DE511791C - Verfahren zum Kaltstrecken rohrfoermiger Werkstuecke - Google Patents

Verfahren zum Kaltstrecken rohrfoermiger Werkstuecke

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DE511791C
DE511791C DEE35276D DEE0035276D DE511791C DE 511791 C DE511791 C DE 511791C DE E35276 D DEE35276 D DE E35276D DE E0035276 D DEE0035276 D DE E0035276D DE 511791 C DE511791 C DE 511791C
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DEE35276D
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    • BPERFORMING OPERATIONS; TRANSPORTING
    • B21MECHANICAL METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL; PUNCHING METAL
    • B21CMANUFACTURE OF METAL SHEETS, WIRE, RODS, TUBES, PROFILES OR LIKE SEMI-MANUFACTURED PRODUCTS OTHERWISE THAN BY ROLLING; AUXILIARY OPERATIONS USED IN CONNECTION WITH METAL-WORKING WITHOUT ESSENTIALLY REMOVING MATERIAL
    • B21C1/00Manufacture of metal sheets, wire, rods, tubes or like semi-manufactured products by drawing
    • B21C1/16Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes
    • B21C1/22Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes specially adapted for making tubular articles
    • B21C1/24Metal drawing by machines or apparatus in which the drawing action is effected by means other than drums, e.g. by a longitudinally-moved carriage pulling or pushing the work or stock for making metal sheets, rods or tubes specially adapted for making tubular articles by means of mandrels

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  • Engineering & Computer Science (AREA)
  • Mechanical Engineering (AREA)
  • Metal Extraction Processes (AREA)

Description

  • Verfahren zum Kaltstrecken rohrförmiger Werkstücke Die Erfindung betrifft ein neues Verfahren zum Ziehen von Rohren, insbesondere aus Messing, Kupfer, Aluminium und ähnlichen Metallen, sowie eine zur Durchführung des neuen Ziehverfahrens geeignete Vorrichtung.
  • Beispielsweise als Portierenstangen werden große Mengen nahtlos gezogener Messingrohre von etwa 3o mm o und 0,3 mm Wandstärke gebraucht, für deren Herstellung als Ausgangsmaterial ein Halbfabrikat in Betracht kommt, welches aus warm gepreßten Rohren von etwa 36 mm 2r und r,5 bis 2 mm Wandstärke besteht.
  • Bisher wird beim Ziehen derartiger Rohre in der Praxis allgemein so verfahren, daß das Halbfabrikat auf Rohrziehbänken bei stillstehendem oder mitwanderndem Dorn in etwa q. oder 5 Zügen auf die im einzelnen Falle erwünschte Wandstärke gebracht wird. Zwischen je zwei Zügen mußte das Rohr fast jedesmal geglüht und gebeizt werden, da beim Passieren des Ziehringes eine starke Materialbeanspruchung eintritt und das Rohr sogar häufig abreißt. Außerdem ist das bisher übliche Rohrziehverfahren wegen der Anzahl der in Betrieb zu nehmenden Ziehbänke und des großen Lagers von Dornen verschiedener Durchmesser umständlich und kostspielig. Insbesondere fällt als Nachteil noch ins Gewicht, daß beim Ziehen mit wanderndem Dorn das Rohr nach jedem Zuge auf einer besonderen Domziehbank vom Dorn abgestreift werden muß. Eine Verminderung der Anlage- und Betriebskosten durch Einschränkung der Anzahl der Züge ist nicht möglich, da der durch Reißen der Rohre beim Ziehen entstehende Ausschuß in unzulässigem Maße ansteigen würde.
  • Auch bei einer bekannten Einrichtung, bei der das Rohr auf einer glatten Dornstange durch Walzen und durch ein umlaufendes Zieheisen gezogen wird, läßt sich eine stärkere Verminderung des Rohrdurchmessers in einem Zuge nicht erreichen, da nur ein Walzenpaar vorgesehen ist, das auch durch ein Zieheisen ersetzt werden kann, und da das umlaufende Zieheisen das Rohr nur glätten soll.
  • Es ist nun schon vorgeschlagen worden, eine Vereinfachung und Beschleunigung beim Kaltstrecken rohrförmiger Werkstücke dadurch zu erreichen, daß mehrere kreuzweise angeordnete Paare von Kaliberwalzen und ein Ziehring nacheinander zur Einwirkung auf das über eine glatte Dornstange gestreifte Werkstück gebracht werden. Hierbei wurden bisher die kreuzweise angeordneten Kaliberwalzenpaare in Abständen nacheinander über das auf einer stillstehenden Dornstange sitzende Werkstück geführt, und schließlich zog man noch einen Ziehring über das durch die Kaliberwalzenpaare bereits gestreckte Rohr hinweg. Diese Arbeitsweise bedingt jedoch umständliche Vorrichtungen für die Vor- und Rückbewegung der Walzenpaare und des Ziehringes, welche einzeln auf Wagen angeordnet und in Zugvorrichtungen einkuppelbar sein müssen. Außerdem ist die Einwirkung auf das zu streckende Material wenig günstig, wenn die Streckung in mehreren Arbeitsgängen ohne Zwischenglühen durch in Abständen nacheinander zur Einwirkung gelangende Walzenpaare und einen Ziehring bewirkt wird.
  • Diese Nachteile werden gemäß der Erfindung dadurch vermieden, daß das auf eine glatte Dornstange aufgestreifte Werkstück durch Ziehen seines Dornes in einem Arbeitsgang durch mehrere feststehend gelagerte Paare von Kaliberwalzen und den Ziehring auf die gewünschte Stärke herabgemindert wird. Diese Arbeitsweise gestattet nicht nur eine erhebliche Abkürzung und Vereinfachung des Ziehverfahrens sowie eine wesentliche Schonung des Materials infolge der in ganz kurzen Abständen im gleichen Arbeitsgang stattfindenden Einwirkung der Streckwerkzeuge, sondern -gestattet auch die Anwendung einer sehr einfachcn Vorrichtung bei der Durchführung des neuen Ziehverfahrens, welche gemäß der Erfindung dadurch gekennzeichnet ist, daß zum Ziehen des mit dem Rohr bekleideten glatten Dornes eine übliche Ziehbank mit in bekannter Weise an der Stirnseite angeordnetem Ziehring dient, vor deren Stirnseite mehrere kreuzweise angeordnete Kaliberwalzenpaare in einem feststehenden Ständer gelagert sind. Die Walzen laufen im allgemeinen mit dem gezogenen Rohr, ohne selbst angetrieben zu sein. Es kann jedoch auch zur Erleichterung des Ziehvorganges ein Antrieb einzelner oder sämtlicher Walzenpaare vorgesehen sein, wobei die Umfangsgeschwindigkeit der Walzen zweckmäßig geringer oder höchstens gleich der Wandergeschwindigkeit des durch die Kaliberwalzen gezogenen Rohres ist. Das Strecken des auf dem Dorn befindlichen Rohres erfolgt demnach auch bei dem neuen Verfahren in den Walzen durch einen Ziehvorgang, wobei jedoch dafür Sorge getragen ist, daß die beim Ziehen des Rohres auf dessen Wandung wirkenden formgebenden Flächenteile des Werkzeuges nicht stillstehen wie der Innenrand eines Ziehringes, sondern in der Zugrichtung des Rohres mitwandern, wodurch eine bedeutend geringere Beanspruchung des Materials beim Ziehvorgang gewährleistet ist.
  • Daher kann schon bei Anwendung von beispielsweise nurdrei kreuzweisegestellten Walzenpaaren vor der Ziehbank das auf den Dorn gestreifte Rohr in einem einzigen Zuge auf die gewünschte Wandstärke, beispielsweise von 2,omm auf o,3 mm, gebracht werden, ohne daß überhaupt ein Zwischenglühen erforderlich wäre.
  • Die neue Vorrichtung gestattet im übrigen nicht nur, die Wandstärke der Rohre beim Ziehen zu verringern, sondern kann bei entsprechender Bemessung des Kalibers der Walzen auch dazu angewendet werden, um den lichten Durchmesser des Rohres beim Streckvorgang gleichzeitig erheblich zu verringern. Hierfür kommt insbesondere das erste Walzenpaar in Betracht. Schließlich kann die neue Vorrichtung auch zum Ziehen von Stangen benutzt werden. Die Anwendung eines Dornes fällt dann natürlich fort.
  • Der Ziehring, durch welchen das Rohr oder die Stange noch nach dem Durchgang durch die Walzenpaare läuft, kann so bemessen sein, daß er noch eine weitere Verminderung der Wandstärke des Rohres herbeiführt. Im übrigen besteht seine Aufgabe darin, das Rohr nach dem Passieren des letzten Walzenpaares zu glätten.
  • Das in der Zeichnung dargestellte Ausführungsbeispiel der Erfindung zeigt eine zur Durchführung des neuen Verfahrens eingerichtete Ziehvorrichtung.
  • Abb. i ist ein Aufriß. Abb. 2 ist ein Grundriß.
  • Abb.3 ist ein Seitenriß einer zur Durchführung des neuen Verfahrens eingerichteten Ziehbank.
  • Die aus den beiden Laufschienen i für den Greifer bestehende Bank ist abgebrochen dargestellt. Vor der Bank sind auf einem Gestell 5 drei Walzenpaare kreuzweise gelagert. Die Walzen 2 und q. liegen waagerecht, während das dazwischen angeordnete Walzenpaar 3 senkrecht steht. Am Anfang der Ziehbank i ist an üblicher Stelle noch der das Rohr im gleichen Arbeitsgang fertigende und glättende Ziehring 6 angeordnet.
  • Abb. q. und 5 dienen zur schematischen Veranschaulichung des neuen Ziehverfahrens.
  • Auf den Dorn 7, welcher am Kopfende io vom Greifer der Ziehbank i erfaßt und gezogen wird, ist das Rohr 8 aufgestreift, welches-bei diesem Ausführungsbeispiel mit einem Zuge die Kaliberwalzenpaare 2, 3 und q. und den Ziehring 6 passiert. Die Kaliberquerschnitte der Walzen nehmen von Paar zu Paar um ein geringes Maß ab. Die kreuzweise Anordnung der Walzenpaare bezweckt eine gleichmäßige Verringerung der Wandstärke auf dem ganzen Rohrumfang.
  • Nach Beendigung des Zuges wird das Rohr 8 1 in bekannter Weise auf einer Dornziehbank vom Dorn 7 abgestreift. In besonderen Fällen können ein oder mehrere Walzenpaare, wie in Abb. 6 veranschaulicht, mit angetrieben werden, wobei jedoch dafür zu sorgen ist; daß die Kaliberwalzen i höchstens mit einer der Wandergeschwindigkeit des Rohres entsprechenden Umfangsgeschwindigkeit laufen. _ Das neue Verfahren und3'di6 entsprechende Einrichtung sind für das Ziehen von Rohren für die verschiedensten Verwendungszwecke geeignet, da in jedem Falle eine erhebliche Ersparnis an Anlage- und Betriebskosten gegenüber dem üblichen stufenweisen Ziehverfahren durch mehrere Ziehringe gewährleistet ist. Das Verfahren kann bei Metallrohren aus verschiedenem Metall angewendet werden.

Claims (1)

  1. PATENTANSPRUCH: Verfahren zum Kaltstrecken rohrförmiger, auf einer glatten Dornstange aufgestreifter Werkstücke, insbesondere warmgepreßter Rohre aus Messing, Kupfer, Aluminium u. dgl. zu glatten dünnwandigen Rohren, wie Portierenstangen, dadurch gekennzeichnet, daß das Werkstück mit einem einzigen Zug seines Dornes (7) sowohl durch eine bekannte Anordnung von mehreren sich kreuzenden, feststehend gelagerten Kaliberwalzenpaaren (2, 3, 4) als auch durch einen festen Ziehring (6) geführt wird.
DEE35276D 1927-02-17 1927-02-17 Verfahren zum Kaltstrecken rohrfoermiger Werkstuecke Expired DE511791C (de)

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Cited By (3)

* Cited by examiner, † Cited by third party
Publication number Priority date Publication date Assignee Title
US2428474A (en) * 1944-03-27 1947-10-07 Bundy Tubing Co Method of tube drawing
DE974829C (de) * 1948-10-02 1961-05-10 Fritz Dr Singer Rohrstreckpresse
DE3742155A1 (de) * 1987-12-10 1989-06-22 Mannesmann Ag Verfahren und vorrichtung zur herstellung nahtloser rohre

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