, so werden offenbar überall verschieden große Umformungen und Materialbeanspruchungen stattfinden.
  • Abb. q. gibt diesen Gedankengang graphisch wieder.
  • Nach Abb. i ist somit ein Umformungsvorgang dargestellt, der bei geringster Materialbeanspruchung und Leistungsaufwand den größten Wirkungsgrad erzielt. Steht einem daher bei der Rohrherstellung die Wahl des Umformungsvorganges frei, so wird man lediglich dem Fall i den Vorzug geben, d. h. man läßt die Umformung durch reines Walzen erfolgen, was bei größtmöglichster Schonung des Umformungsgutes die größte Wirkung, d. h. die größte Streckung zeitigt, nicht aber nach dem in Fall 2 dargestellten Verfahren, das einen ausgesprochenen Ziehvorgang mit rollender Reibung darstellt und im Prinzip mit der Arbeitsweise der bekannten Reduzierwalzwerke übereinstimmt, welche mit- ausgesprochenen Rundkalibem arbeiten, d. h. das Rohr allseitig radial zusammenpressen, ohne die Wände in ausreichendem Maße zu strecken.
  • Die Folge dieses radialen Stauchens ist eine konstante Zunahme der Wandstärken trotz der durch die Querschnittverminderung hervorgerufenen Längenzunahme. Die Materialverdichtung, durch die induzierten Druckspannungen dieses Umformungsvorganges hervor gerufen, nimmt gegen die Rohrachse in steigendem Maße zu und erreicht bald derartige Größen, daß an den Innenflächen der Rohre einzelne Materialteile lokal herausquellen, was der Innenfläche ein unglattes, runzeliges Äußere verleiht. Auch diese rein walztechnischen Nachteile werden durch das neue Verfahren beseitigt, welches das an sich für Rundeisen bekannte Prinzip des Streckens, bestehend in der Aufeinanderfolge von Rund- und Ovalkalibern, benutzt. Das@Verfahren besteht demzufolge darin, daß die Umformung in einem an sich bekannten kontinuierlichen Walzwerk in rechtwinklig versetzten Walzen über eine der wechselnden Kaliberform angepaßten Dornstange durch Sti'ekkung (Verminderung) der Wandstärke bei gleichzeitiger Abnahme des Durchmessers erfolgt.
  • Dabei kann die Kaliberform sowohl als auch entsprechend der Querschnitt der Dornstange vorzugsweise von Rund- nach Oval oder von Oval nach einem um go ° versetzten Oval, und umgekehrt, wechseln. Die Schwierigkeit der Reduzierung von Rohren besteht nach dem Gesagten also vornehmlich in der Entwicklung der zweckmäßigsten Kalibrierung. Das gleichzeitige Strecken und Reduzieren von Luppen erforderte auch eine innere Bearbeitung, die im vorliegenden- Verfahren durch eigens geformte Einlagen (Dorne) erfolgt. Die Übereinstimmung von Kaliber und Dornform weist dem Fleisch des Walzgutes zweckentsprechend seine jeweilige Formänderung an, ohne dem auslaufenden Walzgut durch übermäßige Verzerrungen und lokale Einschnürungen Fehler an Qualität und Form beizubringen. Die Natur des Walzvorganges sowie die zweckentsprechende Ausgestaltung des Dornes verhindert eilt Haften 'des Walzgutes am Dorn.
  • Ein der Durchführung des neuen Verfahrens dienendes Walzwerk ist beispielsweise mit vier kreuzweise versetzten Walzenpaaren in Abb. ä dargestellt. Die Abb. 6 und g zeigen Querschnitte des Walzgutes in den einzelnen Walzenpaaren.
  • Es können natürlich beliebig viele Walzenpaare verwendet werden, doch ist eine Kalibrierung mit sechs Walzenpaaren jeden Anforderungen gewachsen. Die Walzenpaare sind in einem gemeinsamen Walzgerüst untergebracht und werden zweckentsprechend von besonderen Motoren mit selbsttätigen Regelsätzen angetrieben. Die wagerechten Walzenpaare aa, bb sind gemeinsam lotrecht auf- und abwärts, die lotrechten Walzenpaare cc, ee ge- meinsam nach rechts und links verschiebbar. Dies hat darin seinen Grund, um die Walzen mit mehr als einem Kaliber arbeiten lassen zu können (laut Zeichnung beispielsweise vier. Kaliber), d. h. ein ausgedehntes Walzprogramm. ohne Walzenwechsel durchzuführen. Das Anstellen der Walzen erfolgt somit walzenpaarweise und für beide Walzenpaare, wagerecht und lotrecht, durch einen besonderen Motor gemeinsam. Die Walzenlagerung muß derart beschaffen sein, daß ein Sprung der Walzen hintangehalten wird. Demzufolge sowie auf Grund des Walzvorganges dürfte eine Rollenlagerung am zweckentsprechendsten sein. Die Antriebe können beiderseits des Walzwerkes Aufstellung finden. Die auf Zug beanspruchte DornstangeD ist in dem vor dem Walzwerk befindlichen Dornanker K durch ein Dornschloß S fixiert. Der Dornacker ist lotrecht und wagerecht verstellbar. Die aus 'hochwertigem Stahl verfertigte Dornstange -besitzt in Längen, den Abständen der Walzenpaare entsprechend; dem Kaliber entsprechend geformte Querschnitte, deren Übergänge ein zweckmäßiges Gleitendes Walzgutes bewirken. Indem man also das entsprechende Dornkaliber auf eine gewisse Länge des Dornes ausbildet, ist der einseitige Verschleiß dadurch behoben, daß man die Dornstange im Dornschluß achsial verschiebt und dadurch jeweils ein anderer Abschnitt unmittelbar im Kaliber liegt. Die Dornstange kann bei größeren Abmessungen mit Wasser gekühlt werden. Zwischen erstem und letztem Walzenpaar sind anstellbare Stempel Sl vorgesehen, die die Dornstange in ihrer unveränderten Lage festhalten, wenn nach Senken des Dornankers eine Luppe über das freie Dornende geschoben wird.

Claims (1)

  1. hATENTANSt'RUG31: Verfahren zum Fertigwalzen von vorgelochten Rundknüppeln (Luppen) zu Rohren, dadurch gekennzeichnet, daß die Umformung in einem an sich bekannten kontinuierlichen Walzwerk mit rechtwinklig versetzten Walzen erfolgt, wobei sowohl der Querschnitt der Dornstange als auch der des Walzenkalibers von Rund nach Oval oder von Oval nach einem um go ° versetzten Oval wechselt und die Dornstange während des Walzprozesses jeweils um den Abstand von Walzenpaär zu Walzenpaar mitwandert.
DEW68547D 1925-02-18 1925-02-19 Fertigwalzen von vorgelochten Rundknueppeln (Luppen) zu Rohren Expired DE445482C (de)

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DE445482C true DE445482C (de) 1927-06-13

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DE (1) DE445482C (de)

Cited By (1)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1949979A1 (de) 2007-01-27 2008-07-30 SMS Meer GmbH Walzwerk zur Herstellung nahtloser Rohre und Verfahren zum Betreiben eines Walzwerks

Cited By (2)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
EP1949979A1 (de) 2007-01-27 2008-07-30 SMS Meer GmbH Walzwerk zur Herstellung nahtloser Rohre und Verfahren zum Betreiben eines Walzwerks
DE102007004214A1 (de) * 2007-01-27 2008-07-31 Sms Meer Gmbh Walzwerk zur Herstellung nahtloser Rohre und Verfahren zum Betreiben eines Walzwerks

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