DE44530C - Neuerung in der Einrichtung von Oberflächenkondensatoren auf Seedampfern - Google Patents
Neuerung in der Einrichtung von Oberflächenkondensatoren auf SeedampfernInfo
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- DE44530C DE44530C DENDAT44530D DE44530DA DE44530C DE 44530 C DE44530 C DE 44530C DE NDAT44530 D DENDAT44530 D DE NDAT44530D DE 44530D A DE44530D A DE 44530DA DE 44530 C DE44530 C DE 44530C
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- F—MECHANICAL ENGINEERING; LIGHTING; HEATING; WEAPONS; BLASTING
- F28—HEAT EXCHANGE IN GENERAL
- F28B—STEAM OR VAPOUR CONDENSERS
- F28B1/00—Condensers in which the steam or vapour is separate from the cooling medium by walls, e.g. surface condenser
- F28B1/02—Condensers in which the steam or vapour is separate from the cooling medium by walls, e.g. surface condenser using water or other liquid as the cooling medium
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- Vaporization, Distillation, Condensation, Sublimation, And Cold Traps (AREA)
Description
KAISERLICHES
PATENTAMT
in BASEL (Schweiz
Die Luft- oder Warmwasserpumpen an Oberflächencondensatoren, wie sie bisher auf
Seedampfern üblich waren, und welche dazu dienten, Luft und Wasser zusammen aus dem
Condensator zu schaffen, brauchten principiell nur um so viel gröfser als die Speisepumpen
zu sein, als erforderlich
durch undichte Stellen
eindringt, zugleich mit
wasser aus ' "
Nach bisher
durch undichte Stellen
eindringt, zugleich mit
wasser aus ' "
Nach bisher
ist, um Luft, welche in den Condensator dem Condensations-
dem Condensator zu entfernen.
erfolgter Praxis macht man aber
diese Luft- oder Warm wasserpumpen viel gröfser (oft 20 bis 30 bis 40 mal so grofs wie die
Speisepumpen), damit bei etwaigem »Unklarwerden« des Oberflächencondeiisators derselbe
auch mit »Einspritzung« arbeiten kann.
Bei normalem Betriebe des Condensators als Oberflächencondensator saugt aber die viel zu
grofse Luftpumpe, da sie so viel Luft im Condensator gar nicht findet, ganz unnöihigerweise
eine Masse Dampf an und drückt denselben ins Freie heraus, was einen Verlust an Arbeit
bezw. Kohlen mit sich bringt.
Gegenstand vorliegender Erfindung bildet nun eine neuartige Einrichtung des Condensators
und seiner Pumpen, bei welcher die Möglichkeit geboten sein soll, im Nothfall den
Oberflächencondensator als Einspritzcondensator arbeiten zu lassen, ohne dafs im einen wie im
anderen Falle Kraft und damit Kohlen verschwendet würden.
Die neue Anordnung solcher Oberflächencondensatoren besteht wesentlich in Folgendem :
Die Speisepumpe wird immer reichlich grofs gemacht, so dafs sie sämmtliches Condensationswasser
aus dem Condensator schaffen kann. Legt man daher die Speisepumpe nur tief genug, so dafs ihr das Wasser aus dem
Condensator von selber zuläuft, so kann dieselbe zugleich die Wasserförderung aus dem Condensator
und die Kesselspeisung übernehmen.
Für das Herausschaffen der Luft aus dem Condensator wird eine trockene Luftpumpe
aufgestellt, die oben am Condensator die Lutt absaugt. Die frühere grofse Luft- oder Warmwasserpumpe
fällt auf diese Weise ganz weg bezw. wird ersetzt durch das Zusammenwirken einer trockenen Luftpumpe und der Speisepumpe.
Soll nun ein derartig eingerichteter Oberflächencondensator in vorkommenden Nothfällen
auch ausnahmsweise als Einspritzcondensator arbeiten können, so ist nur die immer
noch vorhandene Kühlwasserpumpe, die in diesem Falle eine Kolbenpumpe sein mufs,
mit einem Wechselhahn zu versehen, so dafs sie infolge bestimmter Stellung dieses Hahnes
nunmehr das Einspritzwasser aus dem Condensationsraum saugt und ins Freie drückt, während
sie vorher dazu dieme, das Kühlwasser durch die Kühlröhren des Condensators zu
treiben.
Die Kühlwasserpumpe ist ebenfalls so tie zu legen, dafs ihr das Wasser aus dem Condensator
von selbst zufliefst. Dabei fährt die »trockene Luftpumpe« fort, die Luft aus dem
Condensator zu schaffen; die Kühlwasserpumpe hat also nur das Wasser zu entfernen. Das
Einspritzwasser saugt der Condensator, der immer tief genug liegt, selbsttätig an.
Die »trockene Luftpumpe« kann nun nach der Ansicht des Erfinders aus dreierlei Gründen
viel kleiner werden, als es die frühere nasse Luft- oder Warmwasserpumpe war:
1. weil sie nur die Luft und nicht auch das Wasser aus dem Condensator zu schaffen
hat;
2. weil sie deswegen rascher gehen kann, und weil
3. hierbei Luftausfuhr getrennt von der Warmwasserausfuhr stattfindet, somit der Condensator
als Gegenstromcondensator eingerichtet werden kann (der zu eondensirende Dampf
strömt dem Kühlwasser entgegen), wodurch nochmals die nöthige Leistungsfähigkeit der
Luftpumpe vermindert wird. (Bei der früheren Warmwasserpumpe, welche Luft und Wasser
mit einander aus dem Condensator saugt, kann bei »Einspritzung« selbstverständlich solches
Gegenstromprincip nicht angewendet werden.)
Diese Luftpumpe wird von einer besonderen kleinen Dampfmaschine getrieben, deren Tourenzahl
also unabhängig ist von der der Hauptdampfmaschinc. Der Maschinist hat es somit
in der Hand, diese Luttpumpe gerade nur die nöthige Anzahl Touren machen zu kissen:
wenig für Oberflächencondensation und mehr für Einspritzcondensation. Auf diese Weise '
soll die frühere Kraft- und Kohlenvergeudung bei Oberflächencondensation mit den früheren
grofsen Warmwasserpumpen beseitigt und doch derselbe Effect, d. h. dasselbe Vacuum wie i
früher im Condensator erreicht werden.
Die in der Zeichnung schematisch dargestellte Ansicht soll eine nach dem vorstehend
erläuterten Erfindungsgedanken eingerichtete Oberflächencondensationsanlage verbildlichen.
Bei .4 tritt der zu eondensirende Abdampf
aus der Hauptmaschine in den Condensator B ein, und zwar unten, damit sowohl bei Oberflächen-
als auch bei Einspritzcondensation nach dem Gegenstromprincip condensirt werden könne. Es sei nun zuerst angenommen
(und die Zeichnung stellt auch diesen Fall dar), der Condensator sei in normalem Betriebe,
d. h. er wirkt als Oberflächencondensator. Alsdann saugt die Kühlwasserpumpe k
durch die Rohre α und b Wasser von Aufsenbord an und drückt dasselbe durch die Rohre c
und d oben in das Kühlröhrensystem des Condensators. Die eingesetzten Platten p] bewirken,
dafs das Kühlwasser, der Richtung des die Kuhlröhren umströmenden Dampfes entgegen,
die Kühlröhren zickzackförmig nach abwärts durchläuft. Unten tritt das erwärmte Kühlwasser aus dem Condensator aus oder
gelangt durch das Rohr f wieder nach Aufsenbord.
Das vom höchsten Punkt des Kühlröhrensystems ausgehende, oben offene und bis über
die Wasserlinie 5 ί s des Schiffes herausragende
Röhrchen i dient zur Entlüftung des Kühlröhrensvstems, so dafs sich keine Lu(V-säcke
in diesem bilden können. Aus dem untersten Theil des Condensators saugt die
Speisepumpe S durch Rohr g das condensirte Wasser ab und drückt es durch das
Rohr Ii in die Kessel, und zwar zusammen mit dem frischen Seewasser, das man bei entsprechender
Stellung des Hahnes H durch das Rohr 0 in den Condensator B zur Ergänzung
des Dampfverlustes eintreten läfst. Aus dem obersten Theil des Condensators saugt die
trockene Luftpumpe L durch das Rohr I die Luft ab und drückt sie durch r ins Freie.
Das Gasgemenge (Luft- und Wasserdampf), das diese Luftpumpe absaugt, besteht thatsächlich
beinahe nur aus Luft, weil es oben, also am kältesten Orte, im Condensator angesaugt
wird, ρ sind eingesetzte Platten, welche den bei A eintretenden Dampf zwingen, auf zickzackförmigem
Wege um die Kühlröhren herum und zwischen diesen hindurch der Richtung
des diese Röhren durchfliefsenden Wassers entgegenzuströmen.
Soll nun dieser Condensator einmal als Einspritzcondensator arbeiten, so hat man nur die
Saugleitung der Wasserpumpe k mit dem unteren Theil des Condensationsraumes, die
Druckleitung derselben aber mit Aufsenbord zu verbinden (was bei der in der Zeichnung
dargestellten Einrichtung dadurch bewirkt wird, dafs man jedem der beiden Hähne C und D
eine Vierteldrehung nach rechts giebt), den Hahn H zu öffnen und die beiden Hähne F
und E zu schliefsen (die beiden letzteren können auch durch selbsttätige Rückschlagventile,
die sich nach auisen bezw. nach oben öffnen, ersetzt werden). Nun wird durch das
unter Wasser nach Aufsenbord offene Rohr 0 Einspritzwasser in den Condensationsraum hineingezogen,
strömt über die Platten ρ dem zu condensirenden Dampfe cascadenförmig entgegen
(also wieder Gegenstromprincip) und wird unten von der Wasserpumpe k durch die
Rohre m und b abgesaugt und durch das Rohr η nach Aufsenbord gedrückt. Die Luftpumpe
L arbeitet dabei mit etwas vermehrter Tourenzahl. Ebenso arbeitet die Speisepumpe
S vollständig wie vorhin weiter. Indem ihr Saugrohr g etwas tiefer in den Condensationsraum
mündet als das Saugrohr m der Wasserpumpe k. findet sie immer genüsend
Wasser im Condensator vorhanden, und zwar selbst dann noch, wenn durch theilweises
Zudrehen des Einspritzhahnes H weniger Einspritzwasser in den Condensator gelangen
würde, als die Wasserpumpe k wegschaffen kann.
Claims (1)
- Pa tent-Anspruch:An Oberflächencondensatoren auf Seedampfern, bei welchen die Luftausfuhr von der Wasserausfuhr dadurch getrennt stattfindet, dafs erstere durch eine (oben angreifende) Luftpumpe (L), letztere dagegen durch eine (unten angreifende) Wasserpumpe (S) bewirkt, während das Kühlwasser mittelst einer Kaltwasserpumpe (K) durch den Condensator (B) befördert wird, die durch die gleichzeitige Anordnung der Rohre α b m mit dem Wechselhahn bezw. Ventil oder Schieber C zwischen dem Condensator B1 der Pumpe K und Aufsenbord, ferner der Rohre end mit dem Wechselhahn etc. D zwischen der Pumpe K, dem Condensator B und Aufsenbord, und des Rohres / mit dem Hahn oder Ventil E zwi schen Condensator B und Aufsenbord in Combination mit dem Entluftungshahn etc. F und dem zwischen Condensator B und Aufsenbord angeordneten Einspritzhahn etc. H gekennzeichnete Einrichtung zu dem Zwecke, durch Umstellen der Hähne (Schieber oder Ventile) den Oberflächencondensator beim Unklarwerden ohne Weiteres als Einsprilzcondensator arbeiten lassen zu können, indem die Pumpe K alsdann das warme Wasser aus dem Condensator B fördert, während die Pumpen L und S ihre vorherige Arbeit fortsetzen.Hierzu ι Blatt Zeichnungen.
Publications (1)
| Publication Number | Publication Date |
|---|---|
| DE44530C true DE44530C (de) |
Family
ID=319759
Family Applications (1)
| Application Number | Title | Priority Date | Filing Date |
|---|---|---|---|
| DENDAT44530D Expired - Lifetime DE44530C (de) | Neuerung in der Einrichtung von Oberflächenkondensatoren auf Seedampfern |
Country Status (1)
| Country | Link |
|---|---|
| DE (1) | DE44530C (de) |
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4798939A (en) * | 1986-04-02 | 1989-01-17 | Gallina Corporation | Pressurized liquid cooker with integrated radiant heating apparatus |
-
0
- DE DENDAT44530D patent/DE44530C/de not_active Expired - Lifetime
Cited By (1)
| Publication number | Priority date | Publication date | Assignee | Title |
|---|---|---|---|---|
| US4798939A (en) * | 1986-04-02 | 1989-01-17 | Gallina Corporation | Pressurized liquid cooker with integrated radiant heating apparatus |
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